Tics seit über 3 Jahre....Wer hat das auch bei seinem Kind

Hallo!
Meine Tochter ist jetzt 9 u wird im März 10. Seit Mai 2016 hat sie Tics die sich bis vor kurzem gut ausgewechselt haben. Seit einer Woche kombiniert sie Geräusche dazu. Diese lassen mich aus der Haut fahren u im inneren aggressiv werden. Ich kann auch irgendwie nicht mehr. Sie sitzt neben uns u es hört sich an als hätte sie Schlucksuf,Asthmaanfall,Schnodder in der Nase u das gleichzeitig.
Sie hat kein ADHS, ADS. Ich werde noch blöde mit ihr.
Es ist leider auch nicht Situationsabhängig. Es geht frühs sofort nach dem Aufstehen los und endet Abends wenn sie tief schläft.

Wer hat das auch o hatte es bei seinem Kind?

Das hat auch nicht zwingend was mit AD(H)S zu tun (doweit ich weiß).

Schon mal an Tourette gedacht?

Ich kann nur von mir berichten...
Habe mit 12 Jahren angefangen die Augen „zu kneifen“- fing im Urlaub an und hörte seitdem nie wieder auf (bin fast 30). Es kamen immer mal neue/ andere „Ticks“ dazu (räuspern, die Oberlippe an die Nase ziehen...)- die sind aber immer wieder gegangen. Ich habe „nur“ noch das Augen kneifen- kriegt aber nicht jeder mit, da ich es ganz gut unterdrücken kann, ider es mache wenn (hoffentlich) keiner guckt. Bin ich müde oder aufgeregt wirds schlimmer...

Ich habe vermutlich kein Tourette o.ä. (wurd allerdings auch nie irgendwie getestet).

Klär es doch mal beim KiA ab.
Alles Gute

Wir haben jetzt erstmal endlich einen Termin bei einer vom Hören sagen guter Kinderpsychologen.
Ich bin Integrationserzieherin u solange es nur motorisch war u es sich abgewchselt hat war ich entspannt. Aber jetzt läuten bei mir sämtliche Alarmglocken seit dem Geräusche dazu kommen.
Ich beneide die Eltern die nicht dieses Hintergrundwissen haben. Es läuft bei mir schon automatisch ab. Ich sehe etwas u schon geht das Kopfkarussel los.

Was wurde bei dir versucht bzw beigebracht dass du den Tics gegensteuern kannst?

Dagegen wurde nichts unternommen. Anfangs fragte mein Vater mich lediglich, warum ich die Augen kneife- ich sagte immer, dass ich müde sei. Alle anderen Sachen bekam scheinbar keiner mit (habe es immer gemacht, wenn vermutlich keiner guckte). Bekam z.B.jemand mal das Räuspern mit, hatte ich halt kratzen im Hals- habe dann darauf geachtet, es vor der Person erstmal nicht zu machen.

Habe mich Jahre später informiert, wie man das Augen kneifen wegbekommt... professionelle Hilfe zu suchen gehörte nie dazu 🤷🏼‍♀️. Nun lebe ich damit. Schlimmer geworden ist es nie.

Aber toll, dass ihr da so hinterher seid 👍🏻

„Tics“, die sich 3 Jahre halten, sind doch ziemlich hartnäckig, oder? Offenbar schafft ihr es nicht, diese Tics in den Griff zu bekommen, ODER es sind vielleicht keine Tics.
Letztendlich würde ich, unabhängig davon, was es nun ist, mal einen Arzt aufsuchen. Entweder sie kann eine Therapie besuchen und dort lernt sie das irgendwie abzuleiten oder es ist ihr einfach nicht möglich.
Es gibt übrigens deutlich mehr Erkrankungen, die Ticstörungen als „Begleiterscheinungen“ haben als nur ADHS und ADS.

Nur nach 3 Jahren einfach sagen: „Ich werde noch blöde mit ihr.“, ist kaum eine Lösung und verschlechtert euer Verhältnis deutlich.

