Tochter kann sich nicht von mir trennen

    • (1) 02.07.19 - 23:19

      Hallo.

      Ich nochmal. Ich hatte schonmal nen beitrag geschrieben, dass meine tochter seit einiger zeit morgens nicht mehr zur schule will, weil sie bei mir bleiben will und mich vermisst. Dadurch hat sie immer bauchschmerzen.
      Sie ist 6 und geht in die 1. Klasse.
      Ich hab sie natürlich morgens immer unter tränen hingebracht.
      Jetzt war es so, dass heute elternabend war. Sie fing schon an zu weinen und wollte mit. Ich hab ihr dann gesagt, dass papa auch da ist, aber das war ihr egal. Sie sagte, dass sie mich mehr liebt als alles andere. Hat sie auch ihrem papa gesagt.
      Auf jeden fall bin ich dann los und ich hörte ihr geschreie bis draußen. Mein mann sagte mir, dass sie richtig laut anfing zu schreien und zu weinen.
      Ich weiß nicht mehr was los ist mit ihr. Das macht mich total fertig.
      Sie hat einen jüngeren bruder der ist 7 monate alt. Sie liebt ihn total. Kann es aber sein, dass jetzt auf einmal die eifersucht aufkeimt?
      Er wird natürlich auch mobiler und ist jetzt natürlich präsenter als vorher. Ich mach oft was mit ihr alleine wenn er schläft oder mein mann oder die großen schwestern nehmen ihn. Aber immer klappt das auch nicht.
      Ivh weiß nicht mehr weiter. Es zerreißt mir echt das herz sie so zu sehen.
      Was kann ich noch machen?
      Morgen ist erstmal letzter schultag. Dann haben wir ein problem weniger.
      Sie sagt immer sie liebt mich und ich sag ihr auch ganz oft dass ich sie liebe und wir kuscheln auch viel.
      Ich könnte heulen, wenn ich daran denke. Was mag wohl in ihrem kopf vorgehen?

      Habt ihr tips für mich?

      Lg

      • Hallo
        Wie lange ist denn „seit einiger Zeit“ genau? Eine große Veränderung im Umfeld kann Auslöser für Trennungsangst sein. Gab es vielleicht noch irgendwelche anderen Ereignisse oder Stresssituationen? Bei meiner ältesten wurde damals in der Grundschule die Mutter eines Mitschüler schwer krank. Das haben auch die anderen Kinder mitbekommen und teils sehr mitgenommen.
        Dass sie auch daheim mit dem Vater so extrem mit einem Schreianfall reagiert, lässt das schon nach einer extremen Ausprägung klingen.
        Wenn das schon länger so ist und dann auch noch immer schlimmer wird, würde ich mir Hilfe holen. Auch um zu schauen, ob ihr richtig reagiert.

        LG

        • Hallo.

          Sie hat es jetzt ungefähr 3 1/2 wochen. Am anfang wirde von der schule angerufen sie hätte bauchschmerzen ich solle sie abholen. Hab ich auch getan. Dann fing es an, dass sie nicht hin wollte. Mit geheule hin und immer wieder anrufe. Irgendwann hab ich denen gesagt, dass ich sie ja nicht immer abholen kann, weil sie sich dran gewöhnt.
          Schlimmes ist nichts passiert. Das einzige an umstellung war die geburt meines sohnes. Aber er wird ja bald 8 monate alt.
          Schulpsychologin wurde angerufen. Aber jetzt kommen ja erstmal die ferien dazwischen. Hoffe in der zeit wirds besser.
          Lg

      (4) 03.07.19 - 05:11

      Hallo,

      hast du das mal mit der Lehrerin besprochen? Wie ist es denn, wenn sie in der Schule ist?
      Ggf. würde ich mich auch mal in nen Schulpsychologen oder die Schulsozialarbeiterin oder ähnliches wenden, um euch vielleicht Unterstützung zu holen.

      LG

      Isabel

      • (5) 03.07.19 - 13:26

        Hallo.
        Ja, ich hatte schon mehrere gespräche. Sie kommt mit allen super klar und hat viele freunde. Wenn sie dann da ist, geht es einigermaßen. Sie hat dann zwischendurch bauchweh und weint, aber danb trinkt sie ihren "bauchwehtee"(normaler früchtetee) und dann gehts wieder. Wenn sie aus der schule kommt ist sie mega happy. Abends fängt es dann wieder an.

