Hab ich falschen Mutterstolz?

Hallo!

Bin ja nun schon ein Urbia Dinosaurier, hab viel gelesen und doch frag ich mich ob meinem Kind wegen meinem Mutterstolz im Weg stehe?

Ganz kurz...hoffe ich oder doch nicht....

Aufgrund einer chronischen Erkrankung wurde mein Mädel erst mit 7 Eingeschult. Ist jetzt 8 in der zweiten Klasse.
Die erste Klasse war schlimm. Sie fand nicht so Recht ihren Platz in der Klasse, würde viel geärgert und geschlagen. Schulsozialarbeiterin und Lehrerin waren der Meinung in der Klasse läuft es gut.

Nun ist sie in der zweiten Klasse. Klassisches Mittelfeld. Nur wird bemängelt Sie arbeitete nicht mündlich mit.
Ich hab dann der Leherin gesagt das es mich nicht wundert. Wenn sie sich meldet und andere Kinder rufen einfach rein ,obwohl sie aufgerufen wurde,und die anderen noch gelobt werden für das richtig Ergebniss, statt ein Tadel für das rein rufen. Warum sollte man sich dann auch noch melden?
Verstehst die Lehrerin nicht. 😠

Das nächste. Mein Kind wäre ein Aussenseiter. Bei genauen Nachfragen und im Gespräch mit anderen Lehrern kam raus,das sie sich in Gruppenarbeit gut intigriert, auch beim Chor und beim Sport. Nur hätte sie ja keine Freunde in der Klasse.
Nun ja,ihre beste Freundin geht auf eine andere Schule,sie läuft mit jemand aus der dritten Klasse zur Schule.
Auffällig sei wohl das sie oft alleine sei.
Find ich jetzt nicht schlimm.
Ausschlaggebend war wohl die Sorge das es ihr schadet. Grund:Sie lief alleine mit gesenkten Kopf in einem bestimmten Muster 2h über den Schulhof (Mittagsbetreuung).
Ich habe dann gesagt das sie doch einfach Fragen können warum sie das macht.
Auf die Idee ist keiner genommen.
Ja sie suchte Dinosaurierspuren. Hat die Zeit dabei vergessen,für Sie war es wie 5Minuten.

Das alles sei so besorgniserregend. Ob ich nicht mal zum Psychologen wolle.

Also...mein Kind ist Einzelgänger aber kein Aussenseiter in meinen Augen.
Den wenn es darauf ankommt, kommuniziert Sie mit anderen und arbeitet mit ihnen zusammen,trängelt aber auch nicht nach vorne..
Nur rennt sie eben niemanden mehr aus der Klasse nach. Was das betrifft,denkt sie nur noch das sie das nicht nötig hat. So hat sie es dann auch klar und deutlich gesagt. Oh Ton mein großes Mädel :"Schule ist wie Mamas Arbeit. Ich komme,arbeite,gehe. Freunde habe ich woanders.Ich will nur meine Ruhe"

Ich bin stinksauer,das mal wieder umgedichtet und gedocktert werden soll,nur für das System.

Ja sie rennt niemanden hinter her. Wozu? Ja,sie ist keine Rampensau.
Spielt mal hier mal da mit vielen verschiedenen Kindern oder auch nicht. Mal starrt sie Löcher in die Luft,verfolgt Spuren oder in ihrer Fantasie sitzt ein roter Drache auf dem Schuldach. Die anderen zeigen ihr dann immer den Vogel. Sitzt sie im Klassenraum parkt sie die Fantasie in der Gaderobe und macht normal im Unterricht mit.Diese Fantasien hatte sie schon im Kindergarten.Sie konnte erst mit 4,5 Sprechen aber dann mit viel Fantasie.
Dann gibt es Tage da spielt sie mit den Jungs aus der 4 Klasse Basketball.

Ist das jetzt wirklich schon was für den Psychologen. Ich meine sie wird nächstes Jahr 9 . Darf man da keine Fantasie mehr haben?

Oder stehe ich ihr mit falschen stolz im Weg?

Ich finde du blockst zu sehr ab und willst nicht sehen, dass dein Kind "merkwürdig" ist, wenn es so ist, wie du es beschreibst.

Am Anfang des Textes gstte ich den Eindruck, dass du deinem Kind mehr glaubst, als der Lehrerin.

Man könnte sich den Facharzt mal anhören.

Wo genau soll sie merkwürdig sein?

Ich sehe es halt nicht. Weil sie niemanden hinter herrennt? Weil sie ihre Fantasie lebt?

Ich versuche ja den Fehler zu finden oder eben das "Merkwürdig" .

Ich kenne sie halt nur so. Sie ist glücklich,deswegen versteh ich es nicht.

Weil sie geärgert und gedchlagen wurde?!

Weil sie sagt, dass andere reinrufen, obwohl sie sich gemeldet hat.
Kindergarten!
Und sicher nicht ausschlaggebend dafür, dass die L sagt, sie arbeite nicht mit.
Die Lehrerin ist besorgt und gibt Empfehlungen. Nimm sie an oder lass es.

Ich beende jetzt meine Antworten, da mir die Gesamtkonstellation merkwürdig vorkommt.

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Grosses Thema war auch noch das sie nicht malen könne.

Ja sie kann nicht so "klassisch" malen. Liegt ihr nicht. Mir auch nicht. Jedes Kindergartenkind mal besser als ich .

Allerdings liegt ihr Kawaii ,Hundertwasser und Abstrakte Kunst sehr. Für Kawaii hat sie sich von Taschengeld sogar besondere Bücher und Stifte gekauft.

Als ich der Lehrerin Bilder auf dem Handy zeigte,wollte sie nicht so Recht glauben das sie das gemalt hatte.

Wo verdamme ist das Problem?

