Wechsel von Realschule auf Gymnasium nach der 5. Klasse

Unsere Tochter bekam in der Grundschule die Empfehlung zur Realschule. Sie bekam diese aus meiner Sicht gerechtfertigt. Sie hat gute Noten, mitunter muss sie für diese auch etwas tun. Ihr fällt der Stoff also nicht von allein zu.
Sie wollte nach der Grundschule aufs Gymnasium, wir sind jedoch der Empfehlung der Schule gefolgt.

Ihre Noten haben sich auf der Realschule verbessert, sie ist organisierter und strukturierter geworden. Sie weiß, dass sie vor Klassenarbeiten lernen muss, um gute oder sehr gute Noten zu bekommen. Aber es gab auch die ein oder andere schlechte Note, wenn sie nichts gemacht hat.

Bei uns darf man nach der 5. und 6. Klasse aufs Gymnasium wechseln, da der Lernstoff dort gleich ist. Ich denke jedoch, dass es schon eine gewisse Vertiefung bzw. Komplexität auf dem Gymnasiium gibt. Daher finde ich, wenn, dann nur jetzt. Das Abitur kann man schließlich auch nach dem Realschulabschluss noch dran hängen.

Ich weiß von meinen größeren Kindern, dass die meisten Kinder sich auf dem Gymnasium erstmal verschlechtern. Das war bei uns vor allem der Fall, weil sie auf einmal lernen mussten, wie man lernt und nicht alles aus dem Stehgreif konnten.
Daher sehe ich das für meine Tochter nun eher als Vorteil, sie kennt das bereits.

Vor allem aber: sie will auf das Gymnasium.

Hat jemand von Euch (evtl auch erst später) diesen Wechsel vollzogen und wie sind Eure Erfahrungen?

LG
Ana

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Wenn ihr einen Wechsel in Erwägung zieht, dann würde ich das auch so schnell wie möglich machen. Auch wenn der Stoff auf dem Papier gleich ist, so sind Herangehens- und Arbeitsweise häufig grundlegend verschieden. Je früher man sich daran gewöhnt, desto besser. Nach der 10. - wenn sich Arbeitsweisen erstmal eingeschliffen haben - wird es sicherlich nicht leichter.

Dass sich Kinder bei einem Wechsel aufs Gymnasium verschlechtern, kann ich zumindest von einem Wechsel nach der 5. Klasse nicht pauschal bestätigen. Einige ja, andere bleiben gut, andere verschlechtern sich. Mit einer selbstständigen Arbeitsweise und dem Vorbereiten auf Tests und Arbeiten hätte deine Tochter auch vielen SuS auf dem Gymnasium etwas voraus. das ist sicherlich nicht die schlechteste Basis für einen Wechsel.

Wäre irgendetwas hinsichtlich der 2. Fremdsprache zu beachten? Bei uns beginnt die schon in der 5. Klasse und ein Wechsel zur 6. Klasse bietet u.a. auch die Gelegenheit da nochmal zu wechseln. das ist dann natürlich mit etwas Lernaufwand über die Ferien verbunden.

Wenn sie es will, warum nicht?

Wir kennen auch beides, Verschlechterung und genauso gute Noten.

Die 2. Fremdsprache kommt erst ab Klasse 6 bei uns, stellt also kein Problem dar und sie würde die diese wählen unabhängig von der Schulform.

Die Herangehensweise glaube ich auch, habe mir darum schon die Tests des letzten Schuljahres geholt um zu vergleichen. Aber dann denke ich auch lieber jetzt als später.

LG Ana

Der Lernstoff ist gleich?
Um welches Bundesland handelt es sich?

Ich würde es wagen , aber bei uns in BW nur mit WH der 5. KLASSE, es sei denn, das Kind ist ein Überflieger mit lauter Einsen.

