Sachen in der Schule lassen, immer keine Hausaufgaben

Hallo,

Ich habe folgendes Problem. Mein kleiner ist dieses Jahr eingeschult worden. Allerdings ist es bei uns in der Schule so, daß die Kinder ALLES in der Schule lassen sollen. Von Montag bis Donnerstags bringen sie nur Schreibsachen und Trinkflasche sowie Brotdose mit heim. In dieser Zeit macht mein Sohn die Hausaufgaben im Hort. Dieser befindet sich bis 15 Uhr im Schulhaus. Danach läuft er mit dem Hort ca. 300m zum Kindergarten. Dort befindet sich der Spätdienst.

Freitags ist es aber anders. Da machen sie grundsätzlich keine Hausaufgaben, diese sollen wir am Wochenende machen. Der Hort verlässt da das Schulgebäude schon halb 2.
Leider lässt mein Sohn öfters dann die Sachen auch in der Schule, welche für die Hausaufgaben benötigt werden.
Bei meinem Großen war das schon so, allerdings konnte ich durchsetzten das er täglich seine Sachen (alles) mit heim bringt.
Jetzt dürfen sie das garnicht mehr. Weil angeblich dann im Unterricht zu viel fehlen würde.
Die Schule argumentiert auch so, das die Ranzen zu schwer wären.
Arbeitstechnisch sind wir leider immer erst zwischen 15:30 und 16 Uhr zuhause. Nun muss ich wieder heute Abend die Hausaufgaben von Freitag mit ihn nachholen.

Was kann ich tun, das mein Kind Freitags die Sachen nicht immer liegen lässt? Mit dem Hort reden, das sie drauf achten? Oder mit den Lehrern?
Ins Schulhaus dürfen wir auch nicht.

Über Tipps wäre ich dankbar.

Hallo, meiner Erfahrung nach hilft da nur jeden Freitag vor der Schule mit dem Kind zu reden. Man kann auch zwischendurch mit der Tapete reden, sie könnte, je nach Kind, eher zu hören. Aber langfristig hilft nur sich den Mund fusselig zu reden.

Gruß Sol

Meine Kinder gehen in keinerlei Betreuung, daher haben und hätten sie immer alle Sachen mit.

Ich weiß aber, das viele andere hier ein ähnliches Problem haben. Völlig wurscht, ob die Schule gerne die Sachen dort lassen würde, das macht einfach nicht jeder mit.
Sag deinem Kind es soll seine Klamotten täglich mitbringen, und wenn der Lehrer sich beschwert, soll er zu Dir kommen.

Alternativ kannst du nur freitags da stehen und dein Kind vor Ort erinnern.

Ich würde sagen, das ist normal.
Für die Kinder ist alles neu, da dauert es ein bisschen, bis sie zB das richtige Packen des Schulranzens drauf haben.
Bei uns war es so, dass die Lehrerin durchaus sehr deutlich gesagt haben, was nun in den Schulranzen muss und was unter der Bank bleiben kann, trotzdem hat es am Anfang sehr oft nicht geklappt. Das ist halt auch schwierig für die Kids.

Immer alles Mitnehmen ist sicher keine sinnvolle Lösung.

Letztendlich hilft nur reden, reden und nochmals reden. Irgendwann wird das besser, früher oder später, je nach Kind.

Meine Kinder mussten die vergessenen Dinge immer irgendwie organisieren, also die verschiedenen freune abklappern und zusehen, dass sie Arbeitsblätter oder Hefte zum Kopieren gefunden haben. Und wenn nichts aufzutreiben war, musste halt tatsächlich am nächsten Tag nachgearbeitet werden...

Hallo,

ich würde mit dem Lehrer sprechen und ihm sagen, dass Du zwar darauf achten kannst, dass Dein Sohn alles für den nächsten Tag einpackt, aber nicht darauf, dass er die Sachen, die er braucht, aus der Schule mitbringt, und dass das ein Problem ist.

Ich glaube kaum, dass der Lehrer Lust hat, zu kontrollieren, ob 25 Kinder die richtigen Sachen mit nach Hause nehmen.

Mit dem Kind reden, hilft da wenig. Wir haben hier auch so einen Schussel, der ständig alles irgendwo vergisst, und der ist immerhin schon in der 5. Klasse. #schwitz

Abgesehen davon würde ich als Mutter auch sehen wollen, wo das Kind Lücken hat, um rechtzeitig reagieren zu können.
Das fängt die Schule nämlich, nach meiner Erfahrung, nicht auf. Bei Kindern, wo die Eltern sich nicht kümmern, werden die Lücken nur immer größer.
Bei der OGS hier wurde hauptsächlich auf Vollständigkeit kontrolliert. Auf den Inhalt hat da selten mal jemand geguckt.

