Schulort wechsel empfohlen 5Klasse

    • (1) 28.05.19 - 20:17

      Hi,

      kurz zur Vorgeschichte:

      Mein Sohn ging 3Jahre - Grundschule
      2Jahre - Förderschule sozial
      emotional

      wurde dort aggressiv und extrem verhaltensauffällig.Wurde gemoppt und Prügeleien waren dort Täglich. 6Monate versuchte ich ihn auf die Realschule zu bekommen.
      Ging nich, wegen Förderbedarf.
      Ich habe dann solange gekämpft. Das ich dann den Förderbedarf gekenzelt habe und 2 Tage vor den Sommerferien 2018,das Schreiben vom Schulamt kam, in dem stand Förderbedarf aufgehoben und ich solle ihn an einer anderen Schule anmelden.
      Das lief so super das er 3Monate nicht in die Schule ging, da ihn keiner haben wollte.
      Er nimmt Medis - ADHS, damit läuft es bis 14 Uhr ganz gut. Ganztagsschule wollte ich nicht und die ihn nicht da der Unterricht bis kurz vor 16 Uhr geht.
      Nach Monaten des Nerven lassens, hat ihn die Realschule genommen. Er ist nun mit beiden Brüdern auf einer Schule. In einer Klasse in der er sich wohl fühlt. Hat sich super gemacht. Kein Agressives Verhalten mehr. Ohne Förderbedarf hat er es jetzt schwerer und ist kein Ass. Förderschule 5/6,Realschule 3/4 Englisch wird langsam von 5 Richtung 3.
      Ich hätte ihm den Förderbedarf so gerne erhalten, nur damit wollte ihn keine Schule.

      Jetzt kam die Empfehlung ihn zum 6 Schuljahr auf die Hauptschule zu schicken.
      Die Schule die gesagt hat das sie ihn nicht nimmt, da die Medis nicht so lange anhalten wie Unterricht ist.

      Als Empfehlung verstehe ich das so, das ich kann aber nicht muss.
      Seh ich das so richtig?
      Lieber hab ich ihn als 4er Schüler auf einer Schule auf der er sich wohl fühlt und in einer Klasse wo er angekommen ist.
      Wie auf einer Schule, an der er mir ins tiefe Loch fällt und seelisch kaputt geht. Und die Leistungen dann noch schlechter werden.

      Wie würdet ihr euch entscheiden?
      Hauptsache gute Noten dafür seelisch kaputt?
      Hauptsache seelisch super und irgendwie durchkommen?

      Ich war nach der Zeit fertig mit der Welt. Nochmal den Stress schaff ich nicht und möchte ich auch nicht mehr.
      Liebe Grüße und Sorry, is doch lang geworden😔

      • Ich würde versuchen ihn zumindest die sechste Klasse noch dort zu lassen, wenn es dann nicht läuft kannst du immer noch Umdenken. Sprich mit den Lehrern und las dir auch genau erklären warum er überhaupt wechseln soll, denn wenn er keine fünf hat muss die Schule ihn behalten.

        Wenn möglich auf der jetzigen Schule lassen.

        Auch ohne Förderstatus hat er Anrecht auf Nachteilsausgleich, bekommt er den?

        Sprich mit dem behandelnden Arzt, Medikamentenwirkung entweder verlängern (bekommt er Concerta?), Einnahmezeitpunkt verschieben, zb. erst auf dem Weg zur Schule, nicht schon zuhause.

        • Er nimmt Medikinet 20mg.Da die 20 min brauchen bis die Wirkung einsetzt, nimmt er sie wenn er losfährt. So passt das dann zum Unterrichtsbeginn 10 vor 8.
          Länger sollen die nich wirken wie bis kurz nach 2.Er soll ja irgendwann auch mal essen und Schlafen. Zum schlafen muss er sporadisch etwas einnehmen und das soll nicht zum Dauerzustand werden.

          • Und genau da liegt das Problem, Medikinet wirkt nicht lange genug um einen Schultag und Hausaufgaben abzudecken.
            Concerta wirkt 12 Stunden, zudem sind die Nebenwirkungen meiner Erfahrung nach geringer. Insbesondere fällt der heftige Rebound weg.