        Was neu ist, dass sie auch nicht mehr bei papa bleiben will oder ihren schwestern.

    (6) 03.07.19 - 08:47

    Hallo !

    Bei meinem Sohn war es aehnlich in der 2.Klasse. Da hatte er erfahren, dass von einer Schulkameradin die Mama gestorben ist, als diese noch ganz klein war und er hatte total Angst, dass mir was passieren koennte.

    Liebe Gruesse
    Svenja

(8) 03.07.19 - 09:20

Sicher spiel Eifersucht eine Rolle, möglicherweise merkt sie , wie schlecht es Dir geht, wenn sie weint. Durch ihr Verhalten hat sie dich fest im Griff.

Wie lange geht denn ihr Geschrei und Geheule?
Und wie ist sie danach drauf, wenn Du nicht da bist?
Wie steht es sonst mit der Frustrationstoleranz ?

Die Sommerferien solltest Du nutzen. Möglicherweise müsst ihr das richtig trainieren. Erstmal nur kurze Abstände usw. ( Ich meine auf keinen Fall so al la: Film „Elternschule“) Wird für den Papa sicher anstrengend, aber deine Tochter muss begreifen, dass du zu ihr zurück kommst, aber sie nicht immer bei dir sein kann.

  • (9) 03.07.19 - 13:30

    Also das geht seit 3 1/2 wochen ca. so.
    Wenn ich weg bin geht es dann wieder. Wenn sie aus der schule kommt ist sie gut gelaunt.
    Mein mann sagte gestern sie hätte erstmal total geschrien und geweint und dann nach ein paar minuten wars ok.
    Ich sag ihr immer wieder, dass ich ja wiederkomme. Ich geh auch nicht einfach so. Ich verabschiede mich und küsse sie. Also sag, dass ich gehe. Will nicht, dass sie auf einmal nach mir sucht und ich bin nicht da.
    Hab 5 kinder. Die älteren 3 waren total anders

    • (10) 03.07.19 - 17:24

      Wenn es nach so kurzer Zeit okay ist, denke ich dass sie sehr stark versucht sich an Dich zu binden.
      Natürlich leidet sie dabei, aber du auch und das merkt deine Tochter.

      Mamazeit ist ein wichtiger Faktor,
      Aber auch eben ganz klar auf nichts verzichten, nur weil sie schreit
      Verabschieden ist wichtig, aber kurz und knackig, nicht die kleine Dramaqueen noch befeuern
      Auf keinen Fall als Mama mitheulen ;-)

      Gute Nerven.

(12) 03.07.19 - 10:02

Du hast ja schon einige Tipps bekommen. Wie sieht es mit der Tagestruktur aus? Spielt sie genügend mit Kindern? Geht sie Hobbies nach z.B Vereinssport?

Eigentlich machst du ja alles richtig. Du nimmst dir Zeit für sie, kuschelst mit ihr.

Als unser Jüngster noch Baby bzw. Kleinkind war, versuchte ich so oft wie möglich mit meinem Großen alleine etwas zu unternehmen. Beide sind über 5 Jahre auseinander.

Ließ ihn beim Papa oder auch mal bei meiner Schwägerin oder bei einer Bekannten. Auch wurde an der Tagesstruktur gearbeitet, der Große verabredete sich mit Freunden, ging in den Schwimmverein. Man muss den Alltag für so ein Kind eben halt gut füllen, aber nicht übertrieben. Dann wird es auch weniger mit der Eifersucht, weil sie einfach abgelenkt sind.


LG Hinzwife

  • (13) 03.07.19 - 13:38

    Hallo.

    Ja,sie spielt oft. Aber in letzter zeit öfter bei uns. Sie geht aber auch manchmal wo hin. Sie geht zum schwimmen.

    Das mit der mamazeit hab ich meinem mann jetzt auch gesagt. Das wollen wir jetzt in den ferien umsetzen. Und wenn es einfach mal ein eis essen oder ein einkauf ohne den kleinen ist.

