Schulpraktika, Bayern 9. Klasse, wie war es bei euch?

    • (1) 08.07.19 - 21:39

      Übernächste Woche steht bei meinem Jüngsten ein Praktikum an. Er wird 1 Woche zu einem Automobilkonzern gehen und freiwillig 2 Wochen in den Sommerferien dranhängen.

      Ich war überrascht, wie locker das einige Schüler und deren Eltern sehen und nur was suchten, was am wenigsten Aufwand macht. Eigentlich sollte doch diese Zeit genutzt werden interessante Einblicke zu erhalten. Mir erscheint es wichtig festzustellen, ob einem dies gefällt und genauso wichtig auch nicht gefällt.

      Wie war das bei euch?

      (4) 09.07.19 - 08:15

      Ganz ehrlich - keinen interessiert ein 3-wöchiges Praktikum das irgenwann mal in der 9. Klasse stattgefunden hat. Für die meisten Arbeitgeber lästig, für einige eine Möglichkeit an billige Arbeitskräfte zu gelangen und für die Schüler besser, wenn Sie in dieser Zeit Unterricht gehabt hätten.

      A.

      • (5) 09.07.19 - 08:32

        Ich denke dein Gedankenansatz ist grundlegend falsch.

        Es geht doch nicht darum, was ein Unterenehmen davon hat, sondern um die durchaus interessante Möglichkeit, dass junge Menschen Einblicke in Unternehmen, Branchen und Aufgaben erhalten und dadurch erfahren können und selbst sehen können, ob es das ist was sie möchten oder auch nicht möchten. Es soll eine Orientierungshilfe uns Information für Schüler sein udn nicht für Unternehmen. das ist der Sinn dieser Praktika.

        Meiner geht zu AMG Mercedes weil er Ingenieur oder Physiker werden möchte. AMG hat für ihr schon einen Laufplan erstellt und hat die Möglichkeit 2 Tage in der Eifel zum Nürburgring mitgenommen zu werden und da is nix mit billiger Arbeitskraft.

        Wenn man sich selbst dazu macht, weil man den Sinn dieser Praktika nicht verstanden hat ist man schon irgendwie selbst schuld oder?

        Es ist eine gute Chance für interessierte Schüler und natürlich Eltern.

      • (21) 09.07.19 - 09:39

        Also, es gibt viele Jugendliche, die dann im Grunde kein Interesse am Praktikum haben. (Obwohl ich es verstehe, wenn das noch in den Ferien beendet werden soll)

        sowohl mein Sohn als auch meine Tochter fielen bei ihren Praktikas positiv auf, weil sie wirklich volelr Elan mitgearbeitet haben. Beide Praxisanleiter erwähnten das noch extra in einem Gespräch mit uns Eltern und der Beurteilungsbogen für die Schule war bei beiden optimal, also Zensur 1.
        Es wurde uns auch bei beiden Betrieben gesagt, dass viele Schüler nur auf Aufforderung was taten bzw. es beide auch schon hatten, dass Schüler die manche Mitarbeit verweigerten ("Nö. mach ich nicht.",)
        Also, da ist mir dann auch die Kinnlade runtergefallen! Aber wie soll ein Jugendlicher denn solche Werte lernen, wenn es die anscheinend nicht vom Elternhaus vermittelt bekommt . .

    (22) 09.07.19 - 10:05

    Da denkst du sehr idealistisch. Klar so sollte es sein, aber die Praxis des Arbeitslebens kann für solche Praktikanten in so einem kurzen Zeitraum nur sehr selten spannende Einblicke bereithalten. Dafür bräuchte es schließlich sowas wie fachkundige Rundumbetreuung, die die Unternehmen vor allem eins kostet - Geld.

    Die Schüler haben keine Qualifikation und dürfen keine große Verantwortung tragen. Damit erübrigen sich die meisten spannenden Aufgaben völlig von selbst und was übrig bleibt sind bestenfalls ein bisschen zugucken hier und Hilfsarbeiten da.

