Petition gegen Zwangseinschulung in Thüringen

    • (1) 14.05.19 - 19:01

      Hallo,

      bitte macht euch mit mir gemeinsam für mehr Elternrechte bei der Einschulung in Thüringen stark!!!!

      *** [Link vom urbia-Team entfernt. Aufrufe zu Petitionen sind bei uns nicht erlaubt.] ***

      • Unterschrieben.
        Viel Erfolg!

        Hallo,

        der Stichtag in Thüringen ist doch noch human und auch in Thüringen werden Kinder zurückgestellt, sollte dies notwendig sein. Darüber entscheidet zwar der/die Schulleiter/in, aber die Entscheidung wird ja unter Berücksichtigung des Kindes, der Informationen der Eltern und der Schuluntersuchung getroffen. Zudem haben die Kinder durch die flexible Schuleingangsphase mehr Zeit den Schulstoff der ersten beiden Klassenstufen zu lernen, sollte das nötig sein.

        Ich halte nichts davon, dass Eltern von "Sommerkindern" allein entscheiden dürfen, ob ihr Kind zurückgestellt wird. Viele Eltern wollen ihrem Kind einfach nur "ein Jahr mehr Kindheit" schenken oder ihr Kind zurückstellen, weil es so klein und zierlich ist.

        Liegen echte Gründe vor, wird auch zurückgestellt. Natürlich gibt es sicher auch schwarze Schafe unter den Schulleitern, das will ich nicht abstreiten, aber das allein rechtfertigt die Zurückstellung durch die Eltern - in meinen Augen - nicht.

        LG

          • Das Problem ist, wo setzte man eine Grenzen? Wenn jetzt erlaubt wird, dass die Eltern von Kinder von Mai bis Juli selber entscheiden ohne weitere Grüne, dann fangen bald die Eltern der Kinder von Februar bis April auch mit einer solchen Forderung und irgendwann schult jeder nach Lust und Laune, was nicht Sinn der Sache sein kann.

            Ich finde der Einschulungstermin in Thüringen mit dem 31.7. sehr menschlich. Bei ernsthaften Probleme werden auch MUSS-Kinder zurückgestellt (habe ich sogar in NRW erlebt, wo es nicht so einfach sein soll).

            So ein Korridor in Bundesländer mit Einschulung bis zum 30.9., wo Kinder eingeschult werden, die noch keine 6 sind, finde ich sehr positiv.

            Und ehrlich gesagt, schon der Begriff Zwangseinschulung finde ich recht übertrieben.

            VG

            • (6) 15.05.19 - 12:53

              #pro
              Genau das ist es. Zudem vergessen viele Eltern, dass es nicht um sie und ihre Vorstellungen geht.
              Wir wohnten lange in England. Dort beginnt die Schule früher und ein Klasse wiederholen wie es hier gibt, ist dort extrem selten. Gibt es so eigentlich nicht.
              Das Schulsystem ist flexibler und genau sowas, würde ich mir in Deutschland wünschen.

            • Der Begriff „Zwangseinschulung“ ist kein bisschen übertrieben!

              Hier in Bayern gibt es Kinder die noch nicht mal 6 sind die dann zur Schule MÜSSEN! Kinder die NACH dem absolut willkürlich festgesetzten Datum geboren wurden, sind währenddessen schon fast 7 Jahre !

              Sinn macht es das ganze auf 7 Jahre zu verschieben!
              Dann sind die Kinder bei der Einschulung mindestens 6 Jahre! Und nicht noch 5 jahre ...
              Und dann kann auch der Stichtag bleiben wo er ist.

              • Wie ich das gehört habe, ist aber gerade in Bayern recht einfach diese sehr junge Kinder zurückzustellen. Hier haben im Laufe der Jahren immer wieder Userin geschrieben, wo es kein Problem war. Zu dem hat Bayern jetzt auch schon ein Einschulungskorridor für Juli bis September Kinder.

                Sogar in NRW, wo es laut Ruf sehr schwer sein soll, kenne ich mehrere Fälle, wo sie zurückgestellt worden sind.

                Und in den Fall von Thüringen reden wir von einem Stichtag am 31.7. Alle Kinder sind also 6 bei der Einschulung (gerade die, die in Mai Geburtstag haben), oder? Oder haben sie so früh Ferien?

                Ich halte nur nichts von einer Zurückstellung, in der nur die Eltern entscheiden. Bei August/September Kinder vielleicht.

                • Das stimmt nicht! Es wird so gut wie gar nicht mehr zurück gestellt und die Direktorin entscheidet das. Willkürlich ! Gegen jede Meinung von Eltern und Erziehern!

                  • Ich habe anderes gehört und hier gab es noch vor kurzem mehrere Mütter, die davon berichtet haben. Dazu gibt es ab nächsten Schuljahr einen Einschulungskorridor in Bayern.

                    Mein Sohn wurde auch mit 5 noch eingeschult und es hätte ihn sicher nicht geschadet ein Jahr zu warten. Er war aber von allen als schulreif eingestuft worden, also habe ich denen vertraut. Jetzt ist in der 4. und wechselt im Sommer zum Gymnasium.

                    Wie gesagt: beim Einschulungstermin bis zum 30.9. kann ich das eher verstehen. Beim 31.7. weniger.

          In Thüringen sind aufgrund des Stichtages alle Kinder bei der Einschulung 6 Jahre alt, wenn sie nicht vorzeitig eingeschult werden. Das ist ein ganz normales Einschulungsalter.

          Wie meine Vorschreiberin schon schrieb, man muss eine Grenze setzen. Eltern sollten das nicht willkürlich entscheiden können, aber es sollte möglich sein, falls es wirklich notwendig ist. "Ein Jahr mehr Kindheit" ist keine Begründung.

