Klassenfahrt Seite: 3

      • "Es ist noch lange Zeit, sie lernt ihre Mitschüler kennen und wenn es soweit ist und sie nicht will finden wir eine Lösung."


        Hallo,

        #sorry, aber wenn Ihr Eure eigene Unsicherheit bereits lange vor der Einschulung und NOCH LÄNGER vor der Klassenfahrt auf Eure Tochter projiziert, dann ist das Ganze ja fast schon zum Scheitern verurteilt.

        Gerade, wenn Eure Tochter da etwas weniger "begeisterungsfähig" ist, sehe ich überhaupt keinen Sinn darin, dass sie bereits jetzt von der Klassenfahrt weiß. Das trübt die Vorfreude auf die Einschulung schlimmstenfalls gleich mit.

        Die Äußerungen der Lehrerin klingen zwar nicht wirklich empathisch oder "pädagogisch wertvoll" ;-), aber lasst Euch doch bitte nicht als Erwachsene davon derart verunsichern!

        Unsere Kinder waren bzw. sind in der Grundschule ebenfalls in jahrgangs-übergreifenden Klassen. Ebenso wie die beiden "Großen" wird auch unser jüngstes Kind in der 1. und 3. Klasse auf Klassenfahrt "gehen". Zwar jeweils erst am Ende des Schuljahres, aber bei der ersten Reise sind/waren sie auch erst 6 Jahre alt. Den Großen hat es jeweils super gefallen, unsere Jüngste freut sich ebenfalls schon darauf. Ein ETWAS "mulmiges" Gefühl gehört sicherlich dazu, das sollte sich jedoch in Grenzen halten. Wenn man die Kinder statt dessen positiv bestärkt, klappt das bei den Meisten entsprechend gut.

        In der weiterführenden Schule gibt es gleich in den ersten Schulwochen (teilweise bereits in der zweiten) eine Kennenlern-Klassenfahrt. Unsere beiden älteren Kinder kannten zu dem Zeitpunkt noch KEIN EINZIGES anderes Kind, eben nur flüchtig seit ein oder zwei Wochen. Natürlich ist das aufregend und verunsichert auch etwas, aber dann ist es doppelt wichtig, das eigene "flaue" Gefühl im Griff zu halten und den Kindern "den Rücken zu stärken".

        Ende Juni fahren unser ältestes und jüngstes Kind zeitgleich auf Klassenfahrt. Klar werde ich auch wieder heimlich "ein Tränchen verdrücken", gönne ihnen ihre (Vor-)Freude aber von Herzen und versuche gemeinsam mit meinem Mann, potentielle kleinere Unsicherheiten "abzufedern". Das hat bisher immer gut geklappt und die Kinder kamen jedes Mal ganz begeistert und gefühlt "zehn Zentimeter größer" nach Hause.

        Versucht im Interesse Eurer Tochter, die Klassenfahrt nicht als "unzumutbar" zu betrachten. Sondern die positiven Aspekte zur richtigen Zeit zu unterstreichen und potentielle negative Aspekte nicht unnötig "aufzubauschen", sondern wenn vorab nötig sehr sachlich und kompakt zu besprechen. 2,5 h sind ja auch keine Weltreise ;-).

        Viele Grüße & Eurer Tochter im Sommer einen guten Schul-Start #sonne!

        Kathrin

        • Wir haben keine Unsicherheiten, wir kennen sie aber. Ihr das Ganze erst nach der Einschulung (??? Wann auch genau, Einschulung ist September, Fahrt ja schon wenige Wochen später) oder kurz davor zu erzählen, wäre bei ihr Kontra produktiv. Vor allem falls sie vielleicht nicht direkt Freundschaften schließt, nicht direkt mit der Lehrkraft warm wird,.. Jetzt weiß sie Bescheid, aber auch dass sie unser Unterstützung hat. Für sie also aktuell kein Thema.
          Von der Lehrerin lassen WIR uns nicht verunsichern. Wir bereiten uns gedanklich nur darauf vor, dass sie genau so sein könnte, wie sich sich präsentierte. Da unter anderem sie gleich zu Beginn mit den Kindern alleine wegfährt, nicht gerade unwichtig.

          Wobei wer sich mit Attest krank schummelt natürlich nicht in die Schule muss. Das Kind ist ja offiziell krank.