LG

Heike

Wir hatten das gleiche Problem. Nun hab ich entdeckt, dass es Schließfächer gibt, die man mieten kann. An diese kommt man täglich bis 18 Uhr. Gibt es die bei euch vielleicht auch?

Mein Sohn lagert seine Sachen in diesem Schrank. Und wenn er was vergessen hat, muss er zurücklaufen. Seit er 4 mal an einem Tag laufen musste, vergisst er komischerweise auch nichts mehr:)

Halli, ja, meine mussten auch direkt zurückrollern oder -laufen. Fast 2 km je Strecke. Hat sie sehr geärgert...und sie haben blitzschnell gelernt, an ihre Sachen zu denken.

Hehe. Bei uns sind es nur 300 Meter in etwa. Geärgert hat ihn das trotzdem😉

Ich habe ja aktuell unser drittes Schulkind in der 2.Klasse und kann berichten, dass es besser wird, wenn du dich nicht einmischt. ;-)

Das Kind wird von sich aus lernen freitags die Hausaufgaben mit nach Hause zu bringen. Aber nur dann, wenn es gelernt hat, dass es in der Schule Konsequenzen erlebt.

Wenn du seinem Gehirn jetzt die Arbeit abnehmen würdest, in dem immer alles in der Schultasche verbleibt (da bin ich übrigens ebenfalls bei der Schule - das Gewicht ist zu viel für einen Kinderrücken!), dann kann kein Lernprozess stattfinden. Es wird nicht lernen an bestimmte Dinge zu bestimmten Zeiten zu denken.

Dein Sohn weiß freitags, dass es der letzte Tag vor dem Wochenende ist. Er weiß, dass er am Wochenende Zuhause die Hausaufgaben erledigen muss.
Und das er es selbstständig einpacken muss, dass wird er selbstverständlich auch noch lernen. :-)

Trau es deinem Kind zu! Du kannst ja dezent Freitagmorgens einen Wink mit dem Zaunpfahl geben. ;-)

Hallo,

das Problem hatte ich bei meinem Sohn auch. Das hört sich jetzt hart an, aber da hilft nur, dass er es lernt. Und das lernt er nur, wenn er als Konsequenz das Nacharbeiten hat und du ihn täglich daran erinnerst alles einzupacken. Ich weiß, es ist nervig, aber bei anderen funktioniert es auch. Mir sagte damals die Lehrerin, dass es bei den meisten Kindern gut klappt und es die restlichen Kinder lernen müssen. Ich habe damals auch geflucht, weil er ständig was vergessen hat. Ich habe ihm dann beim Nacharbeiten auch jedes Mal gesagt, dass er das nicht machen müsste, wenn er an seine Sachen denken würde. Irgendwann hat es dann klick gemacht. Hier ist es ab 3. Klasse so, dass die Kinder für nicht gemachte Hausaufgaben einen Strich bekommen. Ab dem 4. Strich, gibt es die entsprechende Note. Da zählt kein "ich hab das Buch in der Schule vergessen". Also ist es schon von Vorteil, dass sie lernen, selbst daran zu denken. Ich finde die Regelung gut. Gerade im Hinblick auf die weiterführende Schule. Die scheint zwar in der 1. Klasse noch weit entfernt, aber die Zeit geht schneller rum als man gucken kann. Und was Hänschen nicht lernt.....

LG
Michaela

Bei uns wurden solche Themen auf dem ersten Elternabend angesprochen und wir bekamen von den jeweiligen Lehrern unserer Großen ähnliche Antworten...

"Lassen sie ihre Kinder machen, sie werden sicherlich mal reinfallen und die Hausaufgaben nicht haben, aber damit rechnen wir... Sie müssen es dann nacharbeiten und nur so lernen sie, auf ihre Sachen zu achten und alles einzupacken!"

Aller Anfang ist schwer und die Kinder müssen in der Zeit an so vieles denken, aber das wird sich sicher einspielen... Ich glaube auch, man kann die Kinder anfangs evtl dran erinnern, aber irgendwann müssen sie es selber lernen und selber an ihren Kram denken... Wir als Eltern können ihnen nicht immer jeden Denkprozess abnehmen, da müssen wir einfach mal Vertrauen in die Kinder haben...

LG

Ganz ehrlich, euch als Eltern so völlig "abzuschirmen" vom Unterricht / der Schule finde ich sehr merkwürdig... Es muss doch eine Möglichkeit geben, dass ihr an die Sachen rankommt? Du könntest es natürlich erstmal noch so versuchen, dass du deinem Kind kleine Erinnerungszettel schreibst und z.B. in die Brotdose legst. Ansonsten reden, reden, reden. Die Konsequenz, dass er dann montags mehr tun muss, spürt er ja schon...
Ich würde auch die Lehrerin mal ansprechen. Vielleicht kann sie besonders drauf achten, wenn es jetzt schon mehrfach passierte. Ich gebe aber ehrlich zu, dass es immer schwierig ist, auf einzelne Kinder zu achten...

