ADHS

    • (1) 18.06.19 - 21:14

      Huhu!
      Vielleicht erinnert sich noch jemand an meinen Beitrag vom April: https://www.urbia.de/forum/6-kids-schule/5231616-muss-mal-kurz-jammern#p-36532767

      Vor 2 Wochen haben wir von der Arbeit aus eine 2- tägige Fobi über ADHS gehabt. In den Erzählungen der Heilpädagogin habe ich total meinen Sohn wiedererkannt. Viele Sachen, die ich dem Autismus zugeschrieben hätte, trafen auch auf ADHS zu. Da war ich sehr erstaunt.

      Von da an wusste ich, das mein Kind ADHS hat. Hab mir auch mal die offiziellen Kriterien angeschaut und ganz klar fast alles bejaen können.

      Heute hatten wir den dritten Termin beim Kinderpsychologen. Er ist Spezialist für Autismus und ADS.
      Letztes Mal hat er einen IQ-Test gemacht.
      In den letzten 3-4 Wochen mussten wir täglich eine Zeile eines Bogens ausfüllen, in dem wir eine Tätigkeit von Max mit einem Punktessystem beschreiben sollten.
      Er hat zum einen gesagt, dass er beim Test wirklich überdurchschnittlich gut abgeschnitten hat.
      Zum anderen, das Max auf einer Autismusskala, bei dem irgendeine Grenze bei 15 Punkten liegt, bei 12 liegt. Was aber nicht heißt, dass er das hat, da sich ADS und Autismus in einigen Punkten ähneln. Er sagt, dass es, anhand des Bogens, der Erzählungen der Schule, unseren Erzählungen und wie er ihn jetzt erlebt hat, ADHS ist.
      Und da bin ich ganz bei ihm.
      Da wir jetzt die Diagnose auf dem Zettel haben, können wir endlich eine I-Kraft beantragen. Ohne eine Hilfe besteht er den Schulalltag nicht. Er wird jetzt schon ausgeschlossen...:-(
      Nach Ergotherapie werde ich jetzt auch schauen.

      Bin jetzt ganz froh, dass das alles jetzt seinen Lauf nehmen kann.
      Nächste Woche kommt jemand vom EUTB vorbei und bespricht mit uns das weitere Vorgehen.
      Eine Zweitmeinung vom SPZ werde ich mir aber wahrscheinlich trotzdem noch einholen....wobei die Diagnose jetzt, mit dem Wissen, für mich nicht anzuzweifeln ist. Er ist da wirklich ein „Paradebeispiel“.

      Ich wollte euch nur kurz Rückmeldung geben, da ja doch viele so lieb geantwortet haben 😊❤️

      Schönen Abend noch!

      • Also wenn der Leidensdruck groß ist und er schon so lange damit aneckt, würde ich mir aber überlegen, ob ich jetzt noch monatelang mit Ergotherapie rumlaviere.
        Für mich war nach der Testung und der Diagnose durch einen Kinder- und Jugendpsychiater und vor allen Dingen nach einer grauenhaften 2. Klasse völlig klar, ok wir versuchen mal Neurofeedback, aber ich möchte sofort effektive Hilfe für mein Kind und das war ein Medikament.

        • Seit einer Woche haben wir Risperidan wegen seiner Aggressivität und wir haben nun auch Medikinet bekommen. 5mg. Zudem machen wir dann noch die Ergo.
          Der Leidensdruck ist tatsächlich so groß, dass wir da nicht lange überlegt haben. Vom Verstand her versteht er alles, obwohl er nur 30% mitbekommen dürfte. Er darf nicht mehr mit in Sport (was wir nur durch unseren Sohn und unsere Nachfrage erfahren haben) und wurde von einem Ausflug ausgeschlossen. Erst auf unser zutun konnte einer von uns mit, damit er nicht als einziger dableiben muss (da kam nur leider kein Lehrer drauf, uns zu fragen. Er hätte einfach dablieben sollen....).
          Ohne Medikamente und parallel die Therapie schafft er das nicht.

          • 5mg sind sehr wenig. Eventuell müsst ihr die Dosierung noch ändern. Unser Sohn begann mit Medikinet retard, dann Medikinet (10mg morgens , 5mg vor den HA) und jetzt Attentin. Er ist eher ein leichtes Kind. Ein Freund von ihm hat auch eine schwerere Ausprägung und morgens mit 20mg angefangen und dann nachmittags je nach dem 10mg oder noch ein bisschen. Es kann sein, dass die 5mg bei deinem Sohn zu wenig sind.

            Medikinet retard hat mein Sohn übrigens gar nicht vertragen, das andere Medikinet war hinsichtlich der Schulleistungen sehr gut, aber ist ihm aufs Gemüt geschlagen. Wir merken, dass er sich mit Attentin zwar nicht so gut konzentrieren kann wie mit Medikinet, aber es geht ihm gut damit.

            • Ja, daher sagte der Arzt auch, dass wir nach einer Woche anrufen sollen und Rückmeldung geben müssen, ob es wirkt.
              Und dann müssen wir uns an die richtige Dosierung rantasten. Er ist auch eher leicht und dünn.
              Wir müssen jetzt mal schauen...wir geben ihm das ab morgen und schauen mal, wie das so wirkt. Sobald er sich komplett verändert, müssen wir mit der Dosierung was ändern. Der Sohn einer Kollegin wurde mit zuwenig auch wesensverändert. Etwas mehr war dann perfekt.

      (6) 20.06.19 - 08:49

      https://m.urbia.de/club/adhs+ads

      Hallo

      Ihr seid ja schon auf dem richtigen Weg wie es aussieht. Daher nur ein wenig Clubwerbung.

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      Lg

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