Auch in Baden-Württemberg ist es so, dass die 5. und 6. Klasse als Orientierungsstufe gilt, um einen frühzeitigen Wechsel zwischen den Schulformen zu ermöglichen, wenn sich die Schullaufbahnentscheidung vom Ende der Grundschule nachträglich als falsch herausstellt. Nicht umsonst hat BW explizit Bildungspläne für die Sekundarstufe 1 - und wenn man sich die Mühe macht da mal reinzuschauen, stellt man entsetzt fest, dass sich die für die Klassenstufen 5 und 6 hinsichtlich der zu vermittelnden Inhalte im erweiterten Anforderungsniveau vom Gymnasium nicht unterscheiden. Wer das bewältigen kann, lernt in den Klassenstufen 5 und 6 also dasselbe wie die SuS auf dem Gymnasium.
Klingt ein bisschen so, als wäre es schrecklich sich von der Vorstellung verabschieden zu müssen, dass auch an anderen Schulformen durchaus komplexe Inhalte vermittelt werden und das eben nicht nur den kleinen Sonnenscheinchen auf dem Gymnasium vorbehalten ist...

aus lehrersicht rate ich bei sowas dringend zur wiederholung der 5, v.a., wenn sie an der rs für die noten lernen musste. die realschule belohnt fleiß, das gymnasium setzt ihn voraus. der kernpunkt des gymnasiums ist aber - auch und gerade schon in der 5 - das eigenständige, problmelösende denken, abstraktion und transfer. das macht man an der rs nur ansatzweise, sehr wenig, und einfluss auf die noten hat es kaum. da steckt fast alles in der reproduktion und anwendung an der rs. das kann man üben. problmelösendes denken dagegen korrelliert primär mit dem iw, da ist mit üben wenig zu machen. insofern - wenn ihr es wirklich versuchen wollt - entweder wiederholung 5 am gym oder besser wechsel nach der 10 rs in übergangsklassen. da gibt es sicherlich auch in bawü möglichkeiten. den älteren jugendlichen fällt es erfahrungsgemäß sehr viel leichter, den wechsel ins kognitiv anspruchsvollere arbeiten zu packen, da sie altersbedingt in sachen abstraktion generell viel besser sind als unterstufenschüler. wechsel in die 6 erscheint mir bei der ausgangslage als eine große belastung fürs kind, die vermeidbar wäre.

dass sie unbedingt aufs gym will, ist normal. das wollen fast alle in 4 und 5. die ernüchterung ist dann mitte 5 am gym immer groß. den kindern ist nicht klar, was es heißt, was sie sich da wünschen. sie sind erst 11, sie verstehen nicht wirklich, um was es geht. die verantwortung für diese entscheidung sollte unbedingt bei den eltern liegen, die kinder sollten gehört und miteinbezogen werden, mehr aber nicht.

(ich bin gerade mit den zeugnissen für meine aktuelle 5 gym durch. zweimal nicht bestanden, beide gehen an die rs, zweimal knapp bestanden, wechseln in die 6 rs. alle vier elternpaare sagen, sie hätten gleich an die rs gehen sollen, die kinder sind seit dem - in allen vier fällen von den eltern zwangsweise geen kinderwille durchgesetzten wechsel - sehr entspannt, man kann direkt beobachten, wie der dauerdruck von ihnen abgefallen ist. ich freu mich sehr für sie für ihre tollen eltern.)

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Hallo,

mein ältester Sohn ist nach der 5. aufs Gymnasium gewechselt. Wir haben diesen Schritt nie bereut. Ihm flog alles zu und er hat wahrlich erst mal dumm geguckt als er sich plötzlich auch mal hinsetzen und lernen musste, aber es ist locker zu schaffen. Da deine Tochter dazu noch eine andere Arbeitsmoral an den Tag legt und einen gewissen Ehrgeiz, sehe ich da gar keine Probleme. Der Stoff auf Realschule und Gymnasium sind hier in der 5. und 6. Klasse ebenfalls identisch. Nur, dass auf unterschiedlichem Niveau unterrichtet wird. Dass der Stoff gleich ist, hat den Grund, dass Kinder in den Klassenstufen noch problemlos wechseln können. Am Gymnasium geht es schneller vorwärts und es wird nicht so tiefgründig erklärt. Es wird eher erwartet, dass mitgedacht und nachgearbeitet wird. Das haben die Kinder aber schnell raus. Was hier allerdings war, die Zeugnisnoten gingen in der 6. Klasse alle eine Note nach unten im Vergleich zur Realschule. Er wechselte aufs Gym mit 3 Zweien und Rest 1. In der 6. standen da nun 3 Dreien, Rest 2 und keine 1 mehr. Wenn deine Tochter es wirklich will, würde ich den Schritt wagen. Nach der 6. finde ich es schwierig. Da sind 2 Schüler in der Klasse meines Sohnes gescheitert wegen der 2. Fremdsprache. Mein Bruder ist Gymnasiallehrer und sagt auch, dass der einfachste Wechsel nach der 5. ist. Am schwierigsten wäre es wohl nach der 10. Das würden nur wenige schaffen.

