Welche Grundschule würdet ihr wählen?

Hallo zusammen.

Unsere große Tochter kommt nächstes Jahr in die Schule.
Bitte helft uns bei den Überlegungen, welche Schule evt am besten für sie in Frage kommt:

1.
Wir haben zwei Schulen in fußläufiger Erreichbarkeit von 10 min. Beide in "Problemgebieten".

Den Schulleiter der einen Schule kennen wir. Und er sagt selbst über die Kinder, dass sie selbst in der GS sehr starkes auffälliges Verhalten zeigen. Es gäbe viele Probleme mit den kindern.

Von der anderen Schule wissen wir nichts. Nur vom hören/sagen: auch "Problemkinder" und Ausländer wegen der Flüchtlingskrise (soll keine Abwertung sein!)

Diese Punkte mit den "Problemkindern" sehen wir als Nachteil. Wir haben selbst einige in der Nachbarschaft, die leider auch oft Spielzeug kaputt machen....

Vorteil wäre natürlich der kurze Schulweg.

2. Schule
Schule wäre eine Gesamtschule von 1. bis 10. Klasse (kein Wechsel notwenig - bei uns Wechsel die Kinder nach der 4. Klasse aufs Gym oder Oberschule)

Wir wären hier auch nicht auf die Schulferien des Bundeslandes angewiesen, sondern man kann sich seine Ferien selbst einteilen. Dazu wird Anfang des Schuljahres ein "Urlaubsantrag" abgegeben.

Fahrzeug mit Bus 35min und 1x umsteigen.

Als Nachteil sehen wir hier die Fahrtstrecke. Es gibt noch eine kleine Schwester, die in den kiga muss. Also würden wir die große schon zur Schule begleiten und danach die kleine Schwester in den kiga bringen. Aber die Entfernung von Schule zu Kiga sind auch mindestens eine halbe Stunde.

Andererseits könnten die beiden zukünftig gemeinsam zur Schule fahren, wenn die kleine in die Schule kommt.

Was meint ihr?

LG

Wenn das wirklich stimmt, dass es eine Schule gibt, bei der man NICHT an die Ferienzeiten gebunden ist, dann bräuchte ich nicht eine Sekunde darüber nachzudenken #rofl

Ja es ist so :)
Das ist wirklich ein großer Vorteil
Eigentlich favorisieren wir diese Schule. Aber die Fahrtstrecke schreckt uns ab.

Aber ein Bus fährt dorthin, oder? Dann können die 2 nämlich irgendwann echt alleine fahren und du bist den Taxidienst quitt. Auch durchgehend bis zur 10. eine Schule ist cool, kenne ich nur von Waldorfschulen.

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Hallo,

es gibt keine Eirichtung ohne "Problemkinder" oder "Problemeltern", die einen gehen damit offen um und die anderen reden es sich schön und vertuschen. Die, die damit offen umgehen suchen sich Hilfen und die anderen sind beratungsresistent, da ja keine Probleme vorliegen.
Bei einer freien Ferienplanung sehe ich große Probleme in Richtung Klassengemeinschaft, Lernzielkontrollen, Vermittlung von Bildungsinhalten und meiner Arbeit als Mutter/Vater um manche Inhalte aufzufangen.

Ich würde eine der ersten Schulen wählen oder wenn es euch gar nicht schmeckt nach einen Förderzentrum schauen, dass umgekehrte Inklusion anbietet.

LG Reina

Danke für deine Einschätzung!

Die Schule ist in D??? Ich habe von einer Schule in den Niederlanden gehört, die das Konzept von 'Ferien auf Antrag' gerade ausprobiert, aber in Deutschland?

Charmant klingt es auf alle Fälle. Allerdings könnte ich mir vorstellen, das das vielen anderen Eltern ähnlich geht und die Schule deshalb total überlaufen ist. Wie stehen denn Eure Chancen, dort einen Platz zu bekommen? Zum Schulsprengel werdet ihr ja eher nicht gehören, ist es wenigstens die gleiche Kommune wie Euer Wohnort?

Grüsse
BiDi

Danke für eure Meinungen.

Die Schule ist in D, genauer in Sachsen.

Wie unsere Chancen stehen kann ich eher nicht sagen. Die Schule verfolgt ein anderes Lernkonzept als andere Grundschulen. Es geht dort mehr um "gemeinsames Lernen über Projekte" um es mal bildlich auszudrücken.
Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass wir dort unterkommen könnten.

Kommune wäre gleich wie unser Wohnort.

