Verdacht auf LRS wird nicht ernstgenommen Seite: 2

      • (26) 27.04.19 - 20:30

        ganz einfach: korrigiere ihn. übe mit ihm. --- finde einen WEg und eine spielerische Art, ihn so zu korrigieren, dass der Frust eben nicht nach hinten losgeht.... ---

        diese weichgespülte Pädagogik wird halt nunmal keinen guten Schüler und keinen guten Rechtschreiber aus Deinem Kind machen. ---
        NATÜRLICH wirst Du ihn korrigieren, - und zwar im ganzen Heft und in allen Fächern... -- wichtig ist nur, dass du einen Weg findest, wie es zur Regemässigkeit ohne Frist wird. ---

        "nicht zu korrigeren" ist der falsche Weg, sondern bewusst einen Weg suchen, wie ihr im "Guten" korrigieren und üben könnt. ---

        Anders wird das nix. punkt. --- Du hilfst ihm, indem du jetzt anfängst, regelmässig Konzentration und Rechtschreibung zu üben. --- alles andere ist weichgespülte Pädagogik, die euch nicht weiterhelfen wird.

        wer heutzutage glaubt, diese Masche "nicht zu korrigeren" sei der richtige Weg, -- der liegt falsch. --- Wichtig ist, dass man einen "guten Weg" findet, zu korrigeren und mit Spaß zu üben.

        • Ich danke dir. Du bestätigst mich in meiner Meinung, dass der Vorschlag der Lehrerin nicht richtig ist.
          Ich hoffe, dass ich meinem Sohn helfen kann. Manchmal bringt es mich auch an den Rand der Verzweiflung. :-(

          • (28) 27.04.19 - 20:49

            ich hab das jetzt mit zwei Kindern durch und kann nur die Haare raufen.

            Das zählt schon (sorry) als Tierquälerei, wenn ein Kind mal mehr als eine halbe Seite abschreiben muss... --- oder mal etwas mehr schreiben muss...."die armen Kinder" ... -- sorry, -- aber woher sollen die Kinder denn lernen, Aufsätze zu schreiben, Spannungsbögen zu entwickeln, wenn sie in der Grundschule nicht einfach mal schreiben, schreiben und nochmals schreiben?

            Mein Sohn hatte eine Deutsch-Lehrerin, die sehr viel Grammatik-Blätter ausgeteilt hat. Mit Lücken ausfüllen. -- Auch mal Rechtschreib-Blätter mit Übungen...

            Die Kids haben gerade mal 2 Wochen vor einem Aufsatz 2-3 Aufsätze geübt und das war es dann fürs Halbjahr. -- der Rest war Plakat und Präsentation üben, Blätter ausfüllen oder die Jahreslektüre lesen...

            tja: un nu? -- -in der Fünften Klasse sollen die Kinder auf mindestens 2 Seiten Spannungsbögen korrigieren und sind nicht in der Lage mit Konzept ein paar Sätze aufs Blatt zu bringen.... ----- Fazit: schlechte DeutschNoten.

            Das werde ich jetzt bei der zweiten ind er 3ten Klasse nicht druchgehen lassen... -- sie übt mehr und ja: sie wird korrigiert. ---- und ja: sie schreibt auch hier und da mal ganze Seiten. --- Zum Beispiel einen Brief an ihre Freundin oder so ....--- wir finden da immer was....

            Ich hatte erst ein Gespräch mit einem Lehrer, der mir von den Riesigen Unterschieden bei den Kindern in einer Klasse erzählt hat. -- Da können einige nicht richtig deutsch oder kommen nicht hinterher und deshalb wird der Unterricht an diese schwachen Schüler angepasst und die schnellen bekommen Zusatzblätter. ---- schön: wer gut ist, wird mit Zusatzarbeit bestraft. so sehe ich das. -- ergo: die guten werden faul und langsam, weil sie ja sonst extrablätter machen "müssen" .... ---- tja: es lebe das singen udn klatschen und die weichgespülten Unterrichtsmethoden. ----

            Man kann auch mit Spaß "fordern" ... klar: das ist eine Herausforderung. Aber deshalb sind sie Lehrer und sollten das auch gelernt haben. ---

            Mein Sohn ist übrigens in der 5. Klasse. Jetzt vor OStern gabs die Ansage: ab jetzt zählt die Rechtschreibung KOMPLETT. - überall in allen Fächern und besonders auch in Aufsätzen und wird NOtenrelevant. --- TOLL! --- 4,5 Jahre werden die Kinder weichgespült und jetzt sollen sie es von jetzt auf nachher 100% beherrschen. -> Finde den Fehler!.