      So ich schaffe es leider nicht allen einzeln zu antworten. Wie es so ist kam mir gleich nach meiner Frage, der Gedanke dass die Tante meines Mannes ja Lehrerin in unserem Bundesland ist. Dass es da so große Unterschiede geben soll, war mir nicht bekannt.
      Wir haben sie heute gefragt und ihre Antwort war interessant. Sie ist zwar an der Realschule, aber das soll wohl nichts ändern. Sie sagte Pflicht wie die Lehrerin es sagte ist es nicht. Aber es gibt Schulen, die das so sagen. Es ist natürlich wünschenswert dass alle teilnehmen und manche haben wohl Angst vor leichtfertigen keine Lust Nummern. In Realität hat sie es noch nie erlebt, dass es problematisch war wenn Eltern und Schule sich zusammengesetzt haben. Auch wenn Kind am Ende doch nicht mit ist und in anderen Unterricht ist.
      So dachte ich mir das aus. Also alles gut.
      Wie bestärken sie natürlich positiv, aber lassen uns/sie nicht unter Druck setzen.

    • (55) 26.05.19 - 08:20

      Hi,
      wie es in BaWü mit verpflichtenden Teilnahme bestellt ist, weiß ich nicht. Wenn wir eine Klassenfahrt machen, gibt es immer die Option nicht teilzunehmen und stattdessen in einer anderen Klasse am Unterricht teilzunehmen (das ist dann Pflicht).
      Ich sehe keinen Sinn darin, ein Kind zu so einer Fahrt zu zwingen. Damit ist keinem geholfen. Trotzdem nehmen die allermeisten teil.
      Ob solch eine Klassenfahrt in der 1. Klasse sinnvoll ist oder nicht, ist natürlich Ansichtssache. Unser Kleiner hätte daran keinen Gefallen gefunden, und trotzdem ist er ein toller Junge und wir sind keine Helikoptereltern😉.

      vlg tina

      (56) 26.05.19 - 08:54

      Hallo, meine große Tochter fuhr auch schon in der 1. Klasse 3 Tage mit der Klasse auf einen Bauernhof. ABER: Das war am Ende vom Schuljahr, sie kannte da schon alle Kinder und auch die Lehrer recht gut. Ich finde auch die Entfernung von 2,5 h sehr weit. Unsere waren eine 1/2 h entfernt, hier konnte man in einem Notfall auch schnell hinfahren. Ein Mädchen musste abends abgeholt werden, da sie sehr weinte. Mir wäre bei dieser Organisation auch nicht sehr wohl und ich würde mir gut überlegen, ob mein Kind daran teilnimmt.
      LG Leah

    • (57) 26.05.19 - 09:14

      Hallo,

      hier an unserer Grundschule (Thüringen) findet jedes Jahr in der 4. Klasse eine Abschlussfahrt statt. Es gibt eigentlich jedes Jahr Kinder, die aus bestimmten Gründen nicht mit fahren. Der Hauptgrund ist tatsächlich Heimweh. Das ist hier an der Schule kein Problem. Die Eltern besprechen das im Vorfeld mit dem Klassenlehrer und Direktor. Entweder ist es den Eltern möglich als Betreuer mit zu fahren oder die Kinder gehen während der Zeit in eine andere Klasse. Hier wird kein Kind zur Klassenfahrt gezwungen wenn es nicht will. Ich würde an eurer Stelle abwarten wie eure Tochter sich zum Schulanfang entwickelt und was sie dann davon hält, auf Klassenfahrt zu fahren. Viele Kinder machen bei der Einschulung einen riesigen Sprung. Sollte sie absolut nicht wollen und ihr Bedenken haben, würde ich mit der Klassenlehrerin und dem Schulleiter nach einer Lösung suchen.

      LG
      Michaela

      (58) 26.05.19 - 11:58

      Hallo,

      das meiste wurde zwar schon gesagt, aber ich möchte trotzdem gerne meinen Senf dazu geben.

      Ich finde die Klassenfahrt bei euch 1. zu früh und 2. zu weit weg.

      Im Oktober hat die Schule doch gerade mal angefangen und dann gleich so weit? Da holt man nicht mal eben sein Kind ab, falls es doch abends Heimweh bekommen sollte.

