Lesen lernen mit Silbenmethode

Hallo zusammen,

ich bin grad etwas verzweifelt und ratlos. meine Tochter ist 6 Jahre und gerade am 29.08 eingeschult worden. Gestern kam sie aus der Schule( wo sie sehr gerne hingeht) und teilte mir direkt mit, dass mit ihr geschimpft worden wäre sie solle aufpassen und lernen.

Ich fragte genauer nach und sie sagte mir sie hätte etwas nicht, lesen können und es wäre dann mit ihr geschimpft worden. Dies verstand sie gar nicht und meinte alle Kinder seien doch unterschiedlich und sie könne halt noch nicht lesen.#schmoll.
Wir haben dann gestern Abend lesen geübt ( mu, mi, ma, mo )und es klappt auch mäßig.

Heute kam dann der Anruf der Klassenlehrerin T. könne nicht "Mama" lesen, alle anderen Kinder könnten es.....Man müsse den Anfängen wehren... Aber wie?????

Tja, was soll ich sagen meine Maus saß dann heute vor dem Buch ma, mi,mu etc.... klappen auch, aber bei 4 Buchstaben ist sie am Ende. Es ging einfach nicht, das Kind heulte bitterlich nix klappte... Jetzt ist sie erstmal beim Tanzen und heute Abend schauen wir es uns nochmal an.

Wessen Kind hat auch mit der Methode lesen gelernt, ich dachte die sei total einfach für die Kinder. Und wessen Kind hatte auch solche Probleme und was habt Ihr gemacht...

Liebe Grüße
Ina

Ich weiß nicht nach welcher Methode mein Kind lesen gelernt hat. Aber es war zäh. Er kam letztes Jahr in die Schule. Er konnte seinen Namen "lesen" und auch Mama. Wobei ich "lesen" bewusst in Anführungszeichen setze. Ich denke es war kein Lesen, sondern ein wieder erkennen. Alles andere hat schrecklich lang gedauert. Es war zäh, es hat keinen Spaß gemacht, er wollte nicht, ... Wir waren hinter her, ließen ihn hier ein Wort auf der Butter und da eins auf dem Käse lesen. Irgendwann um Ostern ist der Knoten geplatzt. Seither liest er. Erst langsam, inzwischen okay und selten fehlerhaft. Es macht ihm plötzlich auch Spaß.
Die Klassenlehrerin meinte zum Halbjahr. Ein Drittel kann es zur Einschulung, ein Drittel bis Weihnachten und die allermeisten zum Ende des 1. Schuljahrs. Aber das sagt nicht über ihre weitere Schullaufbahn aus.
Und ansonsten üben, üben, üben, aber auch mal Freizeit und Wochenende haben.
Alles Gute!

Wie wäre es die Silben auf kleine Kärtchen zu schreiben und diese erstmal einzeln zu lesen.
Klappt das, dann klebt ihr mot Tesafilm je zwei Silben zusammen. Und wenn sie zusammen geklebt sind, dann spricht man sie auch zusammen.

Einzeln: MA MO
Zusammengeklebt: MAMO

Vielleicht macht es so klick dass Silben die zusammenstehen auch so gelesen werden.

Ist nur ne Idee ;)

Das ist ein toller Tipp. So machen wir es letztlich auch in der Schule, lässt sich aber auch zu Hause gut umsetzen. Und wenn das Prinzip verstanden ist, wird es gleich viel einfacher...

Bei uns wird gerade lesen durch schreiben gelernt. Sie haben mit Silben in Wörtern angefangen. Es geht auch sehr zäh. Rechnen ist da für mein Kind auch einfacher. Ich habe mir solche Indianer Arbeitshefte in der Buchhandlung besorgt, wo man Silben übt. Das machen wir ab und zu. Mach deiner Tochter nur kein Druck, denn dann wird erst recht kein Lernen stattfinden. Beim Lernen ist es oft so, dass man übt und übt und hat das Gefühl das Kind macht keinen Fortschritt und dann auf einmal klappt es. Also kein Stress!