Bis auf die 2 Std Herumlaufen und den roten Drachen könntest Du meine Enkelin beschreiben, mittlerweile 7. Klasse Realschule. Seit Jahren meldet sie sich nur seeeeehr selten, das wurde auch immer moniert. Manchmal tut sie es, wenn sie nicht drangenommen wird, hat sie keine Lust mehr. Sie meldet sich besser, wenn sie zwischen zwei Noten hängt und dann in den Hintern getreten wird von Mama oder mir( ich mache auch Hausaufgaben mit ihr).
Gut, Leonie hatte immer Schulfreundinnen, aber sie hat auch lange Phasen, in denen sie einfach alleine sein will, Rampensau ist sie auch keine, war sie noch nie.
Ich sehe momentan bei Deinem Kind keinen Therapiebedarf. Was soll therapiert werden? Ihre Phantasien? Da hat Leonie heute noch welche, wo ich insgeheim schmunzle. Na und? Wir träumen doch auch von Weltreisen oder einem Lottogewinn.
Ach ja, Leonie ist die 3. Generation von mal-unfähigen Damen der Familie. Wir basteln alle keine Laternen, keine Kommunionkerzen, keine Zuckertüten und unsere Bilder reichen höchstens für einen Lachanfall. Sind wir nun auch therapiereif? Sicher nicht.
Solange Deine Tochter in der Schule mitmacht ( ans Melden bitte eben immer mal erinnern, hilft nix) und sie überhaupt Freundinnen hat, ist es doch okay. Ist sie in einem Verein? Der tat unserer kleinen Eigenbrötlerin damals recht gut. Sie ging tanzen und schwimmen.
LG Moni

"Wir basteln alle keine Laternen, keine Kommunionkerzen, keine Zuckertüten und unsere Bilder reichen höchstens für einen Lachanfall."

Oha woher kennst du meine Familie.

Schön zu wissen das es noch andere Kinder gibt die so sind.

Sie geht 1x die Woche zum Tennis. Ist jetzt nicht der Knaller Manschaftssport aber sie liebt es und kommt auch gut mit den anderen zurecht. Jetzt keine Freundschaften aber im Training harmoniert die Gruppe. Auch da ist sie keine Rampensau aber auch nicht hinten dran, sondern im klassischen Mittelfeld.Es sind immer zwischen 2-6 Kinder.

Demnächst möchte sie beim HipHop reinschauen und in einer Kunstschule die Kurse gibt. (wie gesagt klassisches malen liegt ihr nicht , anderes dafür um so mehr) und dann sich überlegen was sie lieber machen möchte.

Genau, Hip Hop ist Klasse, macht Leonie auch, sogar noch nach einem Schultag samt Nachmittagsschule. Okay, malen ist auch nicht schlecht, wenn Deine Tochter Tennis weitermacht. Die müssen sich bewegen, sonst werden sie wirklich phlegmatisch.
LG

Jajaaa, meine Tochter wurde in der Kita auch schief angeschaut, da sie weder beim Laternen- noch Zuckertütenbasteln anwesend war. Grins....ganz die Mutter #rofl

Hallo
Es gibt Lehrkräfte, die eine ganz interessante Vorstellung von mündlicher Mitarbeit haben. Mein Favorit bisher: x mal beteiligen in der Stunde ergibt die Note 1. Ob rein gebrüllt, gemeldet und „Ups, vergessen was ich sagen wollte“,... völlig egal. Zählt alles als Beitrag. Wer nicht laut ist, ist unten durch.
Auf der anderen Seite gibt es auch die Lehrer, die ruhige Schüler besonders schätzen und Mitarbeit anders bewerten.
Ich würde nicht so viel auf die Lehrerin geben. Da du von keinen Problemen mehr schreibst, scheint sie nun integriert zu sein und kein Problem mehr mit der Schule zu haben (?). Die Lehrerin scheint ihre persönlichen Vorstellungen zu sehr auf alle anderen zu übertragen und ganz ehrlich, deine Tochter liegt eigentlich ganz richtig. Schule ist eben Zwangsveranstaltung. Mit Glück geht man mit seinen Freunden durch die Jahre, mit Pech passt es halt nicht so richtig mit den Klassenkameraden.
Ich kenne etliche introvertierte Menschen, alle sind nach der Schule aufgeblüht. Mehr Freiheit, umgeben von reiferen und erwachseneren Menschen (mehr Akzeptanz,..),...

LG

"Da du von keinen Problemen mehr schreibst, scheint sie nun integriert zu sein und kein Problem mehr mit der Schule zu haben (?)."

Nein sie wird nicht mehr geschlagen oder anderes.
Ich weiß nicht woran es liegt. Vielleicht weil die Mitschülerin die sie immer geschlagen hatte, es am ersten Tag versucht hat und ihr mitten im Unterricht eine auf den Kopf gedonnert,womit sie nicht gerechnet hat das meine sich das erste mal in ihrem Leben wehrt und ordentlich zurück pfeffert. Seitdem ist Ruhe. Und sie geht wirklich gern zur Schule.
Die Lehrerin war selbst überrascht und ich auch,immerhin hab ich ein Jahr gepredigt das man sich auch wehren darf. Anscheinend gab es bei ihr diesen berühmten Klick. Sie geht auch richtig gerne zur Schule.

Nur von dem, was du schreibst, kann ich deine Tochter jetzt nicht ganz so gut einschätzen.

Ein Teil davon beschreibt einfach mich;-) Ich hatte auch in meiner Klasse nicht die engsten Freunde, die hatte ich woanders, hab auch Tage, an denen ich lieber alleine gelassen werden möchte, kann 0 malen ...
Ich habe definitiv keinen Therapiebedarf, bin glücklich, war ich immer;-)

Ein Stück weit erinnert es mich aber auch an eine gleichaltrige Bekannte von mir. Sie war auch immer etwas "seltsam". Man konnte super mit ihr spielen etc., auch wenn sie oft eher der Einzelgänger war, sie hatte auch ihre Phantasie, ist regelmäßig ihrem Einhorn hinterhergelaufen. Später hat man bei ihr dann Schizophrenie festgestellt.

Muss nicht heißen, dass das bei deiner Tochter auch so ist. Ich kenne mich mit dieser Krankheit überhaupt nicht aus und selbst wenn könnte ich von deinem Bericht deine Tochter nicht gut genug einschätzen.
Ich denke nur, dass ein Psychologe ja auch nicht schaden wird - sicher ist sicher;-)

Hallo wussel

hast du Kontakt zu anderen Eltern? Würden sie die Meinung der Lehrerin wohl bestätigen?

Wie ist die Rolle der Sozialarbeiterin bei euch? Hast du alleine mit ihr gesprochen? Bei uns gab es auch so etwas an der Grundschule; wobei sich unsere nur in Ausnahmefällen mit berechtigtem Grund in eine Klasse gesetzt hat. Ist das bei euch auch so oder ist sie viel in der Klasse? Beruht ihre Aussage darauf, dass sie in der Klasse wenig zu tun hat, weil es vielleicht weniger Zwischenfälle gibt als in anderen Klassen?

