Welche Grundschule würdet ihr wählen? Seite: 2

      • (26) 26.05.19 - 10:38

        Hallo!
        Mein Sohn ist in drr 2. Klasse und ich würde Quatsch an deiner Stelle auch hin und her überlegen.
        Wohin gehen denn ihre Freunde aus dem Kindergarten? Könntet ihr Fahr Freundschaften bilden ? Falls nicht, wäre die Schule schon raus die so weit weg ist. Allein der Stress JEDEN morgen, Schule, Kita und Arbeit... und wenn dann mal die kleine Schwester krank ist, hätte ich auch keine Lust mit einem evtl kotzenden Kind 2x30 min zu fahren.
        Das zweite ist: mein Sohn wurde schnell selbstständig und genießt es zu seinen Schul Freunden selbst zu laufen, und wenn ws Nachmittag nur ne Stunde kicken ist. Im Fall der entfernten Schule müsstest Du ggf Nachmittag wieder hin und her fahren.

        Natürlich ist eine hohe Quote "Problem "Kinder unschön und das würde mir nicht ganz gefallen. Aber wäre es eine Option erstmal zur örtlichen Schule und bei Problemen auf die andere zu wechseln?

      (28) 27.05.19 - 10:10

      Hallo,

      ich finde alle drei Schulen nicht ideal.

      Brennpunktschulen halte ich für eine Zumutung für normale Kinder.

      Ja, auf anderen Schulen gibt es auch asoziale Kinder, aber keine so große Menge. Es macht schon einen Unterschied, ob man zehn Schulhofschlägern aus dem Weg gehen muss, oder fünfzig.
      Es macht auch einen Unterschied, ob einer oder zwei verhaltensgestörte Kinder den Unterricht stören, oder sechs.
      Wir haben hier an der Grundschule eine Klasse, wo sich irgendwie ca. fünf asoziale Jungs zusammen gefunden haben. Die gehen im Unterricht über Tische und Bänke und prügeln sich. Da lernt keiner mehr was. Die erste Lehrerin ist schon geflüchtet. Die zweite kommt minimal besser mit denen klar.
      Das ist aber hier nur eine einzige Klasse. In den anderen Klassen gibt es nur einen oder zwei von der Sorte.

      Oben drauf kommen in den Brennpunktschulen dann noch viele Kinder, die zu schlecht Deutsch sprechen, um dem Unterricht richtig folgen zu können.
      Bei solchen Klassen kommen die Lehrer mit dem Stoff nicht durch, und die Kinder können zusehen, wie sie später die Lücken aufarbeiten.

      Bei dieser anderen Schule wäre ich aber auch misstrauisch. Solche Experimente können immer gut oder schlecht laufen.
      Den Fahrtweg fände ich aber nicht entscheidend.

      Ich glaube, ich würde gucken, ob es nicht noch eine andere normale Grundschule ohne Brennpunkt gibt, die Ihr nehmen könntet.

      LG

      Heike

      (29) 27.05.19 - 13:34

      Hallo,

      ich würde die 2. Schule wählen. Nicht nur wegen den variablen Ferienzeiten, sondern auch wegen des Konzepts. Ebenfalls finde ich es von Vorteil, dass nach der Grundschule kein Schulwechsel statt findet. An das Fahren gewöhnt man sich. Gibt es noch andere Kinder, die diese Strecke fahren müssen? Da würde ich anfangs mitfahren, dass das Kind den Weg und das Umsteigen kennt und eventuell andere Schüler kennen lernt, die den gleichen Weg haben und denen sie beim Umsteigen hinterher laufen kann. Eventuell findet ihr jemanden, der anfangs nach ihr schaut. Hier schauen im Bus auch die Großen nach den Kleinen und sagen in welchen Bus sie beim Umsteigen müssen.