Es klingt schrecklich welchen Druck eure Lehrerin jetzt schon macht, immerhin hat das Schuljahr ja erst begonnen. Wir fangen gerade mit dem Lesen an. Es ist aber häufig ein Erkennen des Wortes also Mama und Papa und den eigenen Namen. Wir erlesen jetzt langsam die Buchstaben, auch über die Silben. Aber bei uns ist da kein Druck in der Schule dahinter. Es macht den Kindern Spaß, dem einen mehr als dem anderen. Natürlich muss man üben aber bei Tränen würde ich dann doch mit der Lehreirn reden und ihr klar machen dass jeder sein Tempo hat und es wichtiger ist, dass deine Tochter weiterhin gerne in die Schule geht als wie schnell sie lesen lernt. So macht man die Lernlust kaputt. echt schrecklich.
Wir haben uns aus der Bücherei ein Spiel mit Groß- und Kleinbuchstaben besorgt, bei dem die Kinder Wörter legen, das macht Spaß und sie lernen so mal die Buchstaben kennen. Die großen kennen sie schon alle, aber die kleinen nicht. Das Spiel heißt "Buchstabieren" von Spear spiele. Da gibts aber sicher viele.
Meine zwei sind auch sehr motiviert weil sie in der Klasse eine Leseleiter haben. Für jedes glesene Buch (natürlich anfangs mitgelesen) dürfen sie auf der Leseletier einen Schritt vor und bei 5 bekommen sie ein kleines Geschenk. Vielleicht kannst du ja sowas mit deiner Tochter machen.
Ich hab eine Lesebox angelegt (einfach nur ein Schuhkarton) da werf ich Zettelchen mit den Worten rein die sie schon mitlesen können (mama, papa, ist, wo, da,...) und jeden Tag nehmen wir 5 raus und lesen sie.
Außerdem haben wir diese Bücher mit den Bildern, wo sie nur die zwei buchstaben wörter lesen ich lese die längeren und sie "lesen" die Bilder, das motiviert und sie erlesen schon silben wie "da" "ja" "na" etc, teilweise ist es ein raten aber so haben sie schnell erfolge. Sie sind schon ganz stolz wenn sie Wörter wieder erkennen.
Viel ERfolg!

Ich kann dir nur den Spruch ans Herz legen: Lesen lernt man nur durch lesen.
Ihr müsst (ja! müsst!) immer wieder üben. Am besten nicht mit der Brechstange. Ich empfehle immer lieber täglich 10 Minuten als einmal wöchentlich eine Stunde.
Deine Tochter muss unheimlich viele Prozesse schaffen beim ersten Lesen: Erkennen, welcher Laut zum M / m gehört und zum A / a. Das kannst du dir am besten vorstellen, wenn du z.B. das kyrillische Alphabet oder chinesische Schriftzeichen lernen müsstest. Da gibt es kleinste Unterschiede, die von Bedeutung sind (n / m / w / u) - das kann sich ein Kind nur einprägen, wenn es immer wieder übt. Das Zusammenziehen der Laute ist eine Hürde und dann die Silben zu verbinden, ist nochmal ein großer Schritt. Ich muss der Lehrerin Recht geben. Ihr solltet unbedingt jetzt dranbleiben, denn es kommen immer mehr Buchstaben dazu und wenn die ersten nicht gefestigt sind, dann wird es nicht leichter für deine Tochter. Nach einem Monat gibt es keinen Grund zur Panik, aber es wird definitiv nicht einfacher, je länger ihr wartet.

Die farbige Kennzeichnung der Silben hilft den Kindern meist tatsächlich beim Lesen, da das Kind das Wort nicht selbst durchgliedern muss und sich auf die Silben konzentrieren kann. Ganz am Anfang ist das jedoch noch nicht ganz so relevant...
Und letztlich ist auch egal welche Methode angewendet wird: Lesen lernt man nur durch lesen, also Übung.

Das mit ihr geschimpft wird, weil sie es noch nicht kann ist natürlich übrigens nicht in Ordnung. Schon gar nicht, wenn es vor der ganzen Klasse passiert 🙄 Da solltest du deine Tochter unbedingt auffangen!