Ein Außenseiter-Kind zu haben, macht einem Sorgen. Ich hab auch eins. Und ich habe mir viele Sorgen gemacht und mache mir noch viele. Die Frage ist: muss das? Muss das Kind unbedingt in der gleichen Klasse Freunde finden?
Kind 1 hat Probleme, jemanden zu finden, der auf der gleichen Wellenlänge ist. Kind zwei ist teilweise ähnlich und teilweise ganz anders; und ich denke sozial verträglicher, was stark an der Geschwistersituaton hängt. Kind 2 ist der Oberquatschkopf und allseits beliebt. Es hat den Anschein, als habe er viele Freunde. Ich bin mir jedoch nicht sicher, inwieweit das trägt. Er hat viele starke Interessen, aber meist teilen die jeweiligen Freunde nur eine.

Viele Grüße

Die Schulsozialarbeiterin kennt nur das was die Lehrerin ihr erzählt,da sie noch 3 weitere Schulen betreut ist sie nur einen festen Tag oder auf Termin in der Schule.

"hast du Kontakt zu anderen Eltern? Würden sie die Meinung der Lehrerin wohl bestätigen?"

Die eine Mutter kennt meine Tochter seit dem Kiga.Als ich sie nach ihrer Meinung fragte und davon erzählte. Meinte sie nur,das sie meine Tochter auch nur so kennt und solange sie mitmacht um Unterricht es doch passen würde.
Und die zweite Mama mit der ich sprach,findet es zwar auch seltsam aber bei drei Buben weiß sie wie unterschiedlich Kinder sind und , meinte sie würde sie es relaxt angehen.
Erst wenn sie nicht mehr im Unterricht mit macht müsse man sich Sorgen machen.

Hallo,

ich finde es auch merkwürdig. Ich habe viel mit Kindern zu tun und leite eine Theater-AG in der Grundschule. Ja, Kinder haben Phantasie und können sehr kreativ denken, aber bei deiner Tochter finde ich es dennoch merkwürdig. Kein Kind läuft 2 Stunden über den Schulhof und sucht Dinospuren, und vergisst so dermaßen die Zeit. Ein Kind in dem Alter beamt sich nicht grundlos so dermaßen in seine eigene Welt. Ich kenne 2 Arten von Kindern, die das in dem Ausmaß machen. Zum einen Kinder mit autistischen Zügen und absolute Außenseiter oder Mobbingopfer, die sich in ihre eigene Welt flüchten. Wobei die erste Variante auch sehr oft zur zweiten führt. Und beides sind Gründe, es abklären zu lassen. Dein Kind sagt dir zwar, dass es ihm nichts ausmacht. Aber ich denke, das sagt sie, damit du beruhigt bist. Du redest dir die Situation schön und deine Tochter möchte dir die Illusion nicht nehmen. Viele Opfer von Mobbing sagen es den Eltern nicht, damit diese nicht traurig werden oder sich keine Sorgen machen. Viele schämen sich auch, nicht beliebt zu sein. Und da sind Aussagen, dass ihnen das nichts ausmacht, völlig normal. Die Lehrer haben viel Erfahrung mit Kindern. Sie wissen wie viel Fantasie normal ist. Ich würde die Thematik mit dem Kinderarzt besprechen und das Kind tatsächlich einem KJP vorstellen um gewisse Dinge auszuschließen. Ich würde auch den Psychiater dem Psychologen vorziehen um Autismus, ADS etc. auszuschließen.

LG
Michaela

Ist ein KJP so was wie ein SPZ? Dort sind wir seit ihrer Geburt siehe Beitrag weiter unten.
Da haben wir immer im Januar ,also einmal im Jahr Kontrolluntersuchung. Und da sie im Kiga schon so war und man das im SPZ nicht "merkwürdig" fand, dachte ich mir nichts dabei.

Hätte die Lehrerin nie was gesagt und die Schulsozialarbeiterin nur vom Hlrsagen wäre i h nicht weiter drauf eingegangen.
Die beiden haben mich ganz irre gemacht.

Hallo,

nein, ein KJP ist ein Kinder- und Jugendpsychiater.
Mit dem SPZ habe ich bisher keine persönlichen Erfahrungen, kenne aber viele, bei denen Dinge nicht gefunden wurden oder Eigenschaften oder Verhaltensauffälligkeiten heruntergespielt wurden. Die Tochter meiner Freundin ist so, wie du deine Tochter beschreibst. Sie war jahrelang im SPZ. Im Prinzip von Geburt an. Es wurde nie was gefunden. Schulisch lief es bei ihr in der Grundschule sehr schlecht. Die Lehrerin drängte auch, dass die Mutter danach gehen soll. Diese war sich aber sicher, dass ihre Tochter nichts hat. Das SPZ sagte ja, dass sie nur etwas "eigen" ist. In der 5. Klasse, redete bzw. überredete die neue Lehrerin die Mutter, sich an eine KJP mit Autismus-Zentrum zu wenden. Das Mädel hat tatsächlich Asperger.
Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass deine Tochter irgendeine Form von Autismus hat. Ich wollte nur verdeutlichen, dass das SPZ oft falsch liegen kann. Beim Klassenkameraden meiner Tochter diagnostizierte das SPZ ADHS. Der Junge wurde auch auf Medikamente eingestellt, die bei ihm eine komplette Wesensverbindung hervor riefen. Die Mutter ließ den Jungen dann in einer Psychiatrie testen und der Junge hatte nichts. Er war lediglich ein wildes und temperamentvolles Kind und hatte keinerlei Anzeichen für ADHS.

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Woher kennst Du uns?
Du beschreibst hier mich, meinen Mann und unsere Tochter. Wir sind und waren schon immer eher "eigen". Wir haben sehr wenige, ausgewählte Freunde, haben aber auch nicht das Bedürfnis nach mehr. Wir genügen uns einfach. Malen und Basteln hasse ich wie die Pest, unsere Tochter malt gerne frei, aber nicht, wenn und was sie "muss".
Unsere Tochter müssen wir auch immer dazu anhalten, sich -auch wenn sie nicht zu Wort kommt- zu melden. Trotzdem ist sie in der Schule sehr gut. In die Klasse ist sie integriert, hat einige Kinder, mit denen sie abwechselnd spielt, aber eben nur für sie interessante Spiele. Konflikten geht sie aus dem Weg, kann sie aber inzwischen auch gut alleine lösen, wenn dann doch mal was ist. Eine gute Freundin hat sie in der Klasse, eine im Jahrgang unter ihr. Sie geht in den Sportverein zum Turnen und zum tanzen.
Alles macht sie gerne und fühlt sich nicht "ausgeschlossen".
Die Dinospuren hätte sie mitgesucht und den Drachen auch "gesehen".
Also, ich sehe da überhaupt keinen Grund, einen Psychologen aufzusuchen. Wozu? Weil nicht jeder ins gleiche Schema passt? So ein Quatsch.