      LG
      Michaela

    • (30) 27.05.19 - 14:24

      Wir haben 5 Jahre Brennpunktschulen hinter uns. Ich würde das meinem Kind nie wieder antuen. Natürlich gibt es jetzt auf der Schule auch Idioten aber nicht im entferntesten so aggressiv wie an der öffentlichen Schule. Mein Sohn hat täglich auch über 1,5 Stunden Schulweg, das ist es aber jede Sekunde wert. Ab Brennpunktschulen wird keiner dein Kind vor Schlägern schützen weil die meisten Lehrer aufgegeben haben, bzw. im Jahreswechsel die Schule wechseln. Der Lehrplan wird kaum geschafft. Ich würde lieber die freie Schule wählen auch wenn dieses Konzept nicht für alle geeignet ist.

      LG
      Visilo

      (31) 27.05.19 - 16:05

      Hi,

      ich glaube, ich würde nach Schule drei suchen...

      1. Was ist, wenn das Konzept nicht aufgeht / Gelder ausbleiben, weil der Erfolg ausbleibt?
      2. Frei planbare Ferien sind zwar für Eltern toll, aber wenn ich sehe, wie hier die Kinder in den Ferien gemeinsam ins Schwimmbad fahren, Radtouren machen oder nur gemeinsam auf den Spielplatz gehen - wie soll das denn funktionieren, wenn jeder andere Ferienzeit hat? Wie sollen sich Freundschaften bilden?
      3. Unterricht bis 16/17 Uhr + Fahrzeit + Lernen Zuhause - wann haben die Kinder und Jugendlichen denn dann mal wirklich Freizeit? Zeit zum Spielen und faulenzen?
      4. Für 1. Klässler ist der Schulalltag bis 13/14 Uhr schon verdammt lang und anstrengend - länger hätte ich für unseren Sohn nicht gewollt.
      5. Das grundsätzliche Konzept erinnert mich an Waldorf oder Montessori.
      6. Ich kann zwar nachvollziehen, dass es an kleinen Grundschulen Klassen gibt, wo 1+2. Klasse gemeinsam lernen, aber noch mehr Jahrgänge?

      Zudem bin ich der Meinung, dass Kinder kindgerecht lernen sollten und nicht schon als Vorbereitung auf das Lernen an der Universität - das reicht, wenn es in der 5. Klasse anfängt.

      Insgesamt fehlt mir bei dem Konzept der richtige rote Faden. Es wirkt für mich tatsächlich nur wie ein Versuch - entweder klappt oder klappt nicht. Den Professoren ist das einerlei, aber die Kinder bleiben beim Scheitern des Versuchs vermutlich auf der Strecke. Dazu soll es ja erst gegründet werden - was, wenn kurz vorher klar ist, dass doch noch kein Geld dafür da ist oder aus anderen Gründen nicht stattfindet?

      Ich würde mich bei den anderen Schulen nicht auf Hörensagen verlassen, sondern sie mir selbst anschauen. Und nach einer 3. Schule suchen, wenn das nichts ist.

      Worüber ich mir bei der "freien" Schule allerdings keine Gedanken mache ist, dass alle gemeinsam auf dem Schulhof sind. Zumindest an der weiterführenden Schule meines Sohnes hatten 5. +6. Klasse / 7.+8. Klasse / 9. - 12. Klasse (FH) eigene Schulhöfe.

      Gruß
      Kim

    • (32) 06.06.19 - 21:00

      Wir hatten auch ein großes Problem mit der Zwangszuteilung in die verfügbaren Grundschulen im Umkreis. Um es kurz zu machen, wir haben uns dann für eine Privatschule entschieden, mit dem Auto in 15 Minuten zu fahren.
      Aber ehrlich: wir sind froh, wenn das nach den vier Jahren vorbei ist, denn das tägliche fahren ist schon eine Hausnummer. Die grundsätzliche Entscheidung für eine Privatschule war aber genau richtig.
      Von daher: Ich würde die zweite Variante bevorzugen. Und 35 Minuten Fahrtzeit sind tatsächlich auch nicht wenig, aber es könnte schlimmer sein. Wenn der Rest für euch passt, ist doch gut.

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