Leidiges Thema: Aufräumen und Ordnung

    • (1) 04.07.19 - 07:22

      Guten Morgen ihr Lieben,

      Heute muss ich einfach mal hier um eure Meinungen bitten.

      Meine Tochter, 11 Jahre, ist ein absoluter Aufräummuffel.
      An und für sich ist das ihre Sache, ist ja auch ihr Zimmer, aber es verschwinden wirklich Dinge darin, auch welche, die nicht ihr gehören, sondern uns oder allen.
      Dabei sind das eher Kleinigkeiten, wie diverse Waschlappen, Besteck, Tesa und andere solcher Dinge, locker 1 Million Haargummis usw.

      Wäsche habe ich von ihr entweder so gut wie nichts oder direkt 2 Maschinen voll.
      Mittlerweile bin ich soweit und lasse es sie selbst waschen.

      Warum stört es mich so:
      Allgemein finde ich es sehr unschön, aber das ist letztlich ihre Sache.
      Nun hat sie uns in den Ohren gelegen, sie möchte neue Farbe an den Wänden, Prinzessin ist nicht mehr "cool".
      Da hat sie recht, also haben wir ihre Wunschfarbe mit ihr ausgesucht und gesagt, wenn Ordnung gemacht wird streichen wir.
      Das war vor 3 Monaten 😩.

      Ich habe schon sooft gemeinsam mit ihr aufgeräumt, aber ich habe keine Lust mehr, wenn sie nicht 1 Woche lang Ordnung halten kann.

      Sie ist da so nachlässig. Auch ihre Brotdosen würden niemals aus dem Zimmer wandern, wenn ich nicht danach verlangen würde.

      Wie würdet ihr weiter damit umgehen? So weiter laufen lassen oder doch "Maßnahmen" ergreifen?

      Liebe Grüße Christina

      • (2) 04.07.19 - 08:28

        Hallo,

        das kennen wohl viele Eltern...

        Ich bin ja eine von den nervigen Müttern, die ihren Sohn (13 J.) immer wieder "antanzen" lässt bis es richtig ist. Seine Zimmer sind sein Ding, da mische ich mich nicht ein, aber der Rucksack wird nach der Schule gleich in der Küche ausgepackt und erst danach mitgenommen. Nimmt er ihn gleich mit hoch, kann er wieder runterkommen mit dem Kram. Ebenso die Fußballklamotten, die wandern "theoretisch" gleich in den Keller.
        Wäsche wasche ich nur was rechtzeitig im Keller ist, ansonsten muss es bis zur nächsten Maschine warten.

        Gegessen, außer mal Knabberkram, wird im Esszimmer. Das ist aber noch nie ein Problem gewesen.

        Inzwischen klappen die meisten Dinge von allein.

        Das deine Tochter ihre Wäsche selbst macht ist doch ein Anfang. Das Zimmer würde ich tatsächlich nicht machen, bis eine Grundordnung herrscht die auch anhält.

        LG
        Tanja

        Oh je das leidige Thema...kenn ich zu gut!
        Unsere Tochter wird jetzt dann 14, hat ein recht kleines Zimmer. Es sieht immer extrem bei ihr aus. Sie hat z.B. einen eigenen Wäschekorb. Entweder liegt nichts drin weil alles im Zimmer verteilt ist oder es wird gestapelt! Ihre Wäsche mach ich daher schon bestimmt 2 Jahre nicht, sie muss sie selber waschen. Bügeln übernehm ich dann. Stell ich ihr die Bügelwäsche ins Zimmer und es wird nicht ausgeräumt landet es spätestens am nächsten Tag auf ihrem Bett. Oft räumt sie es dann in den Schrank, ist aber schon vorgekommen das es grade auf den Boden gelegt wurde.
        Gläser und Tassen stehen überall bei ihr rum, da werd ich dann echt sauer.
        Auch Handtücher liegen öfter rum. Wenn sie nach dem Duschen damit ins Zimmer geht...wie oft hab ich ihr schon gesagt sie soll doch ihre frischen Sachen gleich mit ins Bad nehmen... Bekommt sie irgendwie nicht auf die Reihe!