P.S. Und falls das Argument kommt, dass das Lesen üben doch eigentlich die Schule machen müsste... Ja, vielleicht müsste - aber es ist unrealistisch. Jedes Kind abzuhören schafft man nicht (immer) oder es stellt den Lehrer vor die Problematik, dass man die Kinder bloßstellt vor der Klasse, wenn man laut übt. Die Grundprinzipien lernt und übt man in der Schule aber ohne Wiederholung zu Hause, schaffen es die wenigsten Kinder oder eben sehr viel langsamer.

Hallo, auch ohne die Klasse zu kennen halte ich es für ein Gerücht, dass alle Kinder etwas können. Also das sie etwas können glaube ich schon nur nicht das es bei allen Kindern, das Selbe Sachgebiet ist.

Die Lehrerin macht ganz schön viel Stress und noch ist der gar nicht Notwendig. Am Ende der ZWEITEN Klasse sollten Kinder flüssig und sinnentnehmend lesen können. Dabei ist sinnentnehmend wichtiger als die Geschwindigkeit.

Immer mal wieder nebenbei mit dem Kind einzelne Silben lesen ist wichtig. Bei längeren zusammengesetzten Quatschwörten darf man auch Silbenbögen mit dem Bleistift untermalen
Ma MaMa
Pa PaPa
Me MeMe
Pe PePe
Mu MuMu
Pu PuPu
Mo MoMo
Po PoPo
Mi MiMi
Pi PiPi


Wenn die Lehrerin so viel Druck aufbaut, bringe deine Tochter zum Lachen.

Keine Methode ist für alle Kinder geeignet. (sonst gäbe es nicht soviele Varianten...)
Es gibt Kinder, die brauchen stumpfe Wiederholung, andere müssen sich beim lernen bewegen, andere brauchen Farbreitze (bunte Silben), beim nächsten Kind ist bunt das falscheste vom falschesten was man machen kann.


Gruß Sol

"Am Ende der ZWEITEN Klasse sollten Kinder flüssig und sinnentnehmend lesen können. "

Das mag ja theoretisch so sein.

In der Praxis ist es aber so, dass es spätestens im 3. Schuljahr richtig losgeht mit längeren Texten. Wer da nur auf diesem niedrigen Niveau lesen kann, bekommt in Klassenarbeiten keinen Fuß mehr auf den Boden, weil er zu lange braucht, um die Aufgaben zu lesen. Dann ist keine Zeit mehr für deren Bearbeitung, und das war es dann mit guten Noten.

Unsere Kinder sind beide mit der Grundschule durch, und ich weiss von keinem Kind, das in der 3. Klasse so schlecht lesen konnte und trotzdem gute Noten hatte.
Wenn die sich dann nicht massiv steigern, sind das später die Kandidaten mit der Hauptschulempfehlung.

Was verstehst du unter flüssig lesen?
Es ist mir ein Rätsel wie man flüssiges lesen als niedriges Niveau bezeichnen kann.

Hallo,

wie schon geschrieben, rate auch ich Dir zu Silbenkärtchen. Das hat bei meinen beiden Kindern toll funktioniert.

* täglich 10-15 Minuten üben, mehr ist zu viel
* Kärtchen aneinanderlegen und Fantasiewörter sowie sinnvolle Wörter zusammenstellen

Das wird schon! In ein paar Tagen sieht's schon ganz anders aus, keine Sorge.

LG
Karin

Das wollte ich noch schreiben: Bis Weihnachten lesen die Erstklässler erst halbwegs flüssig. Alles normal!

