6. Klasse immer noch Hausaufgaben kontrollieren?

    • (1) 27.05.19 - 20:19

      Hallo,

      ich wollte einfach mal wissen, was ihr davon haltet, einem 6. Klässler als Elternteil hinterher zu rennen beim Thema Hausaufgaben? Würdet ihr sagen das es fürsorglich von den Eltern aus ist, oder würdet ihr die Verantwortung komplett dem Kind überlassen?

      In meinem letzten Beitrag habe ich ja erklärt, dass wir ein Problem mit den Noten hatten, und seitdem Gespräch mit der Schule habe ich mich jetzt dazu entschlossen, immer die Hausaufgaben von ihm zu kontrollieren. Er empfindet das natürlich als lästig und unnötig, aber seine Noten sind durchaus etwas besser geworden.

      Was denkt ihr?

      • (2) 27.05.19 - 21:05

        Ich versuche den Grundsatz, 'so viel wie nötig und so wenig wie möglich' zu beherzigen. Solange in der Schule weitestgehend alles stimmt, solange lasse ich dem Kind die Verantwortung. Bleibt es hinter seinen Möglichkeiten bin ich mehr hinterher. Bei uns (erst Klasse 5) ist es Mathe. Da helfe ich, weil er es einfach gerade selbst nicht gut genug hinbekommt. Helfen heißt ich sitze bei den ersten Aufgaben dabei und gucke ob der Rechenweg verstanden wurde. Wenn nein erkläre ich es bis es verstanden wurde. Dann kontrolliere ich im Abschluss alle Aufgaben und lasse ihn die Fehler suchen.

        In anderen Fächern gucke ich nicht. Wobei in letzter Zeit immer mal was fehlte. Da überlege ich zu kontrollieren ob die Aufgaben erledigt wurden.

        In der Grundschule hat schon vor den ersten Ferien fast alles alleine gemacht. Jetzt wird er erstmals richtig gefordert und kann das nicht gut selbst organisieren.

        (3) 27.05.19 - 21:07

        Ich denke, das kommt total auf's Kind an. Manch einer braucht in Kl. 6 noch mehr Begleitung, Kontrolle, Motivation oder auch sanfte Tritte in den Allerwertesten, andere machen ihre Schule komplett alleine, mit Glück wissen Eltern, wann Klausuren anstehen.
        Ich würde immer eher zur Selbstständigkeit tendieren, auch wenn das mal einen kleinen Einbruch bedeutet. Aber so Schritt für Schritt sollte es in diese Richtung gehen. VG

        (4) 28.05.19 - 05:30

        Ich bin Lehrerin - ja es ist notwendig und sinnvoll. Gerade wenn das von der Schule schon angesprochen wurde.

        • (5) 28.05.19 - 18:20

          Na dann hätte ich gerne den Tipp wie das gehen soll. Ich hab auch so einen Kandidaten. Er sitzt täglich an den Hausaufgaben, was genau er auf hat weiss ich nicht, woher auch, er schreibt nichts auf. Ich sehe nur er sitzt und macht was. ( Deutsch, Mathe, Englisch) jetzt kam ein Schreiben das er seit Monaten gar nichts gemacht hätte, das glaube ich so nicht, er arbeitet die Arbeitshefte durch und die meisten Hausaufgaben macht er bei der Nachhilfe. Ich finde es ist Aufgabe der Schule das zu kontrollieren. Wenn er sie nicht macht muss er halt nachsitzen, mussten wir auch, bis jetzt kam aber nie eine Rückmeldung der Schule, also sage ich mir selber Schuld wenn man "monatelang" wartet bis man die Eltern informiert.

          LG
          Visilo

          • (6) 28.05.19 - 21:32

            "er schreibt nichts auf" - dann ist es deine Aufgabe ihm die Hölle heiß zu machen, dass er seine Hausaufgaben aufschreibt. Egal, ob er die bei der Nachhilfe macht, oder nicht.