        Erst gestern hab ich wieder zu ihr gesagt das alles in die Küche soll, die Wäsche in den Wäschekorb und sie ihr Zimmer mal wieder aufräumen soll! Wenn es heute nicht gemacht wird hat sie mal wieder kein Wlan

        (4) 04.07.19 - 09:58

        Hallo,

        unsere Kinder (9 und 12) halten auch nichts von Aufräumen.

        Brotdosen werden aber gleich unten in die Küche verfrachtet. Die kommen gar nicht bis in ihre Zimmer. Ansonsten sind nämlich irgendwann keine sauberen mehr da. Das hatten wir auch schon. Dann kann man die Kinder die Dosen selbst spülen lassen.

        Besteck und Geschirr kommt nicht mit ins Kinderzimmer. Gegessen wird in der Küche. Es sei denn es geht um Bonbons oder ähnliches.
        Bisher sind sie noch nicht auf die Idee gekommen, sich Getränke mit hoch zu nehmen.

        Tesafilm und Locher haben sie eigene. Die müssen sie dann suchen, wenn sie weg sind.

        Haargummis sind bei beiden Kindern Verbrauchsartikel. (Unser Sohn hat lange Haare.)
        Unsere Tochter bringt auch immer wieder Haargummis mit, die ihr Freundinnen ins Haar gemacht haben und vergisst dann, von wem die waren. Von daher nimmt der Bestand nicht ganz so stark ab. ;-)

        Mit der Wäsche habt Ihr ja schon eine Lösung.

        Mit dem Aufräumen klappt es bei uns auch nur, wenn ich ein Machtwort spreche und sage, dass JETZT aufgeräumt wird und wenn nicht, kommt der Müllsack oder der Staubsauger (beim Playmobil von unserem Sohn).
        Unsere Tochter verteilt meistens Kleidung, Schulsachen, Gitarrennoten usw. Da sage ich dann, dass sie nirgendwo spielen gehen darf, bis der Saustall aufgeräumt ist.

        Bei unseren Kindern ist es müßig, zu verlangen, dass sie grundsätzlich Ordnung halten. Das wäre ein Kampf gegen Windmühlen. Außerdem sind es ihre Zimmer. Solange da keine Essenreste, schmutziges Geschirr oder ähnliches herum liegt, finde ich das nicht so schlimm.
        Abgesehen davon sind mein Mann und ich auch nicht so mega ordentlich. Bei uns liegt auch immer einiges an Zetteln und Gegenständen herum. Da wäre es ziemlich unglaubwürdig, wenn ich von den Kindern mehr Ordnung verlangen würde. #schwitz

        Wegen des Streichens würde ich an Eurer Stelle einen Tag auswählen, wo das gemacht wird, und am Tag davor würde ich dem Kind sagen, dass jetzt aufgeräumt wird.

        LG

        Heike

      • Bei uns klappt das Aufräumen einigermaßen gut (Sohn 10 Jahre), richtig Stress gibt es deswegen nicht.

        Folgende Regeln gelten bei uns:

        Wenn gefühlt fast sein ganzes Spielzeug auf dem Boden verteilt ist, muss er es irgendwann aufräumen. Es gibt zwei Aufräumarten, 1x so aufräumen, dass danach auch gestaubsaugt werden kann (das ist bei uns dann richtig orderntliches Aufräumen), und 1x so Aufräumen, dass alles was gerade nicht mehr bespielt oder gelesen wird, wieder zurück an seinem Platz wandert, alles andere darf ruhig so bleiben.

        Wenn Besuch erwartet wird, MUSS er vorher sein Zimmer ordentlich aufräumen, sonst gibt es keinen Besuch. Wir erwarten keine Gäste in einem Saustall, das sieht er aber auch bei mir.

        Wenn er woanders Übernachten möchte, MUSS er auch sein Zimmer ordentlich hinterlassen.

        Wäsche gibt es grundsätzlich keine in seinem Zimmer, da er sich immer im Bad umzieht und er dann immer sofort seine Schmutzwäsche in dem entsprechenden Wäschekorb wirft. Das hat er sich schon seit dem Kindergarten so angewöhnt. Damit hatten wir also noch nie Probleme.

