Politik am Familientisch – wie ist das bei euch?

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Klimawandel, (Plastik-) Müll oder Flüchtlingsfamilien in der Schulsporthalle: Politik betrifft und interessiert auch schon unsere Kinder.

Schon Grundschüler*innen gehen auf Demos und nicht selten werden aktuelle Nachrichten auch Thema am Familientisch.

Wie ist das bei euch und welche Rolle spielt Politik in eurer Familie und in Gesprächen mit euren Kindern?


Viele Grüße
Thea vom urbia-Team

Wir reden von uns aus wenig über Politik.
Ab und zu kommen bei gegebene Anlässen aber auch mal längere und intensivere Gespräche mit den Kinder zu stande. Eben dann wenn die Kinder fragen und interessiert sind.
Themen die sie besonders interessiert haben waren:
Europa- und Kommunalwahl
Flüchtlinge
Jahrestag Mauerfall und deutsche Einheit
Demokratie im Alltag

Fridays for Future war bisher noch kein Thema. Wir wohnen sehr ländlich. Die Bewegung ist bei uns noch nicht wirklich angekommen.

Das Thema Umwelt ist mir persönlich sehr wichtig.
Fridays for Future empfinde ich allerdings mehr als Hype oder Modeerscheinung und greife es daher auch nicht direkt als Thema auf.

Tierschutz und Umweltschutz sind bei uns selbstverständliche und alltägliche Themen. Die Kinder erleben täglich wo Fleisch und Milch herkommen und haben vonsich aus ein gutes Umwelbewusstsein

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Das Thema Umwelt ist mir persönlich sehr wichtig.
Fridays for Future empfinde ich allerdings mehr als Hype oder Modeerscheinung und greife es daher auch nicht direkt als Thema auf"

Unterhalte dich mal mit Jugendlichen die dort demonstrieren. Meine Tochter war vor dem schon aktiv im Umweltausschutz da ich da ebenso drauf achte.
Es ist mehr in den Fokus gerückt, das ist doch positiv. Wir leben auch ländlich und doch ist jeden Freitag hier ne Demo im nächsten Ort.
Es ist die Zukunft unserer Kinder und es ist toll wenn diese jetzt schon Wert auf Umweltschutz legen.
Es werden von diesen Demonstranten Wissenschaftler hervor kommen welche an Lösungen forschen die für uns heute unvorstellbar sind.
Und vielleicht schafft es diese Generation ja doch unsere Ärsche zu retten und unseren Urenkeln einen lebenswerten Planeten zu übergeben.

Fridays for Future IST zum Glück Thema und erreicht irgendwann auch die Kinder und Jugendlichen deren Eltern dieses Thema nur als Hype oder Modeerscheinung betrachten.

Das sehe ich ein wenig anders. Ich kann mich für die Umwelt einsezten aber es muss doch nicht während der Schulzeit sein. Schon mal gesehen, was die nach der Demo für einen Müll hinerlassen? Meine Tochter hat einen Jungen in der Klasse (5. Klasse) der geht jede Woche Freitag auf die Demo. Wird mit dem Auto dorthin gefahren, hat ein Handy, wirft auf dem Schulhof Müll auf den Boden, geht mit Plastiktüte einkaufen..... Wo bitte ist da der Sinn?

lg
Viwi

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Woher wissen wir, dass 3F-Verein ein großes Thema bei der Schülers haft und in der Familien ist? Aus Medien, die 3F Aktivisten befragen. Bei denen mag es ja stimmen, man soll nur nicht auf die Anderen schließen. Ein Tipp: wenn Demo-Teilnehmerzahl bekannt wird, recherchieren, wie viele Schüler es in der Stadt gibt. Merkt, dass angegebene Teilnehmerzahlen Daten der Veranstalter sind. Daten der Polizei sind schwer zu finden und sind bescheidener. Und dann eine einfache Prozent aufgabe loesen. Ihr werdet erstaunt: die Teilnehmerzahl beträgt 2-3%. Und das, wenn man die Grundschüler rausgerechnet.
Wir leben in einer Stadt mit 0,5Mln Einwohner. Es wurde über 2 relativ große Demos 2% nicht übersteigen. Mein großes Kind ist Student, das Kleine besucht 9.Klasse Gymnasium. Meine Kinder haben grosses Freundeskreis und kennen niemanden!, der an Demos teilnimmt. Ich frage immer wieder und bekomme als Antwort: Mama, darüber redet man nicht. Die Schüler gehen am Freitag zur Schule, Studis in die Uni oder nutzen Zeit zum Selbststudium. In unserem Bekanntenkreis habe ich auch gefragt- gleiche Geschichte. In Familien ist das überhaupt kein Thema.
Ansonsten reden wir oft über politische Themen. Unsere Meinungen stimmen nicht immer überein, wir diskutieren und argumentieren. Auch ein kritischer Umgang mit Medien ist mir sehr wichtig.

