Mathearbeit

    • (1) 12.07.19 - 13:40

      Hallo zusammen,

      ich muss mir meinen Ärger einmal von der Seele schreiben. Ich weiß, es interessiert später keinen mehr, was in der 6. Klasse war, aber trotzdem. Mein Sohn hat heute sein Zeugnis bekommen. In Mathe eine 2. Freue ich mich drüber, ist auch gerechtfertigt vor dem Hintergrund, dass sie bei dieser Lehrerin nur eine 1 auf dem Zeugnis bekommen, wenn alle Arbeiten 1 geschrieben werden. Er hatte 1,1,2 geschrieben. Jetzt kommt aber das aber, die letzte Mathearbeit. Ein Mitschüler, der vorher 1 und 1 geschrieben hat, hatte in der letzten Mathearbeit eine 3 plus mit dem Hintergrund, dass er unter anderem eine Aufgabe vergessen hatte zu machen. Großes Drama mit dem Ergebnis, er durfte die fehlende Aufgabe nachholen und seine Note wurde auf eine 1 korrigiert. Somit bekam er jetzt auch eine 1 auf dem Zeugnis. Irgendwie ärgert es mich und auch andere Eltern, dass er das nachschreiben durfte. Ist das rechtens? Ich bin super zufrieden, auch mit einer 2, finde das aber doch auch ungerecht. Was meint ihr?

      • (2) 12.07.19 - 13:51

        Hallo,

        warum habt ihr euch nicht direkt beschwert, als der Schüler die Aufgabe nachschreiben durfte ?
        Was sind das denn für Methoden ?? Wer Aufgaben vergisst hat Pech gehabt, fertig.

        Ich würde es jetzt abhaken. Eine 2 ist super und deinem Sohn wünsche ich schöne Ferien.

        Mein Sohn hat Dyskalkulie und bei uns ist schon die 4 auf dem Zeugnis ein Grund zu feiern. Und er bekommt keinerlei Extrawürste, da es dabei keinen Nachteilsausgleich gibt.

        LG
        Tanja

        Um zu beurteilen, ob das ungerecht ist, müsste man zweifelsfrei wissen, was der Grund für das Nachschreiben war... Bekommt der Junge z.B. einen Nachteilsausgleich, der nicht berücksichtigt wurde?! Es wird einen Grund geben - es wäre mühsam dies nun zu erraten.

        Viel wichtiger ist doch, ob die Note deines Sohnes unter "fairen" Umständen entstanden ist. Du solltest dich nur um sein Ergebnis kümmern... Wenn er halt einfach Fehler gemacht / geschusselt / etwas vergessen hat, dann hat er die 2 verdient - Punkt. Ob andere besser oder schlechter waren, nützt ihm doch nichts... Das Ergebnis des anderen Kindes beeinflusst das Ergebnis deines Sohnes nicht.
        (Ich hoffe du verstehst, was ich meine 🤗)

        • Hallo,

          der Junge hat keinen Nachteilsausgleich. Er ist sehr ehrgeizig und hat bei der Rückgabe der Arbeit geweint, dass er nur die 3 plus hat. Nachdem festgestellt wurde, dass er eine Aufgabe vergessen hat, durfte er die Aufgabe nachholen. Das ganze war nach der Rückgabe der Arbeit. LG

          • Ich weiß nicht wie ich es formulieren soll, aber dein Sohn hat dennoch keinen Schaden von dem Vorgehen! Die Lehrerin wird ihre Gründe haben - oder auch nicht.
            Blöd gesagt, könntest du dich einfach dran erfreuen, dass dein Kind eine ehrliche 2 erarbeitet hat, der andere Junge dagegen nur mit Hilfe zum Ziel kam. Da die Note der 6. Klasse nie wieder jemanden interessiert könntest du es einfach als Lektion fürs Leben abhaken...

            Ich frag mich immer, woher "ihr Eltern" immer so haargenau wissen, was zw. andere Schüler und Lehrer so genau abgelaufen ist....auch ein Lehrer muss vor den Rektor rechtfertigen, wieso ein Nachschreiben notwendig ist...ein weinen gehört da nicht dazu...vom Hören sagen deines Kindes, wo meist eigene sachen verharmlost wird über andere Schüler unfair dramatisiert wird? Den Leherer dürfen nicht mit Eltern über andere Schülers Abläufe reden. Am besten ihr fragt die Lehrerin direkt selbst, ob es überhaupt stimmt, zwecks nachschreiben und weinende Opferrolle , um eine Ungerechtigkkeit zu reklamieren oder evtl.
            zur Aufklärung einer Tatsache.

      (7) 12.07.19 - 14:03

      Hallo
      Auch für mein Empfinden ist es nicht gerecht.
      Aber egal, in dem Fall entscheidet die Lehrerin was sie für richtig hält (ich nehme an, sie hat sich was dabei gedacht) und damit muss gut sein.