            • (7) 28.05.19 - 22:18

              Tja ich sehe da den Lehrer in der Pflicht, das ganze Jahr hat sie nie irgendwelche Hausaufgaben kontrolliert und plötzlich erinnert sie sich das es wohl doch wichtig ist. Ich bin nicht in der Schule dabei. Er kann mir irgendwas erzählen und ich müsste es glauben, solange es in der Schule keine Auswirkungen auf ihn hat wird er auch nichts ändern. Die Arbeitshefte( wo meist Aufgaben aufgegeben werden) sind lückenlos ausgefüllt also kann es ja nicht sein das er wochenlang nichts macht. Bei der Nachhilfe arbeitet er die Aufgaben in Mathe meist sogar vor, so daß er es, wenn es Hausaufgabe ist, nur nochmal abschreiben muss.
              Der Lehrer muss halt zeitnah kontrollieren oder eine Möglichkeit für die Eltern ermöglichen zu sehen was auf ist, bin ja kein Hellseher. Wenn eine HA fehlt will ich sofort die Info, nicht erst Wochen später. Auf meine regelmäßigen Nachfragen bei der Lehrerin hiess es immer alles okay, er macht was er muss...

              • (8) 29.05.19 - 01:56

                Du siehst die lehrerin in der pflicht?!

                Es gibt motivierte und kompetente lehrer/innen.. aber auch andere. Ich möchte den schulischen werdegang meiner kinder nicht von der zufälligen motivation des lehrpersonals abhängig machen! Ich bin die letzte instanz und nicht der lehrer. Vorallem bei den pflichten!

                Wenn es mit dem hausaufgaben aufschreiben nicht klappt bitte ich diesbezüglich die lehrerin um mithilfe.
                Matheaufgaben vorarbeiten ist ja schön und gut - dann einfach abschreiben erscheint mir nicht sehr sinnvoll! Solche aktionen fallen unter „vergeudete zeit“!

      Gerade vorhin sah ich einen Beitrag von Michael Winterhoff, der betonte, dass die Eltern immer mehr dafür sorgen müssen, dass ihre Kinder das nötige Rüstzeug für's Leben bekommen, da es in der Schule leider immer weniger geschieht. Abschaffung der Rechtschreibung und einiges mehr führt dazu, dass Ausbildungsbetriebe erstmal Nachhilfe in Mathe und Deutsch geben müssen - und das jungen Menschen, die in Deutschland geboren sind.
      Da gehört das Überwachen der Hausaufgaben einfach dazu. Habe ich bei meinen Kindern gemacht und machen wir bei meiner 12jährigen Enkelin auch. Sicher muss sie zu 95% alles selbst machen, aber 5% Hilfestellung kann bei einer Klassenarbeit entscheidend sein.
      Da sie auch einmal die Woche bei mir ist, um für bestimmte Fächer zu lernen, weiß ich, dass manchmal nur ein kleiner Schubs in die richtige Richtung nötig ist, damit sie eine Aufgabenstellung versteht.
      Außerdem bin ich bei Rechtschreibung sehr pingelig ;-) was ihr gewiss auch nicht schadete bisher.
      Hätte ich bei meinem Sohn die Hausaufgaben nicht täglich überwacht, hätte er definitiv nichts gemacht. Bei manchen Kindern ist es einfach nötig.
      Auflaufen lassen ist schön und recht; ich wollte definitiv nicht laufend bei den Lehrern stehen und Ermahnungen bekommen - war damals noch so üblich.
      LG Moni

      (10) 28.05.19 - 08:34

      Was heißt hier noch - selbstverständlich muss ein 6. klässler Strukturhilfe bekommen!

      (11) 28.05.19 - 08:36

      Meiner ist auch in der 6.Klasse und macht seine Hausaufgaben eigentlich weitgehend selbstständig. Ich kontrolliere da fast nichts. Wenn ich aber merken würde, da fängt es an zu hapern, wäre ich dann sicher wieder mehr hinterher.

      Was bei uns aber immer mal Thema ist, sind Arbeiten. Er würde da entweder gar nicht oder kurz vor der Angst lernen. Wobei lernen da oftmals nur aus 2 x durchlesen besteht.

