Wechsel von Realschule auf Gymnasium nach der 5. Klasse Seite: 2

        • (26) 10.07.19 - 12:45

          So war es bisher bei uns auch, vor den Arbeiten wird gelernt, aber auch nicht bis zum Abwinken.

          Welche Lernkanäle gibt es denn? Mein großen haben dies meist mit sich selbst ausgemacht.

          • (27) 10.07.19 - 22:25

            Kennst du "Musste Wissen"? Mein Sohn mag Geschichte nicht und hat ne 1.....die Videos dauern 4 bis 6 Minuten und hinterher hast du mehr Input erhalten als im Geschichtsbuch steht. Der Spruch: Man muss nicht alles wissen aber man muss wissen, wo es steht ist so treffend

      (28) 10.07.19 - 10:50

      Hallo,

      an manchen Realschulen ist das Problem, dass dort viele Kinder sind, die eigentlich an die Hauptschule gehören. Da die aber einen schlechten Ruf haben und mancherorts gar nicht mehr vorhanden sind, sind diese Kinder auf der Realschule.

      Da die Lehrer aber nicht die halbe Klasse zurück lassen können, wird das Niveau gesenkt und auf einmal sind Kinder, die in der Grundschule immer im Mittelfeld lagen, an der Klassenspitze.
      Das heißt aber nicht, dass diese Kinder am Gymnasium gut klar kämen.

      Deswegen würde ich die Lehrer Deiner Tochter fragen, wie die sie einschätzen und danach entscheiden.

      Ob es dann sinnvoll ist, dass sie die 5. Klasse am Gymnasium wiederholt, würde ich das Gymnasium fragen. Deine Tochter wird ja nicht die Erste sein, die von der Realschule dorthin kommt.

      Wenn Ihr das Gymnasium erst nach der 10. Klasse im Auge habt, sollte Deine Tochter auf jeden Fall schon auf der Realschule eine 2. Fremdsprache nehmen (falls das nicht sowieso vorgesehen ist). Ich würde auch darauf achten, dass sie lernt, wie man sich Dinge erarbeitet und quer denkt. Das braucht sie dann am Gymnasium.

      LG

      Heike

      • (29) 10.07.19 - 12:01

        Wir haben die Mathelehrerin gefragt wie sie dazu steht, da dieses Fach für mich wirklich das "schwierigste" war. Sie glaubt, dass sie das schaffen kann, sie wird sehr wahrscheinlich keine Einserschüler in Mathe werden, aber in den anderen Fächern sieht sie gar keine Probleme.

        Englisch liebt sie von Beginn an und fällt ihr sehr leicht. Französisch würde sie an beiden Schulformen ab der 6. lernen können.

        Eine Wiederholung der 5 ist an unserem Gymnasium nicht vorgesehen auf Grund der hohen Schülerzahl, wenn dann direkt in die 6. Klasse.

      • (30) 10.07.19 - 15:32

        Naja, der Lehrplan steht, am Ende schreiben alle einen einheitlichen Abschluss und da es heute die Abschlussnoten gab und wir Müttern uns austauschen kann ich versichern dass die Abschlussarbeiten von Mittelschule uns Realschule gewaltig unterscheiden und an der 5. Klasse auch der Inhalt des Unterrichts.
        Mit erfolgreichem Abschluss der 9. Klasse Realschule erwerben die Schüler schon den Quali der Mittelschule nebenher.
        Ich kann mir nicht vorstellen dass eine Realschule das Niveau senkt, allein schon wegen dem Lehrplan der eingehalten werden muss, nur um eigentliche Mittelschüler zu halten. Ich kann mir eher vorstellen dass es Schüler gibt welche in der 4. Klasse noch zu verspielt waren um ausreichend zu lernen und auf der Realschule auf einmal besser wurden um zu bleiben.

        Die Realschule verrate mal welche auf Niveau der Mittelschule unterrichtet und die Kids trotzdem zur mittleren Reife bringt 😄

    (31) 10.07.19 - 10:55

    Hallo Ana,

    ich würde sie gehen lassen.
    Wenn sie irgendwann mal einen Hänger hat, dann dreht sie halt eine Ehrenrunde. Sie schafft das schon. Kinder sind da so unterschiedlich.

    Meine Große ging mit Gymnasialempfehlung auf die Realschule (Bayern). Letzte Woche hat sie ihren Abschluss geschrieben. Sie ist ohne Probleme durch die Schulzeit marschiert (außer Mathe...) und hängt jetzt die FOS an um ihr Abi zu machen.
    Meine Kleine ist jetzt in der 5. Klasse Gymnasium - mit dem gleichen Übertrittsschnitt wie die Große. Sie ist von ihrer Art aber einfach anders, hat mehr Ehrgeiz und schließt die 5. Klasse jetzt mit nur 1en und 2en ab. Die Große hat ihren Ehrgeiz erst jetzt in der 10. Klasse ausgepackt und ist jetzt motivierter denn je. Nach vielen 5ern in Mathe hat sie in der 10. Klasse sogar 2er geschrieben.

