Mental load

    • (1) 13.05.19 - 13:29

      Hey ihr Lieben!

      Ich habe gerade einen Artikel über Mental load gelesen und ich finde mich so in der Thematik wieder. (Ich kann den link hier leider nicht einfügen, klappt nicht. Google gibt aber ein schnelles Ergebnis)

      Ich habe hier auch einen Mann, der absolut der Meinung ist, dass er hier richtig mit anpackt im Haushalt. Das macht er auch: wenn ich es ihm sage, was gemacht werden muss..
      aber gefühlt denke ich an alles alleine: mein Sohn hat heute Sport, also Merkzettel Sportsachen einpacken. Ist noch genügend Wasser in den Trinkflaschen, was brauchen wir noch fürs Schulfest, ein Radiergummi fehlt, die Grundsteuer muss am 15. überwiesen werden, für den Kindergeburtstag der Freundin meiner Tochter muss noch ein Geschenk besorgt werden.. alles Dinge, an die mein Mann nicht denken würde. Irgendwann haben wir anscheinend (stillschweigend) vereinbart, dass ich mir das alles merke.

      Gut, ich arbeite auch „nur“ Teilzeit, aber es nervt mich trotzdem.

      Kennt das jemand von euch auch?

      • (2) 13.05.19 - 13:44

        Hallo

        #rofl ja hier ist das auch so. Aber gar nicht weil mein Mann das mit Absicht macht. Er meckert auch öfter wenn ich ihn an Dinge erinnere und er sie dann letztendlich doch vergißt. Mein Sohn ist auch so. Der würde noch seinen Kopf in der Schule vergessen. Aber ich denke den beiden ist das alles nicht so wichtig. Manchmal denke ich mir, ob ich sie einfach mal auflaufen lassen soll.

        LG Hexe12-17

        (3) 13.05.19 - 13:58

        Hallo,

        das war hier (Mann, Kind 13 J. und ich) auch lange so. Bis ich mal so richtig ausgefallen bin und alles etwas durcheinander geriet.

        Seitdem hat mein Mann eine To-Do Liste am Küchenschrank hängen (wird wöchentlich aktualisiert). Klingt blöd aber das funzt seitdem. Wir haben klar getrennte Bereiche in denen wir uns um Dinge kümmern.
        Z.B. ist das Haus seins, ich kümmere mich dahingehend um nichts mehr, seien es Rechnungen wie Grundsteuer, Strom, usw. oder wenn wir Handwerker benötigen.
        Seine Termine macht er selbst aus.

        Dafür habe ich die meisten Haushaltsaufgaben (kochen, Wäsche usw.)
        Auch hat er verstanden das ein voller Mülleimer durchaus auch ohne meine Aufforderung geleert werden darf. Putzen mache ich den Großteil, allein schon da ich "nur" 30 Stunden arbeite. Oft machen wir einmal die Woche zusammen "Großputz"

        Unser Sohn hat die Verantwortung für sein Schlafzimmer und sein Spielzimmer. Ich putze nur die Fenster und sage an wann die Bettwäsche gewechselt wird.
        Auch er hat eine To-Do Liste am Whiteboard in seinem Zimmer.



        LG
        Tanja

        (4) 13.05.19 - 14:03

        Ich bin auch für solche Dinge zuständig, aber gerne :-). Mich nervt das gar nicht. Ich weiß, wenn ich mal 14 Tage ausfalle, dass der Laden hier (wir haben 3 Kinder) super weiterläuft. VG

        • (5) 13.05.19 - 14:10

          Danke für deine Antwort. Es ist ja nicht, dass es hier nicht liefe wenn ich nicht da bin. Bin im letzten Jahr in der Reha gewesen. Da konnte er an alles denken 😂

      (6) 13.05.19 - 14:24

      Hallo!