LG
Michaela

Danke für deine Erfahrungen, diese helfen mir sehr beim Überlegen.

Meiner großen Tochter ging es damals ähnlich. Sie hat direkt eine 5 gefangen in Geschichte, das weiß sie heute noch. Bisher reichte es doch zuzuhören, aber Zusammenhänge herstellen und lernen musste sie nicht. Das hat sie dann auf dem Gymnasium gelernt, während meine kleine Tochter sich das auf der Realschule schnell angeeignet ohne schlechte Noten.

LG Ana

Dann würde ich mir die Entscheidung nicht so schwer machen. Mein Sohn hatte dann in der 6. Klasse natürlich auch mal zwischendurch eine 5 oder auch mal eine 6. Die Lehrer sagten, dass das völlig normal ist und er sich an das neue System erst gewöhnen muss. Im 2. HJ der 6. Klasse war er komplett auf Gymnasium umgestellt und hatte alles aufgeholt. Uns sagten die Lehrer auch gleich bei der Anmeldung, dass erst mal auch schlechte Noten kommen können und dies überhaupt nichts zu bedeuten hat und völlig normal ist. Wir Eltern sollten die 6. Klasse als Eingewöhnung sehen, das auch so dem Kind erklären und keinen Druck machen. Ab der 7. Klasse merkte man gar nicht mehr, dass er nicht von Anfang an dabei war. In den Klassen meiner Söhne sind mehrere Kinder, die nach der 5. gewechselt sind. Jedes Kind hat es geschafft und alle sind jetzt gute Schüler. Mach deiner Tochter die Umstellung leicht und bereite sie darauf vor, dass auch anfangs mal ein Tiefschlag kommen kann. Hier war es auch bei den Fremdsprachen, dass am Gymnasium plötzlich was anderes erwartet wurde als auf der Realschule. Aber das bekommen die Kids recht schnell mit.

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Hallo,

unsere Tochter hatte nach der Grundschule eine Empfehlung für die Gemeinschaftsschule. Notendurchschnitt war damals irgendwas zwischen 3 und 4.

Auf der Gemeinschaftsschule hatten wir dann den Supergau. Kind hat gar nix mehr gemacht, weder im Unterricht noch zu Hause, mit der Begründung ihr sei langweilig.

Wir haben Sie dann nach der 6. Klasse Gemeinschaftsschule in die 6. Klasse Gymnasium umgeschult. Sie musste zwar privat 1 Jahr Französisch nachlernen, weil die Sprachenfolge nicht gepasst hat, aber sie ist danach richtig aufgeblüht.

Ich habe zwar Blut und Wasser geschwitzt, ein Kind, das keine Hausaufgaben macht und nie irgendwas gelernt hat auf ein G8 Gymnasium zu schicken, doch es war die beste Entscheidung. Sie wäre auf der Gemeinschaftsschule unter gegangen.

Nach den Ferien kommt sie in die 11. Klasse. Wir hatten ein Jahresabschlusszeugnis der 10. Klasse mit einem Durchschnitt von 2,0. Überarbeitet hat sie sich bis heute nicht. Hausaufgaben hat sie zu 90% in der Schule erledigt und lernen muss/macht sie ohnehin nicht.

Also ich bin froh, dass wir gewechselt sind und würde es immer wieder tun. Und vor allem habe ich gelernt, dass Grundschulnoten überhaupt nichts aussagen.