        Was bei uns allerdings ähnlich wie bei euch ist, ist dass teilweise auch unsere Sachen in seinem Zimmer "verschwinden" können. DAS ärgert mich auch sehr! Für ihn gilt die Regel, erst fragen, dann mitnehmen, wenn es etwas ist was nicht ihm allein gehört. Das klappt leider auch nur manchmal. Wenn er fragt, achte ich mit darauf, dass er es wieder zurück bringt, wenn ich es nicht mitbekomme, geht es selten wieder zurück an seinem Platz. Aber zum Glück sind das eher Kleinigkeiten wie Tesafilm usw.

        Ansonsten gilt, gegessen wird nur am Esstisch. Ins Zimmer gibt es nur mal kleine Knabbereien und das eher nur dann, wenn er Besuch da hat. Und Brotdosen werden sofort beim Heimkommen in die Küche gebracht, allerdings erinnere ich ihn auch immer mal daran. Ich finde es jetzt auch nicht so schlimm das zu tun.

        Eine Woche Ordnung halten, halte ich allerdings auch für etwas übertrieben (je nachdem, was du darunter verstehst!). Die Kinder nutzen ihre Zimmer und natürlich wäre es sehr nervig, wenn sie sofort wieder alles an seinem Platz legen, wenn sie sich mittendrin mit was anderem beschäftigen wollen. Dass vieles schnell wieder "herumliegt", halte ich persönlich als normal und nicht schlimm. Bei uns Erwachsenen liegt auch immer mal was rum, das ist Okay.
        Was so Dinge angeht, wie Brotdose, wieso erinnerst du sie nicht einfach jeden Tag beim Heimkommen daran? Auch das finde ich bei einer 11-jährigen nicht so schlimm.
        Warum Waschlappen und Besteck im Zimmer verschwinden, verstehe ich nicht ganz. Ich würde einfach das Essen im Zimmer nicht erlauben doch wenn es für dich nicht so schlimm ist, würde ich einfach mit daran denken, sie daran zu erinnern das Besteck wieder in die Küche zu bringen.

        Was die Wäsche angeht, vielleicht könnt ihr einen Platz im Zimmer finden, der für ihre Kleidung ist, einen extra Stuhl oder sowas ähnliches und wenn die Wäsche dran ist, würde ich sie immer bitten ihre schmutzige Wäsche zu bringen. Wenn sie dir nur die Hälfte bringt, dann muss sie warten, bis du wieder wäscht.
        Natürlich kannst du es auch so weiter machen, dass sie ihre Wäsche selber wäscht. Das ist natürlich auch eine gute Idee, wenn das klappt.

        Klingt nach meinem 12jährigen😁
        Was war ich genervt war von seinem Zimmer 😱
        Aber es hat sich gebessert. Sein Zimmer ist halbwegs aufgeräumt und Geschirr bringt er auch in die Küche, wenn auch nicht gleich.
        Sein Zimmer räume ich schon lange nicht mehr auf. Wäsche wird nur gewaschen wenn sie im Bad liegt. Hat er nichts mehr zum anziehen...sein Problem.
        Mir sagte mal jemand, das Kinder ein gewisses grundchaos brauchen.
        Maßnahmen bringen nur bedingt etwas.
        Als er gemerkt hat, das das Zimmer in diesem Zustand nicht so wirklich wohlfühlfaktor hat, räumt er zumindest grob auf.

        • Apropos Wäsche: ich habe ihm einen Wäschekorb gekauft, 2geteilt für helle und dunkle. Wenn der voll ist, bringt er ihn automatisch.
          Hab noch vergessen zu erwähnen, das ich bis vor kurzer Zeit seine gewaschene zusammengelegt wäsche auf sein Bett gelegt habe. Wegräumen war nicht so sein Ding. Jetzt räume ich sie in den Schrank, mach ich ja für meinen Mann auch. Wie der Schrank innen aussieht, ist mir schnurz. Eigentlich könnte ich bügeln und zusammen legen sparen, liegt dann verwüstet im Schrank. Aber dann zieht er es eben zerknittert an 🤷‍♀️

      Ich denke es hilft, wenn man da ein paar Standards einführt.