      Natürlich könntest du die Lehrerin um ein klärendes Gespräch bitten. Da müsstest du dir aber (vielleicht zu Recht?) anhören, dass dich die Noten der anderen nichts angehen und sie mit dir ausschliesslich über deinen Sohn sprechen kann. Bei dem ist aber alles in bester Ordnung und irgendwelche Vergleiche bringen ihn nicht weiter.

      Geniesst die Ferien und alles Gute

      (8) 12.07.19 - 14:42

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lehrkraft nicht auch die mündliche Leistung benotet.
      Daher wird noch mehr hineinspielen als die schriftlichen Ergebnisse.

      Sie muss ja transparent machen, wie die Note zustande kommt.

      (9) 12.07.19 - 14:42

      ..hak es ab und gut ist. Die Note von deinem Kind wird ja nicht besser dadurch, dass du dem anderen Jungen die gute Note nicht gönnst.

      (10) 12.07.19 - 16:37

      Hallo,

      von wem weißt du, dass der Junge die Aufgabe nach Rückgabe der Klassenarbeit nachholen dürfte und sie dann in die Bewertung mit einbezogen wurde? Hörensagen? Kind?

      Rechtens ist diese Vorgehensweise natürlich nicht, da du es aber nicht mit eigenen Augen gesehen hast, kannst du in dem Fall nichts ausrichten. Wenn es dich belastet, dann vereinbare ein Gespräch mit dem Lehrer. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass ein Lehrer dermaßen unprofessionell ist.

      Vielleicht hat das Kind regulär die Aufgabe gelöst und der Lehrer hat sie übersehen. Da ist es natürlich rechtens, dass die Aufgabe nachkorrigiert wird und in die Bewertung mit einbezogen wird.

      Du könntest Widerspruch gegen die Note deines Kindes einlegen, aber da interessiert das Vorgehen bei dem Mitschüler gar nicht.

      Ich kann dem Vorgehen nicht so recht glauben, wenn es sich wirklich so zugetragen hat, ist es in der Tat ärgerlich. Du kannst dich ärgern oder sagen schwamm drüber, es sind Ferien.

      Die Zeugnisnote ist aber mehr als der Durchschnitt der Klassenarbeiten. Da spielt so viel mehr mit rein.

      VG

      • (11) 12.07.19 - 17:22

        Hallo,

        es ist natürlich Hörensagen, wie es sich angespielt hat. Ich wurde jedoch von einigen Eltern, deren Kinder es ebenfalls zuhause erzählt haben, angesprochen. Das ging so ziemlich die Runde in der Klasse, weil die Kinder es ungerecht fanden, dass dieser besagte Junge die Aufgabe noch nach Austeilung der Arbeiten nachmachen durfte, weil er sie in der Arbeit komplett vergessen hatte. Natürlich spielt die mündliche Note noch eine Rolle. Ich kann nur von meinem Sohn berichten, der diese Lehrerin jetzt in der 5. und 6. Klasse hatte. Mein Sohn hat in den vier verschiedenen Halbjahren jeweils zwei mal 1,1,1 und 1,1,2 geschrieben und bekam auf den jeweiligen Zeugnissen bei 1,1,2 eine zwei und bei 1,1,1 eine 1 auf dem Zeugnis. LG

        • (12) 13.07.19 - 09:02

          Berechnet die Lehrerin keinen Durchschnitt? Wenn es keinerlei weitere Noten gab, wäre 1, 1, 2 eine 1. An die Regeln der Notenvergabe müssen sich alle Lehrer halten und diese rechtfertigen. Bevor du dem anderen die Note nicht gönnst, würde ich eher die Lehrerin fragen warum sie bei diesem Durchschnitt die 2 gibt. Ich gehe stark davon aus, dass die 3 Noten lediglich die schriftliche Leistung ist und dein Sohn noch mündliche Noten bekommen hat. Das andere Kind mit der 3 ebenfalls. Der andere Junge war mündlich sicherlich besser und die 1 war gerechtfertigt.

          • (13) 13.07.19 - 16:35

            So würde ich das auch einordnen.

            Es mag ärgerlich sein, aber mit solchen "Dingen" muss man immer zurecht kommen. Mehr würde mich auch interessieren, welche Noten noch in die Zeugnisnote eingeflossen sind. Denn bei den genannten Noten ist es ganz klar eine 1. Ich denke hier gibt es weitere Noten als nur die schriftlichen Noten.

            Schließe mich michback daher an.

            LG Ana

    Ich würde mich da überhaupt nicht drauf konzentrieren, es ändert ja die Note deines Sohnes nicht. Ich finde es auch nicht unbedingt gut, wenn Eltern sich hinterrücks so zusammen schließen und über diese Entscheidung herziehen. Vermutlich hat es seine Gründe..

    Meine Tochter hatte mal einen ähnlichen Fall. Meine Tochter hat ADHS und nahm in der Grundschule aufgrund ihrer starken Konzentrationsschwäche Medikamente. Am Tag einer Mathearbeit war es etwas stressig, ich legte ihr die Tablette auf der Anrichte und sie vergaß es aber leider. Während der Mathearbeit ging dann gar nichts mehr, die Lehrerin sah beim Vorbeigehen dass meine Tochter bei den Aufgaben überhaupt nicht vorwärts kam und viele Fehler machte, die sie sonst gemacht wurden. Auf Nachfrage fing meine Tochter an zu weinen und erklärte der Lehrerin die Situation und diese entschied sich dazu, die komplette Arbeit bei meiner Tochter abzubrechen (die meiste Zeit war aber auch schon verstrichen) und auf den nächsten Tag zu verlegen.