Prinzipiell läuft es bei uns in der Schule ähnlich ab. Allerdings gibt es freitags keine HA. Es stimmt schon, dass häufiger etwas fehlt, wenn die Sachen mit nach Hause genommen werden, aber für mich (Lehrerin) ist es dennoch wichtig, dass die Eltern ab und zu mal ins Material reinschauen... Ich würde versuchen mit der Schule zu sprechen, ob es nicht doch Möglichkeiten gibt, an die Sachen ranzukommen nach dem Unterricht oder vielleicht die wichtigsten Hefte mit nach Hause zu nehmen...

War bei uns auch mal Thema. Geholfen hat freitägliches den Mund fusselig reden. Der stete Tropfen höhlt den Stein. Erinnerungen im HA Heft. Und Zettel am Flurschrank im Eingangs-Sichtbereich mit der übergroßen Frage (Hausaufgaben dabei? Wenn nicht, ab zur Schuhe! Holen!)

Nachdem die Kinder dann einige Male wieder 20 Minuten zurück zur Schule und 20 Minuten nach Hause laufen mussten, in der Schule die Putzfrau finden mussten und um den Schlüssel bitten mussten, um dann ihre Hausaufgaben raus zu kramen, haben sie es schlussendlich doch gelernt, dass es viel einfacher ist, einfach gleich daran zu denken.

Hallo,

zusätzlich wundert es mich.... willst du in der Woche nicht sehen, was die grmacht haben ?

Wir hatten exakt das gleiche Problem. Mag ja sein, dass es bei 99 Prozent funktioniert, bei uns funktiknierte es nicht. So nimmt mein trotteliges Kind seit 2,5 Jahren alles mit, obwohl andere es in der Schule lassen. Und auch nach 2,5 funktioniert es nicht einwandfrei.

Vorausgegangen ist ein sehr deutliches Gespräch mit der Lehrerin. Jedes Jahr muss ich es aufs Neue führen. Wenn sie nicht mitgemacht hätte, hätte ich ich mir einen zweiten Satz Lehrbücher angeschafft. Ich denke sber, dass dies bei der ersten Elternversammlung angesprochen werden sollte.

#winke

Hi,
ist bei uns ähnlich...mit dem Kind reden, wäre mein Vorschlag. Sind ja seine Hausaufgaben, also muss er lernen daran zu denken. Klar, muss man am Anfang helfen, z.b. morgens daran erinnern oder etwas mitgeben, was ihn daran erinnert.
lg

Hallo,

alternativ könntest du ja eine kleine Notiz “Heute ist Freitag, HA einpacken” oder so ähnlich einlaminieren und mit Klett innen im Schulranzendeckel befestigen.

VG, midnatsol

Bei meinem großen war ich meistens bis 14:30 zuhause. Hin und wieder Freitags Mittag. Da konnte ich ihn zurückschicken. Dies hat meinen großen nichtmal gestört. Da durften wir Eltern aber auch selbst die Sachen holen. Direkt aus dem Klassenzimmer.

Jetzt ist das alles anders. Wenn wir von der Arbeit kommen, ist die Schule geschlossen. Keiner mehr da. Nichtmal die Putzfrau.
Heute hat es nichtmal eine konsequenz gegeben. Selbst wenn bei den Hausaufgaben was falsch ist, müssen sie es nicht selbst korrigieren. Wie sollen sie da die Ernsthaftigkeit dabei lernen 😞

Ich glaube da hilft nur ein elterngespräch

Hallo,

Meine Tochter wurde auch gerade eingeschult und geht täglich bis 16 Uhr in die Betreuung.

Nun, das einfachste wäre doch Deinem Kind nun langsam beizubringen selbständig zu werden und selbst an seine Sachen zu denken. Bei uns ist es ausdrücklich nicht erwünscht dass die Eltern sich um Vollständigkeit kümmern, das sollen die Kids lernen, und das können sie nur wenn man es ihnen zutraut. Klar geht dann am Anfang mal was vergessen, aber das ist ihnen dann meistens so unangenehm dass sie beim nächsten mal dran denken.

Alles Gute
Sunny

Hallo.

Dann sollte die Lehrerin drauf achten, dass alle Kinder ihre Schulsachen freitags einpacken.

LG

Erinnere deinen Sohn Freitag morgen daran. Er ist 6, da kann er durch aus auch daran denken. Zumal die Lehrer die Hausaufgaben ja aufgeben, dann muss das entsprechende Heft in die Schultasche!

