Extrawürste?

Vorab, es wird ein Sinnlosposting ;-) Aber ich wollte mal rumhören, weil ich das so von meinen älteren Kindern nicht kenne.
Also, mein Jüngster geht in die 4. Klasse. Seit einiger Zeit differenziert die Klassenlehrerin zwischen den Kindern. Der eine braucht keine Kopfrechentests zu schreiben, der nächste keine Diktate. Klassenarbeiten werden von einzelnen Kindern teilweise an 3 Tagen geschrieben, weil sie nicht fertig werden. Dann haben die Kinder völlig unterschiedliche Hausaufgabenpläne.
So hat mein Sohn einen proppevollen Plan, während sein Freund nur die Hälfte zu erledigen hat und das ohne erkennbaren Grund. Ist halt ärgerlich, weil der Freund dann mittags schon recht früh Zeit hat zu spielen, während mein Sohn murrend über den Hausaufgaben hängt.
Meine Großen sind in der 9., bzw. 11. Klasse und ich kenne das von denen überhaupt nicht. Da wurde nicht differenziert und jeder hatte was anderes zu tun, bzw. unterschiedlich lange Zeit für Klassenarbeiten.
Wie ist das an euren Grundschulen?

Ich kann verstehen, dass dich das verunsichert, muss aber sagen, dass es ganz normal oder gar sehr vorbildlich klingt, was die Lehrerin "bietet".

Ich arbeite selbst an einer Schule mit Jahrgangsmischung und hatte zuletzt eine Gruppe 1./2. Klasse, darin sind Kinder, die die 1. wiederholen, die 2. wiederholen, den Lernstoff auf 3 Jahre dehnen. Außerdem ein Kind mit Schulbegleiter, Kinder mit Lernschwäche und -behinderung, ein Kind mit Hochbegabung in Mathe und ja, auch Kinder, die "normal" unterrichtet werden. Ich bereite also oft 8-10 verschiedene bzw.
differenzierte Inhalte für 1 Stunde vor.
Gerade was Hausaufgaben betrifft, muss ich extrem aufpassen, Aufgaben auszuwählen, die die Kinder selbstständig schaffen. Arbeiten schreiben die Kinder versetzt, manche in Kleingruppen oder nur in Einzelbetreuung. Manche Arbeiten zerschneide ich in 3 Teile und die Kinder schreiben über 3 Tage oder gar Wochen an dem Test...

Aber lange Rede, kurzer Sinn: Wenn dein Sohn mit seinen Aufgaben nicht klar kommt, dann suche das Gespräch mit der Lehrerin. Es ist durchaus möglich, dass sie ihm zu viel zumutet (falls das überhaupt das Problem ist). Da ist es ganz gut, wenn man eine Rückmeldung von Kind und Eltern erhält, gerade was die Hausaufgaben betrifft.
Ansonsten solltet ihr nicht zu sehr auf die anderen Kinder schauen. Es ist gut und richtig, dass jeder entsprechend seiner Fähigkeiten gefördert wird...

Uff, das hört sich ja mordsanstrengend an #schwitz
Ne, mein Sohn schafft seinen Kram schon, ist nur irritiert, weil er es aus seiner Sicht unfair findet, dass er mehr aufhat, als seine Freunde oder er eben nicht tagelang an einer Klassenarbeit schreiben darf. Aber dass sich da so viel getan hat innerhalb von 4-5 Jahren ist schon erstaunlich!

Mein jetziger 9.Klässler hatte das auch schon in der 1. Klasse. Hängt teilweise vom Lehrer ab, denn bei ihm wurden auch die starken Kinder gefördert.

Allerdings würde ich mir genau anschauen ob der Kumpel wirklich weniger HA hat. Ist dies der Fall und der Kumpel wird regelbeschult, wäre da ganz schnell Schluß! Es kann nämlich nicht sein, dass ein fittes Kind durch zusätzliche HA gestraft wird. Eigentlich sollten diese Kinder im Unterricht mehr Stoff bekommen und daheim eher weniger.
Oder ist dein Sohn einfach eine Schnarchnase und der Kumpel arbeitet in der Schule schon vor?

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So sinnlos finde ich dein Posting gar nicht.
Vielleicht kann ich dir da etwas weiterhelfen?