Hallo,

meine Kinder haben alle 3 nach dieser Methode lesen gelernt. Mein mittlerer Sohn hatte damit auch riesige Schwierigkeiten. Die hatte er aber mit jeder anderen Methode auch. Er hat es einfach nicht kapiert und konnte bis zur 2. Klasse extrem schlecht lesen. Während andere schon Texte lasen, hatte er noch Mühe einzelne Wörter zusammen zu ziehen. Irgendwann ist der Knoten von selbst geplatzt und er hatte den Dreh raus. Das war Weihnachten in der 2. Klasse. Er hatte dann nie wieder irgendwelche Schwierigkeiten im Deutschunterricht.
Ich verstehe nicht, dass die Lehrerin solch extremen Druck macht. Deine Tochter ist frisch eingeschult. Bei uns hieß es damals "bis Weihnachten sollte es klappen, wenn nicht ist es kein Drama". Bei meinem Sohn schlug die Lehrerin erst nach dem 1. Halbjahr Alarm. Er bekam zusätzlich Förderunterricht, hatte 3 verschiedene Fibeln und irgendwie hat nix gefruchtet. Ich bin bald wahnsinnig geworden. Vor allem kostet es unheimlich Nerven und Geduld.
Mit Intelligenz hat das aber nichts zu tun. Mein Sohn besucht jetzt erfolgreich das Gymnasium. Dass er in der 2. Klasse erst das Lesen gelernt hat und 2 Jahre Förderunterricht bekommen musste, merkt man jetzt nicht mehr. Stress dich nicht zu sehr und vor allem, setze deine Tochter nicht unter Druck. Das blockiert sie. Setzt euch auch nicht stundenlang dran. Täglich 10-15 Minuten. Probiere es mal so: ma-mam-mama, pa-pap-papa, mi-mim-mimi usw. So ging es bei meinem am besten.

LG
Michaela

Wow,
da legt die Lehrerin aber ein ordentliches Tempo vor.
Ich bin selbst Grundschullehrerin und meine eigene Tochter ist am gleichen Tag eingeschult worden wie deine. Weder bei ihr noch bei mir steht Lesen auf dem Programm. Keine Silbe und kein Wort. Sie und ich machen Übungen zur pholologischen Bewusstheit: Silben klatschen, Reimwlrter finden, Anlaute abhören...
Die Kinder kennen doch in der Regel nicht mal die Kleinbuchstaben!
Lass dich bloß nicht irre machen, das Kind ist 3! Wochen in der Schule.
LG

Puhhhh, ich dank Dir so sehr!! Vor allem hat sie Freitag und Montag in der Schule gefehlt, da wir auf einer Hochzeit im Ausland waren... Da wurden 2 neue Buchstaben gelernt. ja ich finde das Tempo auch enorm. Ich werd mich jetzt entspannen, da ich auch finde,dass meine Tochter es toll macht..
LG Ina

DaS Tempo ist ja echt unglaublich. meine zwei haben jetzt nach der driten Woche nru das M m gelernt, also in groß und in klein und dein eigenen Namen auch in Kleinbuchstbaen zu schreiben. Ich förder viel zu hause und wir lesen jeden Tag gemeinsam, sie sind ganz stolz dass sie schon einige Wörter erkennen und so macht es Spaß.
Viel Glück mit der Lehrerin, ich hoffe deine Tochter kann trotzdem noch lange Spaß an der Schule haben.

Sehr empfehlen kann ich die App von Intraact Plus. Damit hat mein damals knapp 6jähriger in kürzester Zeit lesen gelernt.

Vielen Dank an Euch alle,

wir haben jetzt mit Karteikärtchen die Silben geübt und sie hat dann Mama, Mia, Mio, Omi und Momo zum Schluß lesen können.... Danke für Eure Tipps!! Mein Sohn ist schon in der 7. Klasse und hat sich beim ersten Lesen auch so schwer getan, aber das ist so lange her und das war auch noch schreiben nach Gehör#augenNaja er hat es auch gelernt.

Wir bleiben jetzt dran und ich habe sie sehr gelobt. Ich hab sie grad gefragt,ob sie ihre Lehrerin mag, da seufzt sie ganz tief und sagt :"Ach Mama es ist manchmal so schwierig mit ihr!" sie ist halt sehr streng, aber da muss sie jetzt durch;-)

Macht Euch einen schönen Abend und#danke
Ina

"hat sich beim ersten Lesen auch so schwer getan, aber das ist so lange her und das war auch noch schreiben nach Gehör#augen Naja er hat es auch gelernt."

BITTE benutz doch wenigstens die richtige Schreibweise der Methode nach der dein Sohn gelernt hat.
Es heißt: Lesen durch schreiben !!!

Und soll ich dir etwas berichten ? Mein Sohn (13 J.) und die Mehrheit der Kinder unserer Grundschule (ja, bis heute und lang davor) haben danach super gelernt. WEIL die Schule und die Lehrer diese Methode perfekt umsetzen und nicht faul die Kinder 4 Jahre machen lassen wie sie wollen.