Hallo, ich würde die dichtere Schule wählen. Probleme hast du an jeder Schule. Wer damit offen umgeht, sieht sie zumindest.

Mit hin und Rückfahrt sind es 50 Minuten mehr, warten auf den Bus nicht mit eingerechnet. Wenn man verschläft ist der Bus weg oder man kann durch rennen doch noch fast pünktlich sein.

Jedes tolle Konzept steht und fällt mit den Lehrern/Leerkörpern und der Klassenzusammensetzung. Wie diese ist weiß man erst, wenn das Kind ein paar Wochen schon zu Schule geht.

Gruß Sol

Ich hoffe doch, du meintest Lehrkörper und nicht Leerkörper... Böses Wortspiel😋

Nee nee ich meinte schon Leerkörper die gibt es neben den Lehrern auch noch.

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Ich würde die zweite nehmen! Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass man sich an die Fahrtzeit gewöhnt. 35 min sind ja jetzt nicht sooo lang

Ohne 1 Sekunde zu zögern eindeutig Schule eins

Aus ganz vielen Gründen

Erstens – Gemeinschaft Schule – Grundschule. Ist dir bewusst, dass Kinder der Klasse 1-4 sich mit quasi Erwachsenen Zehntklässler auf einem Schulhof befinden? Unsere Kinder gehen zum Taekwondo, weil es ihm Spaß macht, aber eigentlich in erster Linie deswegen um ein Standing auf dem Schulhof zu haben. Was glaubst du was Zehntklässler mit Erstklässler machen? Aufsichtsführende Lehrer haben da keine Chance!

Zweitens – Gemeinschaftsschule oder Gesamtschule ist kein Vorteil! Zumindest hier bei uns nicht. In Klasse fünf gehen alle halbwegs intelligenten Kinder aufs Gymnasium. die Kinder, deren Eltern sich kümmern gehen auf die realschule. Es bleiben sehr einfache, oft sozial vernachlässigte und oder schwierige Kinder übrig. Niemand möchte freiwillig sein Kind dort hin schicken!

Drittens - bei einer lokalen Schule treffen sich die Kinder nachmittags einfach unkompliziert auf der Straße. Man kann einfach zwei Straßen weiter laufen und klingeln. Nicht kompliziert anrufen, Termine ausmachen, die Eltern fahren einen dann von Arnach B… Lokale Schule hat unglaublich große Vorteile für die Freundschaften!

Viertens – ein kurzer, selbst beschrittener Schulweg macht einen sehr selbständig! Kinder können theoretisch ab Tag drei allein in die Grundschule laufen (so ungefähr). Bis sie alleine mit dem Schulbus fahren können und es ohne Probleme und Gedanken der Eltern wirklich klappt vergehen sicher ein paar Wochen!

Fünftens – 35 Minuten Bus plus warten auf den Bus sind mindestens 1,5 Stunden pro Tag. Das ist Zeit in der die Kinder einfach spielen könnten, sich ausruhen könnten ... bevor dann der Wahnsinn weitergeht mit Hausaufgaben, diversen Hobbys, Sport… Es frisst unglaublich viel Zeit so ein langer Weg!

Sechstens – das mit den individuellen Ferien sind ist ja wohl der größte Blödsinn, den ich je gehört habe! Ich finde es elementar wichtig für eine Klasse solche Situationen wie Ferien gemeinsam zu beschließen und wieder neu anzufangen. Zum Beispiel vor den Osterferien zusammen zu Frühstücken etc.
Ich denke es ist als Lehrer nicht möglich auf die Kinder wirklich so einzugehen, wie es sein muss wenn ständig irgendein Kind gerade eben frei hat! Darunter leidest definitiv die Ausbildung und das Gemeinschaftsgefühl!

Für mich wäre das gar keine Frage welche die bessere Schule ist!

Du hast in allen Punkten völlig Recht...außer das mit der Gesamtschule. Die ist hier so heiß begehrt, dass sogar per Losverfahren die Plätze verteilt wird.
Ich habe jetzt nur die Ferien gesehen und an das viele Geld gedacht, dass wir dann sparen würden #schwitz Schande über mein Haupt #hicks

Moment mal, was lese ich da?! Ich bin Lehrerin und gerade sehr überrascht, dass es in Deutschland eine Schule gibt, die sich nicht an die Ferien halten muss. Ist es eine staatliche Schule? Wie wird sichergestellt, dass alle Kinder den Lehrplan schaffen?

Ein Link zur Homepage wäre interessant!

Hallo.