      Das kommt mir bekannt vor.
      Gerade am Wochenende hatten wir folgende Situation:
      Ich war von Donnerstag Samstag auf einer Fortbildung, also musste mein Mann am Freitag die Kinder zur Schule schicken - sprich: Kinder wecken, Pausenbrote vorbereiten, Tee kochen, Frühstück machen... Mein Mann war soweit instruiert, wusste, was die Kinder frühstücken und mitnehmen, den Tee hatte ich schon soweit vorbereitet, dass nur noch Wasser gekocht und die Beutel übergossen werden mussten.
      Um kurz nach 7:00 hab ich zuhause angerufen, um der Familie einen guten Morgen und den Kindern viel Erfolg bei den anstehenden Bundesjugendspielen zu wünschen. Meine Große (noch 9) erzählt: "Mama, beim R. (Bruder) habe ich glaub ich zu viel Wasser in die Teekanne gemacht, und das mit den Brötchen hab ich verpeilt. Ich hab uns dann Äpfel geschnitten." Na toll, das ist ja alles super gelaufen! Der Papa war wohl mal wieder zu bequem rechtzeitig aufzustehen und hat alles ans Töchterchen übertragen. Naja, jedenfalls waren sie rechtzeitig in der Schule.
      Ansonsten hat jeder von uns einen freien Tag in der Woche. Während ich an meinem freien Tag trotzdem normal aufstehe (allenfalls 15min später, weil ich erst Dusche, wenn die Kids aus dem Haus sind), die Kinder wecke, ihnen Frühstück und Pausenbrote mache..., bleibt mein Mann an seinem freien Tag einfach liegen. Ich hab ja nichts dagegen, wenn wir unsere morgendliche Arbeitsteilung an solchen Tagen beibehalten (mein Mann weckt die Kinder, sobald sie angezogen unten sind, übernehme ich das Kommando), aber wenn mein Mann frei hat, bleibt morgens alles an mir hängen, sodass ich mehr Arbeit und Stress hab als an anderen Tagen.
      Ich frage mich also immer wieder, ob wir irgendwann vereinbart haben, dass ich morgens immer zuständig bin (obwohl ich den früheren Arbeitsbeginn und den weiteren Weg zur Arbeit habe).
      Aber was du beschreibst kenn ich auch. Als ich die 2 Tage zur Fortbildung war, musste ich aus der Ferne noch organisieren, dass Töchterchen zum Lauftraining geht bzw. ihr auch noch Bescheid sagen, dass selbiges wetterbedingt ausfiel.
      Ich mag offen gestanden gar nicht daran denken, wenn ich im Sommer mit der Großen zur Reha und mein Mann mit dem Kleinen alleine ist. Vermutlich gibt es als Frühstück für die Betreuung eine Laugenstange vom Bäcker mit und Apfelschorle in die Trinkflasche (wenn er nicht direkt die 0,5l PET Flaschen kauft). Das Frühstück zuhause wird ausfallen, und ob das Kind frische Socken trägt, ist unwesentlich :-p).

      LG

      • (7) 13.05.19 - 14:57

        Aber es werden alle überleben!

        Ich kann aber deinen Ärger verstehen. Wenn ich mal Ausfalle, läuft es hier anders, aber es läuft.
        Mein Mann ist da schon sehr bemüht und die Kinder packen freiwillig mit an.
        Ich muss an solchen Stellen meinen Perfektionismus in den Griff bekommen und merke immer, dass ich meine Männer viel zu sehr verwöhne.
        Lg

        • (8) 14.05.19 - 10:43

          Ich glaube, Männer haben einfach andere Prioritäten. Mein Mann sieht sich z.B. immer mal genötigt, dass mein Auto gewaschen und auch ausgesaugt wird. Klar, hin und wieder muss das sein, aber ich erhebe einfach nicht den Anspruch auf ein perfekt gewaschenes und krümelfreies Auto. Unser Sohn ging in den Waldkindergarten - da hätte ich täglich das Auto saugen können.
          Die Große hat den Laden ja während meiner Abwesenheit ja auch gut gemanaged, aber ich finde es einfach traurig, wenn ein knapp 10jähriges Mädchen für sich und den kleinen Bruder vor der Schule noch Frühstück machen muss. das die Kids mit anfassen, steht natürlich außer Frage.
          Alles in allem würde ich aber sagen, diese unterschiedlichen Erwartungshaltungen lassen sich nur durch gezielte Kommunikation lösen. Und da ist eben auch wieder das Problem, dass wir Frauen uns auch viel klarer äußern müssen. Ich hätte meinem Mann vermutlich noch viel klarer sagen müssen, dass er vor dem Duschen in die Küche gehen und den Tee kochen muss (damit er noch abkühlen kann), die Brötchen rausnimmt... Und wenn er dann die Kinder geweckt hat und selber geduscht hat etc....
          Klar, die Kinder werden es überleben und es wird ihnen sicher auch nicht schaden, wenn es mal anders läuft als üblich. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich es gehasst habe, wenn mein Vater statt meiner Mutter morgens mit mir aufgestanden ist. Der hat sich wirklich Mühe gegeben und wollte alles perfekt machen, aber er hat halt immer 20 Mal nachgefragt, während meine Mutter eben alles so wusste. ;-).

