Betreuungssituation in der Schule

Guten Abend!
Ich möchte gerne von euch wissen, wie die Betreuungssituation an euren Grundschulen aussieht. Mein Ältester ist dieses Jahr eingeschult worden und wird nach dem Unterricht an 2-4 Tagen noch nachmittags in der Schule betreut, weil ich arbeiten bin. Wenn ich ihn abhole, ist er meistens mit noch 2-3 anderen Kindern draußen und spielt oder macht Blödsinn. Z.B. Wasser und Sand auf die Rutsche und ab geht die Post #augen . Er sah am Freitag aus wie paniert. Die Betreuer waren im Vorratsraum und haben ˋInventur´ gemacht. Auch an anderen Tagen ist mir aufgefallen, dass die Betreuer die Kinder alleine auf dem Schulhof gelassen haben und selbst im Aufenthaltsraum waren. In den normalen Pausen werden die Kinder auf dem Schulhof nicht alleine gelassen, eine Lehrerin ist immer auf dem Hof. Sollte eine Betreuung nicht auch eine Aufsichtspflicht beinhalten? Ich werde das nächste Woche ansprechen, wollte aber vorab mal um eure Meinung fragen. Sehe ich das zu eng oder findet ihr das normal?
Es sind ja schließlich I-Dötzchen dabei, wie meiner, und nicht nur 9 Jährige ;-)

Lg Milchreis

Hallo,

bei uns heißt Betreuung auch Beaufsichtigung. Bei uns ist es auch üblich, dass Kinder im Grundschulalter in den Hort gehen, es sind nie nur ein paar wenige und diese werden natürlich beaufsichtigt und beschäftigt. Hier finden nachmittags (freiwillige) AGs statt, von Sport bis Computer ist alles mögliche dabei und die Kinder können sich ausprobieren. Natürlich sind sie auch ganz viel draußen und es ist immer ein Erzieher dabei.

Dreckig dürfen sich die Kinder allerdings auch unter Aufsicht machen. Matsch auf der Rutsche fänd ich jetzt nicht in Ordnung, aber matschige Hosen schon. Damit muss man auch bei Grundschulkindern einfach noch rechnen.

LG

Mit einem dreckigen Kind käme ich klar :-) , das bin ich gewöhnt. Aber das war ein paniertes Schnitzel :-D
Mir geht es hauptsächlich darum, dass eine Aufsicht auf dem Schulhof ist. Der Schulhof ist auch leicht zugänglich, so dass auch mal ein Kind einfach weggehen könnte oder jemand nicht Befugtes, diesen betreten kann. Leider gibt es solche Angebote bei uns nicht. Es ist ˋnur´ Mittagessen und anschließende Betreuung (wie immer die scheinbar auch aussehen mag :-( )

Danke für deine Antwort

Schade, dass eure Betreuung nicht so optimal ist. Hier findet in der Zeit auch Hausaufgabenbetreuung statt, sodass die Kinder wirklich "fertig" nach Hause kommen, wenn sie nicht gerade ein Plakt gestalten oder ein Referat vorbereiten müssen.


Ich würde der Aufsichtspflicht wegen mal nett nachfragen, inwieweit die Kinder beaufsichtigt werden. Auch wenn hier jemand schrieb, dass Kinder im Grundschulalter nicht mehr ständig unter Beobachtung stehen müssen - das gilt für die Eltern. Das gilt - zumidnest bei uns - nicht für die Hortbetreuung. Bei uns ist es Pflicht, dass ein Erzieher (oder je nach Anzahl der Kinder auch mehrere) auf dem Hof sein muss, wenn die Kinder dort spielen. Das der Erzieher nicht jede Ecke jede Minute im Auge haben kann - ok. Aber dass gar kein Erzieher draußen ist, finde ich tatsächlich ungewöhnlich.

