Anweisungen auf Materialliste

Hi!
Wie auf dem Elternabend angekündigt, kam diese Woche die Materialliste mit Schulutensilien an (1 Klasse).
Beim Anblick waren wir etwas überrascht. Bei der Liste liegt ein kleiner Info Text dabei, man soll sich an die angegeben Marken halten. Dafür keine nähere Erklärung und da wurde am Elternabend auch nichts gesagt. Da sind Marken dabei, die ich noch nie gehört oder gesehen habe. Nach kurzer Recherche merkten wir, es ist eigentlich immer das teuerste und manches ist wirklich speziell. Z. b. eine bestimmte Plastik Kiste als Bastelkiste. Im Laden noch nie gesehen, im Internet ab 14€ zu finden. Um einheitliches Bild oder ein spezielles Regal kann es nicht gehen. Schule ist neu renoviert und wir kennen den Klassenraum.
Ich kann verstehen wenn einheitliches stellenweise gewünscht ist, um den Unterricht zu erleichtern. Empfehlungen wären ja auch freundlich, aber vorschreiben? Auch bei Dingen wo jeder individuelle schauen sollte was am besten funktioniert?
Qualität im Produkt kann auch nicht an erster Stelle stehen. Viel Plastik, nicht recyceltes Papier usw.
Es geht nicht um das Geld. Wir hinterfragen das einfach und fragen uns, ob man springen muss wie es der Schule gerade am besten passt?

Grüße

Ich kenne das so, das wenn etwas bestimmtes gewünscht ist als Marke (bei uns der Wasserfarbenkasten und bestimmte Wachskreiden) würde das zentral besorgt und dafür Geld eingesammelt. Aber auf der Liste standen nur sowas wie 2 Bleistifte HB dreieckige Stiftform.

Bei uns wurden nur Stifte etc mit bestimmten Marken erwünscht, weil da einfach die Qualität deutlich besser ist als bei No Name Stiften... Buntstifte von zb Staedtler malen eben doch deutlich kräftiger als Buntstifte für einen Euro von Kik, die Farben im Tuschkasten von Pelikan sind intensiver als No Name etc... Unsere Schule achtet aber in ihren Vorschlägen sehr auf Nachhaltigkeit, Plastik ist zwar nicht verboten, aber es wird als Wassergefäß zum Tuschen lieber ein alter Joghurtbecher erwünscht als ein neues Plastikgefäß und für den Kunstunterricht soll ein alter Schuhkarton herhalten als Materialaufbewahrung...

Bei uns ist es aber auch so, dass schon ca 2 Wochen vor den Ferien und auch noch eine ganze Zeit lang nach den Ferien Schreibwaren in unserem örtlichen Kaufhaus deutlich reduziert angeboten wird... Ich komme pro Kind auf etwa 30-35 Euro zum Schuljahresbeginn inkl Markenware und ich nutze nur wenig im nächsten Schuljahr, weil einfach vieles nicht mehr schön ist...

LG

Qualität ist wichtig, da stimmen wir zu. Zwischen 1€ Stifte, Staedtler und Caran D Ache gibt es aber sicher einiges. Diese Buntstifte findet man online noch unter 20€. Darum alleine geht es ja aber nicht, das ist ja nur ein Teil von vielen.
Kaufhaus gibt es hier nicht, unser Mini Schreibwarengeschäft führt nur wenige 0815 Hersteller. Der im Nachbarort (Ort der Schule) ebenso.
Die Buntstifte haben wir eigentlich schon hier liegen. Stabilo Trio, vor Ewigkeiten runtergesetzt mehrere Packungen gekauft, weil sie damit immer malt.

Stichwort Qualität: Lidl und Aldi haben ja vor/in/um die Sommerferien immer Aktionswochen für den Schulstart. Da kann man sich wirklich gut eindecken.
Da gibt es auch den beliebten Pelikan-Wasserfarbkasten. Und die Eigenmarkenbuntstifte sind in beiden Läden gut !, nur bei beiden mußt du prüfen, ob die in den Anspitzer passen.
Da gibt es Schnellhefter in allen Farben und Klebestifte, sowie Scheren. In unserem Lidel hat Stäedtler noch immer den Aktionsaufsteller...

Hallo,

ist es eine private Schule ?