          LG

    (9) 13.05.19 - 15:16

    Na ja, ich bin alleinerziehend. Da fallen mir die Erwachsenenbereiche zu.

    Damit ich aber nicht überfrachtet werde, habe ich meinem Kind früh beigebracht für ihre Sachen selbst mitzudenken.

    Ich unterstütze gerne
    Ich helfe bei der Umsetzung
    Aber ich nehme ihr nicht alles ab!

    Bsp. wenn sie ein neues Schulheft braucht. 1x sagen, ok. 2x mich erinnern: kann auch vorkommen. Dass sie beim 5x genervt ist, kann ich verstehen. Aber hey, bis das Heft wirklich da ist, ist es nicht alleine meine Aufgabe daran zu denken.

    Im Umkehrzug mache ich es so, dass ich meinem Kind ankündige, wann ich einkaufen gehe. Ihr also die Stütze gebe: hier, jetzt ist Gelegenheit, mich günstig zu erinnern.

    Was sie mir beim Einschlafen sagt, bleibt irgendwo hängen. Das ist zwar gut, dass sie es mir sagt; aber bis zur Umsetzung, ist es dann nicht nur meine Aufgabe, nur weil sie es mal erwähnt hat.


    Natürlich muss mein Kind nicht an alles denken!
    Von ihren Bereichen erwarte ich aber, dass sie mitdenkt - und das kann sie auch. Sie ist durch schrittweise Übung auch dazu in der Lage.


    Was ihr selbst wichtig ist (hohe Eigenmotivation) unterstütze ich, durch Tipps, wie Wecker stellen, mich daran erinnern, dass es HEUTE ist usw.

    Bei Dingen, die ihr so gar nicht wichtig sind und daher leichter vergessen werden, erinnere ich sie häufiger daran, mich zu erinnern/mir mitzuteilen. Wie sie Checklisten nutzen kann oder wie sie sich visuelle oder weckerähnliche Marker setzt.


    Ebenso schaffe ich mir Frei/Zeiträume, in denen ich MEINE Aufgaben und Denk-Checklisten organisieren kann. Dazu brauche ich Ruhe und kann ihre nicht mitdenken.
    Danach kann sie mich gerne ansprechen und ihre Punkte äußern.

    Einkaufsplanung sieht bei uns so aus:
    - ich checke, was wir brauchen
    - in welcher Reihenfolge, wie dringend und wie es zeitlich am besten passt

    Dann spreche ich mein Kind ausdrücklich darauf an! Brauchst du etwas?
    - wenn ich zufällig daran denke (oder sie mir schon mal etwas gesagt hatte, frage ich konkret nach): War da nicht etwas wegen einem Heft?

    - bei potentiellen Verdächtigen oder dunkler erinnerung (ich meine sie hätte vielleicht etwas erwähnt) frage ich auch nach

    - sonst bleibt es bei der Erinnerung: ich gehe einkaufen, brauchst du etwas.

    - ist es dringend? Bis wann brauchst du es?

    Wenn ihres dringender ist als meines, verschiebe ich die Einkaufsreihenfolge. Wenn nicht, mache ich es so, wie es passt.

    Wenn ihres sehr dringend ist, schicke ich sie auch selbst mal los (Alters- und Wegentsprechend). Umfang: für sie überschaubar.