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Hi, in der Pause hat die Aufsicht auch keine 150+ Kinder im Blick. Ich halte es für normal, dass Schulkinder auch mal 1/2 Std. unbeaufsichtigt auf einem Spielplatz/ dem Schulhof/auf dem Weg zum Freund/zur Eisdiele usw. sind.....
Aufsichtspflicht bedeutet nicht Stalking oder ständig unter Aufsicht. Aufsichtspflicht richtet sich am Alter und der Reife....die Kinder sind 6 und keine 2 mehr.
Das, was du als "Blödsinn" beschreibst, ist für mich "kreatives Spiel" und macht sicher viel Spaß. Meine Güte, dann sind die Klamotten eben sandig und feucht - so what?!
VG

Die Schule hat insgesamt 50 Kinder und nachmittags max. 10-15. Um 15 Uhr, wenn ich mein Kind abhole, habe ich nie mehr als 3 gezählt. Und für das ˋkreative´ spielen, haben die Kinder anschließend wohl einen Anschiss kassiert.
Die Betreuer werden m.M. dafür bezahlt, dass sie nach den Kindern schauen und nicht im Aufenthaltsraum sitzen, wo kein Kind ist. Das hat nichts mit Stalking zutun.

Danke für die Antwort.

"Nach den Kindern" schauen heißt nur, immer mal wieder um die Ecke zu gucken, nicht, dass permanent jemand neben den Kindern hockt. Wie gesagt, es sind Schulkinder :-).

Ich würde mich bei dem Träger der Betreuung erkundigen, wie die Rahmenbedingungen sind und wie intensiv die Betreuung ist. Habt ihr dazu vielleicht ohnehin Informationen bekommen? Gibt es einen Vertrag oder ähnliches? Falls die Betreuer gegen die Vorgaben verstoßen, würde ich mich an geeigneter Stelle bescheren. Natürlich auch vorher mal das Gespräch suchen und meine Verwunderung ausdrücken.

Ja, ich werde die Betreuer nächste Woche bei passender Gelegenheit ansprechen.

Danke.

Vollkommen normal… Man darf in meinen Augen nicht erwarten, dass die Kinder wirklich beaufsichtigt werden. Sie sind gewöhnlich in einem abgesperrten Bereich mit hohen Zaun außen drum und wenn einer stirbt werden es die anderen der Erzieherin schon mitteilen… Wenn du nicht möchtest, dass deine Kinder nachmittags in solchen Bedingungen sind (ungewöhnlich danach ja auch noch Hausaufgaben machen, weil das ja niemals in der wirklichen Zeit passiert) musst du wohl weniger arbeiten oder dein Kind in eine Privatschule tun bei der es nachmittags tat sächlich ein Angebot gibt…

Danke für deinen konstruktiven Beitrag.

Gerne... Viele Menschen ist nicht bewusst, was sie ihren Kindern antun bevor sie es erleben.

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Bei uns gab es Zettel zu unterschreiben

- Kind darf nur unter direkter Aufsicht mit nach draußen (Blickwinkel - - in diesem Fall mussten besagte Kinder immer mit der Betreuerin ins Gebäude, wenn diese etwas holen wollte.)
- Kind darf nach draußen (Betreuer sehen regelmäßig nach den Kindern, haben sie aber nicht permanent im Blick)
- Kind darf draußen spielen, auch wenn Betreuer gerade nicht auch im Freien ist (kurz etwas holen)

Da einige Eltern die direkte Aufsicht wollten, wurden die Unterschriftenzettel eingeführt. Betreuer hatten dann immer eine Liste dabei, welche Kinder immer mit ins Gebäude mussten.
Auf meine Verwunderung ob der Unterschriftsmöglichkeiten, wurde es mir so erklärt.

So ist die heutige Zeit

Hallo #winke

Meine Große geht nun seit zwei Wochen zur Schule und danach bis 3 in die Betreuung. Bei dem aktuellen Wetter sind sie vor der Hausaufgabenzeit bzw Freitags komplett nach dem Essen draußen auf dem Schulhof. Mit den Betreuern. Finde ich eigentlich normal in einer betreuten Zeit. Klar haben die nicht alles im Blick, aber da z.B. der Schulhof zu einer Seite offen ist (mit großer Treppe) finde ich das schon wichtig, dass wenigstens jemand drauf achtet, dass die Kinder nicht weg gehen oder ähnliches.