            • Mit dem Rebound kommen wir gut zurecht, da eigentlich nich viel Passiert. Er dreht halt etwas auf und ist schnell auf 180 wenn es ihm nicht passt was man sagt. HA macht er Nachmittags und Abends ohne sehr gut.
              Concerta müsste ich selber tragen und 12 Stunden möchte ich das auch nicht für ihn.
              So wie es jetzt ist, passt es super.

              • Dan muss man es halt selber tragen,er kommt ja so überhaupt nicht zur Ruhe,nicht DU sondern das Kind muss damit klar kommen.

                Angenommen du bist kurzsichtig, meinst du, es wäre ok für dich, wenn dir jemand sagt, 8 Stunden Brille tragen darfst du, mehr möchte derjenige aber nicht?
                Oder Hörgerät?
                Oder Gehilfe?
                Oder Blutdruckmedikamente?

                "So wie es jetzt ist, passt es super": Na offensichtlich nicht, ansonsten würde die Schule euch nicht einen Schulwechsel ans Herz legen.

                • Der Schulwechsel beruht ja schließlich nicht auf seine Medikamente.Als das fast ruhigste Kind sondern auf seine Leistungen die für die Realschule nun mal nicht bei 2 liegt sondern bei 4 und darauf das auch diese Schule ihn nicht haben wollte aber dann musste. Hast du schon mal 6Monate lang ne Schule für dein Kind gesucht und alle haben abgelehnt? Schließlich muss keine Schule sagen "ja, wir nehmen ihn". Wenn voll dann voll. Er war 3Monate nicht in der Schule und keinen hats gekümmert. Das Schulamt fühlte sich dafür nicht zuständig.
                  Es muss im Forum immer Leute geben die andere grundlos auseinander nehmen wollen. Dann mach mal.

                  • Ich habe 5 Autisten gross gezogen, glaubs mir, ich habe wesentlich mehr Erfahrung mit Schulproblemen, Bildungspolitik, mit Psychopharmaka ja oder nein und welche in welcher Dosierung als du dir in deinen kühnsten Träumen ausmalen kannst.
                    Ich will dich auch nicht grundlos auseinander nehmen. Du hast um Rat gefragt, ich habe dir Ratschläge gegeben und Fragen gestellt.

                    Was seine Leistung anbelangt: ist der 4er Schnitt auf der Realschule bedingt durch seine kognitiven Fähigkeiten/Defizite, oder ist das eine Folge vom ADS (wenn er das ruhigste Kind ist, wird er ADS, nicht ADHS haben , oder?). Die Ursache des Notenschnitts wäre für mich als Mutter bei jeder Entscheidungsfindung von grosser Bedeutung.

                Wo liegt das Problem, wenn man nach 8h die Brille abnimmt oder das Hörgerät raus? Da gibt es keins. Bei Blutdrucktabletten is das ja wohl was anderes und mit ner Brille nicht zu vergleichen. Mein großer trägt seine Brille zu Hause nie und ich auch nicht. Stell dir vor, wir lassen die sogar weg wenn wir Spazieren gehen. Oh Gott wie kann ich nur!, is jetzt dein Gedanke. Ja ich kann und das ist genau das was so einige Brillenträger tun sollte.
                Wir haben nicht nur nen super Arzt für die Kids, stell dir vor den haben wir auch für die Augen. 😁

                • Wenn ich die Brille abnehme, ist das meine Entscheidung, zumindest solange ich nicht brillenlos Dinge unternehme mit denen ich andere gefährde (beispielsweise am Strassenverkehr teilnehmen).
                  Aber wie du selber sagst, du entscheidest dies für dich und deine Kinder für sich. In dem Moment in dem DU für deine Kinder entscheidest, dass sie die Brille nur so und so viele Stunden tragen dürfen, weil dir das so lieber ist, dann ist die Nummer bei mir durch. Und exakt so hast du bei der Wirkungsdauer argumentiert.

        Medikinet ginge auch retard. Hält bis 16 Uhr und er kann frühstücken und nach 16 Uhr essen. Das Medikament bis 14 Uhr halte ich für eine Ausrede (von der Schule)

(14) 29.05.19 - 08:56

Hallo,

habt ihr evtl. mal über eine Teilhabeassistenz nachgedacht ? Ich verstehe nicht, dass sich die Schulen so schwer tun bei kindern mit Förderbedarf. Bei uns war es gar kein Problem, aber habe auch schon von gehört :(.