    Es ist tatsächlich ziemlich egal, was man in der 9. Klasse für ein Praktikum macht. Jede Form von Berufserfahrung ist erstmal eine erste Erfahrung. Nicht mehr und nicht weniger. Und ob man nun zu Mercedes putzen und Kaffee machen geht oder zum Betrieb um die Ecke, da ist gar kein so großer Unterschied. Bei kleinen Hierarchien hat man vielleicht sogar mehr Glück was von der Pike auf zu lernen, als in Konzernen, mit starken Strukturen, wo kleine 9. Klässler Praktikanten kaum irgendwem auffallen und kommen und gehen wie Sand am Meer.

    Ich hab selbst einfach auch irgendwas getestet. Es war nett und das wars.
    Lebensläufe und Bewerbungsgespräche habe ich beruflich öfter. Dass da einer mit seinem 9. Klasse Praktikum kommt als lebensentscheidende Grunderfahrung für die berufliche Ausrichtung oder da irgendwas gemacht hat, was sich als Erfahrungswert für später zu erwähnen lohnen würde, hatte ich noch nicht. Wenn er jetzt Hauptschule macht und gleich danach in die Ausbildungssuche geht, gut da kann man sagen, es könnte wichtig sein sich umzuschauen, um den richtigen Ausbildungsberuf zu finden, aber ansonsten ist schlicht davon auszugehen, dass sich die Kinder einfach noch entwickeln und sehr wahrscheinlich irgendwo ganz anders landen als das machen, was sie in der 9. Klasse in ein paar Tagen Praktikum gemacht haben ;).

(23) 09.07.19 - 08:57

Die 3 Wochen finden wie folgt statt.

- kommende Schulwoche, nach Notenschluss
- die anderen zwei Wochen vom 5.8. - 16.8. und stell dir vor, das sogar in den Sommerferien

(24) 09.07.19 - 11:06

das ist Blödsinn.

Unserem Sohn haben Praktika - von der Schule und auch privat - die Möglichkeit gegeben die Berufe kennenzulernen für die er sich zu diesem Zeitpunkt interessierte.

Zwei Berufe sind dadurch raus, aus einem Praktikum ist ein Nebenjob (nun das 3. Jahr) geworden, obwohl er den Beruf nicht lernen möchte und der AG ihm davon auch abriet (nicht, weil unser Sohn es nicht könnte - immerhin hat er ihm einen Job angeboten - sondern weil die Chancen, darin was zu finden gleich 0 sind), ein Praktikum (allerdings 2 Monate) hat ihm gezeigt, dass diese Berufswahl genau das richtige für ihn ist und er nach dem Fachabi die entsprechende Ausbildung machen wird.

Auch über die Arbeitgeber können wir nichts negatives sagen. Überall bekam er wirkliche Einblicke in den Beruf, wurde ins Team integriert und war nicht nur der Hiwi, der Kaffee holt und die Halle kehrt.
Von allen AG bekam er eine Bescheinigung, was er gemacht hat und wie er sich angestellt / eingebracht hat etc. und er bekam von allen auch ein Taschengeld zum Abschluss als Dankeschön für die geleistete Arbeit. Beim letzten Praktikum wurde ihm eine Ausbildungsstelle in Aussicht gestellt für dieses Jahr. Aber er möchte erst das Fachabi machen.

Vielleicht habt ihr bei der Wahl des AG nur einfach schlecht gewählt oder die falschen Praktikanten ausgewählt - je nach dem aus welcher Sicht man das sieht.

Und klar, es gib sicher auch die blöden AG, die Praktikanten als Hiwis und billige Arbeitskräfte ausnutzen, aber die habe ich weder in meiner Jugend noch bei unserem Sohn kennengelernt. Von seinen Klassenkameraden, die ich kenne, habe ich auch nur positives gehört.

Gruß
Kim

(25) 09.07.19 - 09:01

Ich glaube vielen haben hier recht.
Ich wollte damals in die Touristik oder Hotelindustrie und habe auch damals in BY das Schulpraktikum gemacht in einem Novotel. Das einzige was ich machen durfte war abräumen und servietten falten sowie Besteck polieren. Einmal wurde mir für eine Stunde die Rezeption erklärt und das wars.

Danach hatte ich keinen Bock mehr auf den Beruf.
Ich denke Praktikas machen erst ab einem gewissen Alter und länge sinn z.b. nach Abi. In unserem Unternehmen haben wir viele die 3 Monats-Pflichtpraktikum machen und diese lernen tatsächlich was. Vorher is ja nur zuschauen oder doofe arbeit machen.

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