Hallo!

Ohja...genau mein Kind. Heimliche Seelenzwillinge. *lach* Ja ihr beste Freund und wird 11 und geht halt auf eine andere Schule. Beide verbindet die selbe Krankengeschichte und beide haben Narben am Bauch ,was sie verbindet.

Ich habe auch nie in ein Schema gepasst. Mich angepasst und war unglücklich. Müsste erst 500 km wegziehen mit 16/17 um zu leben. Und lebe jetzt erst richtig mit 36.

Deswegen habe ich sie wahrscheinlich auch immer machen lassen. Ihr die Fantasien gelassen,auch wenn sie Stundenlang sich wegträumte. Ich wollte sie nicht verbiegen.
Wenn es darauf ankam,war sie geistig wieder voll da und nahm eben später den Fäden wieder auf.

Und doch Frage ich mich ob ich ihrer Entwicklung im Weg stehe. Gleichzeitig denke ich,das SPZ hätte doch dann sicher schon was gesagt oder der Kinderarzt.

Und nun verunsichert mich die Lehrerin und Schulsozialarbeiterin.

Ich hab das Gefühl das es den Leuten schwer fällt Aussenseiter und kleine "Eigenbrödler" auseinander zu halten. Und man musd irgendwie ins System passen.

Darf ich fragen, was die chronische Erkarankung ist, aufgrund derer später eingeschult wurde?
Der Altersabstand ist natürlich schon mal nicht hilfrecih für die Integration in die Klasse.

Aber ich habe auch das Gefühl, dass Du einen Hinweis auf Hilfsangebote als Angriff verstehst. Das man Hilfe in Anspruch nehmen kann/soll heißt nicht, dass sie falsch ist, so wie sie ist, nur dass es Wege gibt in denen es besser laufen kann.

Leider ist in unserem Schulsystem sehr wenig Platz für Phantasie, aber wenn sie immer alleine in dieser Phantasiewelt ist wirft sich mir schon die Frage auf, warum sie nicht auch ab und an andere Kinder für ihren Drachen und Muster begeistern kann so dass sie mit ihr spielen.

Wir stehen seit ihrer Geburt in engen Kondakt mit diversen Krankenhäusern in verschiedenen Städten,SPZ und dementsprechend vielen Ärzten. Seit sie 3 war Logopädie bis zum 6 Lebensjahr,Ergo nur ein halbes Jahr, den Sie fand meine Tochter motorisch und geistig fit.
IQ Test wurde zweimal gemacht. Einmal SPZ und auch ausführlich an einer Sprachheilschule. Zwei weitere Förderschulen sagen auch,normal beschulen. Alles im grünen Bereich.
Allerdings waren wir seit Januar nicht mehr im SPZ. Der Arzt meinte,das sie alles sehr gut aufgeholt hat und genauso weit ist,wie andere Kinder,normal beschulen. Nächster Termin ist im Januar.

Man sieht ihr nicht an das sie chronisch krank ist. Auch ist sie mit 8 in der zweiten Klasse nicht die Älteste. Es gibt zwei weitere 8 Jährige und zwei Neunjährige Kinder.

Die war schon immer ruhiger Natur aber immer fröhlich und ist immer am Lachen. Wenn sie malt dann nur in leuchtendem Farben aber mal eben anders. Mehr richtig Abstrakt. Zur Zeit am liebsten Kawaii was ja fröhliche niedliche Dinge sind.

Hole ich sie ab ist sie immer glücklich und wirkt nicht um glücklich.

Ich meine,ich merke ja wenn mein Kind unglücklich ist.
Sie ist nun mal gerne auch für sich. Ich merke das im Urlaub ja auch. Andere Kinder brauchen Aktion Aktion Aktion und sie geht mit Oma in Whirlpool entspannen.

Klar zwei Stunden Spuren suchen ist komisch aber ich kenne es nicht anders von ihr.
Hab mal zur Lehrerin gesagt ob die Jungs die Stundenlang den Sand aus dem Sankasten rein und rausschsufeln dann auch "merkwürdig" sind.

Ich hab kein Problem damit im Januar das SPZ abzuwarten.

Mich stört aber das man auf biegen und brechen plötzlich zum Psychologen soll.

Ich wünsche mir einfach nur das man sie,so wie sie sagt...in Ruhe lässt.

Gleichzeitig frag ich mich ob ich ihr im Weg stehe.

Hm, für Lehrer ist es immer einfacher "eine einheitliche Herde" zu haben, denn da muss im 45min Takt überprüfbares Wissen in die Kinder rein und dann weiter zur nächsten Klasse und überprüfbares Wissen rein und Förderpläne schreiben und bei Fritzchen zuhause nachfragen warum er denn immer noch kein Matheheft hat und bei Hänschen der Entschuldigung nachhaken etc pp Und ich denke auch, dass viele Lehrer gut daran tun nachzufragen, warum ein Kind immer/oft alleine auf dem Schulhof ist.
Da kommt schon manchmal der Blick fürs Detail abhanden, dass nicht jeder ein Dauerbedürfnis hat Herdenteil zu sein sondern auch sich selber gut Gesellschaft ist.
Das muss auch von den Lehrern akzeptiert werden, wenn das Kind bei Bedarf in der Lage ist sich in die Gruppe zu integrieren, was ja nach Deinen Schilderungen der Fall ist.

Ich hab mit diesem Schuljahr grade als Quereinsteiger an der Schule angefangen und gucke mir das grade mal so alles an. Ich habe einen großen Respekt vor den Menschen, die versuchen im 45min Takt die Balance zwischen 25+ kleinen Individuuen mit ihren Bedürfnissen und Vorraussetzungen, dem Druck des Lehrplans und der Koordination von eigentlichem Unterricht, Förderunterricht, 8 bis 1 und OGS irgendwie zu schaukeln auf dem Hintergrund der ganzen Bürokratie und bloß nicht zu viel Geld für Bildung der Politik!!!
Ich sehe, wie wichtig ständig überprüfbare Ergebnisse und Statistiken sind und wie sehr da "eigenständiges Denken" und künstlerische Dinge durchs Raster fallen.
Fragen, auf die die Kinder verschieden antworten können, aber verschiedenes ist richtig, ist schon ganz schwer.
Ich schätze Deine Tochter fällt mit vielen Begabungen (Stichwort Phantasie, Symboldeutungskompetenz, Gefühle kennen und benennen, etc) etc durchs Raster. Welche Fächer unterrichtet die Lehrerin, die das Problem sieht? Hast Du Kontakt zu Fachlehrern von Reli, Musik oder Kunst? Wie sehen die "das Problem"? Wären die vielleicht mit ins Boot zu holen? Ich kann mir vorstellen, dass die Lehrerin da jemanden "retten" möchte, der garnicht "gerettet" werden muss. Sie hat aber schon viele "gerettet" wo die Eltern keinen Bedarf sehen wollten, deswegen werden Deine Aussagen immer begrenzt etwas erreichen, wo aber Kollegen viel eher mit genau der gleichen Aussage eher zu ihr durchdringen.