Zwei Fragen, die mich interssieren: ;-)

1. In welcher Art von Schule sucht man sich die Ferien selbst aus?
2. Warum denkst du, dass in Schule 2 keine "Problemkinder" sind?

LG

Ich danke euch allen für eure Einschätzungen. Da sind wirklich gute Überlegungen dabei, die wir bisher nicht bedacht haben.

So ich probiere mal den Link einzufügen.
https://tu-dresden.de/gsw/forschung/projekte/unischule

Ich denke nicht, dass in der anderen Schule keine Problemkinder sind. Mir ist bewusst, dass es die überall gibt.
Ich habe eher eine andere Überlegung: Wähle ich eine Schule, in der 20 "Problemkinder" und 5 "normale" Kinder sind oder eine Schule, in der es 5 "Problemkinder" und 20 "normale" Kinder gibt?

Wenn ich das Konzept so überfliege, würde ich auf jeden Fall Schule1 wählen. Ich mag da etwas konservativ denken, aber ich wollte nicht, dass mein Kind zum Versuchskaninchen wird.

Schwierige Schüler wirst du an der Schule auf jeden Fall finden, da Inklusion stattfindet. Ein emotional auffälliges Kind kann mit so offenen Strukturen nicht umgehen.

Auf dem Papier hört sich das alles toll an, aber ich zweifle doch sehr an der Umsetzung. Dafür muss erstens das qualifizierte Personal gefunden werden und jede Menge Geld locker gemacht werden.

Was passiert, wenn dieser Schulversuch nach 3,4,5 Jahren eingestellt wird?

Lg Basket

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Hallo!
Mein Sohn ist in drr 2. Klasse und ich würde Quatsch an deiner Stelle auch hin und her überlegen.
Wohin gehen denn ihre Freunde aus dem Kindergarten? Könntet ihr Fahr Freundschaften bilden ? Falls nicht, wäre die Schule schon raus die so weit weg ist. Allein der Stress JEDEN morgen, Schule, Kita und Arbeit... und wenn dann mal die kleine Schwester krank ist, hätte ich auch keine Lust mit einem evtl kotzenden Kind 2x30 min zu fahren.
Das zweite ist: mein Sohn wurde schnell selbstständig und genießt es zu seinen Schul Freunden selbst zu laufen, und wenn ws Nachmittag nur ne Stunde kicken ist. Im Fall der entfernten Schule müsstest Du ggf Nachmittag wieder hin und her fahren.

Natürlich ist eine hohe Quote "Problem "Kinder unschön und das würde mir nicht ganz gefallen. Aber wäre es eine Option erstmal zur örtlichen Schule und bei Problemen auf die andere zu wechseln?

Nicht Quatsch, böses Handy!Sorry!an deiner Stelle

Hallo,

ich finde alle drei Schulen nicht ideal.

Brennpunktschulen halte ich für eine Zumutung für normale Kinder.

Ja, auf anderen Schulen gibt es auch asoziale Kinder, aber keine so große Menge. Es macht schon einen Unterschied, ob man zehn Schulhofschlägern aus dem Weg gehen muss, oder fünfzig.
Es macht auch einen Unterschied, ob einer oder zwei verhaltensgestörte Kinder den Unterricht stören, oder sechs.
Wir haben hier an der Grundschule eine Klasse, wo sich irgendwie ca. fünf asoziale Jungs zusammen gefunden haben. Die gehen im Unterricht über Tische und Bänke und prügeln sich. Da lernt keiner mehr was. Die erste Lehrerin ist schon geflüchtet. Die zweite kommt minimal besser mit denen klar.
Das ist aber hier nur eine einzige Klasse. In den anderen Klassen gibt es nur einen oder zwei von der Sorte.

Oben drauf kommen in den Brennpunktschulen dann noch viele Kinder, die zu schlecht Deutsch sprechen, um dem Unterricht richtig folgen zu können.
Bei solchen Klassen kommen die Lehrer mit dem Stoff nicht durch, und die Kinder können zusehen, wie sie später die Lücken aufarbeiten.

Bei dieser anderen Schule wäre ich aber auch misstrauisch. Solche Experimente können immer gut oder schlecht laufen.
Den Fahrtweg fände ich aber nicht entscheidend.

Ich glaube, ich würde gucken, ob es nicht noch eine andere normale Grundschule ohne Brennpunkt gibt, die Ihr nehmen könntet.