LG
Tiffy

Das macht mir wirklich Mut. So unterschiedlich können Kinder sein. Das meine Tochter es unbedingt will, halte ich daher für ganz wichtig.

Klingt super, wie Deine Tochter das geschafft hat, was man wohl am Anfang wirklich nicht vermuten konnte. Von Langeweile kann man bei meiner Tochter jedoch nicht sprechen. ;)

Wieso sollte man sich verschlechtern ? Mathe baut aufeinander auf. Biologie neue Themen und daher leicht zu lernen. Die Bücher sind m.E. minimalistisch aufgebaut. Es werden Lernkanäle von vielen Schülern benutzt. Wissen, was der Lehrer eigentlich vermitteln sollte, wird dort angeschaut und vertieft. Hier wird sich wirklich nicht überarbeitet. Vor den Arbeiten wird gelernt und überhaupt.....die Arbeiten sind nur ein Teil der Note. Mündliche Mitarbeit ist das Zauberwort. Ehrlich gesagt, hier wird vor den Arbeiten was getan und diese Angst vor dem Gymnasium kann ich langsam nicht mehr nachvollziehen. Warum sollten die Noten nach unten gehen. Evtl. wegen neuer Mitschüler und weil sie mit den Lehrern nicht auskommt aber der Lernstoff ist in der 5. Klasse Gymnasium viel Wiederholung

An den Gymnasium ist der Anspruch höher, als an den Realschulen, unter anderem, weil in den Realschulen Stoff durchgenommen und in den Klassenarbeiten dann so abgefragt wird, wie er durchgenommen wurde.
Am Gymasium wird Stoff durchgenommen, und in den Klassenabeiten müssen die Schüler auch mal überlegen, wie das denn mit y ist, wenn x durchgenommen wurde. y kann man ableiten, wenn man den Stoff verstanden hat.

An der Realschule kommt man deswegen auch gut durch, indem man in erster Linie fleissig ist. Am Gymnasium muss man mehr verstehen und quer denken können.

Bei uns am Gymnasium sind damals einige gute Schüler aus der Realschule in der Oberstufe aus allen Wolken gefallen, weil sie plötzlich quer denken mussten. Das haben auch nicht alle geschafft.

"Ehrlich gesagt, hier wird vor den Arbeiten was getan und diese Angst vor dem Gymnasium kann ich langsam nicht mehr nachvollziehen. "

Das ist Dein Kind. ;-)
Unsere Tochter (12) rauscht auch mit lauter Einsen und wenig Arbeit durch's Gymnasium.
Bei nicht wenigen Klassenkameraden von ihr sieht es aber ganz anders aus. Die müssen viel lernen, um sich im Mittelfeld zu halten. Die meisten haben sich in der 5. Klasse im Durchschnitt um eine Note verschlechtert.

LG

Heike

Dessen sind wir uns bewusst. Zum Glück wurde bei uns in der Realschule sehr viel Wert auf "Querdenken" gelegt. Dennoch vermute ich, dass es auf dem Gymnsasium noch einmal anders sein wird.

Die Nachfrage bei Freunden hat auch ergeben, dass sich ein Teil minimal verschlechtert hat, ein Teil gleich geblieben ist.
Wir gehen davon aus, dass wir erst einmal absacken würden, aber damit können wir denke ich leben.

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Hallo,

an manchen Realschulen ist das Problem, dass dort viele Kinder sind, die eigentlich an die Hauptschule gehören. Da die aber einen schlechten Ruf haben und mancherorts gar nicht mehr vorhanden sind, sind diese Kinder auf der Realschule.

Da die Lehrer aber nicht die halbe Klasse zurück lassen können, wird das Niveau gesenkt und auf einmal sind Kinder, die in der Grundschule immer im Mittelfeld lagen, an der Klassenspitze.
Das heißt aber nicht, dass diese Kinder am Gymnasium gut klar kämen.

Deswegen würde ich die Lehrer Deiner Tochter fragen, wie die sie einschätzen und danach entscheiden.

Ob es dann sinnvoll ist, dass sie die 5. Klasse am Gymnasium wiederholt, würde ich das Gymnasium fragen. Deine Tochter wird ja nicht die Erste sein, die von der Realschule dorthin kommt.