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Nein sie braucht keinen Psychologen, stärke sie in dem du zu ihr stehst, ich würde dir raten mal zu schauen ob bei euch in der Nähe eine "freie Schule " ist, ich denke da wäre sie besser aufgehoben als in der starren GS.

Das wäre tatsächlich eine Möglichkeit, wir waren vor der Einschulung auf Förderschulen konzentriert und doch froh das sie normal beschult werden konnte.
An so etwas wie eine freie Schule dachte ich noch nicht. Bin auch nicht auf die Idee direkt gekomme
Danke dir

Tut mir leid, aber kein 8jähriges Kind rennt 2 Std in Mustern über den Pausenhof auf der Suche nach Dinospuren.
Das hat nichts mit Fantasie zu tun sondern eher mit der Flucht in eine Scheinwelt, weil sie sich in der Realität nicht so richtig wohlfühlt.
Ich finde es absolut gut, das dich die Lehrerin auf dieses Verhalten hinweist, denn völlig normal ist das nicht. Und so kann man weiter beobachten und sich im Zweifelsfall tatsächlich Hilfe holen.

Eigenbrötler sein ist gut und recht, es wird immer Kinder geben, die nicht voll in die Klasse integriert sind, stiller sind und eher am Rand stehen. Aber genau auf die Kinder muss man ein bsonderes Auge haben. Und da ist es eben auch Aufgabe der Lehrkraft dir ihre Beobachtungen mitzuteilen. Und deine Aufgabe widerum ist es nicht sofort alles empört abzustreiten, sondern wirklich zu überlegen, ob nicht vielleicht doch Handlungsbedarf besteht

Wie schon geschrieben ,das Verhalten hat sie nicht immer. Hatte es schon im Kiga. Dort sah man es als eine Art Stressabbau an.
Sind seit ihrer Geburt im SPZ . Jetzt nur noch einmal im Jahr. Termin im Januar.
Weder Kinderarzt,noch SPZ haben das großartig kommentiert.
Auch doe Schulen wo wir vorstellig waren und wir samt Krankenakte anreisten ,haben bei was dazu gesagt.
Sie ist ein fröhliches Kind was viel lacht aber eben nicht im Mittelpunkt steht bzw.stehen möchte.
Ihr Freundeskreis bewegt sich ausserhalb der Schule.

"Wie schon geschrieben ,das Verhalten hat sie nicht immer. Hatte es schon im Kiga. Dort sah man es als eine Art Stressabbau an. "

Genau das meine ich, Stressabbau. Sie macht das nicht, weil sie so phantasievoll ist, sondern weil sie etwas sehr stresst. Und Stress bedeutet, dass sie sich nicht wohlfühlt.

Ich kann ja so gar nicht beurteilen, ob dein Kind psychologische Hilfe braucht oder nicht, aber ich finde es legitim, dass dich die Lehrkraft darauf hinweist. Sehe es nicht als Kritik, sondern als Beobachtung.
Sie scheint sich in der Schule nicht sehr wohl zu fühlen. Vielleicht kann man da ja was ändern? Ein Therapeut könnte ihr da vielleicht tatsächlich helfen. Und das heißt ja nicht, dass sie eine Knacks hat oder psychisch krank ist.

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Hallo, lass sie die Fantasie aufschreiben oder mach du es für sie. Das ist ein Talent.
Der rote Drache auf dem Schuldach klingt wie der Titel eines Kinderbuches. Wenn der Drache nicht nur rumsitzt sondern auch etwas macht und sie Kawaii mal...
Wenn man es nicht unterdrückt, könnte sie Autorin werden.

Gruß Sol

Das ist ein sehr guter Gedanke. Vielen Dank

Für dich ist alles in bester Ordnung, also warum dieser Post?
Ich würde wohl etwas genauer hinsehen und doch zuhören, was die Lehrer sagen. Sie haben einen erfahrenen Blick auf Kinder und auf's Gruppengefüge. Für mich klingt es so, dass egal, was jemand sagt, du glaubst, es sowieso besser zu wissen. Wenn du das Gefühl hast, dein Kind ist glücklich - prima.
Nach deinen Beschreibungen würde ich das nicht denken.
VG

Ich nehme unterschiedliche Meinungen gerne auf und wie schon mehrmals geschrieben war sie im SPZ bisher unauffällig. Wir haben ein jährlichen Termin .

Warum der Post?
Immerhin wäre ich nie auf die Idee mit der freien Aktiven Schule gekommen.
Auch scheint meine Tochter ,doch nicht so extrem zu sein,den es haben sich einige gefunden,die das auch kennen.

Wenn man so in der Minderheit ist freut man sich zu lesen,das es anderen auch ging und sie sich dennoch gut entwickelt haben.

Und ja die Lehrerin hat mich verunsichert.
Ich bin hin und hergerissen zwischen ,den Ärzten wäre was aufgefallen und die Lehrerin hat entsprechende Erfahrungen.
Die Sozialarbeiterin kennt es nur vom vorsagen. Hat mein kind bie beobachtet oder mit ihr gesprochen.

Und dann beobachtet man sein Kind und überlegt ihn und her.

Wie gesagt ich wehre mich nicht Hilfe zu suchen. Aber auf biegen und brechen möchte ich auch nicht.

Hier kommen Erfahrungen und Tipps,darum der Post.

Behalte deine Einstellung und lass dich nicht so leicht verunsichern!