    Lg

(14) 03.07.19 - 12:56

War Deine Tochter vor der Schule im Kindergarten?

(16) 03.07.19 - 15:24

Wie ist es dann in der Schule?
Was sagen die Lehrer? Beruhigt sie sich dann? Vermisst sie dich dann auch? ist sie dann wie in Trance? Lockert sie dann auf, wenn eine Weile rum ist?

Ist es nur beim Thema Schule so?
- Elternabend
- wenn sie zur Schule geht?

Wie ist es bei anderen Aktionen? z.B. wenn sie zum Kindergeburtstag geht, wenn sie etwas mit Freunden machen könnte - aber lieber bei Mama sein will? wenn du einen wichtigen Termin hast?



Hin und wieder kann die Phase ja mal sein.
wenn es kontinuierlich bei bestimmten Themen ist (Schule, Elternabend) könnte da ein Zusammenhang sein.

Kritisch wäre es, wenn es fast immer so ist und sie auch bei Wahl auf für sie schöne/wichtige Ereignisse verzichten würde.
Dann würde ich den Kinderarzt/einen Kinderpsychologen zu Rate ziehen.
Tipps wie damit umgehen, damit es nicht schlimmer wird
Bei Bedarf auch etwas mehr. Manchmal reichen Erstgespräche mit Eltern ohne Kind, manchmal nicht.


Bauchschmerzen kann vieles sein.
Meine wollte bei Bauchschmerzen bei mir sein. Dann verzichtete sie auch auf Feste.
Allerdings bekam sie dann auch rasch Fieber und es war deutlich, dass sie einen Infekt hatte.
Sobald sie gesund war, wollte sie lieber zu Festen oder anderen schönen Dingen.


Interessant wird auch, ob sie in den Ferien dann auch bei dir sein will oder ob sich das legt.

  • (17) 03.07.19 - 22:08

    Hallo.

    Die bauchschmerzen hab ich vom arzt abklären lassen. Die sind psychisch sagte er mir.
    In der schule ist es so, dass sie sich nach einiger zeit beruhigt und spielt. Dann kommen die bauchschmerzen wieder und sie weint und will zu mir.
    Sie sagt halt, dass sie mich vermisst, weil sie mich so lieb hat.
    Seit es so ist war sie noch nicht wieder wo anders. Meist hat es sich immer so ergeben, dass ihre freunde bei uns waren.
    Heute ging es mit der schule, weil sie wusste, dass sie nur 3 stunden da bleibt, weil sie zeugnisse bekommen haben. Sie hat erst etwas gemeckert aber nicht geweint. Ich musste sie aber rein bringen.

(18) 04.07.19 - 10:10

Hallo!

Wirklich helfen kann ich dir leider nicht, aber meine ehemalige Chefin erzählte mir mal, dass es bei ihrer Enkelin eine ähnliche Phase gab.

Die Kinder realisieren irgendwann mal, dass es Mama oder Papa jederzeit etwas passieren kann. Krankheit, Unfall usw., sie verstehen, dass auch wenn Mama und Papa noch nicht so alt sind, trotzdem plötzlich sterben können und entwickeln eine Verlustangst.

Es muss bei deiner Tochter natürlich nicht daran liegen... wäre aber eine Erklärung.

Mein Sohn z.B. (fast 7) fragt mich öfters mal, ob wirklich jeden Tag auch Kinder sterben. Was soll ich ihm antworten!? Ich sage ihm die Wahrheit... dass manchmal haben Kinder Unfälle oder werden schwer krank. Aber dass trotzdem nur wenigen Kindern passiert.

Dann fängt er an weiter zu fragen. Wer wird zuerst sterben, Papa oder du? Ich versuche es dann so gut es geht, ihm die Frage zu beantworten und das Gespräch in die andere Richtung zu lenken.

Du weißt nicht, was deine Tochter mal in der Schule mitbekommen hat... welches Kind mal was erzählt hat usw.

(19) 04.07.19 - 14:34

Das sind Trennungsängste, hatte meine Tochter auch. Genauso wie Du es beschreibst.
Bauchweh war leider auch immer ein Begleiter.
Sie hat eine Verhaltenstherapie gemacht, da wurde es deutlich besser.