      Bei uns werden nach der Schule die Ranzen ausgepackt, Brotdosen und Trinkflaschen in die Küche verfrachtet. Vor dem Ausziehen am Abend werden die Zimmer in Ordnung gebracht. Nach dem Ausziehen kommen die schmutzigen Kleider in den Wäschekorb im Schlafzimmer. Gegessen und getrunken wird in der Küche am Tisch etc.

      Das sind Regeln, an die ich kaum noch erinnern muss, weil sie wie Händewaschen einfach dazugehören. Das üben wir einfach schon ganz lang. Erziehung zur Ordnung.

      Natürlich ist es bei uns auch nie wie geleckt, und es liegt mal Lego rum und Bastelzeug etc. Aber wenn man zusätzlich nicht auch noch durch dreckige Wäsche waten muss oder keine Tassen mehr im Schrank findet, ist doch schon viel gewonnen.

      Also würde ich sagen, Regeln aufstellen, und Einhaltung üben - immer und immer wieder. Da ist langer Atem gefragt.

      (9) 04.07.19 - 18:12

      Ohja kenn ich.

      Was ich mache. Türe zu und das Chaos dahinter versuchen zu vergessen.

      Was nicht an Wäsche im Wäschekorb liegt, wird nicht gewaschen.

      Ihr Bett überzieht sie.

      Brotdosen erinnere ich sie, mit dem Zusatz, dass die zu krabbeln anfangen können ;-) Gegessen wird im Zimmer nicht.

      Und alle paar Wochen, wenn es mir zu viel wird, geh ich mit dem Besen rein, kehr alles raus, krieg meinen Anfall, und hoffe das es irgendwann besser wird.

      Sämtliche "Maßnahmen" enden nur in Streitereien, Drama und Gezicke und diese Kämpfe heb ich mir, ehrlich gesagt für Wichtigeres auf.

      liebe Grüße
      Silvia

      (10) 04.07.19 - 18:34

      Bei uns ist das Aufräumen Teil der Abendroutine. Meine Kinder sind 10 und 12 und auch absolute Chaoten. Ich gebe jeden Abend zum ins Bett gehen eine Aufräumaufgabe, die in kurzer Zeit erledigt werden kann. Z. B. Schreibtisch aufräumen, Bett aufräumen, Fensterbank abwischen etc.
      Ich glaube mit "Räum dein Zimmer auf" sind die meisten Kinder überfordert, da sie bei dem Chaos kein Ende sehen.

      (11) 09.07.19 - 15:08

      Puh, irgendwie finde ich es ja gut dass es nicht nur bei uns so ist. #hicks

      Ich gehe 2-3 mal im Jahr in das Zimmer zur Grundreinigung unserer 11jährigen. Da bleibt dann nichts wie es war. Da werden alle Schränke und Fächer ausgemistet, in jede Ecke und Nische wird geschaut und gnadenlos entsorgt bzw. wieder an seinen festen Platz gestellt.

      Dafür habe ich natürlich nicht ständig Zeit. Sie selbst schafft es gefühlt innerhalb weniger Stunden, dass man im Zimmer nicht mehr treten kann. Daher muss sie wöchentlich aufräumen, d. h. Bett, Schreibtisch, Fußboden müssen begehbar / nutzbar sein und gesaugt werden. Diesen Kampf täglich zu führen, habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Wenn es zu schlimm ist, kann es schon sein dass sie Freunde erst besuchen darf, wenn das Zimmer wieder halbwegs ansehnlich ist (aber das ist ja Ansichtssache, da liegt bei uns dennoch noch genug rum).

      Meine älteste Tochter ist bereits ausgezogen und sieh an, in der eigenen Wohnung klappt plötzlich, woran man vorher jahrelang verzweifelt ist.

      Nach Brotdosen, Trinkflaschen etc. müssen wir allerdings auch täglich fragen, Geschirr darf sie nicht mit in ihr Zimmer nehmen.

      Ich würde mir an Deiner Stelle ein paar Regeln aufstellen, mit der ihr alle Leben könnt. Denn diese müssen dann konsequent umgesetzt werden. Daran würde ich ja verzweifeln, wenn ich das täglich müsste. Da setze ich lieber durch, dass täglich in den gemeinsam genutzten Räumen aufgeräumt wird, was sie so überall liegen lässt.

      LG Ana

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