Mein Kind reagiert in einigen Situationen auch anders als 99% der gleichaltrigen Kinder, die wir kennen. Er hat auch seine "Macken", die ihn manchmal (auch für uns Eltern), merkwürdig wirken lassen. Ich denke, der Grund warum WIR nicht auf Psychologen angesprochen wurden, liegt einfach daran, dass mein Sohn unglaublich offen ist, IMMER lächelt und eben eine Rampensau ist. Nichts desto trotz, schafft mein Sohn es auch locker sich über Stunden in seiner Welt aufzuhalten und er hat auch sehr oft im Kindergarten und auch in der Grundschule allleine gespielt und das obwohl er sich immer mit allen Kindern sehr gut verstanden hat und mit fast allen befreundet war.
Der Grund bei ihm war/ist einfach der, dass mein Kind einfach auf andere Spiele steht, als die meisten Jungs. Für ihn ist das aber kein Problen, auch wenn er gerne mit anderen spielt, macht es ihm auch nichts aus alleine zu spielen, wenn er keinen findet der SEIN Spiel spielt. Natürlich lässt er sich auch immer mal wieder auf die Spiele der anderen Kinder ein, aber er will sich eben nicht jedesmal anpassen.

Übrigens kann mein Kind auch garnicht malen, zumindest nicht auf die Art und Weise, die die meisten Lehrer erwarten. Lässt man ihn aber ohne Vorgaben machen, entstehen erstaunliche Dinge!

Die Einstellung deiner Tochter zur Schule, finde ich übrigens klasse!

Ich handehabe es so, ich höre mir gerne die Meinungen von Pädagogen an, ich nehme ihre Meinungen und Ansichten ernst, allerdings ist mir dabei auch sehr bewusst, dass diese Menschen nur einen kleinen Ausschnitt kennen. Auch wenn sie täglich mit vielen Kindern zu tun haben, können sie unmöglich mein Kind so kennen wie es wirklich ist, um sich eine richtige Meinung bilden zu können. Es ist in Ordnung, wenn sie was raten, allerdings erwarte ich erst einmal, dass sie mich auf eventuelle Probleme hinweisen und dann aber auch MEINE Einschätzung dazu ernst nehmen und in ihre Überlegungen mit einfließen lassen.
Die Grundschullehrerin meines Kindes, hatte genau das drauf! Wenn sie etwas komisch fand, hat sich mich darauf angesprochen, sie hat nachgefragt ob ihre Sichtweise zum entsprechenden Verhalten sein kann, oder ob ich andere Ursachen darin sehe. Wir konnten uns darüber unterhalten und so war sie auch in der Lage mein Kind zu verstehen.

Wie gesagt, ich höre mir sehr gerne auch die Meinung anderer an, wege aber für mich ab was wirklich wichtig ist um genauer beobachtet oder untersucht zu werden und was einfach "nur" der Charakter meines Kindes ist. DANN erst entscheide ich ob etwas ärtzlich abgeklärt werden muss. Wir haben einen sehr guten Kinderartzt, dem es immer auch unglaublich wichtig ist, wie die Einschätzung der Eltern ist. Das führt dazu, dass manchmal etwas untersucht wird, weil wir Eltern ein "Gefühl" haben, dass etwas nicht stimmt, oder dass etwas eben nicht genauer verfolgt/untersucht wird, weil wir Eltern sagen, dass es völlig normal ist. Natürlich wird sowas nicht mit einem Satz abgetan, sondern nach einem intensiven Gespräch!

Warte die jährliche Untersuchung deiner Tochter ab, wenn du Zweifel hast, dann sprich sie bei diesr Untersuchung an. Ich würde jetzt für das was du beschrieben hast noch keine Pferde scheu machen.

#winke

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Hallo

Wenn ich mich jetzt nicht verlesen hab, seid ihr ja schon im spz. Ich würde dort einfach die Problematik mal ansprechen. Dort gibt es ja auch Psychologen etc. Sofern etwas abklärungsbedürftig ist kannst du das sicherlich auch dort machen.

Mein Sohn geht in die erste Klasse und wir haben auch viel durch mit Frühförderung etc. Ich musste mal im Kindergarten antanzen, weil mein Sohn den Kindern erklärt hat wie eine Biogasanlage funktioniert und unglaublich viele Traktorfirmen kennt. Er wäre ja eindeutig Autist.

Es gibt einfach Kinder wie auch Erwachsene, die anders sind. Nicht alles ist immer gleich eine behandlungsbedürftige Abweichung oder Krankheit.

Ich würde einfach beim Spz mal nachfragen und dann ist gut.

Hm, ich finde ihre "Phantasie" für eine 8jährige auch befremdlich. Sie sucht 2 Stunden nach Dinosaurierspuren und sieht auf dem Dach einen roten Drachen und kommuniziert das auch noch? Finde ich jetzt nicht so normal #sorry
Meine Söhne hatten sowas überhaupt nicht und ich hatte imaginäre Freunde im Kindergartenalter und hatte immer eine Ratte dabei--aber da war ich 4.

Da hör niemand die ganze Geschichte kennt ist es schwer das einzuschätzen.

Ich würde dir gerne den Rat geben einfach mal einen Termin beim einem Kinderpsychologen zu machen. Dann kann er sich das ganze mal anhören und Dir seine fachliche Meinung sagen. Wenn du Recht hast und alles ok ist, dann wird er dir das auch so sagen. Kein Kind wird grundlos therapiert. Die haben da gar keine Zeit für, so viel Bedarf wie es gibt. Dann könntest du immerhin auch der Lehrerin sagen, dass alles ok ist. Vielleicht kann dir ein Psychologe auch ein paar schlaue Begriffe sagen, die du im Gespräch mit der Lehrerin verwenden kannst. Sowas beeindruckt die dann meistens und dann ist Ruhe 😉
Sollte er doch etwas finden, dann wäre es doch super, wenn gleich entsprechend gehandelt werden kann und man nichts verpasst.

Ich bin hin und her gerissen.... auf der einen Seite denke ich es ist "recht normal" was du beschreibst, auf der anderen Seite weiß ich, dass so ein Verhalten ein Kind eben auch zum Außenseiter machen kann, den niemand mag.

Wir hatten in der Klasse auch so einen Jungen aber in der 5. Der ist bis zum Abi nicht "normal" geworden... hatte auch kaum Freunde es gab immer mal Ärger, er wurde öfters gemobbt, war wohl auch ziemlich alleine, ob er unglücklich war weiß ich nicht, aber er konnte aggressiv werden. Später als wir "vernünftiger" wurden haben wir ihn weniger geärgert.