    Auf lange Sicht entlastet mich das sehr.
    Sie lernt selbständiger zu sein und ist stolz drauf.
    Ich achte darauf, dass ich sie damit nicht überfordere. Aber auch nicht unterfordere langfristig.
    Sollte ich krankheitsbedingt oder berufsbedingt zwischendurch nicht so belastbar sein, dann weiß ich, dass die wichtigen Dinge (die ihre Aufgaben sind) funktionieren. Alles was liegen bleiben kann, wird sich schon ein Weg finden. Das wichtige ist abgedeckt.

    Hier, ich! *Handheb*

    Eigentlich kann ich mich nicht zu laut beschweren. Aber ich weiss was du meinst- ich bin diejenige die alles im Blick und im Kopf haben muss. Mein Mann macht. Aber nur auf Zuruf. Unterbleibt der, unterbleiben auch die Taten. Ich glaube mittlerweile auch das er das nicht absichtlich macht. Er meckert auch nicht wenn mal irgendwas übersehen wird. Ich denke, ihm ist das alles nicht so wichtig.

    Hund nicht geimpft oder entwurmt? Na und? Mülltonne nicht geleert weil nicht an die Strasse gestellt? Tja, Pech. Gelbe Säcke alle weil keiner neue besorgt hat? Dumm gelaufen. Irgendwie findet sich doch immer ne Lösung.....

    Stimmt ja auch. Nur macht diese Lösung idR mehr Arbeit und Stress als nötig wäre.

    Vor allem nervig wenn wir verreisen. Ich plane und packe für mich, die Kinder und den Hund. Er räumt das Auto ein. Fertig. Letztens waren wir ohne Jacke für den Grossen losgefahren. Wenn ich nicht an alles denke, ich sags ja. ^^

    Einmal gab es allerdings deswegen richtig Ärger. Ich war gerade mit dem Baby aus dem Krankenhaus gekommen nach der Entbindung (Frühgeburt, danach eine Woche Kinderklinik). Ich hatte ihn gebeten verschiedene Sachen zu erledigen die ich auf Grund der überraschenden Frühgeburt nicht mehr geschafft habe. Ua Babysachen waschen, Babybett richten. Insgesamt ca. 4-5 Sachen. Schriftlich, mehrfach dran erinnert, er hatte 2 Wochen Zeit gehabt.

    Ich stand dann da mit dem Neugeborenen und mir kamen echt die Tränen. Babysachen- nass in der Maschine. Gewaschen, ja. Aber eben nur das. Babybett- nicht fertig. Wickeltisch- dreckig, nicht benutzbar für den Zwerg. Das gab zoff. Hat er nicht verstanden. Er fand es nicht so tragisch. Ist halt ne unterschiedliche Wahrnehmung.

    • Oh das mit dem Urlaub ist bei uns genau so: ich packe für die Kinder und mich. Einen Abend vorher, um nichts zu vergessen mache ich mir eine Liste mit Dingen die ich am nächsten Tag noch einpacken muss.
      Frage die Nachbarn wegen der Tiere, besorge natürlich vorher genügend futter, bring den Schlüssel rüber.
      Mein Mann packt morgens seine Tasche und wir fahren los.

Mit der Frage haben wir uns hier auch vor längerer Zeit mal auseinander gesetzt, nachdem ich mal ausgerastet bin, als der Mann eine Waschmaschine für drei seiner Sportteile anstellte, ohne vorher in den Wäschesack zu gucken. Das war für mich ein Sinnbild für seine Einstellung zum Thema “Haus- und Carearbeit“.
Wir sind damals diese Liste hier durchgegangen und ich habe gesagt, das beste Aphrodisiakum wäre, wenn die Verantwortung für den Haushalt gleichmäßiger verteilt wäre. Sex hatten wir nämlich zu der Zeit kaum, weil ich abends nach Job und Haushalt und Kinderbetreuung keine Lust mehr hatte, noch ein Häkchen auf der To-do-Liste zu machen.

Ich fand diese Auseinandersetzung sehr hilfreich, weil mein Mann die Liste um seine Aufgabenbereiche ergänzt hat (Getränke holen, alles, was Garten angeht, Finanzen, Reparaturen plus Vollzeit statt Teilzeit wie ich).