Ach ja, meine Söhne haben solche „Tics“ seit sie jeweils 3/4 Jahre alt waren. Im Alter von 4 bzw. 6 Jahren erfuhren wir, dass es sich dabei um Stereotypien handelt - sieht genauso aus, wie Tics - äußerlich gar kein Unterschied, nur die Diagnose dahinter ist eben Autismus. Heute sind sie 13 bzw. 11 Jahre ... wir haben uns daran gewöhnt. Wir mussten lernen, dass unsere Kinder das brauchen, wie die Luft zum Atmen.
Ich habe Dir das nur erzählt, damit du herausfindest, was bei deinem Kind dahintersteht. Du kannst euch allen nur helfen, wenn du Hilfe von Außen zulässt. Über das Stadium, dass es allein weggeht, seid ihr längst hinaus.

Ich renne mit ihr von Arzt zu Arzt seit die Tics mit 6 da sind. Keiner wollte o konnte mir helfen. Auch SPZ meinte ich soll ruhig bleiben ist alles nicht so schlimm.
Auf den Psychologentermin habe ich ein halbes Jahr warten müssen.
Ich kenne es aus meinem Beruf ....solange sie sich nicht manifestieren ist es nicht so schlimm.

Das SPZ ist nicht vom Fach und hat diesbezüglich leider echt keine Ahnung. Das SPZ erkennt eine geistige Behinderung und Körperbehinderungen, aber von seelischen Behinderungen haben sie keine Ahnung. Ich habe bereits von zu vielen Eltern genau diese Aussage gehört. Auch ich war beim SPZ, auch bei uns hat das SPZ falsch-negative Diagnosen erstellt. Der Facharzt ist der Psychiater - du musst zum KJP. Der Psychologe ist kein Arzt.

Ich bin viele Jahre mit meinen Kindern von Arzt zu Arzt gerannt. Ich wurde immer wieder weggeschickt, belächelt und natürlich war ich die überbesorgte Helikoptermutter, die ihren Kindern die Gesundheit nicht gönnt. Heute weiß ich, es war keine falsche Erziehung, ich war auch nicht neidisch oder Helikoptermutter - meine Kinder sind tatsächlich schwer mehrfachbehindert. Mittlerweile wissen wir sogar, dass auch noch ein Gendefekt dahinter steckt. Nur weil ich nie aufgegeben habe, kamen wir irgendwann zu den richtigen Ärzten, die die Erkrankungen erkannt haben. So konnten Therapien beginnen und den Kindern UND uns Eltern wurde geholfen.

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Mein Sohn (6) hat das immer wieder mal. Grad sitzt er neben mir und es fängt seit längerer Zeit mal wieder an.
Er schlürft, zieht die Nase hoch und räuspert sich.
Mich macht das auch wahnsinnig, aber weder schimpfen noch ignorieren hilft.
Ich kann es auch nicht von Situationen abhängig machen.
Keine Ahnung, wo das herkommt und ob es irgendwann mal endgültig verschwindet.

So ist bei Püppi auch. Ich kann keine Situation nennen wo ein Tic nachvollziehbar wäre...egal ob Freude, Stress, etc. Es ist nicht festzumachen. Es beginnt beim Aufstehen u endet endlich wenn sie schläft.

Drück dir die Daumen

Danke. Ich dir auch.
Wir hatten es ne Weile nicht und jetzt fängt er wieder an. Es sind Ferien, also kein Schulstress und auch sonst ist nix vorgefallen.
Ich bin ratlos.

Also mein Sohn hatte es im letzten Jahr ganz stark und wir waren bei einer Ostheopatin, das hat geholfen nach einigen Wochen würde es besser und jetzt sind sie nur noch da wenn er gestresst ist! War für mich sehr schlimm hab mir Vorwürfe gemacht und viel geweint! Aber die Ostheopatin war Toll und zum Glück geht es ihm gut! Allerdings hat unsere Kinderarzt immer gesagt wenn ein geräusch hinzukommt oder Laute dann sofort wieder vorstellen...! Alles gute und viel Kraft

Ostheopatin ist auch ne Idee. Da ist Püppi ab und zu in Behandlung.
Danke

Uns wurde noch dazu erklärt das die Tics auftreten wenn die Reifung im Gehirn zu schnell voran geht oder schneller reift als der Rest, treten oft Ticks auf. Also wenn es wieder ein Gleichgewicht gibt sollte es besser werden! Ansonsten Schüssler Salze schon mal probiert? Haben wir zusätzlich gemacht und da kann man nichts falsch machen!