      Ich hatte daher hier mal vor einiger Zeit hier nachgefragt und den Tip mit einem Wochenplan bekommen. Das klappt inzwischen eigentlich ganz gut, so hat er immer eine gute Übersicht, wann eine Arbeit ansteht und kann entsprechend vorher anfangen zu lernen, meistens 3-4 Tage vorher, je nach Vorwissen, Fach und Große der Arbeit.

      (12) 28.05.19 - 08:52

      wenn es keine Schulprobleme gibt, dann nicht. Bei Schlampern ja.
      Bei schlechten Noten: JA, -- und dann aber auch Konsequenzen draus ziehen, was man zusätzlich üben muss, weil man gemerkt hat, was bei den Hausaufgaben falsch war.

      Grundsätzlich kontrolliere ich die HA nicht täglich, -- aber alle paar Tage je nach Zeit kucken wir gemeinsam die Hefte durch, weil ich darauf bestehe, dass alle Rechtschreibfehler korrigiert werden. -- oder es hier und da ansprechendener gestaltet wird, wenn man auf komma5 steht, damit die Heftnote da noch was reißen kann....

      (13) 28.05.19 - 09:01

      Ich würde sagen, weder noch. Der Mittelweg erscheint mir am sinnvollsten.
      Du kennst ja sicher die Fächer, die deinem Kind besonders liegen und die Fächer, in denen dein Kind am meisten Probleme hat. Ich würde das Kind die Hausaufgaben in seinen guten Fächern allein machen lassen...dort wird danach nur überprüft, ob sie gemacht wurden, aber nicht ob sie fehlerfrei sind, oder in „Schönschrift.
      In den schlechteren Fächern würde ich weiterhin richtig kontrollieren also auch darauf, ob sie (fast) fehlerfrei sind und einigermaßen ordentlich geschrieben sind.
      In wirklich problematischen Fächern (Versetzungsgefahr!) würde ich zusammen mit dem Kind die Hausaufgaben machen. Hier geht es weniger um das „vorsagen“, sondern darum, dem Kind nochmal unklare Punkte zu erklären.
      Vokabeln lerne ich sowieso mit dem Kind täglich (Karteikartensystem).

      Mein Sohn ist auch 6. Klasse. Seine bisherige Schulzeit war dermaßen durchwachsen, dass ich das Lernen jetzt selbst in die Hand genommen habe. In der 1. Klasse wurde uns noch eingetrichtert, dass er bloß nicht zu Hause lernen solle, da Ganztagsschule. Nun, ein ehemals sehr guter bis guter Erstklässler wurde dank dieses Hinweises und der ständig fehlenden Rückmeldung der Schule, immer schlechter. In der 3. Klasse bestand er Deutsch, Sachkunde und Mathe nicht und rückte nur aus sozial/emotionalen Gründen vor. In den Sommerferien gab es eine LRS-Diagnose und dann der Antrag auf Nachteilsausgleiche und Notenschutz. Die 4. bestand er plötzlich komplett - nur in Deutsch bekam er keine Note. Die 5. Klasse (mittlerweile IGS) bestand er mit fast nur 1er und 2 er. Selbst Deutsch bekam er eine 3. Nur Englisch zog ihn mit einer 5 nach unten, die er aber ausgleichen konnte mit Mathe.
      Ich helfe ihm nicht in Mathe - das hat keinen Zweck. Aber in den sprachlichen Fächern braucht er täglich Hilfe. Da reicht es nicht, die Hausaufgaben mal anzuschauen.

