Globuli-Neuling

    • (1) 10.06.19 - 12:38

      Hallo,
      meine 11-jährige Tochter kam gestern uns hat mich gebeten, Globulis zu kaufen, weil einige aus ihrer Klasse sowas hätten und das auch z.B. gegen Zahnschmerzen bei durchbrechenden Backenzähnen hilft.
      Ich bin auf diesem Gebiet absoluter Neuling und wollte euch daher fragen, welche Globulis ihr habt/benutzt? Und ob Diese wirklich helfen? Und gebt ihr euren Kindern welche mit zur Schule#kratz

      Würde mich auf Antwort freuen.
      Gruß Sammy

      • (2) 10.06.19 - 13:51

        Hallo,

        Globuli sind überteuerter Zucker. Da ist vom Wirkstoff so gut wie gar nichts mehr drin. Als hätte die Zuckerkugel der Kamillenblüte aus 10 km Entfernung gewunken.

        Ich bin kein grundsätzlicher Gegner von "sanfter" Medizin, aber Globuli sind wirklich rausgeschmissenes Geld. Wenn das wirkt, dann weil man daran glaubt. Das nennt man Placeboeffekt.

        LG

        (3) 10.06.19 - 14:01

        Das solltest du mit deinem Arzt besprechen und dir die Kügelchen auch von ihm aushändigen lassen. #aha

        Nicht alles ist für jeden und jegliches geeignet.

        Meiner Familie haben die Kügelchen meist gut geholfen. Wir haben sie uns aber auch nicht auf eigene Faust besorgt und so eingenommen, wie es uns in einem Forum geraten wird.

        Wie gesagt, ich bekomme sie vom Arzt (nicht Schamane, der einen 3-Tages-Kurs in Homöopathie belegt hat) und sie sind auf jeden einzelnen von uns abgestimmt.

          • Diese Globuli werden also ganz uneigennützig ohne Kostenfolge hergestellt, der Arzt berät gratis und in seiner Freizeit potentielle Globulikonsumenten? Niemand macht Gewinn mit den Zuckerkügelchen? Das ist aber mal eine tolle Sache!

            • Natürlich berät der Arzt weder gratis, noch in seiner Freizeit. Wo habe ich was anderes behauptet??
              Die Kosten für einen Arzt und dessen Behandlung werden in Deutschland ja glücklicherweise von der entsprechenden Krankenkasse übernommen, sofern man seine Versichertenkarte vorlegt. #aha

              Und die Herstellung dieser Kügelchen ist so kostengünstig, dass es reicht, wenn man (sofern man gewillt ist) 50 Cent in das "Kügelchen-Sparschwein" an der Empfangstheke der Praxis einwirft.



              "Das ist aber mal eine tolle Sache!"
              Da hast du allerdings recht!!!! ;-)

              #winke

              • Aber nicht alle Kassen übernehmen homöopathische Leistungen... wenn deine nicht dazu gehört oder das beim beschriebenen Arzt so üblich ist ist das etwas grenzwertig - dann rechnet er/sie IGeL über Kasse ab...

                Und das „richtig“ hergestellte Globuli so günstig sind... wie viele bekommt man denn für 50 Cent? Welche „Potenz“ ist das denn dann? Mischkalkulation?

                Aber generell: wenn’s hilft ist es doch super.

                • Natürlich übernimmt das jede Krankenkasse - vorausgesetzt, es handelt sich um einen zugelassenen Arzt und nicht um einen Heilpraktiker.

                  Und: ja - Globuli sind so günstig. Ich bekomme für die 50 Cent so viele, wie ich für die entsprechende Behandlung benötige. Guck doch mal bei der Apothekenware. Da erhält man doch auch für 4 - 7 Euro ein komplettes Fläschchen, das über Jahre hinweg ausreichen würde.
                  Und genau das ist wohl der Grund, dass die Pharmaindustrie mit Globuli zu wenig verdient. Drum lässt man kein gutes Haar daran und tut es mit "Scharlatanerei" ab.