LG

Heike

Hallo,

ich würde die 2. Schule wählen. Nicht nur wegen den variablen Ferienzeiten, sondern auch wegen des Konzepts. Ebenfalls finde ich es von Vorteil, dass nach der Grundschule kein Schulwechsel statt findet. An das Fahren gewöhnt man sich. Gibt es noch andere Kinder, die diese Strecke fahren müssen? Da würde ich anfangs mitfahren, dass das Kind den Weg und das Umsteigen kennt und eventuell andere Schüler kennen lernt, die den gleichen Weg haben und denen sie beim Umsteigen hinterher laufen kann. Eventuell findet ihr jemanden, der anfangs nach ihr schaut. Hier schauen im Bus auch die Großen nach den Kleinen und sagen in welchen Bus sie beim Umsteigen müssen.

LG
Michaela

Wir haben 5 Jahre Brennpunktschulen hinter uns. Ich würde das meinem Kind nie wieder antuen. Natürlich gibt es jetzt auf der Schule auch Idioten aber nicht im entferntesten so aggressiv wie an der öffentlichen Schule. Mein Sohn hat täglich auch über 1,5 Stunden Schulweg, das ist es aber jede Sekunde wert. Ab Brennpunktschulen wird keiner dein Kind vor Schlägern schützen weil die meisten Lehrer aufgegeben haben, bzw. im Jahreswechsel die Schule wechseln. Der Lehrplan wird kaum geschafft. Ich würde lieber die freie Schule wählen auch wenn dieses Konzept nicht für alle geeignet ist.

LG
Visilo

Hi,

ich glaube, ich würde nach Schule drei suchen...

1. Was ist, wenn das Konzept nicht aufgeht / Gelder ausbleiben, weil der Erfolg ausbleibt?
2. Frei planbare Ferien sind zwar für Eltern toll, aber wenn ich sehe, wie hier die Kinder in den Ferien gemeinsam ins Schwimmbad fahren, Radtouren machen oder nur gemeinsam auf den Spielplatz gehen - wie soll das denn funktionieren, wenn jeder andere Ferienzeit hat? Wie sollen sich Freundschaften bilden?
3. Unterricht bis 16/17 Uhr + Fahrzeit + Lernen Zuhause - wann haben die Kinder und Jugendlichen denn dann mal wirklich Freizeit? Zeit zum Spielen und faulenzen?
4. Für 1. Klässler ist der Schulalltag bis 13/14 Uhr schon verdammt lang und anstrengend - länger hätte ich für unseren Sohn nicht gewollt.
5. Das grundsätzliche Konzept erinnert mich an Waldorf oder Montessori.
6. Ich kann zwar nachvollziehen, dass es an kleinen Grundschulen Klassen gibt, wo 1+2. Klasse gemeinsam lernen, aber noch mehr Jahrgänge?

Zudem bin ich der Meinung, dass Kinder kindgerecht lernen sollten und nicht schon als Vorbereitung auf das Lernen an der Universität - das reicht, wenn es in der 5. Klasse anfängt.

Insgesamt fehlt mir bei dem Konzept der richtige rote Faden. Es wirkt für mich tatsächlich nur wie ein Versuch - entweder klappt oder klappt nicht. Den Professoren ist das einerlei, aber die Kinder bleiben beim Scheitern des Versuchs vermutlich auf der Strecke. Dazu soll es ja erst gegründet werden - was, wenn kurz vorher klar ist, dass doch noch kein Geld dafür da ist oder aus anderen Gründen nicht stattfindet?

Ich würde mich bei den anderen Schulen nicht auf Hörensagen verlassen, sondern sie mir selbst anschauen. Und nach einer 3. Schule suchen, wenn das nichts ist.

Worüber ich mir bei der "freien" Schule allerdings keine Gedanken mache ist, dass alle gemeinsam auf dem Schulhof sind. Zumindest an der weiterführenden Schule meines Sohnes hatten 5. +6. Klasse / 7.+8. Klasse / 9. - 12. Klasse (FH) eigene Schulhöfe.

Gruß
Kim

Wir hatten auch ein großes Problem mit der Zwangszuteilung in die verfügbaren Grundschulen im Umkreis. Um es kurz zu machen, wir haben uns dann für eine Privatschule entschieden, mit dem Auto in 15 Minuten zu fahren.
Aber ehrlich: wir sind froh, wenn das nach den vier Jahren vorbei ist, denn das tägliche fahren ist schon eine Hausnummer. Die grundsätzliche Entscheidung für eine Privatschule war aber genau richtig.
Von daher: Ich würde die zweite Variante bevorzugen. Und 35 Minuten Fahrtzeit sind tatsächlich auch nicht wenig, aber es könnte schlimmer sein. Wenn der Rest für euch passt, ist doch gut.