      Mein Sohn (1. Klasse) hat morgen seine „Klassenfahrt“. Klassenfahrt in Anführungszeichen, weil sie nicht weg fahren, sondern in der Schule bleiben und hier ihr Programm haben und auch dort schlafen für 3 Tage. Ich finde es ein bissl schade. Unser Schullandheim ist nur 15 min weg von uns und ist echt super. Vielleicht war schon alles ausgebucht, kann sein, aber ein sehr großer Teil der Eltern war sehr froh, dass die Kinder in der Schule bleiben. Aber besser als nix.

      LG

      (59) 26.05.19 - 13:40

      Wir hatten sowas ähnliches. Das war aber keine Fahrt, sondern Camping auf dem Schulgelände für 1 Woche.
      Das Ziel war sich gegenseitig kennenzulernen inkl. der Stärken und Schwächen, zu lernen als Team zu agieren und sich gegenseitig zu helfen.
      Natürlich haben sie in der Zeit das gesamte Schulgelände spielerisch erkundet und kennengelernt und hatten auch ständig Kontakt zu allen neuen Lehrern.

      2,5h finde ich etwas weit weg für mal schnell abends abholen. Mein Jüngster war so ein Kind, welches 1 Nacht zwischendurch nicht dort übernachtet hat...allerdings aus gesundheitlichen Gründen. War kein Problem.

      (60) 26.05.19 - 16:14

      Also ob Schulpflicht oder nicht, weiß ich nicht, da ich aus der Schweiz komme.

      Aaaaber: bis Oktober ist noch eine Weile hin. Sich da jetzt schon reinzusteigern bringt niemandem etwas, vorallem nicht eurer Tochter.

      Lasst das ganze doch mal offen stehen. Sie soll erstmal in die Schule komnen, ankommen und die Klassenfahrt auf sich zukommen lassen. Wenn ihr jetzt schon 'zumacht' verbaut ihr eurer Tochter eine tolle Chance.

      Mein Kind schläft absolut ungern auswärts. Eigentlich nur bei Leuten, wo es absolut sicher ist, dass diese es bei Bedarf nach Hause fahren, auch um 2.00 Uhr nachts. De erste Schulausflug ging nur 2 Tage - sie hat aber schon 3 Tage vorher, kaum war die Haustür zugezogen, geheult. Ich habe mit den Lehrpersonen ganz klar angesprochen, dass sie mich im Falle von Problemen anrufen und ich hinfahren kann. Es ging ganz ok, mein Kind war sehr ruhig am abend, fand es auch nacher nicht witzig, war dennoch stolz, es geschafft zu haben!

      Sprich mit den Lehrpersonen, gib Deinem Kind die Sicherheit, nicht ausgeliefert zu sein und Du selber: lass los!

      Alles Gute

      • (61) 27.05.19 - 13:52

        Wenn reinsteigern heißt wissen zu erwerben, in dem Fall wie die rechtliche Lage ist, mache ich gerne ;-)
        Meinen Beitrag hast du wohl noch gelesen, denn genau das haben wir. Es ist für sie gerade 0 Thema. Anders als für Mitglieder hier.
        Mich interessierte die rechtliche Seite, keine Frage wie ich sie motiviere, das weiß ich, oder Diskussion dass sie selbstverständlich unter allen Umständen mitgehen sollte

        • (62) 27.05.19 - 19:35

          Sry, brauchst nicht gleich rumkeifen.

          Unter der Frage 'wie würdet ihr handeln?' geht für mich nicht nur ein rechtlicher Aspekt aus, sondern das klingt für mich situationsumfassend.

    (63) 26.05.19 - 23:34

    Sorry, sda hast du aber sehr unpädagogisch gehandelt! Deine Tocheter ist noch nicht in der Schule, da ist sie ja allein schon wegen dieser neuen Situation unsicher (was kommt da in der Schule auf mich zu) .und dann teilst du ihr noch mit, dass sie auf Klassenfahrt gehen soll.

    Besser wäre gewesen, ihr hättet das erwähnt, wenn die Lehrerin es den Kindern gegenüber gesagt hätte. Dann wären ihr sie schon Schulalltag, Lehrerin und vor allem die Mitschüler bekannt: Sie müßte sich dann nur noch mit der Klassenfahrt auseinandersetzen.
    Jetzt verunsichern sie, die Schule allgemein, wie ist die Lehrerin, wie sind die (jetzt noch unbekannten) Mitschüler. da ist es doch klar,dass sie erstmal total dagegen ist!.