Vielleicht ist die Idee mitd er Freien Schule nicht schlecht, vielleicht würde ihr das eher liegen. Durch einen Schulwechsel könnte man eben auch das was ind er 1. Klasse schief gelaufen ist nochmal auf "neustart" setzen und sie hätte auch die Chance ind er neuen Klasse Freunde zu finden.

Wenn ihr eh im SPZ seid... dann denke ich auch, dass man das da ansprechen könnte.

ich weiß von einer Freundin, die auch von Gerburta n chronisch krank war, dass einem das auch als Kind schwer auf die Psyche schlagen kann. Wenn man dann niemanden hat, dem man sich anvertrauen kann, man auch als kInd denkt, die Eltern nicht mit weiteren Problemen belasten zu wollen usw, usf... ist das ziemlich stressig für ein Kind.

Hallo,

ich oute mich jetzt mal als auch so ein merkwürdiger Mensch, wie Deine Tochter. ;-)
Mein Mann ist ebenfalls so einer.
Wir haben heute noch jede Menge Phantasie.

Der Großteil unseres Freundes- und Kollegenkreises besteht aus solchen Leuten. Viele IT-ler gehören z.B. in diese Kategorie.

Von uns gibt es viele. Wir waren fast alle Außenseiter in der Schule, und haben meistens erst in der Oberstufe und danach wirklich Anschluss gefunden, weil die Leute da erstens toleranter werden und man zweitens mehr Auswahl hat, mit wem man zu tun haben möchte.

Nicht jeder Beruf ist etwas für solche Menschen. Manager oder Vertriebler geht z.B. gar nicht. Aber wo kämen wir hin, wenn jeder nur Berufe ergreifen wollen würde, wo man die Rampensau geben muss?

Deine Tochter hat doch schon verstanden, dass die Phantasie im Unterricht Pause hat, und sie fühlt sich offenbar ganz wohl so, wie es gerade läuft. Es gibt doch keine DIN-Norm, nach der sich alle Kinder zu verhalten haben. #kratz
(Wobei ich langsam das Gefühl habe, manche hätten die heutzutage gerne...)

Das einzige Problem sehe ich momentan darin, dass sie sich zu wenig meldet.
Es ist ärgerlich, wenn einem das die Noten versaut. Das kenne ich von mir selbst.
Sie muss sich beteiligen, auch wenn sie es blöd findet, was die anderen machen.

Viele Lehrer merken sich leider vor allem, wer irgendwie durch Beiträge auffällt. Ob der dumme Frage stellt, Offensichtliches sagt und reinruft, oder ob der sich benimmt und gute Antworten gibt, wird häufig gleich bewertet.

LG

Heike

Au ja, das mit den IT-lern kann ich bestätigen! Du hast recht, das ist eine besondere Spezies - von ganz jung an ;-)
LG Moni

Ich hab ja immer noch die Vorstellung, dass meine „Nerd“-Kinder später meine Altersversorgung sind, weil sie als geniale ITler ganz viel Geld verdienen ☹️

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Die entscheidende Frage für mich wäre:

geht es meinem Kind gut mit der Situation?
Oder leidet sie selbst darunter?


Geht es ihr gut - ohne zu verdrängen - würde ich nichts machen. Situationen im Blick behalten, zu ihr stehen, ermuntern, dass sie ihren Weg geht. Da sein, wenn sie Unterstützung braucht.

Merke ich aber, dass es meinem Kind nicht gut geht

- "würde viel geärgert und geschlagen. Schulsozialarbeiterin und Lehrerin waren der Meinung in der Klasse läuft es gut." -

sehe ich Handlungsbedarf.


Welche Art der Handlung, käme aufs Gesamtpaket an.


Mit Lehrern sprechen: sicherlich!
Klasse wechseln: nur, wenn Aussicht auf Änderung zum Besseren besteht, wenn schulisch sich auf anderem Weg keine Lösungsmöglichkeiten ergeben.

Therapie, wenn mein Kind etwas ausstrahlt, was sich an anderen Schulen, in anderen Klassen wiederholen würde

Schlagen ist nie gut!
Dennoch würde ich mir betrachten, ob es Gefahr zu Wiederholung gäbe an anderen Schulen (dann würde ich auch herausfinden versuchen, wie ich meinem Kind helfen kann, dass es sich nicht wiederholt)
oder ob es besch*** lief und ein Wechsel Hilfe bringt, weil keine Alternativen möglich sind.


Leidet mein Kind unter der Situation oder findet es doof, käme es darauf an.
Was könnte man tun? Ist es sinnvoll etwas zu tun?

Schule heißt für mich: es gibt Lehrer/Schüler, die kann man nicht leiden, damit muss man lernen klar zu kommen. Das kommt im Leben immer wieder vor.

Aber auch: es gibt Grenzen.
Schlagen, Mobbing, Gewalt (in welcher Form auch immer), sind ein No Go.



So lange ich mein Kind bestärken kann, dass sie sie selbst bleibt
und gleichzeitig lernt, in einer Welt, die anders ist als sie (in der sie anders ist) klar zu kommen, dann passt das.

Merke ich jedoch, dass meine Kenntnisse nicht mehr ausreichen, suche ich mir Hilfe.
Das muss nicht gleich Therapie fürs Kind sein. Manchmal reicht es auch aus, für mich als Elternteil Hilfe in Anspruch zu nehmen!
Was kann ich tun, damit es meinem Kind gut geht?
Übersehe ich etwas?
Kann alles so bleiben wie es ist (und verändert sich von selbst)?


Ich selbst habe ADHS. Das ist Fakt.

Daher weiß ich, wie es ist - anders - zu sein. Wie es ist, sich selbst treu zu bleiben.
Trotzdem in einer Welt klar zu kommen, die einen nicht versteht. Mit der Welt zu interagieren - ohne mich selbst zu verbiegen oder aufzugeben.

Anpassen kann helfen, muss aber nicht immer sein.
Manchmal ist anpassen sinnvoll, um seine Ruhe zu bekommen (oder das, was man braucht).

Wo kann ich meine Macken ausleben und wo sollte ich mich selbst etwas selbstbeherrschen um besser klar zu kommen?



Was sagen denn Erzieher dazu?

Bspw. wenn Erzieher und Lehrer das gleiche sagen - ohne sich zu kennen - nehme ich das anders ernst,
als wenn Erzieher und Lehrer etwas völlig anderes berichten.


Schule muss nicht immer super sein. Schule darf auch mal sch*** sein. Aber wenn ich merke, dass mein Kind leidet, dann würde ich handeln.

Wenn mein Kind sagt (und sich auch so verhält!) dass alles gut ist, dann würde ich die Füße still halten und da sein, wenn Unterstützung gebraucht wird.