Wenn es eine staatliche eäre, wäre es für mich sehr ungewöhnlich. Besser gesagt so etwas kenne ich weder von meinen Kindern, noch von anderen aus der näheren Umgebung.
Vereinzelte Bitte, die nachvollziehbar ist, doch aber nicht alles ?

Die Frage ist nur, hast Du aber den Mut irgendetwas zu sagen ?

#winke

Nein. Öffentliche Schule.
Die haben wir. Nur wollten wir nicht sofort etwas sagen und uns erst umhorchen, ob wir da vielleicht zu empfindlich sind.

Nein, ihr seid nicht zu empfindlich. Den Kindern von klein auf beizubringen dass nur teuer gut ist sehe ich als bedenklich an.
Meine Tochter ist mittlerweile mit 14 eine junge Künstlerin. Selbst heute noch schaut sie sich die günstigere Alternative zu teuren Stiften an und siehe da, oft sind diese ebenso toll.
Besonders bei Buntstiften gibt es mega Unterschiede, aber eher zwischen Werbebuntstiften und ganz teuren, es sind aber auch die Buntstifte vom Aldi toll pigmentiert.
Ich habe mich nie an diesem Markenwahn gehalten, außer bei diesen Blöcken, da hat es ne Weile gedauert bis ich eine preiswerte Alternative gefunden habe.
Es muss nicht das billigste sein, das ist klar. Aber es gibt so gute Stifte die mit den teuren mithalten können und den halben Preis kosten. Oder aber, so mach ich es gern, ich sehe einen Ausverkauf, Schnäppchentisch oder sowas, mit Markenartikeln. Wenn ich weiß dass die super sind, dann pack ich ein und dabei ist mir dann egal was für ein Name drauf steht.
In den höheren Klassen mag es sein dass bestimmte Stifte Sinn machen wenn es um Details geht. Meine Tochter schwört auf einen bestimmten schwarzen Stift für Details in ihren Bildern. Aber in der ersten Klasse ist was wichtig dass die Farben satt sind, die Stifte nicht schnell brechen und das wars dann auch!

Mona

Hallo,

ja, kenne ich auch. Manche Sachen sind einfach Erfahrungswerte der Lehrer, um den Schulanfängern, Schülern und Eltern, das Schulleben zu erleichtern.

In der ersten und zweiten Klasse stand nur neutral dabei, dass auf gute Qualität zu achten sei, sonst keine weitere "Vorschrift". Hier habe ich mich im örtlichen Schreibwarengeschäft beraten lassen bzw. auf eigene Erfahrung zurück gegriffen. Bei Pinseln habe ich drei Schuljahre auf ein "normales" Grundset von Pelikan zu rückgegriffen, anstatt auf die teureren DaVinci Pinsel. Tja, was soll ich sagen, heuer muss ich keine neuen Pinsel kaufen. Naja, muss ich doch, wegen der vorgeschriebenen Größe, sei es drum Kind freut sich. Die Janox Wachsstifte wären in der ersten Klasse sinnvoller als in der dritten, da sie irgendwie schöner von den Farben waren. Sinnvoll hätte ich es gefunden, wenn wir die Aquarellstifte schon eher gekauft hätten bzw. die Empfehlung bekommen hätten.

Ich wurde zum Schuljahr 79/80 eingeschult und meine Eltern haben das gekauft was preisgünstig war z.B. irgendeinen Farbkasten und ich saß dann neidisch in der Klasse und schaute mir die Werke der Pelikankästen an, die waren nicht schöner weil das Kind schöner gemalt hatte, sondern die Farben waren einfach besser. Zum ersten Zeugnis, am Ende des 1.Halbjahres der dritten Klasse, durfte ich mir etwas aussuchen dies war dann der Pelikanfarbkasten. Das Gefühl in dieser Zeit war kein schönes.

LG Reina

Qualität ist auch uns wichtig und Empfehlungen nehmen wir auch gerne. So finden wir das aber nicht schön #gruebel

Diese Listen gab es früher auch schon. Nur den Pelikantuschkasten mit den 6 Farben. Keinen anderen. Nur kostet der mehr als der mit 24 Farben.
Was die Lehrer dabei allerdings vergessen: Sie dürfen es nicht. Sie dürfen keine Marken vorgeben. Eben so wenig wie sie sich hinstellen dürfen und sagen dürfen: Wählt die Grünen oder Maggi ist besser als Knorr.
Dafür gibt es Arbeitsanweisungen bzw. Verwaltungsanweisungen in den einzelnen Bundesländern. Du könntest dazu also einfach mal bei eurem Kultusministerium nachfragen.