Keine Schule kann eine Aussage über die Wirkzeit der Medikamente machen. Jedes Kind verstoffwechselt anders und in eurem Fall würde ich auf ein Retard gehen: Medikinet 40 mg. Dann hat es in etwa die doppelte Wirkzeit (Ausschüttung direkt und zeitversetzt.)

Wenn er es leistungsmäßig schaffen kann auf einer Realschule zu bleiben, sehe ich keine Notwendigkeit ihn auf die Hauptschule zu stecken. Nicht mit der Aussage, dass das Medikament nicht so lange wirkt. Das kann kein Lehrer; nicht mal ein Arzt genau sagen....

  • (15) 29.05.19 - 15:47

    Auf 40mg gehe ich nicht hoch. Bin froh von 30 auf 20 mg Medikinet Retard zu sein..
    Und ich möchte das er auch noch Kind bleibt ohne zugedröhnt zu werden. 30mg waren jeden Tag mit Schlaftabletten begleitet. Jetzt nur noch nach Bedarf.
    Von einer Teilhabeassistenz habe ich noch nie gehört.
    Werd ich mal googeln.

    • Ich habe noch nie davon gehört, dass ein Kind mit ADHS/Ritalin Schlaftabletten benötigt (was ums Himmels Willen bekommt er?).
      Bist du dir ganz sicher, dass dein Sohn in guter ärztlicher Betreuung ist. Und wie kommst du auf den Begriff "zugedröhnt"? So langsam kommt mir die Story spanisch vor....

      • Er nahm Circadin. Das Medikinet Nebenwirkungen hat ist bekannt und bei ihm war nun mal der Schlaf mitbetroffen. Er sollte auch noch schlafen dürfen. Und ja einen besseren Arzt hätte ich für meine 3 nicht finden können. Das ist keiner von denen die sagen "Ja dann geben wir jetzt Medikamente", es wurden erst andere Sachen ausprobiert, bevor Ich entschieden habe das die Medikamente angesetzt werden. Homöopathie war eins davon und von der Idee war er begeistert. Das wären wir beide noch mehr gewesen, wenn es funktioniert hätte. "zugedröhnt" steht für, neben sich stehen, nichts tun, kein Appetit, keine Lust zum Spielen und auch reden wurde weniger. Das Medikinet unter dem Drogenmittelschutzgesetzt steht wissen wir, daher "zugedröhnt". Alle die Drogen nehmen sind nun mal zugedröhnt. Ich hätte auch schreiben können "ruhig gestellt für die Lehrer". Wo is da der Unterschied?

        • Wenn die Nebenwirkungen so stark waren, war es nicht das richtige Medikament, nicht die richtige Dosierung. Ich hätte übrigens niemals zugelassen, dass eins meiner Kinder über eine allfällige Testphase hinaus Ritalin (als Präparat, nicht vom Wirkstoff her) oder Medikinet bekommen hätten, der Unterschied zu Concerta (im negativen SInne) ist frappant.
          Und ich bleibe dabei, wer "zugedröhnt" ist, nicht mehr sich selber ist, ruhig gestellt ist, bei dem stimmt was an der Medikamentation nicht. Ritalin ist kein Beruhigungsmittel im Sinne eines Tranquilizers. Es hilft bei entsprechender Indikation sich besser zu fokussieren, keinem permanenten Overflash ausgesetzt zu sein. Alles andere sind Vorurteile und Fehlinformationen/Halbwissen.
          Es trifft auch nicht zu, dass alles was dem Betäubungsmittelgesetz untersteht den Patienten abschiesst. Die Bandbreite der Wirkstoffe und Dosierungen ist riesig, es gibt Menschen die müssen Optiate regelmässig einnehmen, die nehmen völlig normal am Leben teil, arbeiten usw.

          Das Wort Droge wird zudem nur in der Umgangssprache gleichgesetzt mit Rauschgift, somit erzeugt auch diese Aussage einfach mal Gänsehaut.....zumindest bei mir und meinen Teenagern welche heute bei einer Tageswanderung diesen Thread als Startschuss nahmen für angeregte Grundsatzdiskussionen. Dafür übrigens Danke!

        Circadin? Du verarscht mich oder?

        https://compendium.ch/mpub/pnr/1141302/html/de?Platform=Desktop

(21) 31.05.19 - 11:10

Bei Retard halbiert sich der Wirkstoff von 40 mg auf 2 x 20 mg...

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