          Es ist nicht so, dass man sein Kind in Thüringen nur schwer zurückstellen lassen kann.

      (12) 15.05.19 - 16:33

      Ich halte aber auch nichts davon dass das ein Schulleiter allein entscheiden kann, so dass wie hier in der Gegend schon mehrfach geschehen über alle Empfehlungen weg, selbst KJP- und SPZ-Gutachten misachtend Kinder eingeschult werden nur damit eine zusätzliche Klasse gegründet werden kann etc.

      Und ein Jahr Kindheit mehr schadet nicht, glaub mir, keine Mutter wird freiwillig ein eindeutig schulreifes Kind zurückstellen und sich freiwillig ein unausgelastetes Kind zu Hause zumuten. In der Regel passt das schon so was Eltern machen.

      Außerdem wurde in vielen Bundesländern das Einschulungsalter nach hinten verschoben, nicht etwa weil Kinder früher reif sind als früher, sondern weil jemand ausgerechnet hat wieviel Kinder dadurch ein Jahr eher eingeschult, ein Jahr eher im Berufsleben sind und ein Jahr länger in die Rentenkasse einzahlen. Sehr kindgerecht das Ganze also.

      • (13) 15.05.19 - 17:04

        Aber Thüringen gehört nicht zu den Bundesländer mit nach hinten verschobenen Stichtag. Der Stichtag ist der 31.7., also ziemlich "normal".

        Bei Bundesländer wo viele Kinder noch mit 5 eingeschult werden (Bayern, NRW,...) finde ich den Korridor ok.

        VG

        (14) 15.05.19 - 20:43

        In der Regel entscheiden Schulleiter das nicht willkürlich. Ausnahmen wird es sicher immer geben, aber das ist ganz sicher nicht die Regel.

        Die Kinder sind in Thüringen 6 Jahre alt bei der Einschulung, der Stichtag ist human und nicht erst Ende des Jahres, in dem eingeschult wird.

        Die flexible Schuleingangsphase fängt Kinder, die mehr Zeit zum Lernen brauchen gut auf.

        Und doch, ich kenne einige Eltern, die ihr Kind lieber noch ein Jahr länger im Kindergarten lassen würden, obwohl es schulreif ist. Ein schulreifes Kind ist auch nicht zwingend unausgelastet, nur weil es noch in den Kindergarten geht.

        • (15) 15.05.19 - 21:06

          Ich habe gerade geschaut und in den nächsten Jahren sind die Ferien sogar Mitte/Ende August zu Ende.

          Es sind also alle Kinder deutlich 6 bei der Einschulung.

          Vor einigenJahren hatte ich das Gefühl, alle wollen ihre Kann-Kinder kostet was es wolle einschulen. Und seit kurzem scheint genau das Gegenteil zu passieren.

          VG

      (16) 16.05.19 - 14:24

      Hallo!

      Das würde ich jetzt so nicht unterschreiben.
      Ich selbst bin Anfang August geboren, der Stichtag war bei uns der 31.7.. Den Kindergarten habe ich damals gehasst, kognitiv war ich eher weit entwickelt, allerdings war ich ein Einzelgänger, der sich mit fremden Kindern schwer tat. So wurde ich mit 7 Jahren regulär eingeschult. Hätte man mich ein Jahr früher eingeschult, wäre ich ein Jahr weniger unglücklich gewesen - vermutlich ohne größere Nachteile in der Schule. Die Schule war für mich immer ein Spaziergang, groß angestrengt hab ich mich bis zum Abitur nicht.

      LG

Es gibt doch auch noch die Möglichkeit, das Kind in die Vorschule zu schicken. Irgendwo muss halt die Grenze gezogen werden.

  • Es gibt leider nicht überall in Deutschland eine Vorschule...

    (19) 16.05.19 - 07:26

    Vorschule heißt auf dem land hier das Kind wird um sieben mit dem asb bus abgeholt ne dreiviertel h durch die Gegend gekarrt hat vorschule mit nachmittsgsförderung bis 16.30 wird dann wieder ne dreiviertel h durch die Gegend gekarrt und ist dann irgendwann nach 17 Uhr fix und fertig zu Hause... ein Traum für Kinder die e einfach noch ein bischen Zeit zum reifen gebraucht hätte weil es noch zu verspielt und unreif war.

Als mein Sohn in Bayern eingeschult wurde war damals der Stichtag 31.12. also wurden einige mit nicht mal 6 Jahren eingeschult und die meisten hatten damit keine Probleme.

In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Thüringer, die sagen alle das viele Kinder erst mit 7 eingeschult werden, wie alt sollen sie denn deiner Meinung nach bei der Einschulung sein 🤔.

Visilo

  • (21) 15.05.19 - 11:40

    31.12. ist echt hart. Vor allem in Bundesländer, die MUSS-Kinder nicht gerne zurückstellen.

    Mein Sohn ist von Ende August und wurde erst 6 3 Wochen nach der Einschulung. Ich hätte früher nicht gedacht, dass das so einen Unterschied macht. Kognitiv war und ist er top, aber sozial hatte er am Anfang arg zu kämpfen. Er ist in so einer JÜL-Klasse eingeschult worden. Also nur 12 1. Klässler. Und 4 davon waren fast ein ganzes Jahr älter als er (Oktober bis Anfang Dezember).

    Im Allgemein war die Klasse irgendwie sehr unausgeglichen vom Alter her. Diese 4 sehr "alte" Schüler und dann 3 sehr junge (August und September). Jetzt in der 4. ist mein Sohn der einzige der junge Kinder, der noch da ist. Die andere 2 Mädchen haben die 2. Klasse wiederholt.

    VG

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