Hallo,

ich bin Lehrerin, und doch - das ist am Anfang völlig normal.

Vor allem, weil dein Kind ja im Hort problemlos seine Hausaufgaben nochmal holen kann, wenn es sie vergessen hat. Dann fällt es ihm freitags natürlich schwerer als einem Kind, das jeden Tag einpacken muss.

Ich würde der Lehrerin Bescheid geben. Dann kann sie nochmal drauf gucken.

Für "auflaufen lassen" ist es noch ein bissel früh. Dein Kind muss sich im Moment noch an so viele Abläufe gewöhnen, da ist der Kopf voll. In den ersten drei Wochen radiere ich als Lehrerin vielleicht mal eine Reihe As aus, wenn die nur hingesauet wurden und sage: "Schreib die gerade nochmal neu" - damit das Schludern erst gar nicht losgeht. Aber Hausaufgaben einpacken - da habe ich noch ein Auge drauf.

Und nach meiner Erfahrung lernen die Kinder es genau dadurch. Ich habe für die Hausaufgaben eine durchsichtige A4 Mappe und jedes Kind hält die hoch, nachdem sie gepackt wurde. Dann sehe ich auf einen Blick, ob sie alles haben. Nach einer Woche brauche ich bei den fitten, nach drei bis vier Wochen bei den Piloten nicht mehr zu gucken.

Bei manchen kehrt später nochmal der Schlendrian ein, und dann gucke ich auch wieder.

Du kannst die Lehrerin also ruhig drauf ansprechen.

Wichtig ist nur, dass dein Kind die Hausaufgaben nicht wieder auspackt, wenn sie einmal im Ranzen sind. Auch das gibts. #rofl

LG

Wenn ich mich selbst an etwas sicher erinnern möchte, schreib ich mir den Anfangsbuchstaben davon auf den Hautbereich zwischen Daumen und Zeigefinger meiner Schreibhand "^,^ So sehe ich es immer, wenn ich diese Hand benutze und erinnere mich erneut daran ;) Vielleicht hilft das deinem Sohn, es muss ja kein Buchstabe sein, sondern kann auch eine Blume oder so sein. Hauptsache die Bedeutung dahinter bleibt in Erinnerung. Vielleicht auch ein Symbol seiner aktuellen Lieblingsserie, so wird er von Freunden darauf angesprochen und erinnert sich positiv daran die Hausaufgaben mitzubringen.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass ständiges daran erinnern und vorwurfsvolle Mahnungen eher das Gegenteil bewirken. Da schaltet dein Kind dann auf Durchzug und wird zudem noch dafür ausgeschimpft, dass er so ist, wie er eben ist. Du würdest ihm das Gefühl geben selbst falsch zu sein als Person, auch wenn du das so nicht meinst. Besser ist m.E. eine Lösung, die für ihn sinnvoll und hilfreich ist und nicht nur für dich. Vielleicht fragst du ihn einfach, was er als Erinnerung an die Hausaufgaben haben möchte. Einen Zettel im Mäppchen? Ein Rubbeltattoo auf die Hand?

Hallo


Bei uns lassen die Kids auch alles in der Schule.
Aber sie muss freitags an ihren turnbeutel denken.
Ich erinnere sie morgens nochmal daran das heute Freitag ist und sie nach dem Unterricht den Sportbeutel mit in die OGS nehmen muss.
Das hat bisher geklappt bis auf ein mal da hat die Lehrerin bei der Ranzenkontrolle aber nochmal erinnert.

Sag deinem Sohn morgens nochmal Bescheid und ansonsten vll eine Mitteilung an die Lehrerin das sie bitte vor Unterrichtsende nochmal daran erinnert das heute Freitag ist und alle ihre Sachen für die Hausaufgaben einstecken mögen. Ob sie das tut weiß ich nicht aber bei uns ist man sehr darauf bedacht den Kindern sowas zu erleichtern und die meisten Kinder wissen bei uns nicht welcher Wochentag Grad ist.


LG

Dem Hort sagen, dass das Kind nur rein darf, wenn es alles dabei hat…



Im ersten Schuljahr ist einer von meinen Jungs sicher zehnmal mittags wieder zurück zur Schule getrottet um sein Zeug zu holen. Inklusive höchst peinlichem klingeln beim Hausmeister – Riesen Schritt für einen kleinen Kerl, komischerweise klappt es ja…

Ich hatte davon irgendwann so die schnauze voll, dass ich die ganz harten Geschütze auffahren musste. Alles nette reden mit der Lehrerin hat nichts gebracht, so dass ich ihr leider die Pistole auf die Brust setzen musste, dass sie rechtlich zur Herausgabe der Sachen verpflichtet ist, denn die gehören uns nicht der Schule. Ab da ging es.