            • Sehe ich ganz genau, wie du!

              Bei meinem Sohn läuft es im Deutschunterricht wie folgt ab: sie bekommen pro Woche 10 Lernwörter. Am Ende der Woche wird ein "Diktat" geschrieben, wo die Lernwörter vorkommen. Bewertet werden NUR die Lernwörter, der Rest ist egal. Mein Sohn kam freudestrahlend nach Hause. Er habe 8 von 10 Lernwörtern richtig. Ich habe mich natürlich gefreut und wollte das Diktat sehen: alles, außer die Lernwörter, war rot angestrichen. Ich fragte meinen Sohn, was mit den anderen Wörtern sei...ja, die sind egal, hat die Lehrerin gesagt. Wie soll er denn lernen, dass es eben nicht egal ist und es auf den gesamten Text ankommt?

      Hallo,

      warum akzeptierst du das "Ergebnis" des Gutachters = Psychologen nicht? Was heißt "Verdacht"? Entweder der Psychloge stellt das fest, dann ist es kein "Verdacht" mehr,, oder dein Sohn hat das Problem (hoffentlich) nicht. Was willst du erreichen?? Dass dein Sohn eine Sonderbehandlung bekommt? An dem Rechtschreibproblem kann man arbeiten! Er liest ja ancheinds gut, so wie ich verstanden habe?

      Bei meiner Tochter wurde in der 4. Klasse eine Lesestörung festgestellt - auf meine Intuition hin haben wir sie beim Psychologen vorgestellt. Die Lehrer waren sich nicht sicher. Hat sich aber dann doch eindeutig beim Psychologen bestätigt. Die Rechtschreibstörung.... nun ja. Nicht ja und nicht nein = genau auf der Linie, wo die Störung zum Tragen kommt - also nicht Fleisch und nicht Fisch.

      Die Lesestörung ist bestätigt und sie erhält bei Schulaufgaben Zeitverlängerung. Der Rest = Rechtschreibung. Da müssen wir halt etwas mehr dran arbeiten und sie hat mehr Schwierigkeiten als Kinder, bei der diese Schwierigkeit nicht besteht. Lt. Meinung Schulpsychologin (die hat den Test auch nochmal gemacht) "eigentlich schon", aber halt total doof...sagen wir mal erklärenderweise für Laien so, sie hat 10%, bräuchte aber 9 %, damit es eine Störung ist, das jetzt mal ganz einfach erklärt.

      An Deiner Stelle würde ich den Test Ende der 4. Klasse nochmal beim Psychologen durchführen lassen. Und wenn wieder das gleiche Ergebnis: dann ist es halt so. Ist - das kann ich so aus Erfahrung sagen - nicht das totale Drama. Klar, es wird in Deutsch, Latein und Englisch nie eine 1, aber man kann dran arbeiten. Wenn der IQ ansonsten stimmt, dürfte es in den anderen Fächern recht gut laufen. Da würde ich mir keine Sorgen machen. Ja, klar, es bedeutet mehr Anstrengung, aber wenn man das akzeptiert hat, kann man gut mit händeln.

      VG
      Gael

      • (32) 27.04.19 - 21:52

        PS: Ich spreche hier von Legasthenie, um keine Irritationen aufkommen zu lassen. Bei den beiden Cousins meiner Tochter ist die leider voll bestätigt. Beim Bruder meines Mannes (Vater von den beiden Jungs) auch. Mein Mann hat sich nie testen lassen, aber naja... ich behaupte mal: Lesestörung definitiv - der braucht die dreifache Zeit um einen Text zu lesen im Gegensatz zu mir und die sprachlichen Noten waren mittel. Mathe, Physik usw. dagegen 1er-Schüler. Die Lesetörung hat er somit wohl an unsere eine Tochter weitervererbt. Unsere zweite Tochter hat damit null Probleme (ist nach mir;-)). In Mathe sind beide Kids super.... Gottseidank sind da NICHT meine Gene dominant vererbt worden#schwitz Wobei... Physik war ich komischerweise gut. Aber meine räumliche Vorstellung uiuiui... Mathe: mein Hassfach und der Taschenrechner - mein bester Freund;-)

        VG
        Gael

    Ich wundere mich immer wieder... Dein Kind wurde von mindestens 2 Lehrern unterrichtet und "begutachtet" und hat einen Test beim Psychologen hinter sich und statt diesen Experten zu vertrauen, fragst du hier im Forum nach, wo jeder Möchtegern Tipps und Ratschläge geben kann...