Bei uns ist es in der Liste einfach so genau beschrieben, dass es zB kein anderer Bleistift sein kann, als der von Faber Castell.

Oder es steht dort "Farbkasten, 12 Farben, Markenqualität".

Da ist die Auswahl jetzt auch nicht so wahnwitzig groß.

VG Isa

Habt ihr beim Elternabend Kontaktadressen von Lehrern bekommen? Wenn ja, würde ich einfach nachfragen, was "unbedingt erforderlich" ist, z.B. die Bastelkiste? Der Sohn von Freunden von mir kommt auch in die Schule, die Mutter bekam auch schon eine Liste - allerdings haben die vorm Schulanfang nochmal einen Elternabend, bei dem dann besprochen werden kann, was beschaffbar ist und was nicht. Die Mama kauft garantiert nicht bei allem nur das Teuerste, obwohl sie nicht arm sind.
Füller, diese Dreiecksbleistifte, Wasserfarben - okay, aber welche Marke das Heft oder ähnliches sind, ist nun wirklich egal.
Es kann immer nur ein RAT der Schule sein, sich an die und die Marke zu halten, vorschreiben können sie es definitiv nicht. War bei meinen Kindern schon so und bei meiner Enkelin ebenfalls. Der Zirkelkasten wurde bei ihr auch von einer bestimmten Marke "empfohlen" - hundeteuer - sie hat einen anderen und siehe da, der funktioniert genauso gut. Wurde im Fachgeschäft gekauft und kostete trotzdem nur die Hälfte- mit gleichem Zubehör. Die wenigsten Mitschülerinnen hatten dann den teuren.
LG Moni

Ja, da können die Lehrerinnen schon mal eigen sein....

Wer anfängt zu lernen, egal was, zu schreiben, zu malen, zu radieren?, anzuspitzen? , der tut sich meist schwer. Besser geht es mit qualitativ hochwertigen Material.

Buntsifte, die auch wirklich Farbpigmente auf dem Blatt lassen sind super, Kleber, der echt zwei Blätter aneinander klebt, sehr gut etc.

Nimm das bitte nicht als Schikane, die Lehrerin möchte es deinem Kind so einfach, so gut wie möglich machen.

Aber leider kann ich nicht das Rätsel der Plastikbox auflösen, sorry.

Lehrer müssen sich da aber nicht auf eine Marke versteifen nur weil diese teuer ist. Schon gar nicht in der Grundschule wenn es darum geht ein A mit sechs Farben nach zu fahren oder Wörter die mit B beginnen zu malen.
Heutzutage gibt es toll pigmentierte Stifte für kleines Geld.

Mona

Gutes !!! Material zu haben ist gerade in der Grundschule wichtig.

Auf der Materialliste stehen (so hoffe ich doch) gute Materialen.
Für sein Kind dann zu entscheiden, was auch gut ist bleibt ja jedem selbst überlassen.

Bei Stiften gebe ich dir auch Recht, da sind die Aldi und die Lidl Buntstifte beide gut. Der Rest, z.B. die Tedi und Kodi Eigenmarke, sowie sämtlich andere günstige Eigenmarken sind alle für die erste Klasse ungünstig. Es ist ja nicht nur, dass sich die Farbe nicht löst, oft sind die Minen schon im Stift gebrochen und man kann anspitzen so viel man will oder das Holz ist so faserig, das man sich Splitter einzieht.

weitere 6 Kommentare laden

Hallo
Ja, es gibt Lehrer die sehr eigen sind und auch fast erwachsenen Schülern noch kleinste Kleinigkeiten vorschreiben wollen. Bei manchen auch nur weil sie es eben sagen oder weil sie es selbst so mögen.
Wir haben, wie alle die ich kenne, noch nie ohne weiteres alles nachgekauft. In der ersten Klasse ist das vielleicht noch nicht so einfach, da die eigenen Erfahrungen teilweise fehlen und das ganze nicht so wirklich mit den Kindern selbst besprochen wird. Bei den Buntstiften würde ich nicht groß rum machen. Die Buntstifte die du hast, sind für einen Erstklässler völlig ok.
Beim Rest würde ich schauen und vergleichen. Wenn ein Heftumschlag angegeben ist der durchsichtig ist, würde ich generell wahrscheinlich dabei bleiben. Da geht es generell darum, dass die Lehrkraft sieht welches Arbeitsheft es ist, es mal hochgehoben wird,.. Bei der angegeben Marke würde ich aber nicht zwanghaft bleiben.