Mittlerweile sind ja viele Schule inklusive Schulen, dass heißt, dass Kinder mit verschiedensten "Handicaps" dort auch unterrichtet werden - bei uns heißen sie Statuskinder. Zudem gibt es Kinder mit einen sogenannten Nachteilsausgleich, die keine Statuskinder sind. Dafür gibt es jeweils ganz verschiedene Curricula und Vorgaben. Das führt durchaus zu verschiedenen Klassenarbeiten, Hausaufgabenplänen, verschieden langer Zeit für die Arbeiten etc. Ein Riesenaufwand, aber nur so läuft der Unterricht im Regelfall dann rund.

Zumeist gehen dann die Grundschulen noch einen Schritt weiter und differenzieren dann auch deutlicher zwischen den weiteren Schülern. Bei uns gibt es zB passend zum Deutschbuch unterschiedliche Arbeitshefte.

Sicher auf den ersten Blick sehr undurchsichtig. Sprich doch einfach mal die Lehrerin drauf an und dann auch gleich darauf, warum dein Sohn so ein großes Pensum hat. Das kann dann nämlich daran liegen, das sie ihn fordern will... Wenn das allerdings zu viel wird, solltest du das zurückmelden...

VG

...Mittlerweile sind ja viele Schule inklusive Schulen...

Aber das müsste man doch wissen als Eltern ob es eine inklusive Schule ist oder nicht.

Unserer GS war bis zum jetzt neuen Schuljahr eine "normale" GS und seit diesem Schuljahr gibt es 4 Inklusionskinder - das wurde sogar in der Presse bekanntgemacht und die HP ist entsprechend geändert.

Das wird aber nicht immer an die große Glocke gehängt.
Bei uns zB steht das auch nicht immer in der Zeitung bzw es hat nicht jeder eine Tageszeitung mehr.
Von daher finde ich das total okay, wenn man das halt mal nicht weiß...

Hoffentlich ist das an jeder Grundschule so, d.h. nämlich, dass die Lehrerin ihren Inkusionsauftrag sehr ernst nimmt.

Bei Kinder, die länger an den Arbeiten/Test arbeiten dürfen, handelt es sich bestimmt um die, denen ein Nachteilsausgleich gewährt wird. Das ist im Schulgesetz vorgesehen. Ähnlich wird es sich mit den unterschiedlichen Wochenplänen oder Hausaufgabenplänen verhalten.

Wie man an einen Nachteisausgleich kommt ? Google mal.

Das nennt sich Inklusion.
Freu Dich, dass Dein Sohn offenbar so fit ist, dass er in vollem Umfang gefordert werden kann.

LG

Das kommt wohl auf die Schule an.

Wenn es ein generelles Konzept ist, sollte das am Elternabend besprochen werden.
Z.B. wenn die Schule verschiedene Leistungsniveaus bietet.

Schwieriger wird es, wenn mehrere Kinder Nachteilsausgleiche bekommen. Das hilft diesen Kindern weiter, kann andere Eltern zunächst vor den Kopf stoßen. U.a. weil ich mir vorstellen könnte, dass aus Datenschutzgründen nicht gesagt werden kann, was Sache ist. Nachteilsausgleich sagt ja schon aus, dass das Kind entsprechend Bedarf dafür hat. Bedarf = Hintergrund. Auch wenn der Hintergrund nicht offen gelegt wird, machen manche einen Stempel daraus.



Wenn es deinem Sohn selbst auffällt und die Lehrerin nett ist, könnte er sie z.B. mal fragen. Wir haben gemeinsam Hausaufgaben gemacht ....

Braucht er mehr Übung? Möchte die Lehrerin ihn stärken, damit er ein höheres Niveau erreichen kann?

Hier sollte es nicht auf die Schule ankommen. In unserem Bundesland steht es in der Grundschulverordnung

Bei uns wird auch differenziert und zwar an den Stärken und den Schwächen der Kinder. Meiner hat zb eine LRS und wenn in der Klasse ein Diktat geschrieben wird, macht er eine für seinen Stand entsprechende Aufgabe. Allerdings kenne ich diese großen Unterschiede bei den Hausaufgaben nicht. Vielleicht solltest du die Lehrerin einfach Mal fragen, was sie sich dabei denkt?