(22) 04.07.19 - 22:00

Hallo! Deine Tochter kann Dir nichts über die Gründe sagen, weil sie diese selber nicht kennt. Sie scheint die Trennung ja übersteigert real zu erleben, also wie einen realen Verlust und nicht wie eine vorüber gehende Trennung. Als würde gleichsam ein Stück ihrer Selbst mit fort gerissen werden, oder aber als wäre sie sich nicht sicher, ob sie, du oder eure Beziehung die Trennung "überlebt" - ob die Beziehung danach noch dieselbe ist. Da sie generell trennungsängstlich ist und in der Vergangenheit schon damit zu kämpfen hatte, ist die Geburt des Brudes als Ursache eigentlich auszuschließen, das Ereignis scheint aber alte Ängste zu triggern und zu befeuern.
Vielleicht beruhigt sich die Situation in den Ferien, und ihre Seele kann heilen. Falls es aber im neuen Schuljahr so oder schlimmer weiter geht, solltest Du sie unbedingt einem Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeuten vorstellen. Kinder mit Trennungsangst sind oft gut empfänglich für eine psychodynamische Therapie (tiefenpsychologisch fundiert oder psychoanalytisch), da explizit auf der Beziehungsebene gearbeitet wird. Kommt noch Schulabsentismus dazu, landen diese Kinder klassischerweise stationär bzw. wenn möglich teilstationär in der Kinderpsychiatrie. Ich finde, wenn ein Kind in Not ist, sollte beherzt gehandelt werden! Trennungen können übrigens nicht "gelernt" werden auf der Verhaltensebene. Kommt es zu entwicklungsbedingten (Trauma scheint ausgeschlossen, ne?) Störungen der normalen kindlichen Entwicklung oder zu Krisen, die Kinder auf eine frühere Entwicklungsstufe zurück fallen lassen (Regression, wie bei Euch), ist es geboten, an diese Stelle therapeutisch nachzuarbeiten, also Reifung nachzuliefern. Dem voraus geht natürlich ein Verstehen der Symptomatik.
Auf Elternebene wäre zu schauen, inwieweit sich das Kind von den Eltern trennen darf, ob es Vermischungen, Verklebungen, ungetrennte psychische Zustände gibt, wie das Thema Trennung in der Familie generell behandelt wird, ob ein Elternteil durch die eigene Biographie ein Verlustthema hat etc.
Es ist ultrakomplex und sicher nicht im Forum zu klären.
Ich wünsche Euch, dass die Ferien eine nachhaltige Entspannung bringen! Wenn nicht, scheut nicht den Gang zum Therapeuten. Alles Gute, N.

  • (23) 04.07.19 - 22:18

    Hallo.

    Danke die für deine nachricht.
    Ja es geht ihr wirklich um die trennung. Sie ist heute auch nicht mit dem papa einkaufen gegangen obwohl sie es immer macht.
    Wie gesagt schulpsychologin wurde schon angerufen. Ich hoffe in den ferien beruhigt es sich. Heute beim schwimmen ist sie rein, obwohl die gruppe komplett neu war. Sie war sonst woanders. Hat nicht geweint.
    Ich werde jetzt nochmal abwarten was die ferien so bringen.
    Ich scheue auf keinen fall hilfe von außerhalb anzunehmen.

    Lg

selam aleyküm

Wieso könntest du heulen wenn du wüsstest was sie denkt ?

Und mach ihr alle Male klar das es sie wie sich verhält es nicht geht wenn sie früh wieder so ein Theater macht dann sag zu ihr das sie sich benimmt wie ein Kleinkind und das sie aus diesem Alter raus ist das jetzt auch mal gut ist denn nur Kleinkinder machen so ein Geschrei wenn sie sich von den Eltern trennen müssen im Kindergarten das ist es ja auch normal aber sie nicht du musst mal ein bisschen grober dabei zu ihr sein und laut werden wirklich Ey und nicht immer nur ,, oh meine armer Schatz "

Wenn ich früher so ein Theater gemacht habe habe ich den Hintern versollt bekommen

Top Diskussionen anzeigen