LG

War hier auch so und ich hab's so gekauft, obwohl ich bei manchen Dingen anderer Ansicht war. Als es dann zum Gymnasium ging, war das völlig egal. Für Kunst sagte man uns, bei einem Discounter wären bestimmte Dinge besonders gut zu bekommen. Ich habe mich zu Grundschulzeiten schon gewundert, welche Summen so zustande gekommen sind.

Ich würde der Lehrerin in den wichtigsten Punkten erstmal vertrauen. Eine andere Userin hatte vor Wochen gefragt, was man schon kaufen kann, obwohl sie noch nicht die Liste hatte. Die meisten rieten ihr abzuwarten bis sie die Liste hat und sich dann daran auch zu orientieren, weil sich die Lehrer meistens etwas dabei denken.

Ich bin zwar kein Freund von Copy & Paste, aber da habe ich geschrieben:

"Ansonsten hab ich die Erfahrung gemacht, dass Lehrer meist sehr genaue Vorstellung von sinnvollem Material haben. Da muss es nicht der Block sein, der einem vor die Füße fällt, sondern der muss da solchen Rand und da solche Kästchen und das Papier sollte diese Stärke haben. Und von dem Stift, da wäre ja die Marke am bruchsichersten gerade so für Grobmotoriker-Erstklässler und der hat die Ergonomie, wegen der Stifthaltung zum Schreiben lernen.

Die haben da oft Erwartungen und Erfahrungen. Ich sage mal so, das nervt schon manchmal, hat aber meistens doch irgendwo seinen Sinn. Und bei einigen Sachen war ich über diese Tipps auch sehr dankbar, weil man wirklich einen qualitativen Unterschied zu anderen Produkten gespürt hat. Und schlechte Schulprodukte wirklich nerven können, wie der Füller, der immer ausläuft oder kleckst."

Ich würde gerade in den ersten Klassenstufen eher das Gute kaufen. Klingt zwar widersprüchlich, weil die Kids auch viel verlieren und kaputt machen werden, aber die Qualitätsunterschiede sind bei Schulwaren enorm. Du wirst das nicht so merken, weil Du schon eine ausgefeilte Motorik hast. Die Kinder werden das Material stark strapazieren, weil sie es erst lernen. Und unsere Lehrerin sagte, sie verliert in der 1. Klasse fast eine Schulstunde pro Tag an schlechte Materialien und Kinder, die dann mangels Selbstständigkeit vielleicht noch anfangen zu weinen, unruhig werden, Zeug von den Nachbarn borgen, auslaufende Füller, zerbrochene Buntstiftminen etc..

Das Material ist also jetzt am Wichtigsten. In der 1. & 2. Klasse hatten wir auch eine lange Liste mit massiven Marken Vorgaben. Jetzt kommen unsere in die 6. Klasse bei uns noch Grundschule, selbe Lehrerin, und die Liste ist bloß eine Viertel Seite lang und beinhaltet im wesentlichen den Wunsch nach stabilen Hefter und was generell vorhanden sein sollte ohne Angabe von Marken. Je höher die Kinder kommen, desto größer werden die Freiheiten und da werdet ihr eure schon vorhandenen Sachen sicher noch einsetzen können.

Toll, dass es noch Eltern gibt, die so viel Vertrauen in die Arbeit der Lehrerin stecken. Das färbt sich bestimmt positiv auf das Lernverhalten deines Kindes ab.

Danke. Ich kann mit beiden zufrieden sein.

Ganz ehrlich...erstens denke ich absolut, die Lehrer werden damit schon etwas bezwecken. Schließlich arbeiten sie die ganze Zeit mit unseren Kids.