    Die Punkte, die du angibst sprechen nicht unbedingt für eine LRS. Welche Buchstaben lässt er denn aus? Wo verdreht er?
    Das er nach Gehör schreibt ist prinzipiell prima. Er muss nun noch lernen Regeln anzuwenden. Das kannst du durch Üben unterstützen. Groß- und Kleinschreibung und Punktion haben z.B. auch nichts mit LRS zu tun, Buchstaben drehen und spiegeln ist typisch für (umgewöhnte) Linkshänder...

    Kauf deinem Sohn ein Rechtschreib- Übungsheft und übt zu Hause. Ansonsten mach es am besten so, wie die Lehrer es dir geraten haben. Gar keine Fehler zu berichtigen halte ich zwar auch nicht für optimal aber es kommt immer drauf an: Ging es um das Schreiben an sich (z.B. eine Geschichte ausdenken) oder war es eine Rechtschreibübung... Wenn z.B. Wörter mit "sp" gesammelt werden, dann sollte er schon "Spiel" richtig schreiben und das würde ich an der Stelle auch korrigieren.

    (34) 27.04.19 - 22:38

    Hallo,
    was ich nicht verstehe ist die Diagnose des Psychologen wenn alles in der Norm liegt aber der Rechtschreibtest deutlich auffällig gibt es die Diangose "isolierte Rechtschreibstörung" frag da nochmal nach. Wenn der Test nur leicht auffällig war gibt es die nicht aber ein Training ist immer sinnvoll wenn er Probleme hat auch ohne Diagnose. Mit Diagnose hat er halt normalerweise den Vorteil, dass es bei der Notengebung berücksichtigt wird. Aber hier gibt es leider auch große Unterschiede je nach Schule und Lehrer. Ich kann dir nur sagen desto früher ihr mit dem Training anfangt, desto besser und effektiver. Sucht euch eine gute Trainerin und legt los!
    LG

    (35) 28.04.19 - 00:44

    Bei meinem Grossen war die Entwicklung ähnlich wie bei Deinem:
    Im Kindergartenalter wegen multipler Dyslalie in logopädischer Behandlung. In der Grundschule galt er als schlaues Kerlchen, das Schwierigkeiten mit lesbarer Schrift hat und nicht der grösste Rechtschreibheld ist. Da er trotzdem immer eine 2 in Deutsch hatte und las wie der Teufel, ging niemand davon aus, das er eine LRS haben könnte.

    Bis er auf's Gymnasium kam. In jeder Arbeit musste die Rechtschreibung mit 5 - 6 beurteilt werden. Üben nützte gar nichts. An einem Tag ging es ganz gut, am nächsten Tag war es eine Katastrophe. Seine Deutschlehrerin befand nach einem Jahr: 'Da stimmt was nicht' und empfahl uns eine Lerntherapeutin.
    Die checkte das Kind von oben bis unten durch. Ihr Ergebnis: Sprachwahrnehmung und -verarbeitung gut, sein Problem war die Motorik. Er verkrampfte beim Schreiben total, dadurch fiel es ihm schwer leserlich UND richtig zu schreiben. Ausserdem versuchte er sich die Schreibweise jedes Wortes mit gelernten Regeln zu erschliessen, statt einfach dem Buchstabenbild eines Wortes zu vertrauen. Das haut natürlich bei Gymnasialtempo nicht mehr hin.

    Bei der Testung durch einen Psychologen war das Ergebnis übrigens auch: Keine Rechtschreibschwäche feststellbar.

    Nichtsdestotrotz zogen wir die Therapie durch. Gleichzeitig stellte die Deutschlehrerin einen Antrag auf Nachteilsausgleich um den Druck in der Schule herunterzufahren. Der Schule reichte dazu das Urteil der Deutschlehrerin und die Tatsache, daß das Kind sich in Therapie befand.