Unsere Grundschule ist im gesamten Umkreis dafür bekannt, das die Kinder super in Rechtschreibung sind, ein tolles Gespür für Sprache haben.

Der Sohn meiner Freundin hat an einer anderen Schule nach der Silbenmethode gelernt und hat ewig gebraucht um vernünftig lesen zu lernen.

Sorry, das musste raus. Ich hasse das Rumgehacke auf dieser Methode, nur weil viele Lehrer sie falsch machen.

LG
Tanja

Dem kann ich nur zustimmen. Hier wird auch nach Lesen durch schreiben gelernt und es klappt super. Noch vor den Herbstferien wird hier die erste einfache Rechtschreibregel eingeführt und regelmäßig erweitert.

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Meine beiden haben auch so lesen gelernt. Wir haben die Silben farbig gemacht. Wenn die Kinder mehr Buchstaben können gibt es auch tolle Bücher, in denen die Silben 2 farbig sind.

Versuch es mal mit den Lies mal! Heften. Da geht es auch mit Silben los.

Hallo,

ich finde es gut, dass die Lehrerin deiner Tochter im Blick hat, dass deine Tochter anscheinend mehr Zeit als ihre Mitschüler braucht. Den Druck, den sie aufbaut, kann ich aber gar nicht gutheißen. So lernt deine Tochter gleich viel schlechter lesen, weil sie sich davor fürchtet ausgeschimpft und bloßgestellt zu werden. Das geht wirklich gar nicht.

Die Silbenmethode und überhaupt silbierte Texte erleichtern vielen Kindern das Lesen. Das heißt aber nicht, dass alle superleicht lesen lernen. Lesen lernen ist nicht superleicht. Man muss die einzelnen Buchstaben erkennen und sie sprechen können. Das sind ja nicht nur 3! Dann muss man sie zusammenziehen können. Schritt für Schritt enthalten die Wörter immer mehr Silben. Wenn man es schafft sie zu lesen, bedeutet das nicht, dass man auch gleich versteht, was man gelesen hat. Wer Schwierigkeiten hat, ist da schnell demotiviert und das ist so fatal, weil man das Lesen in allen anderen Fächern braucht.

Was du machen kannst, um deiner Tochter zu helfen: Viel vorlesen. Hilf ihr die Buchstaben zu lernen, macht ein Spiel daraus. Überall sind Buchstaben, fragt sie wie man sie liest. Lass sie die ersten zwei Buchstaben zusammenziehen, du liest den Rest.

Das Zusammenziehen von Buchstaben ist einfacher, wenn zuerst ein Konsonant vorn steht, den man gut "summen" kann, da hängt sich der Vokal besser an.

Ich würde versuchen solche kleinen Aufgaben möglichst in den Alltag zu integrieren. Sich extra hinzusetzen erzeugt viel mehr Druck. Das würde ich gerade jetzt am Anfang tunlichst vermeiden.

LG

Ich habe die Antworten jetzt nur überflogen, aber die meisten zielen darauf ab, mut dem Kind irgendwie irgendwas zu üben.
Um Himmels Willen!
Ich bin Grundschullehrerin und sage Nein!
Lass die Hausaufgaben machen, lies mit dem Kind in der Fibel, lies vor.
Das Mädel hat noch Wochen Zeit, bis der Knoten platzen sollte.

Danke#hicks ich glaube darauf wird es hinauslaufen... Jetzt lesen wir etwas, machen die Hausaufgaben....und wenn ich auf die Schullaufbahn meines Sohnes zurückblicke, wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.. Ich will ihr auf jeden Fall nicht den Spaß an der Schule verderben, dass ist mir am Wichtigsten#sonne

LG Ina

Die methode ist schwachsinnig. Dies muss man erst einmal begreifen.#liebdrueck

Hallo,

ich würde empfehlen, täglich 5 bis 10 Minuten Lesen zu üben, auch wenn das Kind keine Lust dazu hat.
Wenn das für Deine Tochter momentan so extrem anstrengend ist, würde ich erstmal nur 5 Minuten machen.
Täglich ist wichtiger, als lange.