Und zweitens haben wir solche Diskussionen um Euro und Centbeträge jedes Jahr bei jedem Elternabend und es ist immer die gleiche Sorte Eltern, die Geld für ihren Mercedes oder die x-te Schachtel Zigaretten hat oder für irgendeinen anderen Schnulli, der nun wirklich nicht wichtig ist, aber bei der Schulausstattung ihrer Kinder, die für ne positive Lern- und Arbeitsumgebung mitsorgt und letztlich der einzige Beitrag zur sonst sehr wahrscheinlich kostenlosen Bildung ist - was anderswo nicht so ist - da fangen sie alle an zu diskutieren und gönnen dem Kind ein paar popelige Markenstifte nicht, die auch nicht so viel mehr kosten als die von Discountern und letztlich wahrscheinlich länger halten. Ne da muss man ja sparen.

Also...ich bin nicht für Verschwendung. Aber wenn schon der Staat an der Bildung sparrt, muss ich nicht auch noch an meinen Kindern für ihre Schulbildung sparen. Wozu gibt es Kindergeld.

Ich sag ja nix, wenn Eltern unverschuldet in Not geraten und sich die Sachen mal wirklich so nicht leisten können und nach Alternativen suchen, aber meistens diskutieren immer die rum, die es wirklich nicht nötig haben. Die sich ein Haus leisten können, 2 Autos haben und ständig in den Urlaub fliegen.

Und wenn die Lehrkraft schon extra hinschreibt, bitte das und das....ja dann tun diese Leute immer so als würde sich die Lehrkraft mit den Lamy Füllern und Kunstkisten heimlich einen Bunten auf den Bahamas finanzieren und die meistbietend auf eBay verscherbeln....

Dinge hinterfragen....okay... aber gerade am Anfang, würde ich nicht gleich der Lehrkraft unterstellen, dass sie mir das Geld aus der Tasche ziehen will, weil sie sonst nix besseres zu tun hat, sondern gehe doch davon aus, dass sie einfach allen Kindern ähnlich gute Ausgangsbedingungen schaffen will und mit vernünftigen Materialien arbeiten will.

Ich würde mich auch weigern die Kiste zu kaufen. Wurde uns bei der Einschulung auch empfohlen. Fazit : 90 Prozent kamen mit dem altbewährten Schuhkarton an.

Vorschreiben kann die Schule nichts.
Nicht jeder kann sich die teuren Produkte leisten. Von daher ist es egal wie es auf der Liste formuliert ist. Es bleibt und ist eine Empfehlung.

Bei uns stand dabei:
- gewünscht / möglichst
- vorgegeben!


zu meiner Zeit waren nur wenige Sachen fest vorgegeben und das meiste mit "bitte diese Marke" / "empfohlen"

Im Unterricht sah es dann so aus, dass einige Kinder irgendwas dabei hatten. Das funktiorte dann nicht, lief aus (viel Sauerei, wenn es doof lief auch auf dem Heft des Sitznachbarn),
Füller auf Papier drückte auf mehrere Seiten durch
plärrendes Kind, weil die Farben nicht auf dem Papier waren, auf der Haut aber umso besser
der Zirkel eierte, das Schräubchen dauernd abfiel.

Erst gab es Diskussionen auf dem Elternabend, warum es spezielles Material sein solle,
dann Diskussionen, warum es bei den Schülern nicht funktionieren würde, warum sie im Unterricht nicht vorwärts kämen,
warum machen mehrere Zirkel kaufen müssten, wo sie doch schon einen hätten

warum nicht dies, warum nicht das.


Das war dann die Begründung bei meiner: die Sachen haben sich bewährt. Lehrer kennen sich mit der Reparatur bei der Marke inzwischen aus / Nachbestellung möglich / weniger Zeit des Unterrichts für defekte "Werkzeuge"


Die Auswahl an anderen Produkten ist riesig.
Manche Eltern sind froh um Tipps, andere sehen es als zu streng an.
Sucht sich jeder selbst etwas, kann es im Unterricht Chaos geben.

Schmierende radiergummis und abgebrochene Stiftminen im Spitzer sind Klassiker.


Manchmal ärgere ich mich. Besonders dann, wenn Material nicht gebraucht wird und beim nächsten Lehrer nicht mehr verwendet werden soll.
Manchmal ist es ok.