Schlussendlich waren die Tätigkeiten dann doch nicht so unausgeglichen wie ich das dachte und wir kamen dann darüber ins Gespräch, warum ich mich so benachteiligt fühle.

Ergebnis: Seine Tätigkeiten waren irgendwie “wichtiger“, wurden mehr gewertschätzt und er hat sich dafür Zeit freigeräumt, in denen er sich darauf konzentrieren kann und sie in Ruhe gearbeitet, während bei mir vieles so nebenher lief, also Haushalt, während das Kind betreut wird etc.
Und Multitasking stresst fast jeden.

Es hat mich enorm entlastet, dass wir von dieser Erkenntnis ausgehend, auch Freiräume für meine Tätigkeiten schaffen: Wenn ich heute bügele und putze, koche ich nicht gleichzeitig das Abendbrot und betreue Hausaufgaben. Was ich im Alltag nicht schaffe, teilen wir dann halt auf.

Arbeitsteilung ist ja per se nichts schlechtes und hat sich auch volkswirtschaftlich bewährt. Wenn man etwas häufig tut, tut man es routinierter, Spezialisierung bringt also insgesamt zeitlich mehr Entlastung als wenn jeder für alles zuständig ist...

Ich verstehe aber das Gefühl, dass du hast. Ich habe mit großer Freude den Roman “Die Architektur des Knotens“ gelesen, indem die Protagonistin genau wegen jener Arbeitsteilung durchdreht und aus der Beziehung ausbricht. Ich fand ihre Beweggründe mehr als nachvollziehbar, dachte dann aber, dass es einen anderen Weg geben muss.

Der besteht m.E. in Kommunikation und darin, sich auch abgrenzen zu können. Wir Frauen erinnern mich oftmals an die Textzeilen aus dem “Wir sind Helden-Lied“ :

“Muss ich immer alles müssen was ich kann
Eine Hand trägt die Welt die andere bietet Getränke an
Ich kann mit allen zehn Füßen in zwanzig Türen
Und mit dem 11. In der Nase Ballete aufführen“

Müssen wir doch gar nicht... gut, manchmal schon, aber eben lange nicht so oft wie wir glauben, dass zu müssen.

(15) 13.05.19 - 17:37

oh ja .... ist bei uns auch so --- und es ist nicht einfach, aus dieser Spirale herauszukommen....

Ich weiß, wie "raschelig" ich bin, wenn mein Mann etwas wichtiges erledigen muss. Da bin ich ganz unruhig und beeile mich immer, um im Notfall noch etwas zu "machen".

Von daher bin ich froh, dass die "wichtigen" Dinge bei mir laden und nicht bei meinem Mann, der ohne Frage sich aktiv am Haushalt und an der Kindererziehung beteiligt.

Organisation ist eben nicht sein Ding.

(17) 14.05.19 - 21:26

Moin,

da muss ich sagen: Jein. Ich finde es liegt an einem selber wie schwer diese Mental Load wiegt und auch wie viel das ist. Warum gibt es an Eurer Tür keinen Wochenplan mit Symbolen wo Dein Sohn selber schauen kann ob er den Turnbeutel braucht? Warum packt er sein Sportzeug nicht alleine? Kann ein offensichtlich Schulkind nicht selber seine Wasserflasche füllen bevor es zum Sport geht? Warum hat die Kämmerei kein Sepa-Mandat? Radiergummi, Spitzer, Bleistifte, leere Hefte, Tintenpatronen liegen hier in einer Schublade auf Halde und müssen nicht up to date geholt werden, es gibt Einkaufszettel damit man sich nicht alles merken muss, eine Pinnwand an die Termine und EInladungen geheftet werden.
Oft erkennt man auch nicht was der Partner organisiert: Reifenwechsel beim Auto, Ölwechsel, müssen neue Wischerblätter drauf, ... Im Väterforum gibt es dann den Gegenthread "meine Frau setzt sich immer einfach ins Auto und verlässt sich drauf dass es fahrbereit und sicher ist ..."