LG
Jessi

Wenn ich für die Mittagsbetreuung zahle, bedeutet es für mich dass mein Kind dort betreut wird. Es sollte keine Kindsaufbewahrung sein. Auch wenn es keine ausgebildete Kräfte sind, sollten sie bei den Kindern sein.

Es wird doch betreut. Heißt aber nicht, das die Kinder nonstop beobachtet werden.

Inwiefern werden die Kinder betreut wenn die Erwachsene gar nicht da sind? Von wem?

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Hallo, meine Kinder sehen jeden Tag aus wie panierte Schnitzel. Das bedeutet, sie hatten Spaß:)

Hier werden Kinder nicht alleine im Garten gelassen. Die Erzieher sind auch immer mindestens zu zweit, je nach Anzahl der Kinder und selbst wenn einer aufs Klo muss, ist der andere anwesend.

Das würde ich auf jeden Fall ansprechen.

Ich mag panierte Schnitzel.... auf dem Teller ;-)
Das war nur ein Beispiel. Mir geht es hauptsächlich darum, dass die Kinder ohne Aufsicht machen (könnten), was sie wollen. Also theoretisch auch eine Tour durch den Ort. Sowas würde meiner nicht tun, aber es gibt ja auch andere Kaliber.

Das würde ich, wie bereits geschrieben, ansprechen. Ansonsten gibts Duschen und Waschmaschinen. Dreckt stört mich ganz und gar nicht. Und ich hab 5 Kinder. Die werden einmal durch die Dusche gescheucht und feddisch:)

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Es kommt wahrscheinlich auch darauf an, was genau du da gebucht hast.

Bei uns gibt es zum Beispiel eine sogenannte Mittagsbetreuung.
Da sitzen nette 2 Damen mit ca 30 Kindern in einem Raum, die Kinder können spielen, malen,basteln oder auch Hausaufgaben machen. Bei gutem Wetter geht auch ein Teil nach draußen.
Betreuung im Sinne von gemeinsamen Aktivitäten gibt es da nicht, genauso wenig kann man sicher sein, dass die Hausaufgaben erledigt weren oder richtig sind. Die Kinder werden auch nicht komplett überwacht.
Das ganze ist ein Angebot der Gemeinde und kostet so gut wie nichts. Wer allerdings eine bessere oder längere Betreuung wünscht, muss sein KInd im Hort anmelden.
Das ist aber deutlich teurer, bedeutet aber Betreuung ähnlich wie im Kindergarten, nur eben für etwas ältere Kinder.

Hallo,

ich glaube, Du hast eine falsche Vorstellung von einem Hort.
Das ist kein Kindergarten mit eingezäuntem Gelände, wo eine Erzieherin die Kinder ständig im Blick hat.

Schulkinder müssen selbständig auf dem Gelände bleiben, auch Erstklässler. Kinder, die einfach abhauen, haben hier eine Chance. Danach wird der OGS-Vertrag gekündigt und die Eltern können zusehen, wer ihr Kind nachmittags betreut.

Unser Schulhof ist viel zu verwinkelt, als dass eine oder zwei Personen ihn komplett im Blick haben könnten. Dafür bräuchte man mindestens vier Personen, die jeweils einen Bereich abdecken. Komplett eingezäunt ist er auch nicht.
Vier Aufsichtskräfte für den Schulhof können weder die Lehrer in der Pause, noch die OGS-Kräfte stellen. Die OGS hat oben drauf auch noch drei Räume, wo die Kinder sich aufhalten dürfen.
Hier gibt es immer Möglichkeiten für Schüler, sich verboten zu betätigen. Es gibt dann eben Ärger, wenn es heraus kommt.
Wenn sich jemand verletzt, gehen andere Kinder Hilfe holen.