Bei dem, was so bemängelt wird, kommt es auch darauf an, was es ist.

Malen konnte ich noch nie. Brauche ich auch nicht.
Stifthaltung finde ich da wichtiger.

Ist es etwas, womit sich mein Kind selbst im Weg steht - achte ich darauf, ob es meinem Kind gut geht damit oder ob es sie selsbt frustiert.
Was braucht sie mit auf den Weg für langfristig?
Z.B. kann ich ihr dann Wege aufzeigen, die sie ausprobieren kann, ihre Art es zu machen, aber beibehalten kann - wenn es ihr gut geht damit.

Was wird bemängelt, warum wird es bemängelt, in welchem Zusammenhang steht die Bemängelung
schadet sie sich selbst damit oder kann es (vorerst) noch so bleiben?

Zieht sie sich in ihre Welt zurück, weil sie in der vorhandenen Schwierigkeiten hat (darauf würde ich achten)
oder ist sie einfach so wie sie ist und kann gut switschen und lernt zu erkennen, wann sie sich voll ausleben kann und wann es weniger sinnvoll ist, weil...

Hallo

wenn es schulisch soweit läuft versteh ich nicht was die Lehrer von dir wollen. Für sowas hätte hier bei uns keiner von den Lehrern Zeit.

Verstehe ich das richtig das sie in der Klasse so gar keinen Anschluss hat?
Das kann schon schwierig sein auch wenn sie es dir nicht so sagt. Meine jüngste ist auch sehr eigen und braucht viel Rückhalt von zuhause aber sie hatte immer wenigstens eine in der Klasse. Keine Freundin fürs private eine reine Schulfreundin vielleicht sprichst du mal mit ihr wer in der Klasse denn für so einen Posten in Frage kommt.

Ich bin auch kein Freund davon gleich zum Psychomenschen zu rennen aber verwerfe es nicht gleich gänzlich. Du kennst dein Kind am besten aber manchmal sieht Mama das dann einfach nicht weil man zu nah dran ist.

Dieses allein sein macht mir bei deiner Tochter sorgen. Es erinnert mich an mich und ich habe schrecklich gelitten in der Grundschule. Diese Gefühl der Verunsicherung von damals ist immer noch da. Es begleitet mich und auch wenn ich es bewusst wahrnehme und ich damit umgehen kann ist es immer wie ein Stolperstein.
Zu meiner Zeit hat sowas niemand interessiert und mich hat man immer als taff wahrgenommen aber in Wirklichkeit war ich sehr allein und hätte sehr gern dazu gehört. Aber wenn mich meine Mutter gefragt hätte, hätte sie wohl zu Antwort bekommen das mir das egal ist ich hab ja eine Freundin usw.

Und Fantasie hatte ich auch.... ich habe Stunden damit verbracht mein Leben zu träumen weil es in echt so scheiße war.

Bitte schau genauer hin wie meine Mutter und lass sie damit nicht allein.

Liebe Grüße

Ich glaube in jeder Klasse gibt es die Außenseiter . die die nicht auf andere zugehen und still und leise ihr Ding machen. Trotzdem denke ich dass eine 3 Klässlerin gerne Freude hätte. Sie gibt das vor dir bestimmt nicht zu weil es ihr vielleicht peinlich ist. Wenn sie Fantasien hat, dann lass sie. Muggel verstehen sowas nicht. Ich bin Sternzeichen Fische und träume auch gerne vor mich hin, wie langweilig wäre es wohl ohne Fantasie?!

Also abgesehen von den Phantasien, beschreibst du meinen Sohn. Er geht zur Schule, weil er halt muss und macht das beste draus 🤷
Letztes Jahr wollte er laut Lehrerin nicht so recht mit jemandem spielen in der Pause, sondern würde nur im Kreis laufen(?). Drauf angesprochen, erklärte er, dass das ein Spiel mit einem Jungen aus der Parallelklasse sei, mit dem er sich derzeit gut verstehen würde 🤷

Er ist auch keiner, der sich gerne meldet, mündliche Mitarbeit ist immer eine Katastrophe, aber mei. Er ist ein ruhiger Typ, sehr nachdenklich. Er ist halt so. Schule ist nicht sein Lebensinhalt, daneben hat er eigene Interessen.

Was hat Mutterstolz mit ignorieren und einem Kind zu tun das nicht passt und dort stehen und seinen entsprechenden Platz hat und haben wird.

Ich habe auch Kinder und bin stolz auf die, jedoch rede ich mir nix schön und schiebe es immer auf die Anderen

Hmmm. Du bist mit dem Zustand zufrieden?
Ich meine nicht mal dass sie keine enge Freundschaften in der Klasse hat, denn das muss nicht sein. Aber selbst klassenübergreifend steht sie alleine da? Echt??? Ich würde mir da wirklich Sorgen machen.
Bei uns machen die ersten und zweiten Klassen im
Hort (Ganztagsschule) und in den Schulstunden viel gemeinsam. Daher ergeben sich Freundschaften auch klassenübergreifend.

Du siehst wirklich nur dein Kind und das gesamte Gefüge nicht. Da muss ich der Lehrerin recht geben. Sie scheint eben tatsächlich aufzufallen, da es scheinbar nicht mal lockere schulhofverbindungen gibt.

Ich finde das auch auffällig. Ich glaube du willst es vielleicht nicht sehen, dass dein Kind ein Problem im Bereich des sozialen Umgangs hat.

Ich finde auch den Satz mit dem Vergleich der Arbeit von Dir für eine 8-jährige krass. Meine Tochter ist auch 8 und würde die Schule nie als arbeit bezeichnen, wo man keine Freunde brauch. Meine Tochter ist aber da vielleicht sozial auch ganz anders gewickelt. Sie braucht das intakte soziale Gefüge, sonst geht’s ihr schlecht.

Ich würde tatsächlich mal ein Wort mit dem Kinderarzt reden. Einzelgänger haben es neunmal echt schwer im Leben.

Ach ja. Das mit dem langen wegträumen, 2h auf dem
Schulhof akribisch Spuren suchen und insgesamt eher Einzelgänger fiel mir noch die Frage ein, wurde mal die Frage richtig asperger in den Raum gestellt. Der Diagnose-weg ist oft lang, aber mit einer Diagnose kann man besser das Kind verstehen und gezielt bei bestimmten Dinge helfen. Daher ja, ich denke ein Psychiater sollte sich das Kind mal anschauen.