Wie mit Schimpfwörter/Beleidigungen anderer umgehen?

    • (1) 10.06.19 - 19:42

      Hallo
      Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Wir haben heute die Verwandtschaft besucht. Wir waren im Garten, die Kinder haben gespielt.
      Dann kamen 2 Kinder, ca10 Jahre alt vorbei. Meine Kinder (6 und 4)haben sich mit ihnen durch den Zaun unterhalten, über wasserpistolen, etc.
      Dann höre ich wie die Jungs anfangen meine Kinder mit namen zu beschimpfen. Angefangen mit Angsthase.
      Da wurde mein Kind wütend und ist weg vom Zaun. Die großen haben gelacht und ich dachte die Sache sei erledigt.

      Dann kamen die 2 großen ständig wieder zum Zaun und haben schimpfwörter zugerufen. Sie klebten richtig am gartentürchen und haben und provoziert mit blöde sau, dumme Kuh etc.
      Ich bin dann zum Zaun rüber, wollte mich mit ihnen unterhalten, da sind sie weggerannt.
      Sie kamen aber immer wieder mit echt üblen (in meinen Augen) ausdrücken.
      Meinen Kind rief der eine dann noch zu noch f... Dich in den A.... Du hu... Sohn!

      Ich war echt sprachlos und machtlos in dem moment.

      Wie reagiert man da drauf?!

      Danke und lg

      • (2) 10.06.19 - 19:58

        Den eigenen Kindern sagen, dass man solches Verhalten niemals bei Ihnen sehen will und froh sein, dass das die Nachbarschaft der Verwandtschaft ist;-)

        • (3) 10.06.19 - 20:31

          Ja, in dem Moment war ich ganz froh, dass wir keinen eigenen Garten haben 😁

          Ich war dann echt frustriert, dass wir Wegen solchen Kindern ins Haus mussten...

          Mir wurde erzählt die 2 Kinder haben den nachbarshund auch schon geärgert, stehen vor der gartenür und provozierten und sind sogar schon in den Garten rein 😳 dann aber ganz schnell wieder raus, als der Hund angerannt kam!

          • (4) 10.06.19 - 21:06

            Hallo,

            Ihr habt Euch echt von so kleinen Rotzlöffeln ausm Garten vertreiben lassen? Da haben sie ja ihr Ziel erreicht.

            Ich hätte meiner Tochter gesagt dass sie das ignorieren soll und einfach vom Zaun weg bleiben soll. Wenn keiner reagiert wurd das Spiel nämlich schnell langweilig und man sucht sich andere Opfer. Wenn sich aber alle aufregen machts richtig Spaß 😎

            LG
            Sunny

            • (5) 10.06.19 - 22:02

              Das hatte ich auch gedacht, haben uns dann so gesetzt, dass wir nicht sofort sichtbar waren. Ignoriert haben wir sie. Aber das ganze ging über eine Stunde, weggrannt, zurück gekommen, gelacht, was geschrien wieder weg usw

              Wie lange schaut man sich das an? Wir sind öfters dort im Garten, gerade bei schönem Wetter.

              Mein Kind saugt Sachen auf wie ein schwamm und will eigentlich nicht, dass er das irgendwann mal wiederholt.

              • (6) 16.06.19 - 21:04

                Och, ich hätte da gutes Durchhaltevermögen.
                Deine Kinder werden noch oft mit Schimpfwörtern konfrontiert werden. Ich erkläre meiner Tochter die Bedeutung der Wörter und überlasse ihr die Entscheidung ob sie diese verwenden möchte.

      (7) 11.06.19 - 01:57

      Ich weiss auch nicht genau wie ich regiert hätte. Kommt sehr drauf an wie sich die situation entwickelt. Sowas extremes hab ich noch nie erlebt aber ich rede mit kindern die sich in meinen augen in der öffentlichkeit nicht richtig benehmen. (Also ohne begleitung sind und uns oder ander am spielplatz etc. stören)
      Bei einfachen fällen hilft klares reden ja recht gut. Also nicht „verwende keine schimpfwörtr!“ sondern „warum willst du mit mir streiten“ oder fragen warum ihm so fad ist, vorschläge machen was er spielen kann (geht am spielplatz natürlich besser - da spielt er dann unter umständen letztentlich mit uns mit!)

      Bei zwei so fratzen hilft das aber wahrscheinlich nicht. Ich würde sie um ihren namen fragen und wo sie wohnen. Sagen sie natürlich nicht. Klar. Wenn jemand anderes vorbeikommt würde ich fragen ob sie die beiden kennen.

      Wenn ich eure verwandten wäre und dort wohnen würde, hätte ich mich doch schon erkundigt wer das ist?! Wenn man so einen störenfried mit vor und nachnamen ruft ist es auch gleich was anderes.

