Andere Mutter beschwert sich...

Hallo,
Wir hatten folgende Situation:
Mein Sohn 6Jahre hat mit zwei weiteren Jungs in seinem Alter gespielt. Einer von den beiden ist neu zugezogen und hat bereits einmal mit meinem Sohn gespielt. Jetzt waren sie zu dritt und es lief soweit gut. Klar, einer von dreien war immer mal im abseits aber das wechselte sich immer wieder ab.
Ich hatte immer ein Auge auf die Kids, ab und an war mal jemand beleidigt oder wollte alleine spielen aber wie gesagt es wechselte immer.
Im Nachhinein bekomme ich eine Nachricht von der Mutter des neuen Jungens mit der Aussage ihr Sohn hätte berichtet, dass er von meinem Sohn "fast nur geschlagen oder getreten " worden ist und er niedergeschlagen wäre.
Ich kann das garnicht begreifen. Die drei waren alle wild und haben sich auch mal "geboxt" aber es wurde nie ernst. Die haben zusammen gelacht. Und nun sowas ?
Ich solle mit meinem Sohn darüber sprechen, damit es auch ankommt. Das habe ich und er war sehr überrascht, wie der andere Junge darauf käme sowas mit böser Absicht zu unterstellen.
Wie reagiert man denn jetzt richtig? Habe im Moment das Gefühl , dass er grundlos beschuldigt wird.

Ich glaube, ich würde die Mutter auf einen Kaffee einladen um das Ganze zu klären. Und dabei würde ich das so sagen, wie du es gerade geschrieben hast. Dass du dabei warst und nichts dergleichen beobachtet hast.

Hallo, der Eindruck des anderen wird schon aus seiner Sicht richtig sein. Ich meine damit, dass der andere Junge das sicherlich so empfunden hat. Dass die Mutter das anspricht, finde ich gut und richtig. Da hilft nur weiteres zusammen spielen und miteinander reden. Fühle dich und deinen Sohn bitte nicht angegriffen!

Ich fühle mich da nicht angegriffen, aber es macht mich so nachdenklich und lässt mich an meiner eigenen Wahrnehmung zweifeln. Schließlich habe ich die Verantwortung, wenn die Kids hier spielen.
Wie kann es denn sein, dass ein Kind wild spielt und sich dann Zuhause über die anderen Kinder beschwert, die mitgemacht haben? Ich sehe doch als Erwachsener, wenn sich ein Kind unwohl fühlt oder überfordert ist oder sich irgendwie im Spiel bedrängt fühlt. Aber nichts dergleichen. Er hat fleißig mitgespielt und sich auch cool gefühlt, wenn dann mal einer von den anderen der " doofe" war. Er muss sich ja so beschwert haben, dass die Mutter Anlass gesehen hat sich bei mir zu melden. Kann ich der Mutter auch sagen, wenn ich das Ganze übertrieben finde ohne dass sie sich angegriffen fühlen kann ?

Das kann man durchaus übersehen, wenn man ein „wilderes“ Kind hat (das sowas auch machen darf). Mein Sohn macht (aus Angst bei den anderen uncool anzukommen) sicher sich mehr mit. Aber so wildes Rumgerangel findet er ansich gar nicht lustig. Er ist ansich ein typischer Fußballjunge (für andere wirkt das so), aber bei ihm kommt überschwängliches Gekloppe auch so an wie bei eurem Besucherkind.

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Diese Spaßkloppe würde ich sofort unterbinden.

Da wäre ich wiederum vorsichtig. Unser Sohn ist eigentlich eher so Typ "Brettspiel" und "Lesen" und wahrlich kein Raufbold. Trotzdem fordert er phasenweise Raufen und Rangeln richtiggehend ein und es gibt auch Phasen, in denen er mit seinen Kumpels mehr über den Teppich rollt als dass sie "geordnet" spielen.
Jungs wachsen eh schon einem zu 99 Prozent weiblich dominierten Umfeld auf (Erzieherinnen, Grundschullehrerinnen, Mutter häufig als Hauptbezugsperson) und da selbst bei meinem friedlichen, ruhigen Sohn zwischendurch offenbar der Drang, sich körperlich messen und auszuprobieren erwacht, hätte ich Sorge, dass ich als Frau ihn nicht "artgerecht halte", wenn er sich nicht hin und wieder käbbeln darf.