Die OGS-Kräfte wissen hier meistens nicht so genau, wo welches Kind ist. Die muss man beim Abholen fast immer suchen.

Unser Sohn sah nach der OGS öfter aus, als wäre er in der Wildschweinsuhle gewesen. #schwitz Die haben hier die Sprunggrube zum Sandkasten umfunktioniert.
Ich hatte ihn irgendwann so weit, dass er sich das zumindest dann verkniffen hat, wenn er danach zur Musikschule musste. ;-)

Es kann theoretisch auch jemand Kinder klauen oder belästigen, aber mal ehrlich, wie häufig passiert so etwas?
Auf einem Schulhof hat man als Täter immer das Risiko, von Betreuern, Eltern oder anderen Kindern erwischt zu werden. Da greift man sich doch lieber ein Kind, das alleine in einer wenig belebten Gegend unterwegs ist...

Früher gab es übrigens nicht weniger von solchen Fällen. Nur waren die nach ein, zwei Jahren vergessen und nur noch im Zeitungsarchiv zu finden. Heute sind diese Fälle auch nach zehn Jahren nur eine kurze Google-Suche entfernt, und die Presse bauscht alles mehr auf. Deswegen meinen die Eltern heute, in ihrer Kindheit, sei Deutschland ein Land voller netter Menschen gewesen, und 2019 lauert hinter jeder Ecke ein Kindermörder oder -schänder.

LG

Heike

Also rein rechtlich traut der Gesetzgeber den Kindern mit steigendem Alter ja auch Zeit ohne direkte Aufsicht zu, wo es reicht regelmäßig in einem bestimmten Abstand nach den Kindern zu sehen. Also wenn die sich abmelden, weil sie auf den Hof gehen und der Betreuer das weiß und sie wissen, wo der Betreuer ist, falls sich ein Kind was tut und nicht eins alleine los gelassen wird .....und der Betreuer, dann noch ab und an nach dem Rechten sieht, dann finde ich da nichts schlimmes dran. Bei uns bewegen sich die Kinder auch ein Stückweit selbstbestimmt nach Interessen im Schulgelände und die Betreuer schauen halt nach dem Rechten. Das ist nicht mehr so direkt mit der Kita vergleichbar. Wenn viele auf dem Hof sind, gibt es aber eine Hofaufsicht. Nur eben auch nicht für drei Kinder.

Hallo!

Meine Kinder gehen zwar nicht (mehr) in die Betreuung, aber unsere Tochter hat 1 Jahr Nachmittagsbetreuung in der Grundschule "genossen". Ich musste damals angeben und unterschreiben, ob mein Kind ohne Aufsicht in Kleingruppen auf den Schulhof darf.
Allerdings war es ziemlich egal, ob dieses Einverständnis vorlag oder nicht - alleine durften die Kinder nur auf ein kleines gepflastertes Stück zwischen Lehrerparkplatz und Schulhof. Dort konnten die Kinder aber allenfalls Gummistwist spielen oder Seil springen - mehr Platz war nicht. Wenn die Kinder das nicht wollten, mussten sie halt drinnen bleiben, solange es nicht mind. 25°C und Sonnenschein waren. Das war dann im Übrigen auch einer der Gründe, warum ich das Kind wieder von der Betreuung abgemeldet hab. Da war sie bei meinem Mann in der Firma noch besser aufgehoben (Nein, sie hat nicht seit der 2. Klasse die Nachmittage dort verbracht, wir haben natürlich eine Tagesmutter ;-)).

LG

Mein Gott,lass sie Kinde spielen und Spaß haben,habt ihr keine Waschmaschine...so ein Schultag ist auch so sehr anstrengend und zusätzliche Betreuung sicher nicht das gelbe vom Ei.
Finde ich toll die Kinder können noch spielen.

Du hast vollkommen recht.

Bei uns ist immer mindestens eine Person mit den Kindern draußen und hält Aufsicht.