    Nach 1,5 Jahren hatte Söhnchen eine leserliche Schrift und eine (fast) fehlerfreie Rechtschreibung.

    Also: Nur weil bei Deinem Sohn keine 'klassische' Rechtschreibschwäche vorliegt, bedeutet das nicht, das nichts im Argen liegt. Eine Lerntherapie könnt ihr immer machen. Ihr müsst sie dann nur selber zahlen. In unserem Fall war sie jeden Cent wert.

    Grüsse
    BiDi

    • (36) 28.04.19 - 00:58

      Definitiv nochmal die Ergebnisse der psychologischen Diagnostik anschauen lassen. Eine durchschnittliche Intelligenzleistung und unter durchschnittliche Leistungen in der Rechtschreibung sind die Voraussetzung für eine Diagnose. (such mal nach "icd 10 F81.1) Vielleicht hast du was falsch verstanden? (Ich mache selbst solche Diagnostik). Erkundige dich, ob es einen Erlass zu Lrs in der Schule gibt in eurem Bundesland (In NRW z.b. Nrw Lrs Erlass ).
      Die Seite des bvl-legasthenie ist wirklich gut! Schau da mal drauf!


      https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/028-044.html

      • (37) 28.04.19 - 01:01

        Sonst wäre die schulpsychologische Beratung auch Ansprechpartner bei Uneinigkeit mit der Schule und Klärung der Perspektive.

        Sollte es eine Rechtschreibstörung sein kann "üben üben üben" auch echt nach hinten los gehen.

        • Danke!! Ich habe das Gefühl, dass mich hier einige nicht verstehen. Ich will meinem Sohn keinen Stempel aufdrücken. Ich sehe nur ein total gefrustetes Kind, welches schon anfängt zu weinen, wenn er schreibt.
          Ich denke nämlich auch, dass "üben, üben, üben " hier nicht fruchtet. Deinen Link sehe ich mir nachher mal an. Vielen Dank:-)

          • Bei Legasthenie hilft auch "gewöhnliches Üben" zT nicht mehr. Hier müssen ua. gezielt Wahrnehmungsbereichen trainiert werden und die Kinder brauchen eben mehr Angebot als die Schule alleine leisten kann.
            Wichtig wäre eine Diagnose.

    (40) 28.04.19 - 07:44

    Du beschreibst Situationen, die mir bekannt vorkommen. Er verkrampft auch beim Schreiben. Er drückt auch unheimlich doll auf. Die Ergo hat nur bedingt gefruchtet, habe ich das Gefühl.

    Ich denke, du hast recht. Die Lerntherapie wird der richtige Weg sein. Da sind Experten und genau die müssen da auch ran. Wie hoch waren die Kosten bei euch?

    • (41) 28.04.19 - 17:00

      Für die Lerntherapie haben wir 50€ / Stunde bezahlt.
      Ausserdem waren wir noch beim Osteopathen, der diverse Blockaden 'ausgerenkt' hat.
      Und - falls ihr das nicht schon habt - Stiftbeschwerer haben meinem Sohn sehr geholfen. Einfach mal googeln.

      Grüsse
      BiDi

(42) 28.04.19 - 09:25

Dein Verdacht wurde ernstgenommen - aber er hat offensichtlich kein LRS.

LRS , ob jetzt bestätigt oder vermutet, ist ja kein Stempel, den man sein lebenlang tragen muss. Durch üben ist dem sehr gut bei zu kommen.
Ich selber (und mein Bruder auch) wir haben uns sehr schwer getan mit der deutschen Rechtschreibung, mein Vater, Sonderschullehrer, hat uns eigentlich jedes Schuljahr getestet und konnte eben keine LRS feststellen. Trotzdem waren die Noten in Deutsch (und Englisch) echt mies. Die zweite Fremdsprache hat meinem Bruder und mir das "Genick" gebrochen und wir mußten vom Gymnasium zur Realschule wechseln.
Heute arbeite ich an einer Grundschule und mein Bruder an einem Berufskolleg. Und das obwohl unsere Stärken eher im mathematischen Bereich liegen...

Meiner Tochter geht es ebenso wie mir, deshalb habe ich sie direkt auf einer Realschule eingeschult, auch wenn sie hätte zum Gymnasium gehen können.
So, wie ich das sehe, stehen ihr trotzdem alle Türe offen, da eben nicht nur das sprachenlastige Gymnasium zum Abitur führt.