Das empfiehlt auch die hiesige Grundschule.

Wenn es mit den Silben nicht klappt, kann man es auch mit der Anlauttabelle versuchen.

Je länger es dauert, bis die Kinder lesen können, umso schwerer haben sie es in der Schule. Wer schnell Aufgabentexte lesen und begreifen kann, hat mehr Zeit, diese Aufgaben zu bearbeiten, als einer, der lange braucht, bis er den Text gelesen und verstanden hat.

Da kann es hundertmal so sein, dass die Kinder das offiziell erst am Ende der 2. Klasse können müssen. Fakt ist, wer es erst dann kann, ist abgehängt und muss sich stark steigern, um am Ende der Grundschule nicht mit einer Hauptschulempfehlung da zu stehen.

Unsere Kinder haben sich anfangs beide sehr schwer getan mit dem Lesen, und es gab jede Menge Theater, weil sie keine Lust hatten, aber irgendwann ist der Knoten geplatzt.
Unsere Tochter hat in den Ferien nach der 1. Klasse angefangen, ganz viel freiwillig zu lesen und in der 3. Klasse den Lesewettbewerb der Schule gewonnen.
Unser Sohn konnte nach dem 1. Schuljahr zwar auch flüssig lesen, aber Spaß daran, hat er erst später entwickelt. Dafür hat er dann mit 8 den Herrn der Ringe gelesen.

Wir sind, sobald das ging, auf Comics umgestiegen, weil unsere Kinder die Erstlesebücher beide total öde fanden.

LG

Heike

Schau mal, damit arbeite ich (in der Schule), wenn Kinder sich beim lesen schwer tun:
https://www.mildenberger-verlag.de/page.php?modul=GoShopping&op=show_article&aid=7983&cid=781

Wart ihr mal beim Augenarzt? Das kann es manchmal schon sein....

LG

Alle Kinder lernen lesen, Indianer und Chinesen...

Und das ist echt so: Ich arbeite ja nun an einer Gesamtschule mit Inklusionsklassen und auch viele Inklusionskinder können lesen.

Es gibt dann sicher Unterschiede, wie gut und wie schnell sie lesen und wie es mit der Sinnerfassung aussieht, aber lesen, d.h. Buchstaben und Silben zu Wörtern zusammenziehen, das können fast alle (im Inklusionsbereich gibt es sicher Kinder, die das nicht können).

Das habe ich mir immer wieder vor Augen gehalten, wenn ich von der Lehrerin Druck bekommen habe und selbst Druck empfunden habe. Du darfst dich entspannen. Ist auch besser für dein Kind. Es wird Lesen lernen. Den berühmten Knoten gibt es wirklich und der platzt bei den meisten irgendwann im ersten Schuljahr.

Bis dahin: Üben ohne Druck. Ich habe z.B. ein Memory mit Silben gebastelt, eine Karte mit Ze- und eine mit -bra, eine mit Ma- und eine mit -ma mit passenden Bildern drauf.
Und wir hatten eine Musiktreppe, da klebte auf jeder Stufe eine Silbe und beim Hochgehen hat man die gesungen: Mo, Mi, Ma, Me, la, li, lo...Lustig wird es auch, wenn man mal eine Stufe überspringt oder wieder rückwärts geht.

Das alle hat besser funktioniert als stumpfes Brüten vor der Fibel.
Der Sohn ist jetzt in Klasse 2 und liest flüssig und gut. Aber der Anfang war schwer.

Heute kam dann der Anruf der Klassenlehrerin T. könne nicht "Mama" lesen, alle anderen Kinder könnten es.....Man müsse den Anfängen wehren... Aber wie?????

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Wehret den Anfängen, das deine Tochter Lernunlust und Schulangst so bekommt. Wäre meine Antwort auf ihre Aussage gewesen.


Klar, üben üben üben aber doch nicht mit Weinen und Angst!


lg lene

Der Druck geht gar nicht! Wir haben solche Kärtchen vom Mildenberger Verlag zum üben, da gibt es auch Silben spiele! Vielleicht so mit viel Spaß unterstützen?