    Ich habe immer versucht, meinem Kind zu einer Klassenreise zu motivieren. und nicht, wie ihr, ihr schon Monate vorher zu signalisieren, dass sie auch nicht mitfahren braucht..Falls sie bisher nicht gern woanders schläft, dann kann man das doch bis Herbst noch üben; bei Großeltern, Paten , Freunden übernachten. Ihr das als Spaß vermitteln, nur ja nicht, sagen,dass ihr wegen der Klassenfahrt übt; anfangs kann ja einer von euch mit übernachten.

    • (64) 27.05.19 - 13:49

      Jetzt bin ich verwirrt. Da meinst du aber viel zu wissen. Sie freut sich absolut sie Schule, nach wie vor. Davor hat sie 0 Ängste und würde auch schon heute gehen. Aber so eine Fahrt (und nein, keine Übernachtung bei Leuten die sie ewig kennt) bereiten ihr großen Bauchschmerzen. Ebenso wie Überraschungen. Einschulung Mitte September, Fahrt Ende Oktober. Das dann auch noch von der Lehrerin erfahren. Oder anderen Kindern. Dann wären wir in einer Ausgangslage, bei der sie dicht macht.
      Jetzt weiß sie Bescheid, weiß dass sie sich keine Sorgen machen muss wenn es absolut nicht geht und gut ist.
      Natürlich motivieren wir sie. Aber zusätzlich braucht sie Sicherheit und die hat sie nun.

Pflicht hin oder her, ihr solltet eure Unsicherheit nicht auf sie zu übertragen, nur weil es lt. Lehrerin vorkam, dass Kinder geweint haben und/oder abgeholt werden mussten. Lieblos kam es vermutlich nur für euch rüber, was hätte sie sonst sagen sollen?!

Ich finde eine Klassenfahrt zum Kennenlernen gar nicht verkehrt, aber natürlich ist jedes Kind anders.
Es hat ja die Sicherheit, dass es abgeholt werden kann, wenn es gar nicht gehen sollte.
Das muss eigentlich reichen.

  • Nein, das kam nicht nur für uns so rüber. Das war so.
    Ein völlig kaltes, schulterzuckendes manche haben halt jeden Abend bitterlich, finde ich absolut falscher Umgangston.
    Und unsere Unsicherheiten,.. die haben wir nicht. Wir kennen aber unser Kind und was ist falsch daran es realistisch zu sagen? Für sie war es wichtig das ganze rechtzeitig zu wissen und damit ist auch gut. Sie weiß es und mehr ist jetzt nicht. Ich fragte hier ja auch nicht danach, wie es schaffen dass sie mit geht. Das wissen wir schon gut selbst.

Hallo!

Ja, Klassenfahrten sind Pflichtveranstaltungen der Schule. Steht auch im Schulgesetz des Landes!
ABER auch die Schulpflicht ist nicht ohne Ausnahme. In begründeten Fällen: Krankheit, Härtefälle muss das Kind nicht an der Klassenfahrt teilnehmen. Begründete Fälle heißt ein Attest vom Arzt, eine Diskussion mit dem Lehrer (bspw. ist es manchmal bei chronisch kranken Kinder, die im Tagesablauf medizinische Unterstützung benötigen nicht vertretbar, diesen Aufwand zu stemmen - aber auch das muss begründet werden!).

Du siehst ja selber, dass es sinnvoll ist für die Selbständigkeit des Kindes festzustellen, dass die Nabelschnur zum Mamazipfel jetzt dann doch durchtrennt ist. Das Kind kann lernen sich zuzutrauen eine solche Situation selber zu meistern.

So viel dazu!