Überlege gut für dein Kind !

(44) 28.04.19 - 15:28

Hallo,

diese Methode "Schreiben nach Gehör" erzeugt künstlich rechtschreibschwache Kinder.

Bei unserer Tochter auf dem Gymnasium gibt es eine Rechtschreib-Förder-AG, die eine ganze Reihe Kinder besuchen müssen. Das war zu meiner Zeit undenkbar. Die einzigen Gymnasiasten, die mit der Rechtschreibung größere Probleme hatten, waren damals echte LRSler und von denen gab es einen oder zwei pro Klasse, wenn überhaupt.
Die Rechtschreibung geht bei unserer Tochter auf dem Gymnasium in die Note ein. Wenn sie zu schlecht ist, wird um eine Note abgewertet.

Versteckte Linkshändigkeit hat nichts mit Rechtschreibung zu tun. Mein Vater war ein umerzogener Linkshänder (was damals üblich war) und beherrschte Rechtschreibung perfekt.

Genauso hat LRS nichts mit Intelligenz zu tun.
Ich habe eine Kollegin mit LRS, Abi und einem Bachelor, die sehr gerne liest. Sie verfasst auch sprachlich anspruchsvolle Texte, aber eben mit ziemlich willkürlich verteilten Buchstaben. ;-)
Die Texte sehen nicht aus, wie von jemandem, der keine Rechtschreibung beherrscht, sondern wie "Buchstaben auf's Papier gekippt, aus denen man sich die gemeinten Worte herleiten kann".

Dyslalie kann ein Grund für Rechtschreibprobleme sein. Eine Freundin unserer Tochter hat das. Sie kann Laute nicht oder schlecht in Buchstaben umsetzen und muss die Rechtschreibung des Wortes daher wie eine Vokabel lernen.
Das wussten die Eltern aber schon im 1. Schuljahr von der Logopädin und haben von Anfang an mit dem Kind geübt.

Ist schon super, dass bei Euch, jeder was anderes sagt. Solche "Fachleute" kann man sich auch sparen. #augen
Leider gibt es das häufiger bei solchen Problemen.

Ich denke, letztendlich gibt es bei Eurem Sohn drei Möglichkeiten:
- Er hat eine künstliche LRS als Opfer von "Schreiben nach Gehör".
- Er hat Probleme wegen seiner Dyslalie.
- Er hat eine echte LRS.

Den Rat der Lehrer finde ich am schlechtesten. Nichts tun, ist keine Lösung.
Auf der weiterführenden Schule wird Euer Sohn wegen seiner Rechtschreibung in den Klassenarbeiten abgewertet werden, und das dürfte ihn massivst frustrieren.

Ich würde erstmal probieren, mit ihm Rechtschreibung zu pauken und gucken, was passiert.
Wenn sich da gar nichts bessert, ist es wahrscheinlich doch eine LRS, und die würde ich mir dann von einem anderen Psychologen bestätigen lassen, damit Euer Sohn einen Nachteilsausgleich bekommt.

Bei unserem Sohn (4. Klasse) war es übrigens so, dass er ein Opfer von "Schreiben nach Gehör" war. Die erste Lehrerin hat im 2. Schuljahr angefangen, mit Lernworten zu arbeiten, die bei ihm ca. 14 Tage im Gedächtnis verweilten. Seine Rechtschreibung war folglich gruselig. Punkte hat er willkürlich gesetzt. An Satzanfängen hat er häufig groß geschrieben, aber längst nicht immer.
Er hat dann (trotzdem) eine Klasse übersprungen, und ich hatte die neue Lehrerin gefragt, ob er in die Rechtschreib-Förder-AG soll. Die sagte daraufhin, dass er doch gar nicht so schlecht sei.
Da habe ich mich gefragt, wie schlecht die anderen Kinder sind. #schock

Jedenfalls haben wir dann mit unserem Sohn und den Lupenheften (Rechtschreiben 1 von Peter Wachendorf) Rechtschreibregeln gepaukt und mittlerweile ist seine Rechtschreibung ganz gut.