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Wir waren schon im März... Ich finde es sehr wichtig unseren Sohn für solche Themen zu sensibilisieren...
Wir leben nicht ziro wast... Aber wir versuchen auf unnötiges zuverzichten und den unnütz zu erklären...

Ich finde es wichtig, solche Themen zu besprechen, vor allem, wenn sie einen aktuellen Bezug haben.
Am wichtigesten finde ich es jedoch, den Kindern beizubringen, diese Themen zu hinterfragen, sich differenziert damit auseinander zu setzen und nicht jede Parole unreflektiert nachzubrüllen.

Ich weiß nicht, wo das anders ist aber tatsächlich bei uns läuft das so.
Da fängt die Demonstration zwar nach der Schule an, aber mein Mann ist da live vor Ort und kann bestätigen, dass die Kids zum Treffpunkt mit dem Auto gekarrt werden (am besten noch im SUV und nicht als Fahrgemeinschaft) und das, obwohl es hier sehr überschaubar zugeht und man nach der Schule ja einfach noch ein bisschen warten könnte, bis man den Demotreffpunkt fußläufig erreichen kann.
Aber die aufwändig gestalteten Plakate will man anscheinend doch nicht in die Schule schleppen. Und Kind muss ja auch essen. #klatsch

Allerdings finde ich es schon wichtig, dass man das Thema aus der Familie in die Welt trägt und auch zum Nach- und Umdenken bewegt.

Kinder werden heute auch nicht mehr so ausgeklammert aus Gesprächen, das finde ich gut. Wenn ich meine Kindheit und die meines Kindes vergleiche, ist mein Kind da schon deutlich weiter. In der Grundschule hat mich Politik gar nicht interessiert, wohl hätte ich vielleicht noch gewusst, wer Deutschland und die USA regiert, aber alles andere fand ich todlangweilig.
Unser Kind dagegen kennt die aktuellsten Geschehnisse und kann viele Staatsoberhäupte benennen und liest nicht nur den Kinderteil der Zeitung.
Damit ist es hier aber keine Ausnahme und dies ist nur zu begrüßen.

Politik geht uns alle an, auch und gerade unsere Kinder. So handhaben wir das auch. Natürlich abgestimmt auf den Entwicklungsstand. Mit unserem Großen (11) schauen wir fast täglich Nachrichten und unterhalten uns über verschiedene Themen.

Auch über Rassismus, polit. Parteien und wo sie mal standen und heute stehen.
Auch das Thema Klima ist hier Dauerthema.

Leider scheint das eher die Ausnahme zu sein. In seiner Klasse (7.) wird nicht wirklich über solche Themen gesprochen bzw. fallen da höchst fragwürdige Aussagen, die sich sehr nach den Meinungen der Eltern, aber nicht der Kinder anhören.

Unsere Kinder sollen lernen, dass sie Teil eines Ganzen sind und dass Demokratie weder selbstverständlich ist, noch dass es "die eine" Demokratie gibt.. wie man ja leider ganz gut sehen kann im Moment (AKK / vonDerLeyen)...

Halten wir für wichtig. Hier werden viele Themen angesprochen. Meinungsfreiheit gelebt und sich informiert. Bei einem kritischen 13 bald 14jährigen manches Mal anstrengend aber auch überraschend wie sehr ihn Politik interessiert.

Hallo,

eine ernst gemeinte Frage:

Was machen sie dann mit meiner (unserer) Antwort auf die von Ihnen gestellte Frage ?

#winke

Politik, ja
nicht am Familientisch.

Themen sind wichtig. Dafür nehmen wir uns auch Zeit.
Zum Essen aber auch. Daher ist mir beim Essen eine entspannte Atmophäre wichtig.

Bei uns gibt es schon Politische Themen vorallem wenn die Kinder selbst was fragen was sie beschäftigt.

Hier versuchen wir allerdings Sachlich und neutral zu antworten...

Wir beziehen Kinder ein,ihre Meinung dazu zu sagen...bzw finden es interessant wie sie die Sache sehen.