Ich habe nun 2 Jungs 13 und 14 und schon unzählige Klassenfahrten hinter mich gebracht.
Angefangen hat es bei uns schon im KiGa, wo die Kinder in die Jugendherberge (20 km Entfernung) zum Übernachten gefahren sind.
Es gab aber schon immer (sogar in der 10 Klasse!!!!) Kinder, die nicht auf Klassenfahrt "wollten". Und es gab schon immer welche, die man abholen musste, auch aus dem 600 km entfernten Skiort!
Und es gab schon immer Kinder mit ganz großen Problemen, die integriert wurden bei solchen Fahrten. Einnässen in der 6. Klasse, Schlafwandler und andere Schlafstörungen, oder auch tatsächlich kranke Kinder.
Und es gab auch solche bei denen sich die Betreuer nicht zugetraut haben damit fertig zu werden. - Vielleicht kam es deswegen von der KL so empathielos rüber und vielleicht war es so gemeint, dass es schon alles gab und man als Lehrer schon viel erlebt hat und gewappnet ist.

Wichtig ist Deinem Kind zu signalisieren, dass sie das kann, dass sie aber in jedem Fall auf Eurer offenes Ohr und auf Eure Hilfe vertrauen kann, dass es nichts anderes ist als eine große Sause ist.
Vertraue auch der Lehrerin, dass sie sich mit Euch in Verbindung setzt, wenn es nicht mehr geht!

Und trainiert das schon mal mit den Fremdschlafen bei einer Freundin, Oma, ….

LG, I.

Hallo!

Bei uns war die Teilnahme an der Klassenfahrt auch Pflicht - allerdings war die erst in der 3 Klasse. Die Freundin meiner Tochter wollte auch nicht mit, sie tut sich allgemein schwer, wenn sie von ihrer Familie getrennt ist, selbst die Kommunionfahrt, wo der Vater dabei war, fiel ihr schwer. Die Mutter war aber relativ hart und hat das Kind mitgeschickt, und mit Hilfe ihrer Freundinnen hat die Kleine die Fahrt super überstanden (meine Tochter hat sogar ihr Bett mir ihr geteilt, so kam gar kein Heimweh auf ;-)).
Meine Tochter hat übrigens ihre ersten Übernachtungsfahrten schon im ersten Kindergartenjahr gemacht. Nach etwa einem halben Jahr (da war sie gute 3,5 Jahre alt) hat die ganze Gruppe im Kindergarten übernachtet, und mit gerade 4 ging es für 4 Tage in die Jugendherberger (ca. 45 min Fahrt). Beides haben alle Kinder in der Gruppe super mitgemacht, und es waren ettliche Kinder jünger als meine Tochter (die Kita war ab 2J.).
Ich denke, man muss den Kindern das einfach auch mal zutrauen. Ich hätte meiner Tochter vermutlich noch nicht vor der Einschulung davon erzählt, das wäre nach der Einschulung, wenn die Kleine in der Schule angekommen ist, auch noch früh genug.

LG

Wir sind keine Helikopter - Eltern, aber für unsere Große wäre so eine lange Fahrt zum jetzigen Zeitpunkt (, sie ist in der ersten Klasse) ein psychisches Desaster.
Sie ist bei anderen zurückhaltend, unsicher und auch wenn wir Eltern und sie täglich aneinander geraten, ist sie dennoch sehr anhänglich bei uns.
Sie ist heute mit ihrer jüngeren Schwester und dem Papa zu Oma und Opa gefahren und kommen sonntag wieder. Selbst mit Papa und Schwester und nur drei Nächte zu Oma und Opa, die sie sehr mag, ist ihr nicht ganz recht gewesen und sie hatte Tränen in den Augen und wird vermutlich jeden Abend weinend bei mir anrufen.
Als ich wegen der Geburt des jüngsten vor neun Wochen drei Tage im Krankenhaus war, hat sie auch jeden Tag geweint.

Aber da waren Papa und Schwester bei ihr.. Dieses Wochenende auch plus Großeltern.

Wenn ich mir vorstelle, sie müsste fünf Tage weg ohne einen von uns.. Ich würde sie so einschätzen, dass sie sich immer mehr zurück zieht und am Ende gar nichts mehr sagt.
Ob man das ihrer psyche antun müsste?!

Die Kinder der ersten Klassen sind 6-7 Jahre alt... Schule an sich ist ein riesiger Einschnitt...
Das ist etwas komplett anderes als eine Klassenfahrt mit 9 Jahren oder älter.

Das hat nichts mit Helikopter zu tun, sondern mit einer Grundsicherheit, die gerade Schulanfänger oft intensiv brauchen, um mit dem neuen Leben zurecht zu kommen.