      (14) 28.05.19 - 10:46

      Hallo,
      ich glaube, das kommt wirklich auf das Kind an.
      Bei meinem Großen lief die Grundschule so nebenher, ich brauchte nach kurzer Zeit nicht mehr die Hausaufgaben nachgucken. Wenn er Hilfe benötigte, hat er gefragt. Das ist auch heute, 9. Klasse Gym, auch so. Obwohl es mittlerweile dann oft schwierig ist, ihm zu helfen. Da müssen wir auch das ein oder andere Mal googeln. Klar, die meisten Dinge haben wir zwar damals auch gelernt, aber nie wieder gebraucht. Da muss man sich erst wieder etwas einlesen, dann geht es.
      Der Kleine ist jetzt in der 4. Klasse. Da muss ich einfach nachgucken, besonders Deutsch, da seine Rechtschreibund doch sehr eigenwillig ist. Wenn man ihn fragt, kennt er alle Rechtschreibregeln, aber die Umsetzung klappt dann doch nicht immer. Und bei Mathe gucke ich auch meistens eben drüber. Das werde ich solange machen, wie es bei ihm nötig ist. Ihm gefällt das zwar nicht immer so, weil ich meistens noch überflüssige Fehler (z.B. beim Abschreiben) finde, aber letztendlich sieht er es dann doch ein, dass es besser ist.
      LG
      Elsa01

      (15) 28.05.19 - 14:54

      Halllo
      Die Schule ist das Business meiner Kinder. Ich mache keine Hausaufgaben - ist meine Hilfe gewünscht, können sie mich jederzeit fragen.
      Das hat schon den Vorteil, dass man mich dann um Hilfe bittet und zu mir höflich ist, und nicht etwa rummault oder trotzt oder bockig reagiert wenn ich was korrigiere.

      Ich prüfe auch nicht, ob die Aufgaben gemacht sind. Ich frage nur nach, wenn was war, bei dem ich behilflich war - oder bei einem Test, von dem sie mir erzählten.

      Ich verstehe nicht, warum sich so viele Eltern aufs Streiten mit den Kindern über Hausaufgaben aufhalten. Oder mit bockigen, bösen Kindern am Tisch hocken und sich beschimpfen lassen, während sie Franzwörter abfragen. Das muss man sich nicht geben. Kinder können das selber.

      Kommt ein Leher auf mich zu, oder sind einzelne Noten nicht im grünen Bereich, frage ich etwas öfters...

      (16) 28.05.19 - 17:02

      Kommt aufs Kind und die Situation an.

      Hilft die Hausaufgabenkontrolle dabei, dass sich das Kind noch organisieren lernt, dann ist es ok.

      Kann sich das Kind bereits organisieren und fühlt sich dadurch gegängelt, dann nein.
      Ebenso, wenn das Kind sich darauf ausruht, dass Mama macht.

      Wie lief es bisher?
      Gab es Umstellungen?

      Hinterherrennen würde ich nicht. (Hauptthema)
      Drüber sehen, zeigen lassen, ok.
      Wie lernt das Kind? Tragen die Hausaufgaben zu einem mitkommen im Unterricht bei? Dann ja.
      Würde es auch ohne Hausaufgaben klappen? Schlechtere Noten, aber noch im Rahmen, Kind kann dem Unterricht folgen, kommt trotzdem gut mit. Dann würde ich es dem Kind anbieten und vereinzelte abgesprochene Kontrollen durchführen.


      Als Begleitung finde ich es sinnvoll. Als Bevormundung nicht. Sich gar nicht kümmern, ebenfalls schwierig (wenn das Kind es noch nicht selbst hinbekommt, sich soweit zu organisieren).
      Manche können es schon in der zweiten Klasse (und dafür anderes nicht), andere bekommen es nach und nach an der weiterführenden Schule hin.

      (17) 29.05.19 - 15:53

      Hi,

      wenn es nötig ist ja.
      Meine Mutter hat es nicht gemacht und mit jedem Jahr wurden meine Noten schlechter. Logisch, wenn man sich nicht drum kümmert als Ķind.
      Manche bekommen es hin und manche nicht.
      Ich hatte schon in der 2. Klasse in der Bewertung drin stehen: sollte sich mehr bemühen, ihre Hausaufgaben regelmäßiger zu machen.
      Aber GS war halt kei Thema

      Deinem sohn scheint es ja zu helfen, also mach weiter, würde das ein paar Monate machen und dann gemütlich die zügel etwas lockerer machen und es im Auge behalten. Sollte es sich wieder verschlechtern kannst du wieder mehr machen. So findet ihr sicher den für euch perfekten Punkt aus Kontrolle und Selbstständigkeit.

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