Plastik find ich doof. Umwelttechnisch.

Wenn ich aber für den speziellen Papierumschlag in 20 Geschäfte muss, die keiner mehr hat, dann finde ich es doof.
Oder wenn ich das x-te Pappirgendwas nachkaufen muss, weil ständig kaputt.

Hinterfragt wird meist am Elternabend.
Wenn man es respektvoll macht, bekommt man meist eine Antwort.
Wenn es auf die Tour gefragt wird, wieso weshalb warum und könnte nicht jeder selbst ... wird es schwierig, weil es bei 30 Kindern, 60 Eltern, 170 Meinungen und Wünsche und Änderungswünsche gibt.

Hallo,

wenn Du Dich unbeliebt machen willst, kannst Du anfangen, mit der Lehrerin darüber zu diskutieren...

Dass bestimmte Marken oder Dinge vorgeschrieben sind, kenne ich von der
öffentlichen Grundschule hier auch.
Ich sage nur, Jaxon-Kreide! Richtig teuer und benutzt wurde sie nur zwei-, dreimal. #aerger
Einfache Wachsmalstifte kosten einen Bruchteil davon.
Immerhin konnte unser Sohn die Jaxon-Kreide seiner Schwester benutzen.
Die ist jetzt immer noch so wenig benutzt, dass wir sie an ein weiteres Kind weiter geben könnten.

Manches ist auch einfach schwer zu kriegen. Wir hatten schon:
- Kästchen in ganz bestimmten Größen
- Holz-Stehsammler (überall ausverkauft oder nicht im Sortiment)
- feste Klarsichthüllen, die an zwei Seiten offen sind (Die bekam ich nur im Internet, wo das Porto den Preis der Ware überstieg. #klatsch)
- ausgefallene Lineaturen und Formate bei Heften, die kaum ein Geschäft hat

LG

Heike

die Holz-Stehsammler (überall ausverkauft oder nicht im Sortiment)
gibt es beim schwedischen Möbelhaus ;-)

Für die Lehrerin ist jede Viertelstunde, die sie mit dir darüber diskutiert, ob Tuschkasten A besser ist als Tuschkasten B reine Arbeitszeit.
Daher würde ich solche Dinge, wenn überhaupt, nur beim Elternabend oder Elternsprechtag ansprechen.

Und dann mit einem klaren Ziel: möchtest du hochwertigeres Material? Oder nachhaltigeres/umweltfreundliches? So ganz verstehe ich deine Intention noch nicht...

Zu der Kiste:
Vielleicht hat die Lehrerin den Schrank ausgemessen und festgestellt, dass von genau dieser Kiste genau 24 Stück in den Schrank passen?
Wenn nämlich jedes Kind einen "Schuhkarton" mitbringt ist die Lehrerin sicher 45 Minuten damit beschäftigt, den Schrank so einzuräumen, dass alle Kisten reinpassen. Und wenn sie Pech hat passt es nicht, weil alle einen riesigen Karton mitbringen... Arbeitszeit, s.o.

LG!

Wenn das mit der Kiste so wäre, dann würde ich das als Lehrerinauch so kommunizieren UND vorschlagen, dass man das ganze als Sammelbestellung macht bzw... das die Kisten von der Schule angeschafft werden und dann auch im Schrank verbleiben für die nachvollgenden Schüler.

Hi,
Finde ich merkwürdig. Und ich vermute mal, auch nicht rechtens.

Nachdem mich das ganze Besorgen bei meiner Tochter genervt hat, hatte ich bei einer Auftaktveranstaltung vor der Einschulung meines Sohnes gefragt, ob es nicht möglich sei, dass einfach Geld eingesammelt würde und - in dem Fall nur die Hefte zentral besorgt würde. Die Antwort der Direktorin war, das dürften sie nicht; gesetzlich sei es so, dass die Eltern selbst entscheiden dürften, was sie genau kaufen, und das dürfe die Schule nicht übernehmen. Am ersten Schultag hat sich die Lehrerin hingestellt und gesagt, wenn es ok wäre, dann würde sie alles besorgen und einfach Geld einsammeln. Alle Eltern waren dankbar. Da war aber auch nichts Überzogenes