In Zeiten von Datenschutz ist das normal. Damit eben genau DAS nicht bei meinen Söhnen passiert, sage ich immer ziemlich offen auf dem Elternabend, was meine Kinder haben und wie sich das auf den Unterricht auswirkt. Interessanterweise folgen praktisch alle Eltern mit Kindern mit Einschränkungen meinem Beispiel und „offenbaren“ sich dann auch. Plötzlich merkt man ziemlich schnell, dass die halbe Klasse irgendwie eingeschränkt ist. Die einen haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf und/oder Schulbegleitung und bei den anderen reichen Notenschutz und/oder Nachteilsausgleiche. Äußerlich sieht man das den wenigsten Kindern an - die allerwenigsten Kinder haben einen Rolli. Es führt aber eben zu unschönen Situationen in der Klasse - zu Neid, Mißgunst bis hin zu Mobbing.

Offenbar wird dein Sohn eben nach Regellehrplan und ohne Nachteilsausgleiche beschult - sein Freund aber nicht. Nur weil du und dein Kind die Gründe dafür nicht kennen, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt.

Bei uns wird auch sehr differenziert. Mein Sohn (1. Klasse) hat in Mathe zusätzlich zum Mathebuch ein Forderheft mitbekommen, andere nix oder ein Förderheft. Das muss dann halt täglich bearbeitet werden - oder eben nicht, wenn man kein Spezialheft hat.

Besonders toll findet er das nicht, dass er täglich extra Aufgaben machen soll. ;-)

Hallo das mit den Unterschiedlichen wochenplänen hatten wir in der Grundschule auch allerdings wurde uns das am Elternabend vorher erläutert.

Kinder die z.b sehr gut und schnell in einem Fach waren hatten dort auch mehr aufgaben zu erledigen wie die wo langsamer sind alles in allem sollte jedes kind am ende in seinem tempo ca 30min Hausaufgaben haben.
Die Lehrerin sagte uns auch wir sollen uns melden wenn es zuviel wird o.ä sie kann es ja auch nur am Tempo in der schule bemessen.
Lg

Ich kann dir als Grundschullehrerin sagen, dass wir dazu verpflichtet sind. Jedes Kind dort abzuholen wo es steht und zu fordern bzw zu fördern. Ich habe schon 3fach differenziert. Viel Arbeit bedeutet das. Aber jedes Kind ist halt anders. Lernen im Gleichschritt wie bei uns damals ist nicht mehr.

Tolle Lehrerin habt ihr!!!

Wow... wahrscheinlich mache ich mich jetzt ziemlich unbeliebt, aber ich finde das ganze als ein ziemliches Theater und am Ende werden durch die ganzen Nachteilsausgleiche usw... doch diejenigen bestraft, die nix haben und deswegen mehr und länger an den Hausaufgaben sitzen als andere. Das finde ich schon reichlich suspekt und ist wahrscheinlich auch den Kindern schwer zu vermitteln. Seltsames System.... in dem alles individualisiert wird.

Ja, jemand anderes schrieb, dass die Hälfte der Klasse irgendwas hat, was eben nicht der "Norm" entspricht. Finde ich schon krass in einer "normalen Grundschule". Zumal meine Großen auch auf dieser Grundschule waren und da gab es auch welche mit LRS oder Schwächen beim Rechnen, aber das waren 2 oder 3 Kinder und nicht die Hälfte...
Ich bin ja froh, dass ich "Normkinder" habe, ist nur schwer ihnen das begreiflich zu machen ohne andere Kinder in die Pfanne zu hauen (kann ja schlecht sagen, dass die anderen Kinder, seine Freunde, Schwächen beim rechnen oder schreiben haben, zumal ich das ja auch nicht sicher weiß.

Hallo

mein Sohn ist in der 2 Klasse. Er hat auch einen anderen Arbeitsplan als z.B. sein Sitznachbar. Die Lehrerin schaut eben ob das Kind z.B in Mathe stark ist und hat dementsprechend den schwereren Arbeitsplan. Wenn das Kind sagen würde das es den zu schwer findet kann es eben auch den leichteren machen. Außerdem kann es sein das ein Kind beim 1 Arbeitsplan ist und das andere schon den 3 anfängt. Weiter als 3 Pläne unterschied gibt es aber nicht da sonst die Kluft zu groß ist.

LG Hexe12-17