Was ich machen würde, wenn es bei uns der Fall wäre :
Tochter ermutigen, es zu versuchen.
Mit der Möglichkeit, sie früher zu holen, wenn es sein muss.
Und mit der Lehrerin besprechen, was es im Falle der Nichtmitfahrt oder des früheren Abholens für eine Alternative gibt.

Hallo,

Theorie und Praxis gehen hier weit auseinander.

In Hessen z. B. ist die Teilnahme Pflicht. Ich gehe davon aus, dass dies regelmäßig so auch in anderen Ländern der Fall ist.

Und Ausnahmen ändern ja an der generellen Pflicht nichts.

Soweit die Theorie.

In der Praxis ist das aber gar nicht durchsetzbar und wird auch nicht gemacht.

Es geht schon bei den Kosten los. Die Eltern müssen nur zahlen wenn sie sich dazu verpflichten. Wie soll das den erzwungen werden. Glaubt hier auch nur einer, dass die Schule die Eltern verklagen die Kosten zu tragen, bzw. zuzustimmen?

Oder verklagen das Kind gegen den Willen der Eltern mitzugeben?

Also wie ist die Praxis:

Die Eltern die nicht wollen bekommen erzählt, dass sie aber müssen(was richtig ist). Und viele geben dann nach.

Und die die nicht fahren, weil sie nicht wollen oder dann "krank" gemeldet werden, müssen die Schule besuchen.

Weil keine Schule die Eltern gerichtlich zwingen wird die Kosten zu tragen.

Ich bin aber der Ansicht, dass es fast immer sinnvoll ist die Kinder mitzuschicken. Und das dazu auch der psychische Druck erzeugt werden sollte. Viele Eltern sind nämlich überängstlich.

Und wie immer: Ausnahmen bestätigen die Regel.

LG

  • "Und das dazu auch der psychische Druck erzeugt werden sollte."

    Gruselig #schock

    Das finde ich grauslig. Meine Kinder durften selbst entscheiden. Und ich finde das gehört gewürdigt und akzeptiert. Wie sonst sollen sie lernen auf sich zu hören und auf sich selbst zu vertrauen?
    Und heute (14 Jahre) fliegen sie sogar alleine.
    Und das obwohl sie jeweils das erste Jahr nicht mitgefahren sind.

    Und wenn die Eltern so ängstlich sind, ändert das die Klassenfahrt auch nicht.

    • Hallo,

      und andere werden dadurch an der Selbstständigkeit gehindert, weil die Mutter zu ängstlich ist und das abfärbt.

      Und auf einmal war die Klassenfahrt die Kind nicht wollte toll. Und hätte sie nie erlebt, weil man ja nicht wollte und es nichtmal probiert hat.

      Wenn die Klassenfahrt nicht zu weit weg ist sollte man mitfahren. Und im Zweifelsfall abgeholt werden wenn es nicht klappt. Und genau das auch so vermitteln wenn das Kind nicht will.

      "Probier es aus und wenn es nicht klappt wirst du abgeholt"

      Einfach zu sagen du willst nicht du musst nicht, finde ich "gruselig".

      Denn ich gehe davon aus, dass dein Kind andere Schulveranstaltungen z.B Unterricht auch mitmachen muss, wenn es nicht will oder? Oder dürfen die auch da "auf sich selbst hören"?

      Und was heißt "fliegen alleine"? Alleine nach Australien oder sonstwohin in Urlaub?


      LG

(73) 02.06.19 - 09:04

Hallo,

bei uns ist es das Gleiche. Und obendrein fährt auch noch die ganze Stufe d.h. 3 Klassen mit ca. 70 Kindern.

Das finde ich persönlich echt Hammer für manche Kleinen.

Bei uns in der Schule ist es so, das es schön wäre wenn alle dabei sind, aber natürlich nicht Pflicht ist.
Allerdings müssen sie dann in eine andere Klasse, weil ja Schulpflicht ist.

Meine Jungs sind das erste Jahr nie mitgefahren und das war auch kein Problem.

Wenn das bei euch so problematisch ist, würde ich einfach krank machen, aber natürlich vorher nix sagen.
Das machen wir normalerweise nicht, aber ich kann eine Pflichtveranstaltung dieser Art nicht gutheißen, wenn es für die Kinder nicht passt.
Kenne einige die damit völlig überfordert waren und hinterher Probleme hatten.

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