    Bei uns daheim ist Schule zwar ein Thema aber es steht nicht an erster Stelle. Die Kinder werden von uns unterstützt aber dazu angehalten, ihr Zeug allein zu erledigen (natürlich frage ich sie mal ab wenn sie das möchten). Sie bekommen keinen Ärger für schlechte Noten, sie ärgern sich ja selbst darüber. Sie gehen beide gern zur Schule und leiden nicht darunter weil sie sich wohlfühlen und weil sie wissen, dass wir da sind.

    Daher: ich würde sie aufs Gymnasium gehen lassen wenn du denkst, dass sie den Ehrgeiz dazu hat. Schlechte Noten gibt es vielleicht mal, aber das ist kein Weltuntergang. Unterstützt sie, macht sie stark und dann klappt das auch.

    Beste Grüße und viel Glück euch,
    schichtsalat

    • (32) 10.07.19 - 12:14

      Wir werden sie gehen lassen, nachdem wir das Gymnasium nun kontaktiert haben mussten wir direkt hinkommen und haben den Schulwechsel nach Prüfung der Zeugnisse vereinbart, da es der letzte freie Platz war.

      Vielen Dank für Deine ermutigenden Worte.

(34) 10.07.19 - 12:21

Hallo zusammen,

nun ging alles schneller als geplant.

Nachdem wir Kontakt zum Gymnasium aufgenommen haben, sollten wir direkt hinkommen. Nach Prüfung der Zeugnisse wurde sorfort der Schulwechsel vereinbart und die Formalitäten geklärt. Warum so schnell? Weil es der letzte freie Platz war und sie nun mit ihren ehemaligen Klassenfreunden/innen wieder zusammen lernen kann.

Das hat den Vorteil, dass sie nicht komplett die Neue ist und ihre Klassenfreunde in unserem Ort wohnen. Die Klassenstufe ist 6 zügig, also eine sehr große Schule. Bei einer komplett fremden Klasse wären meine Bedenken noch größer gewesen.

Ich selbst bin etwas überumpelt von der schnellen Dynamik, meine Tochter ist total glücklich. Letztendlich hatten wir das Thema Schulwechsel das ganze Schuljahr im Kopf, nun haben wir innerhalb 1 Woche entschieden.

Manchmal müssen wir wohl einfach mutig sein und etwas wagen. Und wenn es gar nicht gehen sollte, werden wir die Situation neu bewerten.

Vielen Dank für Eure zahlreichen Hinweise, Anregungen, Bedenken und Ermutigungen.

LG Ana

  • (35) 10.07.19 - 15:39

    Super Entscheidung!
    Heute hat meine Große ihre Abschlussnoten der Realschule bekommen und könnte nun weiter auf die FOS oder aufs Gymnasium ihrer Schwester
    Unsere Realschule ist eine Maria Ward Schule und extrem was den Stoff an ging. Leider wurden die Schülerinnen hängen gelassen wenn sie Probleme hatten, entweder die Eltern konnten helfen oder Nachhilfe eben. Intensivierung gab es nicht.
    Nach diesen 6 Jahren Realschule und den 4 Jahren meiner anderen Tochter auf dem Gymnasium weiß ich, dass meine große Tochter hätte locker aufs Gymnasium gehen können. Es fehlte ihr damals eine Note in der Grundschule die entschieden hätte
    Naja, nun hat sie ihren Ausbildungsplatz AB September und ist glücklich ❤

    Ich denke dein Kind wird happy sein!

    (36) 10.07.19 - 15:57

    👍 Sehr gute Entscheidung. Deiner Tochter wünsche ich viel Erfolg an der neuen Schule.

(37) 11.07.19 - 20:58

Meine Tochter bekam damals keine Empfehlung für das Gymnasium obwohl sie nur eine drei in Sport hatte ansonsten zweien. Da wir hier im Ort nur ein G8 Gymnasium und eine schlechte Sekundarschule haben, ist sie auf das Gymnasium. Letztlich hat sie letztes Jahr auf die Gesamtschule im Nachbarort gewechselt...für sie war der Druck auf dem Gymnasium nichts und sie hat sich vom ersten Tag nicht wohl gefühlt. Dazu kam, dass die Lehrer vom ersten Tag an ihr gezeigt haben du gehörst hier nicht hin.
Ende der sechsten Klasse ist sie mit einen Schnitt von 3,1 vom Gymnasium runter, da ihr ein Wechsel nahegelegt wurde. Nach langem suchen haben wir an der Gesamtschule des Nachbarortes einen Platz bekommen.....im Nachhinein war das die beste Entscheidung. Das Kind ist wieder Glücklich und bringt nur Einsen und Zweien mit, warum sie Wechseln musste konnte auf der neuen Schule Niemand nachvollziehen.

Mein Sohn dagegen hatte eine Empfehlung, tut keinen Handschlag und wechselt dieses Jahr in die Oberstufe....seine Zeugnisse liegen vom Durchschnitt allerdings eher bei ca. 3,8.

Ich denke jedes Kind ist anders und man lernt nur dort gut, wo man akzeptiert wird und sich wohl fühlt.

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