Ist ein Kind ganz neu zu Besuch und die beiden wissen noch nicht, wie der andere tickt, würde ich auch intervenieren.

Dieses aus Spaß boxen empfindet nicht jeder als Spaß.
Meine Tochter würde auch immer aus Spaß geboxt und fand das gar nicht witzig.
Die andere Mama sah darin kein Problem.....Ist ja nur Spaß.

Nein ist es für andere eben nicht.

Unterbinde es und fertig. Dein Sohn soll ganz normal einfach mit dem anderen spielen.

Mein Sohn spielt normal mit andern Kindern. Aber gerauft wird auch ab und zu. Und ich kenne keinen Jungen,der das nicht gemacht hat. Das ist völlig normal in dem Alter . Aber so haben die drei nichtmal gespielt. Das hört sich so an als hätten die drei sich hier nur rumgeboxt. Abgesehen davon:
Mein Sohn würde nie mit einem Mädchen raufen. Da rennt man lieber vor weg.

Es gibt genug Jungs die das gar nicht mögen! Es ist NICHT typisch Junge (nur für Muttis). Hier
Geht die ganze Fußballmannschaft meines Sohnes ein und aus - und die wenigsten mögen das was du beschreibst.

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Hallo.

Was sagt denn das dritte Kind dazu. Manchmal ist bei Dreien einer zu viel. Da bleibt auch einer mal auf der Strecke. Und vielleicht hat das den einem Jungen nicht gepasst und hat dann das Spaßboxen als Angriff gesehen. Du hast mit deinem Jungen geredet und gut ist. Mehr kannst du jetzt auch nicht machen. Ich würde jetzt umsomehr das Spielen beobachten. Vielleicht ist der Neue auch nur eifersüchtig. Und wenn sie wieder zusammen spielen, dann einfach mal zum Schluss fragen, ob es dem Jungen gefallen hat oder ob es wieder Probleme gab, die du nicht beobachten konntest. Und sollte es öfter vorkommen, würde ich den Jungen gar nicht mehr einladen wollen.

Alles Gute.

LG

Hallo,
Ganz ehrlich?
Der Junge kann das nächste Mal unter der Aufsicht seiner Helimama spielen. Wenn es ihm nicht bei Euch gefällt, soll er gehen. Mir 6 ist er doch kein Baby mehr. Und wenn es ihm wirklich so schlecht bei euch gegangen ist, wird er von selbst schon nicht mehr kommen wollen. Euer Haus eure Regeln.
Mach dir um diese Nachricht, wahrscheinlich nicht Mal persönlich mit dir gesprochen, Bliss keinen Kopp!!

Dein Betrag ist so unverschämt, da fehlen mir fast die Worte!

Warum ist gerangel und boxen denn normal? Und was ist bitte schlimm daran, wenn sich ein Kind daran stört und sich (zu Recht!) beschwert?!
Deshalb ist weder das Kind ein Weichei, noch die Mutter eine Helikoptermutter.

"Euer Haus eure Regeln"
Aha, und die Regel ist: Wenn du bei uns spielen willst musst du dich kloppen lassen oder wie?

Schonmal was von Empathie gehört? Das kann man seinen Kindern übrigens in solchen Situationen beibringen....
Wahrscheinlich hat der neue! 6! jährige Junge sich nicht getraut etwas zu sagen. Viele sind in dem Alter eben noch ziemlich schüchtern.

Ich würde einfach mit meinem Sohn sprechen, dass der andere so etwas eben nicht mag und gut ist 😉

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ich würde der Mutter sagen, sie solle bitte mit ihrem Kind reden, dass dieses sich in der Situation direkt melden soll, entweder dir oder deinem Kind signalisieren, wenn ihm etwas nicht gefällt. Im Nachhinein könntest weder du noch dein Kind eine Situation ausmachen, die in dem anderen Kind Unbehagen ausgelöst haben könnte.