In der dritten Klasse war es dann anders. Eins Lehrerin hat ganz spezielle Wachsmalstifte verlangt (Ölkreide, wasservermalbar). Das fand ich schon sehr speziell und auch nicht so leicht zu finden. Es hat sich dann herausgestellt, dass das von einer Referendarin kam, die nach zwei oder drei Monaten das Handtuch geworfen hat. Jetzt zu Schuljahresende hat mein Sohn zwei Bilder nach Hause gebracht, die damit gemalt wurden. Man sieht schon, dass es was Besonderes ist. Und mit Abstand betrachtet könnte man sagen, dass das für ein bestimmtes Kind ganz ganz wichtig ist, was nur dadurch entdeckt wurde. Aber dafür hätte vielleicht auch eine Ausstattung des Klassenzimmers ausgereicht.

Also, ich glaube, dass das mit der Marke überzogen ist.

Viele Grüße

Ja, das kenne ich auch.

Ich hab mich nur da an die Marke gehalten, wo ich es für sinnvoll gehalten habe. Rossmann hat zB sehr gute Noname Buntstift für 1€, da kauf ich meiner Miss Schussel bestimmt keine teuren Markenstifte.
beim Malkasten gibts auch No Name oder bei den normalen Heften.

Beim Bleistift nicht, weil ich noch keinen gefunden habe, als Billigvariante auch gut ist.

Ich antworte mal aus Lehrersicht.
Lange habe ich das Material für alle Kinder selbst besorgt und Geld eingesammelt. Es erleichtert nicht nur mir ungemein die Arbeit, sondern auch den Schulanfängern, wenn alle das gleiche Material haben. Z.B. beim Erklären der Füllerhaltung oder beim Lernen des Umgangs mit dem Lineal. Gerade letztere sind oft kitschig bunte Dinger, bei denen die Zahlen nicht richtig draufstehen...

Aber gut, wir dürfen das Material nicht mehr besorgen... Ich habe deshalb z.T. auch recht genaue Angaben zu den Materialien gemacht. Eine Marke anzugeben ist nicht üblich und das würde ich tatsächlich nur bei teureren und langlebigen Materialien machen: Zirkel, Farbkasten, Taschenrechner und Co. werden ja teilweise über Jahre genutzt.
Dagegen mögen zwar die teuren Buntstifte besser malen aber ich kenne einfach die Realität: Nach wenigen Schulwochen habe ich immer einen riesen Vorrat Reservestifte, die niemandem mehr gehören und liegen geblieben sind... Die werden eh ständig neu gekauft - da finde ich Marke / teuer einfach sinnlos...

Es hat ganz sicher niemand etwas dagegen, wenn du nach eigenem Ermessen auch andere Marken besorgst. Du scheinst dich ja mit dem Thema auseinanderzusetzen und bist sicher in der Lage zu vergleichen. Leider kaufen viele Eltern kopflos ein. Da bekommt man z.B. eine falsche Lineatur in den Heften, obwohl diese nunmal wirklich wichtig ist. Soetwas nervt dann... Oder statt nem ordentlichen Fineliner ein Permanentmarker, der auf 6 Seiten durchdruckt. Alles kein Weltuntergang aber sowas kostet einfach wertvolle Unterrichtszeit...

Was die Kiste betrifft, da würde ich nochmal nachfragen. Ich kann mir nur vorstellen, dass sie in ein Regal passen soll und es deshalb genau die sein muss... Auch hier habe ich übrigens schon die tollsten Dinge erlebt, wenn es hieß "Schuhkarton" - da kommen manche mit riesigen Plastikkisten und andere mit welchen, wo der Deckel nicht passt oder die schon kaputt sind...

Wie gesagt, leider machen sich nicht alle Eltern Gedanken um die Materialien und können es (was ja völlig logisch ist) nicht richtig einschätzen. Aber ich denke, solange du grob weißt, was mit dem Material gemacht wird, kannst du auch ganz individuelle Kaufentscheidungen treffen...

Hallo,

ich bin Grundschullehrerin in Bayern und wir schreiben an unserer Schule gar nichts vor, sondern sprechen höchstens Empfehlungen aus.
An deiner Stelle würde ich bei Buntstiften, Bleistiften, Radiergummi, später Füller und vor allem beim Malkasten (Pelikan ist da wirklich am besten) auf Qualität achten.
Hefte, Mappen, Wachsmalstifte etc. kann man wirklich auch günstig kaufen.