Wenn Ihr das Gymnasium erst nach der 10. Klasse im Auge habt, sollte Deine Tochter auf jeden Fall schon auf der Realschule eine 2. Fremdsprache nehmen (falls das nicht sowieso vorgesehen ist). Ich würde auch darauf achten, dass sie lernt, wie man sich Dinge erarbeitet und quer denkt. Das braucht sie dann am Gymnasium.

LG

Heike

Wir haben die Mathelehrerin gefragt wie sie dazu steht, da dieses Fach für mich wirklich das "schwierigste" war. Sie glaubt, dass sie das schaffen kann, sie wird sehr wahrscheinlich keine Einserschüler in Mathe werden, aber in den anderen Fächern sieht sie gar keine Probleme.

Englisch liebt sie von Beginn an und fällt ihr sehr leicht. Französisch würde sie an beiden Schulformen ab der 6. lernen können.

Eine Wiederholung der 5 ist an unserem Gymnasium nicht vorgesehen auf Grund der hohen Schülerzahl, wenn dann direkt in die 6. Klasse.

Naja, der Lehrplan steht, am Ende schreiben alle einen einheitlichen Abschluss und da es heute die Abschlussnoten gab und wir Müttern uns austauschen kann ich versichern dass die Abschlussarbeiten von Mittelschule uns Realschule gewaltig unterscheiden und an der 5. Klasse auch der Inhalt des Unterrichts.
Mit erfolgreichem Abschluss der 9. Klasse Realschule erwerben die Schüler schon den Quali der Mittelschule nebenher.
Ich kann mir nicht vorstellen dass eine Realschule das Niveau senkt, allein schon wegen dem Lehrplan der eingehalten werden muss, nur um eigentliche Mittelschüler zu halten. Ich kann mir eher vorstellen dass es Schüler gibt welche in der 4. Klasse noch zu verspielt waren um ausreichend zu lernen und auf der Realschule auf einmal besser wurden um zu bleiben.

Die Realschule verrate mal welche auf Niveau der Mittelschule unterrichtet und die Kids trotzdem zur mittleren Reife bringt 😄

Hallo Ana,

ich würde sie gehen lassen.
Wenn sie irgendwann mal einen Hänger hat, dann dreht sie halt eine Ehrenrunde. Sie schafft das schon. Kinder sind da so unterschiedlich.

Meine Große ging mit Gymnasialempfehlung auf die Realschule (Bayern). Letzte Woche hat sie ihren Abschluss geschrieben. Sie ist ohne Probleme durch die Schulzeit marschiert (außer Mathe...) und hängt jetzt die FOS an um ihr Abi zu machen.
Meine Kleine ist jetzt in der 5. Klasse Gymnasium - mit dem gleichen Übertrittsschnitt wie die Große. Sie ist von ihrer Art aber einfach anders, hat mehr Ehrgeiz und schließt die 5. Klasse jetzt mit nur 1en und 2en ab. Die Große hat ihren Ehrgeiz erst jetzt in der 10. Klasse ausgepackt und ist jetzt motivierter denn je. Nach vielen 5ern in Mathe hat sie in der 10. Klasse sogar 2er geschrieben.

Bei uns daheim ist Schule zwar ein Thema aber es steht nicht an erster Stelle. Die Kinder werden von uns unterstützt aber dazu angehalten, ihr Zeug allein zu erledigen (natürlich frage ich sie mal ab wenn sie das möchten). Sie bekommen keinen Ärger für schlechte Noten, sie ärgern sich ja selbst darüber. Sie gehen beide gern zur Schule und leiden nicht darunter weil sie sich wohlfühlen und weil sie wissen, dass wir da sind.

Daher: ich würde sie aufs Gymnasium gehen lassen wenn du denkst, dass sie den Ehrgeiz dazu hat. Schlechte Noten gibt es vielleicht mal, aber das ist kein Weltuntergang. Unterstützt sie, macht sie stark und dann klappt das auch.

Beste Grüße und viel Glück euch,
schichtsalat

Wir werden sie gehen lassen, nachdem wir das Gymnasium nun kontaktiert haben mussten wir direkt hinkommen und haben den Schulwechsel nach Prüfung der Zeugnisse vereinbart, da es der letzte freie Platz war.