Hallo guten Morgen,

wir hatten diese Situation auch, letztes Jahr, als unser Sohn ca. dreieinhalb war. Da sprach mich eine Mutter an, dass sie sich ja Gedanken machen würde, ob unser Sohn denn der richtige Umgang für ihren Sohn ist - da hab ich auch erstmal geschluckt.

Aber ich mag sie sehr, und ihr Sohn ist der beste Kitafreund von unserem. Wir haben also geredet, was O. (ihr Kind) zuhause erzählt, und was E. erzählt (mein Kind). Ich habe auch in der Kita gefragt, ob da was aufgefallen ist, sie haben sein Verhalten 2 Wochen beobachtet und mir dann eine sehr positive Rückmeldung gegeben. Das Problem waren in diesem Fall einfach die unterschiedlichen Charaktere der beiden.

Unser Sohn ist etwas "ungestüm" gewesen zu der Zeit und hat vor allem bei Freude mal zu stürmisch umarmt und beide sind hingefallen. Oder mal lachend geboxt. Oder beim Wettfahren mal den anderen angefahren. Purer Übermut. Unser Sohn erzählte also, sie hätten ganz normal gespielt. O. hingegen erzählte, E. hätte ihn umgeschubst, umgefahren, gehauen. Das war SEINE Empfindung des "schön Spielens". Er hat aber eben nie gezeigt, dass er das nicht will oder doof findet.

Damit will ich das nicht schönreden - ich habe das echt ernst genommen und dann viel mit ihm gesprochen, dass O. das eben nicht mag, nicht so wild ist, dass er das Hauen eben als Hauen und nicht als Spaß empfindet usw. Wir haben zusammen überlegt, wie man einem anderen besser zeigen kann, dass man sein Freund ist, als zu boxen oder ihn umzurennen ;-)

Dazu kam auch, dass O. ein SEHR ruhiges Kind ist, immer zu allem ja sagt (z.B. "O., wollen wir die Spielzeuge tauschen?"), dann aber zuhause erzählt, E. hätte ihm das Spielzeug weggenommen - weil er eben eigentlich nicht tauschen wollte, aber doch JA gesagt hat … Die Erzieherin der beiden meinte auch, dass unser Sohn im Sozialen, also zB das Tauschen, schon sehr weit sei, dass er Kompromisse sucht, Ersatz anbietet, Probleme ausdiskutiert usw. Die anderen Kinder eben noch nicht, die müssten da erst "hineinwachsen" - und in der Zeit kommt es eben öfter mal zu Unstimmigkeiten.

Mit der anderen Mama habe ich dann auch öfter gesprochen (die beiden waren auch immer mal zum Spielen bei uns zuhause) und immer wieder auch nachgefragt, was O. denn erzählt. Sie hat in der Zeit mit O. auch geübt, sich durchzusetzen, laut NEIN zu sagen, wenn er was nicht möchte oder eben zu sagen "Das Hauen tat mir grad weh" - und E. hat mit uns ebenfalls gesprochen und geübt. Nach ein paar Wochen war das Problem viel besser. Jetzt sind beide 4,5 und immer noch beste Freunde. :-)

Warum ich Dir das erzähle? Ich denke, das könnte Dir vielleicht für die Argumentation mit der anderen Mutter helfen. Sie muss ihren Sohn eben auch entsprechend "vorbereiten", also Lösungen finden, wie er sich in solchen Situationen, wo er sich unwohl fühlt, verhält. Dass er es sagen muss. Nicht einfach wegstecken. Und DU musst mit DEINEM Sohn besprechen, dass eben nicht alle gerne raufen. (O. würde man mit "jungstypischer" Rauferei vermutlich auch ewig verschrecken ;-) Und auch unser Sohn mag das Raufen an sich überhaupt nicht.)

Vielleicht spielen die beiden mal zu zweit, lernen sich damit besser kennen.

Viel Erfolg :-)

Das Kind einfach nie wieder einladen

Ich würde die Frau quasi ignorieren. Die Kinder können gerne miteinander spielen, aber wenn es der anderen Mutter nicht gefällt, wie gespielt wird, dann soll sie Sohnemann doch zuhause lassen.