Grüße

Mian

Das kenne ich irgendwo her, ich nenne es komische Wünsche der Lehrer in puncto Schulmaterial. Bevor mein Großer damals in die erste Klasse kam, bekamen wir auf den Elternabend eine Liste mit Schulmaterialien, bitte von dieser Marke und dann von dieser Marke. Und die gab es nicht überall zu kaufen. Da war ich teilweise Stunden unterwegs, um das zu besorgen. Mein Gott, war ich damals naiv. Und das schönste, es krähte in der 2. Klasse kein Hahn danach, was für Stifte von welcher Marke bitteschön zu besorgen war.

Und beim Kleinen, da zahlten wir gleich in die Klassenkasse ein. Die Sachen brauchten wir nicht zu besorgen. Das erledigten die Lehrer.Und das ist bis heute so bis auf ganz wenige Ausnahmen.

LG Hinzwife

Jahr für Jahr stehen unzählige Erstklässlereltern wieder vor der schier unlösbaren Aufgabe, die „Erstausstattung“ für ihren kleinen Schulanfänger zu besorgen.
Meine Kinder sind mittlerweile Teenager, ich war heilfroh über jede Liste, die ich bekommen habe. Je genauer sie war, desto besser ... komische und ungenaue Angaben führten nur dazu, dass ich nie wusste, was ich kaufen sollte.
Was soll eine Erstklässlermama mit so einer Liste:
- 5 linierte Hefte
- Schere
- 3 Bleistifte
- ...
Schon bei den Heften fängt das an. Es gibt derart viele verschiedene Lineaturen, die natürlich auch alle in der Grundschule genutzt werden. Soll das Heft mit oder ohne Rand sein? Falls ein Rand vorhanden ist - ist der weiß oder ebenfalls liniert? A4 oder A5? Wieviele Blätter soll das Heft haben?
Bei der Schere geht das gleich weiter. Es gibt verschiedene Größen, mit Spitze oder abgerundet,....
Dankenswerterweise wurde uns beim Bleistift exakt die Marke und die Art gesagt. So wusste ich, dass es ein dicker, weicher, dreikant-Bleistift sein musste.

Und Plastik hält je nachdem an welcher Stelle man das nun verwendet, deutlich länger als recyceltes Papier. Was glaubst du wie ein Hefter aus recyceltem Papier nach kurzer Zeit aussieht, wenn der ständig im Ranzen spazierengetragen wird (und ja, das muss ausgetauscht werden, immerhin gibt es Noten auf Heftführung)? Die ollen Marken-Büroartikel aus ziemlich dickem Plastik halten da schon deutlich länger...meine Söhne haben manche Hefter jetzt das 3. Jahr in Benutzung und da sieht man nichts.
Zur Bastelkiste selbst kann ich nix sagen. Bei uns MUSSTE die bestimmte Maße haben und das zu besorgen war schwer genug.

Ich habe irgendwann, als ich doch wusste, was für MEINE Kinder das Beste an Schulmaterialien ist, dafür gekämpft, dass sie das bekommen - das war aber definitiv nicht vor dem Schulanfang. Ich habe auch mit den Lehrern geredet und gefragt, warum dies oder jenes gefordert wird - und siehe da, all die eigentlich vollkommen sinnlosen und übergriffigen Regeln hatten einen Hintergrund und damit eine wirkliche Berechtigung.

Ich nochmal. Mittlerweile kennen wir Eltern von kommenden Mitschülern. Die waren auch verwundert. Eine Frau hat ein älteres Geschwisterkind auf der Schule und verstand das mit dieser Kiste nicht. Wir haben dann beschlossen nachzufragen. Nicht alle natürlich.
Auf die wirklich freundliche Nachfrage erfolgte eine ganz pampige Nachricht. Wir sind nun nicht schlauer.
Dazu muss man sagen die Klasse ist altersgemischt. Die Schüler die schon da sind haben in den Regalen (muss man sich ähnlich Kallax in viel größer mit größeren Fächern vorstellen, jeder hat ein Fach) großteils Schuhkartons gehabt #gruebel Sollte eine Nachfrage ja eigentlich berechtigen. Schade!!