Wo man Punkte setzt, haben wir mit ihm auch geübt.
Er hatte zwar gar keine Lust diese Dinge zu üben, aber das Leben ist eben kein Ponyhof. Am Gymnasium haben die Kinder andere Dinge zu tun, als aufzuholen, wie man schreibt.

LG

Heike

  • (45) 28.04.19 - 16:13

    Liebe Heike,

    ich denke auch, dass die Dyslalie ein Teil des Problems darstellt. Im Kindergarten ging es los, dass keiner sein "Kauderwelsch" verstanden hat und es stand im Raum, ob er in den Sprachheilkindergarten wechselt. Das ist, warum auch immer, nicht geschehen.
    Mein Sohn hatte auch einen Überbiss, sodass die Unterlippe immer verschwand. Dank der Zahnspange ist sein Kiefer nun fast im normalen Zustand.

    Wir haben uns nun dank einzelner konstruktiver Beiträge dazu entschlossen, mehr mit ihm zu üben. Von seiner Lehrerin gab es ja leider keine nützlichen Ratschläge, außer es zu ignorieren. Das haben wir bis zum heutigen Tag auch getan, einfach, weil wir es nicht besser wussten.
    Das mit der Linkshändigkeit stand für mich nie zur Debatte. Im Gegenteil. Ich fühlte mich ziemlich verschaukelt.

    Mal sehen, wie sich das Ganze bis zum nächsten Jahr entwickelt, wenn es um die Entscheidung der weiterführenden Schule geht.

    • Wenn der Verdacht weiterhin bestehen bleibt und ihr eine Zweitmeinung einholen wollt, dann würde ich das VOR der weiterführenden Schule empfehlen. Es sollte unbedingt in der Grundschule irgendwie vermerkt sein, dass dort schon die Problematik bestand, damit überhaupt ein Anrecht auf Nachteilsausgleich gegeben ist.

Hallo.

Die Lerntherapie kann er ja trotzdem machen. Oder meinst du die entsprechende Kostenübernahme? Weiß ja nicht, wie das bei euch so ist. Bei uns werden diese Therapien äußerst selten staatlich übernommen. Ich spreche da leider aus Erfahrung.

Der einzige Vorteil wäre, dass er evtl. einen Nachteilsausgleich geltend machen könnte in der Schule.

Ich würde ihn evtl. im nächsten Schuljahr nochmal testen lassen. Ansonsten bleibt euch nur eines: üben, üben, üben....#schwitz

Habt ihr ihn schon auf legasthenie austesten lassen??
Das ist genbedingt und wächst sich nicht aus aber man kann es trainieren.
Lass ihn testen.

(49) 29.04.19 - 09:00

Komisch, mein Sohn wurde in der 3. Klasse auf Legasthenie getestet und der Test hat das auch klar bestätigt, eine Leseschwäche wurde damals nicht getestet, das haben wir erst in der 8. Klasse gemacht da er eigentlich flüssig lesen kann, danach aber überhaupt nicht weiss was er gelesen hat.

Wir haben den 1. Test beim SPZ gemacht, ich weiss die Meinungen darüber gehen auseinander. Dort wurden verschiedene Tests gemacht und raus kam durchschnittliche Intelligenz, Legasthenie und Dyskalkulie, dazu eine auditive Wahrnehmungsstörung.
Er hat daraufhin Ergo und Dyskalkulie Therapie angefangen. Legasthenie haben wir ignoriert weil er dafür den Ausgleich in der Schule bekommt. Wir haben (vergeblich)versucht ihn zum Lesen zu animieren, das hilft nach meiner Erfahrung auch sehr bei schlechter Rechtschreibung.

Sprich mit dem Kinderarzt, er kann dir sicher mit Adressen und Infos weiterhelfen.

Viel Glück weiterhin
Visilo

Legastenie besteht wenn die Intelligenz und die Rechtschreibung im starken Gegensatz stehen. Also ein Kind schlau ist und trotzdem kein Rechtschreibung beherrscht. Ich und meine Kinder können troz Legastenie immer gut lesen. Leider betreffen die Probleme auch alle anderen Fächer. Geholfen hat meinen Sohn, eine vom Jugendamt bezahlte Therapie und dass er auf einem Laptop schreiben darf. Zum Glück geht in unserem Bundesland die Förderung sehr lange. Sucht euch die richtige Schule aus. In dem die Kinder gefördert werden.

Top Diskussionen anzeigen