Schlechte Laune an mir auslassen

    • (1) 15.06.19 - 07:13

      Hallo.

      Mein fast 8 Jähriger ist ein eher schwieriges Phänomen.
      Allerdings was mich z.Z an meisten stört ist das er seine schlechte Laune immer an mor auslässt.
      Streitet er sich mit einem Kumpel, findet er was gemein, war in der Schule irgendwas blöd oder oder oder er lässt es immer an mir aus.

      Ich sag ihm immer das ich dafür nichts kann. Das er gerne mit mir darüber reden kann aber das er die Wut nicht an mir auslassen soll.

      Habt ihr ein Tipp wie ich ihm das nochmal besser erklären kann ?
      Oder hat einer von euch das auch ?
      Wie reagiert ihr ?

      LG
      Corinna

      Prinzipiell denke ich, dienen die Leute als Blitzableiter, den man am allermeisten vertraut, weil man das Gefühl hat, dass sie einen trotz Fehlverhalten lieb haben.

      Trotzdem muss dein Sohn natürlich irgendwann Impulskontrolle lernen.

      Wenn mein Sohn manchmal nach der Schule kocht vor Wut, weil XY Z gemacht hat, hilft hier am besten, ihn erst Mal komplett in Ruhe zu lassen, bloß nicht nachfragen. Wenn er dann mehr Abstand hat, frag ich ihn oft, ob er gekuschelt werden mag und erzählen will.

      Würde ich mich anders verhalten, auf sein Gegruffel nach der Schule einsteigen, dann eskaliert die Situation.

      Was ich an deiner Stelle machen würde: Ruhig bleiben, nach Abebben der Wut fragen, was er brauchen würde, Lösunsmögichkeiten ausprobieren: In Ruhe lassen, Quatschstreit inszenieren (wir fluchen manchmal auf dem Rückweg laut über die unfähigen anderen Verkehrsteilnehmer), Kuscheln oder feste Umarmung, Klare Grenzen setzen a la “Du weißt, dass ich dich sehr liebe, aber so möchte ich das nicht.“...

      Da ist jeder Mensch bestimmt anders.

      Was brauchst du denn, wenn du auf 180 bist?

    • Wie schaut es denn aus, wenn er die Wut bei dir auslässt? Schreit er dich an? Oder knallt er Türen oder stampft er durch das Haus?

      Hast du ihn schon mall gefragt was er braucht, damit es ihm wieder besser geht?

      Manche brauchen vielleicht eine feste Umarmung und auch die möglichkeit sich auszuheulen.
      Andere wollen lieber in Ruhe gelassen werden, Tür zu-sprich mich nicht an.
      Und andere brauchen vielleicht einen Besuch auf den Spielplatz oder ähnliches um die Wut los zu werden.

      Lg

      • Er meckert mich an. Schreit mich an. Egal was ich mache und wenn es selbst mit ihm nix zu tun hat ist blöd und er meckert mich an.

        Wenn ich ihn Frage ob wir reden wollen oder was er braucht kommt nur " lass mich in ruhe" aber er ist dennoch bei mir und mam merkt das er eig nicht in Ruhe gelassen will.

        Das spitzt sich dann zu ... 20min soöter er kocht immernoch und man dann in die Runde fragt ob jemand was trinken will oder sowas dann wird er gerne total ausfallend und schreit und ist einfach mega aggressiv und lässt es eben an mir oder auch an uns aus.
        An der kleinen Schwester die einfach eben nen tritt bekommt oder sowas eben.

        Es ist eben so ein schwieriges Ding. Er sagt er will Ruhe- will sie aber nicht . Er möchte die Lösung für seine Emotionen aber die kann man ihn nichz geben und er will auch sauer sein .

        Ist halt schwer

    Was denkst Du denn, was Du Dir da gerade heranziehst?

    Einen kleinen Macho, der immer wenn's nicht rundläuft Muttern, später ggf. auch seine Frau, zur Sau macht!

    Ich würde ihn, wenn er wieder wütet sofort zum runterfahren in eine ruhige Ecke schicken! Danach gibt's dann entweder das Gespräch oder wenn es mal wieder der Schulkamerad war, würde ich ihn auffordern, dass mit ihm zu klären.
    Erklär ihm auch, dass es Dinge gibt, die er so hinnehmen muss, z.B. dass der Lehrer ihn im Unterricht abfragt oder ermahnt obwohl da ja noch 15 andere Kinder sitzen.

    Auf keinen Fall würde ich mich als Blitzableiter missbrauchen lassen! Und da sind die Grenzen recht eng gesteckt.

    Von wegen er möchte sauer sein! Er scheint Dich damit gut im Griff zu haben. Da sehe ich auch einen Machtkampf, den er immer wieder gewinnt.

    Ich denke, Du musst lernen solche Situationen nicht nach Schema F zu behandeln, sondern auch flexibler, der Situation angepasst, zu reagieren.

    Er ist kein schwieriges Phänomen (bitte zieh das nicht auch noch ins lächerliche!), sondern ein Junge der nun Erziehung braucht.

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