Vielen Dank für Deine ermutigenden Worte.

Sehr gerne, dann hat es sich ja schon erledigt. Ihr habt mit Sicherheit die richtige Entscheidung getroffen.
Ich wünsche euch alles Gute,

schichtsalat

Hallo zusammen,

nun ging alles schneller als geplant.

Nachdem wir Kontakt zum Gymnasium aufgenommen haben, sollten wir direkt hinkommen. Nach Prüfung der Zeugnisse wurde sorfort der Schulwechsel vereinbart und die Formalitäten geklärt. Warum so schnell? Weil es der letzte freie Platz war und sie nun mit ihren ehemaligen Klassenfreunden/innen wieder zusammen lernen kann.

Das hat den Vorteil, dass sie nicht komplett die Neue ist und ihre Klassenfreunde in unserem Ort wohnen. Die Klassenstufe ist 6 zügig, also eine sehr große Schule. Bei einer komplett fremden Klasse wären meine Bedenken noch größer gewesen.

Ich selbst bin etwas überumpelt von der schnellen Dynamik, meine Tochter ist total glücklich. Letztendlich hatten wir das Thema Schulwechsel das ganze Schuljahr im Kopf, nun haben wir innerhalb 1 Woche entschieden.

Manchmal müssen wir wohl einfach mutig sein und etwas wagen. Und wenn es gar nicht gehen sollte, werden wir die Situation neu bewerten.

Vielen Dank für Eure zahlreichen Hinweise, Anregungen, Bedenken und Ermutigungen.

LG Ana

Super Entscheidung!
Heute hat meine Große ihre Abschlussnoten der Realschule bekommen und könnte nun weiter auf die FOS oder aufs Gymnasium ihrer Schwester
Unsere Realschule ist eine Maria Ward Schule und extrem was den Stoff an ging. Leider wurden die Schülerinnen hängen gelassen wenn sie Probleme hatten, entweder die Eltern konnten helfen oder Nachhilfe eben. Intensivierung gab es nicht.
Nach diesen 6 Jahren Realschule und den 4 Jahren meiner anderen Tochter auf dem Gymnasium weiß ich, dass meine große Tochter hätte locker aufs Gymnasium gehen können. Es fehlte ihr damals eine Note in der Grundschule die entschieden hätte
Naja, nun hat sie ihren Ausbildungsplatz AB September und ist glücklich ❤

Ich denke dein Kind wird happy sein!

👍 Sehr gute Entscheidung. Deiner Tochter wünsche ich viel Erfolg an der neuen Schule.

Meine Tochter bekam damals keine Empfehlung für das Gymnasium obwohl sie nur eine drei in Sport hatte ansonsten zweien. Da wir hier im Ort nur ein G8 Gymnasium und eine schlechte Sekundarschule haben, ist sie auf das Gymnasium. Letztlich hat sie letztes Jahr auf die Gesamtschule im Nachbarort gewechselt...für sie war der Druck auf dem Gymnasium nichts und sie hat sich vom ersten Tag nicht wohl gefühlt. Dazu kam, dass die Lehrer vom ersten Tag an ihr gezeigt haben du gehörst hier nicht hin.
Ende der sechsten Klasse ist sie mit einen Schnitt von 3,1 vom Gymnasium runter, da ihr ein Wechsel nahegelegt wurde. Nach langem suchen haben wir an der Gesamtschule des Nachbarortes einen Platz bekommen.....im Nachhinein war das die beste Entscheidung. Das Kind ist wieder Glücklich und bringt nur Einsen und Zweien mit, warum sie Wechseln musste konnte auf der neuen Schule Niemand nachvollziehen.

Mein Sohn dagegen hatte eine Empfehlung, tut keinen Handschlag und wechselt dieses Jahr in die Oberstufe....seine Zeugnisse liegen vom Durchschnitt allerdings eher bei ca. 3,8.

Ich denke jedes Kind ist anders und man lernt nur dort gut, wo man akzeptiert wird und sich wohl fühlt.