                  "Aber generell: wenn’s hilft ist es doch super."
                  Eben! Meine Worte! Und das sogar ohne Nebenwirkungen. ;-)

                  • 》Und genau das ist wohl der Grund, dass die Pharmaindustrie mit Globuli zu wenig verdient. Drum lässt man kein gutes Haar daran und tut es mit "Scharlatanerei" ab.《

                    😂
                    2011 wurden in Deutschland Homöopathika für 389 Millionen Euro umgesetzt, 2014 waren es schon 528 Millionen Euro, 2018 dann 670 Millionen Euro. Ein echtes Arzneimittel kostet in der Apotheke durchschnittlich 7,75 Euro, ein homöopathisches 10,86 Euro - letzteres aber mit null Kosten für Forschung und Entwicklung und geringsten Materialkosten.
                    Globuli und andere Homöopathika sind für die Pharma-Industrie DER Goldesel überhaupt. Nirgendwo haben sie höhere Gewinnspannen.

                  Nein, das ist nicht der Grund, sondern der Fakt, dass in Studien nicht besser wirken als Placebos.

                  • Sollte es deswegen nicht auch jedem selber überlassen sein, was er in sich hineinstopft?

                    • Da darf jeder stopfen, was er oder sie will. Mir geht es nur um dieses: Die böse Pharma-Industrie sorgt ja dafür, dass Homoöpathie diskreditiert wird, weil sie damit nicht genug verdienen-Kram.
                      Ich finde allerdings, dass die Krankenkasse das Zeug nicht bezahlen sollte, weil da doch die Regel gilt, dass der Nutzen bewiesen sein muss.

                      • Die Kasse zahlt ja "das Zeug" nicht - lediglich die ärztliche Behandlung. #aha

                        • Stimmt nicht.
                          Ich bin bei der Techniker. Die erstattet die Kosten für homöopathische und anthroposophische Mittel, sofern sie auf Privatrezept laufen.

                          • Na, das ist doch schön!;-)

                            Aber, die werden sich doch mit der Kostenübernahme auch was dabei gedacht haben und keine Quaksalberei finanziell unterstützen.... #schock
                            Vielleicht gibts ja doch noch Leute, die nicht nur zwischen schwarz und weiß unterscheiden.

                            #winke

                            Die haben sich dabei gedacht, dass das die Kunden freut und für die Kassen machen Zuckerkügelchen einen sehr geringen Prozentsatz aus, also zahlen sie es halt statt die Esos zu ärgern.

                            Das habe ich eine Freundin mal gefragt, die dort arbeitet.
                            Ihre Antwort: "Darüber beschweren sich die Versicherten sehr häufig, dass wir Homöopathie bezahlen. Die rennen bei mir offene Türen ein. Wir wissen, dass das kompletter Humbug ist, die Studien liegen uns ja vor und sind eindeutig. Trotzdem müssen wir den Quatsch bezahlen, weil sonst die Versicherten zu einer anderen Kasse wechseln. Glaub mal, ich würde auch lieber Brillen bezahlen als so einen Nonsens."

                            Da gäbe es aber durchaus kostenintensivere Posten, die man abspecken könnte, wie z.B.

                            - Entgiftungskuren für Alkis, die halt pro forma mal sowas mitmachen, um den guten Willen zu zeigen
                            - Abspeckkuren für Adipöse, die sich hernach wieder vollfressen
                            - Mutter-Kind-Kuren für Muttis, die mal kostengünstig dem Alltag entfliehen wollen
                            - Psychotherapien von Leuten, denen ganz anders geholfen werden müsste
                            - Verhaltenstherapien von Kindern, die ihre ADHS-Medis sonst nicht bekommen
                            - Logopädie für Kinder, die halt nunmal mit 4 Jahren das S noch nicht perfekt aussprechen können
                            - Ergotherapie für Kinder, die von den Eltern als hochbegabt gehalten werden und den Unterricht stören

                            Die Liste lässt sich unendlich weiter führen. Jeder, der so etwas beantragt bzw. in Anspruch nimmt meint, dass es für ihn das Non-Plus-Ultra ist (zumindest in dem Moment). Wenn die Kassen das zahlen - ok - das wirst weder du, noch ich ändern.
                            Drum: leben und leben lassen.