  • (18) 15.05.19 - 20:17

    Stimmt,
    die Materialkisten haben wir auch
    - für Schulsachen (häufige Hefte, Radiergummis, Geodreiecke, Lineale)
    So Kleinkram, den man schnell mal braucht, nicht sooo teuer in der Anschaffung ist
    und der dann auch dort wieder gesammelt wird, wenn der zweite in Gebrauch wieder auftaucht.

    - für Putzmaterial, Wischtücher, Taschentücher usw.
    darauf haben wir beide Zugriff. Wenn es weniger wird, kommt es mit auf die Liste.

    - für Werkzeug und Verbrauchsmaterial.


    Familienkalender ist hervorragend. Jede von uns trägt ihre Termine ein. So haben wir im Überblick, ob sich da etwas überschneidet (dann sprechen wir es direkt an!) oder nicht (dann wird es eingetragen, beide sehen, dass schon besetzt ist und gut).

    Bei Terminen, die zwar ihre sind, ich sie aber bringen muss, schreibe ich direkt so groß, dass sie in beide Spalten passen. Dann trage ich mir nämlich auch nichts dazu ein #schein

    Umgekehrt auch. Meine Termine, zu denen sie mit muss, schreibe ich auch so, dass bei ihr der Platz mitausgefüllt ist.

    Telefoniert wird immer neben dem Kalender (auch mit Freunden). Dann gehe ich in der Zeit eben raus, sie kann den Kalender studieren und sieht auf einen Blick, ob sie da Zeit hat oder nicht. Ggf. verhandelt sie, ob sie zu Freunden kann, statt mitzumüssen.


    Einkaufsliste ist für alle zugänglich. Wem was einfällt, schreibt es drauf. Was nicht drauf steht, ist Glückssache.
    Ich kündige netterweise an, bevor ich einkaufen gehe - Chance, noch schnell etwas zu ergänzen.
    Ich fange aber ganz sicher nicht an, alles abzufragen, was möglicherweise evtl. benötigt werden könnte (Ausnahme: sie hat es mir schon mal gesagt und ich bin mir nicht mehr sicher).


    Alles andere hat einen festen Platz.
    Ich sehe, wenn etwas noch dort ist - wurde es vergessen.
    Sie sieht: wenn es noch dort ist, sollte sie es dringend einpacken.
    Wenn es nicht dort ist, ist es höchstwahrscheinlich schon eingepackt.

    Nur bei Besonderheiten frage ich noch mal nach: Ausflüge, sehr heiße Tage, Ferienprogramm etc. der übliche Ablauf gehört uns beiden.

(19) 14.05.19 - 21:46

Hallo,

ich kenne durchaus, was du meinst. Gewisse Dinge organisiere ich, weil ich das von Haus aus besser kann - bzw. konnte. Der Unterschied: Mein Mann ruht sich nicht darauf aus. Wir haben schon oft darüber gesprochen und auch ein Mann kann mitdenken, wenn er nur will. Mit der Zeit hat sich dieses "Problem" bei uns entzerrt.

Sprich mit deinem Mann. Sprecht euch ab, woran konkret wer denken sollte. Wir verteilen manche Aufgaben, an andere denken wir beide. Das klappt mittlerweile wirklich gut. Nehmt euch Hilfsmittel zur Hand: Pinnwand, Einkaufszettel, Familienkalender - alles in Sicht- und Greifweite. Der Stift gleich dazu.

Sprich auch mit deinem Sohn. Ich erinner meinen Sohn recht selten an sein Sportzeug und das auch nur, wenn es mir selbst gerade einfällt. Er muss selbst daran denken es mitzunehmen und es am Freitag auch selbst in den Wäschekorb legen. Er muss auch mit an Geschenke für den Kindergeburtstag denken. Mein Kleiner geht noch in den Kindergarten, aber auch er denkt hier und da schon gut mit und teilweise sogar voraus. So etwas können Mann und Kind lernen. Alle schreiben sich hin und wieder Erinnerungszettel, das mache nicht ich allein.

Auch bei uns gibt es Schreibwaren auf Vorrat. Ich muss pikku beipflichten, man kann sich entlasten. Du musst das Problem nur angehen und dein Mann muss verstehen, worin das Problem besteht. Als Team könnt ihr das sicher schaffen.

LG

Top Diskussionen anzeigen