Es gibt oft Momente wo ich abends grübelnd o weinend da sitze da ich mein Kind leiden sehe u ich ihr verdammt nochmal nicht helfen kann und es gibt leider Tage wo ich aus der Haut fahre wegen den Tics. Was mir Püppi gegenüber unbeschreiblich leid tut.
Welche Schüssler Salze wären denn gut?
Bin auch am überlegen eine Heilpraktikerin zu befragen.

Wir sind momentan im Urlaub und kann es dir nicht genau sagen! Aber haben mit der 7 angefangen leider müsste ich da nochmal schauen aber es gibt eine Kur für unruhige Kids vielleicht mal in der Apotheke nachfragen! Ich bin durch eine Freundin drauf gekommen die kennt sich super damit aus und hat mit auch schon geholfen als ich Schluckbeschwerden durch Streß hatte! Muss man halt Konsequent nehmen und mind. 10 Tage ab da zeigt es oft erst Wirkung. Die Ostheopatin hat mit zb gezeigt wie Angespannt unser Sohn ist mit Ruheübungen das war so krass... und dann klar das er den Streß irgendwo ablassen muss! Und was wichtig ist ignorieren ist schwer aber das ist das beste unser Sohn war auch so unglücklich und hat sich furchtbar gefühlt! Und meinte immer Mama hör auf du weißt doch es wird nicht besser wenn du es mir sagst! Wenn noch was ist gerne kannst du mir auch ne Nachricht schicken!
Ach und wir haben angefangen jeden Tag 10 min. Entspannungsmusik zu hören und es gab über mehrer Wochen nur Max 1 Stunde Medien pro Tag!

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Ich will dir keine Angst machen, aber der Schulfreund meines Sohnes hatte auch einen (anderen) Tic und war stets ein Außenseiter in der Klasse. Nach dem Abitur hat der junge Mann sich mal testen lassen. Mit 19 erfuhr er dann, dass er Autist ist.

Soll heißen,. geh mit ihr mal zum Kinderarzt und evtl. wären Tests ja auch nicht schlecht. Besser wissen, was los ist, als das Kind solchen Situationen auszusetzen, wo es aneckt.

Danke für die Antwort aber ich glaube für Autismus u die verschiedenen Formen ist sie zu Kontaktfreudig, sehr emphatisch.
Trotzdem behalte ich es mal im Hinterkopf.

Ich wollte damit auch nur aufzeigen, dass da etwas Ernstes hinterstecken KANN. Ich hätte bei dem Schulfreund meines Sohnes auch nicht mti Autismus gerechnet. Und war sehr erstaunt, dass den Eltern nie in den Sinn kam wegen des Tics was zu unternehmen.

Deshalb meine ich, lieber einmal zu viel als zu wenig/zu spät hinterfragen.

Hallo!
Beruflich hatte ich mal mit Tourette zu tun. Eine echte Fachfrau ist Frau Dr Müller Vahl in Hannover.
Lg

Danke aber leider zu weit weg.😱

...ich habe ebenfalls so einen Fall in der Familie-das mittlerweile erwachsene Mädchen hpüft unkontrolliert hoch, reißt Schultern und Nacken grad so umher, sagt ständig Laute wie "Na" usw.
Ich habe auch versucht, dahinter zu schauen, was es sein könnte. Man liest von nicht erkannten Scharlachviren, oder Tourette. Der Psychologe meinte, mit Tabletten, wie es ADHS Kinder nehmen, würde es besser. Das führte aber eher zu depressiven Stimmungen und ging gar nicht. Nun ist es aber so, dass besagte Person volljährig ist und selber entscheiden kann/muß was es zulässt an Behandlungen. Im nachhinein ist durch das jahrelange drauf hoffen ,das wird schon, die schulische Laufbahn ein Desaster, und wir bereuen schon, nicht zu einem Zeitpunkt, wo man zumindest die Eltern hätte mitwirken lassen können, welche Behandlungen man versucht, besser genutzt zu haben. Allzulange warten und hoffe, daß es besser wird, das würde ich nicht tun. Neurologe wäre eine Anlaufstelle, Psychologe und vielleicht auch Oesteopate, um Wege zur Entspannung zu finden.Alles Gute Euch