                            Ich finde es anmaßend zu behaupten, dass das, was bei dem einen nicht geholfen hat, bei dem anderen automatisch auch ungeeignet ist.
                            Und selbst WENN alles "Kopfsache" ist. WAS ist daran verkehrt? Es ist doch die Hauptsache, dass es hilft, oder nicht?!? Stell dir vor, was die Kuren und Psychotherapien kosten würden, im Gegensatz zu den Kügelchen. :-D

                            Ich kann nur von mir sprechen. Ich habe noch keinerlei schlechte Erfahrung mit Homöopathie gemacht - und das selbst bei lebensbedrohlicher Krankheit. Natürlich schließt Homöopathie die Schulmedizin nicht aus. Aber ein abgestimmtes Zusammenwirken der beiden Komponenten ist eine wunderbare Sache, der man sich nicht prinzipiell verschließen sollte.

                            Ich habe vor Jahren auch schon Antibiotika genommen - und man stelle sich vor: es hat mir damals nicht geholfen!?! #zitter Und das, obwohl es anders lautende Studien dazu gibt. Deswegen verteufle ich die Schulmedizin aber auch nicht generell. Warum auch? Wie gesagt, alles so, wie es am besten heilt.....

                            In diesem Sinne.... #winke

                "Und genau das ist wohl der Grund, dass die Pharmaindustrie mit Globuli zu wenig verdient. Drum lässt man kein gutes Haar daran und tut es mit "Scharlatanerei" ab."

                Nein, die böse Pharmaindustrie hat sogar ein erhebliches finanzielles Interesse daran, den falschen Eindruck einer Wirksamkeit von Homöopathie zu erwecken. Nicht umsonst mahnt der Pharmahersteller Hevert derzeit Kritiker ab. Darunter auch Natalie Grams, die dir sicher ein Begriff ist.

                Wenn nach rund 200 Studien immer noch keine Wirksamkeit festgestellt werden konnte, die über den Placebo-Effekt hinausgeht, hat, ist das nicht die Schuld der Pharmaindustrie, sondern die Pseudowissenschaft hält einer wissenschaftlichen Prüfung schlicht nicht stand.

                Entsprechend gibt es auch bisher ist kein einziges zugelassenes homöopathische Arzneimittel, bei dem sich der Antragssteller auf eine zum Beleg der Wirksamkeit geeignete Studie berufen hätte.

          " Kosten kommen dafür natürlich nicht zustande (für die, die wieder mit "rausgeworfenes Geld" argumentieren"

          Also kommen doch Kosten zustande, und übrigens durchaus hohe, auch wenn der Patient diese nicht direkt aus dem eigenen Geldbeutel bezahlen muss, so doch die Krankenversicherten und Steuerzahler.....stellt sich demnach unter Umständen lediglich die Frage wessen Geld rausgeworfen wird.

          • Das kannst du dann aber JEDEM vorwerfen, der nicht wegen Krebs, Herzinfarkt oder sonstigen absolut tödlichen Krankheiten zum Arzt geht. #augen

            Jetzt wirds echt albern......

            • Ich habe nur dein Argument, es koste ja nichts, hinterfragt. Was daran albern sein soll muss ich nicht verstehen oder?
              Es gibt fundierte Argumente für Naturheilmedizin, fundierte Argumente für Schulmedizin, fundierte Argumente die Synergien von beidem zu nutzen, dein Argument es koste nichts, ist eine Falschaussage und gehört meiner Meinung nach NICHT zur fundierten Argumentation, im Gegenteil.

Kauf ihr Tic Tacs, pack die um in ein neutrales Glas und schreib was Kluges aufs Glas. Ich meine das gar nicht despektierlich, sondern glaube ganz fest an die Wirkung von Placebos, die ja auch wissenschaftlich belegt ist. Gerade bei Zahnungsschmerzen hilft es sicher, sie besser zu ertragen, wenn man sich unterstützt fühlt.

Alternativ dazu gib halt viel Geld aus oder lass Globuli auf deine Tochter abstimmen. Je mehr Zinober veranstaltet wird, desto größer der Placeboeffekt.

(25) 10.06.19 - 14:26

Placebo hin-oder her--meinen Babykids hat Osanit immer gut geholfen. Das hilft bei durchbrechenden Babyzähnchen, also bestimmt auch bei älteren Kindern.

Top Diskussionen anzeigen