      Schlimmstenfalls hätte ich ihnen glaub ich, sogar mit der polizei gedroht, und auch gerufen! Ich weiss nicht wie das bei euch ist, aber bei uns kommt die polizei gerade auch wegen so kleinkram und schlichtet nachbarschaftsprobleme etc. (Das wird gefördert)

      Dass deine kinder diese schimpfwörter übernehmen - die gefahr besteht natürlich. Aber sie haben doch selbst erlebt wie stark diese worte auf euch gewirkt haben und wie unangenehm die situation geworden ist. Von daher würden sie diese worte wohl auch nur dann verwenden wenn sie wirklich provozieren wollen. Falls sie sie mal anwenden muss deine reaktion darauf halt auch stark und eindeutig sein!

      (8) 11.06.19 - 10:11

      Also im allerschlimmsten Fall, wenn nichts hilft, würde ich die Polizei rufen und dies vorher mehrfach ankündigen. Wirklich als allerletzte Möglichkeit. Noch machen die Kinder sich nicht strafbar, jedoch wird die Polizei sie dann heimbringen und das kann schon mal abschrecken. Einen Erwachsenen könnte man bei sowas schon ohne Probleme anzeigen. Was sollen deine Kinder lernen? Andere dürfen so sein, ohne Konsequenzen? Dann werden es deine Kinder irgendwann auch machen, wenn du nicht anwesend bist. Die anderen Kinder lernen so auch, dass ihr Handeln Konsequenzen hat.
      Ich würde jedoch zuerst klar machen, wie bemitleidenswert sie wirken. Menschen, die solch ein Verhalten nötig haben, sind unglückliche Menschen mit Problemen. Vielleicht auch mit dem Hinweis, dass das Jugendamt mal vorbei kommen kann. Sie flehen ja richtig um Aufmerksamkeit und somit um Hilfe. Sie laufen vor Erwachsenen weg, das ist noch bemitleidenswerter. Bring das deinen Kindern bei, sodass sie es ihnen sagen können, vor dir rennen sie ja feige weg. Oder häng einen entsprechenden Zettel an den Zaun, lesen dürften 10jährige ja schon können.

      Ich hab mir angewöhnt standhaft zu sein und nicht sowas zu sagen, wie "das macht man aber nicht" oder "solch ein Verhalten billige ich Zuhause nicht". Sowas ist absolut sinnlos und bewirkt bei Kindern nur das Gegenteil, es macht die Sache einfach spannender. Verbotenes wird dann eben gemacht, wenn der, der es Verbietet nicht anwesend ist. Jedoch die Konsequenzen über ein Verhalten klar zu machen, ist viel effektiver, habe ich festgestellt. Bringt sich mein Kind in Gefahr oder wird zu anderen gemein, erkläre ich die Konsequenzen aus diesem Verhalten und bringe somit auch Empathie bei. Deine Kinder sind alt genug, um das zu verstehen. Zudem stelle ich klar, dass diese Konsequenzen nur das Kind betrifft, ich kann sie nicht abnehmen und vielleicht auch nicht dabei helfen. Diese Erklärung war zumindest bei meinen am effektivsten. Vorbeugung ist besser als Nachsorge ;)

      • Sorry, aber für sowas die Polizei rufen geht gar nicht. Die haben Wichtigeres zu tun, als ärgernde Rozlöffel einzufangen.
        Die würden wegen sowas nicht rauskommen.

        • (10) 13.06.19 - 09:06

          Doch, die würden raus fahren. Die Polizei ist verpflichtet allen Meldungen nachzugehen. Außerdem schrieb ich, dass es wirklich die aller letzte Option wäre mit mehrfacher Vorwarnung, denn ja, die Polizei hat wichtigeres zu tun. Von Beleidigungen bis Handgreiflichkeiten ist der Schritt bei Jugendlichen jedoch sehr klein, auch wenn ein Zaun dazwischen ist. Es muss auch einen Grund geben, weshalb die 10jährigen so sind. Da ist ein Besuch bei den Eltern eventuell auch hilfreich für diese Kinder. Außerdem reicht meist schon die Androhung, samt dem Rattenschwanz, der darauf folgen könnte (Ärger mit den Eltern, Jugendamt).

    (12) 13.06.19 - 07:34

    Ich hätte mein Handy gezückt und so getan als würde ich sie filmen.
    Dann gesagt dass ich mit diesem Filmchen zur Polizei gehe und Anzeige stellen werde.

    Vielleicht hätte das Ruhe gebracht! Auf keinen Fall wäre ich ins Haus gegangen.

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