    Vielleicht wirkt diese Situation auf den ersten Blick sehr ungerecht und meine Tochter hat aufgrund der 2. Chance eine erheblich bessere Note geschrieben (2), sonst wäre es eine 5 geworden. Und natürlich war das ein Ausnahmefall, aber ich bin ziemlich der froh, dass die Lehrerin an dieser Stelle so menschlich reagiert hat, besonders da sie wusste, dass meine Tochter es eigentlich "drauf" hat.

    Ich gehe davon aus, dass eben auch spezielle Gründe dazu geführt haben, dass die Lehrerin deines Sohnes sich so entschieden hat..

    (15) 12.07.19 - 18:23

    Sei stolz auf deinen Sohn und bring ihm bei dass Neid keine gute Eigenschaft ist.
    Er kann auch auf sich stolz sein, er hat super Leistungen vollbracht.
    Wieso und warum dass bei dem anderen Kind so gehandhabt wurde werdet ihr so nicht rausfinden. Aber du kannst deinem Sohn beibringen dass man mal gewinnt im Leben und mal verliert, also dass der Junge einfach Glück hatte dass er die Aufgabe nachholen konnte, hätte auch anders sein können.
    Man kann sich, statt neidisch zu sein, auch für den anderen freuen "Man, da hast du aber echt Glück gehabt dass du das nachholen durftest, ich freu mich für dich!"
    So lebt es sich leichter und man bekommt später graue Haare!

    Ehrlich würde mich noch viel mehr die Tatsache wundern, dass es im ganzen Schuljahr nur 3 Noten gegeben haben soll. Mathe ist ein Hauptfach mit, je nach Bundesland vielleicht etwas abweichend, 4 Wochenstunden. Bist du dir sicher, dass es nicht noch irgendwelche anderen Noten gab?

(21) 12.07.19 - 21:12

Hallo,

ich kann dir auch nur empfehlen, dich damit nicht zu belasten. Eine Eins macht sich natürlich toll auf dem Zeugnis, aber die sagt nichts darüber aus, wie fähig man wirklich ist und Zusammenhänge herstellen bzw. sie in andere Situationen ummünzen kann.

Ich glaube, das ist Dir auch bewusst, dich beißt es wohl eher, dass du dich fragst, ob du dich für dein Kind mehr hättest einsetzen können, so wie es andere Eltern tun. Ich sage dir, nein! Es ist keine Stärke sondern purer Egoismus und vllt. auch eine gewisse Art Narzissmus von Eltern, die ihr Kind so unterstützen, dass es zum Vorzeigekind wird.

Viele Lehrer mögen das, die kann man zu Wettbewerben schicken und auch sonst ein bisschen glänzen.

Und frage dich auch mal, ob eine Zwei nicht auch eine gute Note ist, ich finde es sehr traurig, dass sie inzwischen nicht mehr so anerkannt ist. Auch eine Drei ist schon zu bedenklich als dass man sie schätzen kann.

VG, midnatsol

(22) 12.07.19 - 22:00

Sei stolz auf dein Kind und belaste dich nicht mit solchen Gedanken! Es ist der Mühe nicht wert.

(23) 13.07.19 - 08:03

Wie sind die mündlichen Noten deines Sohnes? Das zählt kräftig mit rein.


Um andere würde ich mich nicht kümmern. Wer weiß warum die Lehrerin diese 2. Chance gab ( häusliche Situation - ist was passiert, adhs, usw.)

Hast du das Gefühl zu deiner Schulzeit war alles "gerecht"?

Ich für mich, sage da ganz klar : "Nein, bestimmt nicht."

Und so sehe ich Schule auch, da lernt man nicht nur Fachinhalte, sondern auch, dass eben nicht alles gerecht ist und einen Weg damit umzugehen.

(25) 13.07.19 - 10:28

Da wollen alle Eltern, dass Leher individuell auf Kinder eingehen, Sachen mit einbeziehen und Rücksicht auf bestimmte Gegebenheiten nehmen. Dann wird das gemacht, nur leider hat die Lehrerin dem Neid der Mütter gerechnet. In deren Famileien ist es nun ein Thema zu Hause und macht die Runde in der Klassengemeinschaft der Mütter.

Ob ein anderer Schüler einen Nachteilsausgleich hat oder nicht, ist nichts, was anderen Eltern mitgeteilt werden muss, ihr wisst also nicht ob oder ob nicht.
Und in welcher Situation eine Lehrerin bestimmte pädagogische Entscheidungen trifft, muss nicht vor der Elternschaft sondern - so wie bereits jemand schrieb - höchstens vor der Schulleitung erklärt werden.

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