Gesprächstermin mit der Lehrerin

Würdet ihr der Lehrerin einen Brief schreiben und um eine Gesprächstermin bitten.? Als Thema unter anderem schreiben: "Wie bekommt mein Kind wieder Motivation und Spaß zum Lernen?"

3. Klasse Grundschule, Lernmotivation ist immer wieder im Keller, trotz großer Begeisterung für alle anderen Sachen, welche nicht mit "Schule" in Verbindung gebracht werden. Hausaufgaben und Berichtigungen werden bis zur letzten Minute rausgezögert um einfach mit diesen Vorgängen so lange wie möglich nichts zu tun zu haben. :-( Ich bin für mein Kind gern da, aber es kann doch irgendwo nicht sein, dass ich ihn jeden Abend neu aufbauen muss, weil die Lernmotivation total im Keller ist. #klatsch Es gibt doch irgendwo auch noch andere Dinge im Leben als mit seinem Kind über die Schule reden zu müssen. #zitter Sein Lieblingssatz: "Ich bin dumm und kann das eh nicht." :-[

Was genau willst Du mit diesem Thema bei der Lehrerin?

Gegenfrage, wo findest du ist es sonst aufgehoben? #sonne Ich möchte der Lehrerin diese unangenehme Frage stellen um zu wissen wie sie die Lernmotivation von meinem Kind einschätzt, ihr meinen Standpunkt mitteilen wie ich die Lernmotivation einschätze um dann eine Lösung zu suchen wie ein eher demotivierendes Verhalten geändert werden kann bzw. erörtern woran dies liegt. Da sie mit meinem Kind viel Zeit verbringt als Klassenlehrerin, als auch als Deutsch- und Mathelehrerin denke ich das diese Frage bei ihr auch mal gestellt werden kann. :-p

"Ich möchte der Lehrerin diese unangenehme Frage stellen um zu wissen wie sie die Lernmotivation von meinem Kind einschätzt, ihr meinen Standpunkt mitteilen wie ich die Lernmotivation einschätze um dann eine Lösung zu suchen wie ein eher demotivierendes Verhalten geändert werden kann bzw. erörtern woran dies liegt. (...) denke ich das diese Frage bei ihr auch mal gestellt werden kann. :-p "

Du möchtest die Lehrerin also vorführen, anstatt Dich selbst um die Problematik bei Deinem Kind zu kümmern?

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Hey,

ich würde den Brief weglassen und einfach einen Gesprächstermin mit der Lehrerin ausmachen.

Bei uns lief die Terminvergabe immer über einen Rückruf der Lehrkraft, auf Anfrage im Sekretariat oder in der Postmappe. Dann konnte man den Grund des Gesprächs kurz erwähnen.
Den Rest würde ich direkt beim Termin besprechen.

LG
Tanja

ok, davon mal abgesehen ob ich es im Brief schreibe oder ihr persönlich mitteile. Kann man diese Frage stellen. Ist dies berechtigt?

Puhh, das kann ich dir nicht beantworten. Da ich weder dein Kind, die Lehrerin, noch das gesamte Umfeld bei euch kenne.

Woran machst du seine fehlende Motivation fest ? Warum sagt er das er dumm ist ?
Ist der Stoff zu schwer oder ist er eher unterfordert ?
Kommt er mit der Lehrerin grundsätzlich schlecht klar ?

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Hallo,

ich würde versuchen, Ursachenforschung zu betreiben, und da finde ich einen Termin bei der Lehrerin schon sinnvoll.

Dein Kind fühlt sich ja offenbar überfordert.
Da wäre die Frage, warum.

Versteht er den Stoff tatsächlich nicht oder schwer? Oder hört er vielleicht nicht richtig zu und dann fehlen ihm Informationen, um ihn zu verstehen? Oder macht er viele Flüchtigkeitsfehler?
Geht es nur um ein Fach oder um mehrere?

Geht die Lehrerin mit Fragen oder falschen Antworten von Schülern vielleicht nicht einfühlsam um? Manche Lehrer machen dann leider dumme Bemerkungen und entmutigen so schüchterne Schüler. Manchen Lehrern ist das nicht einmal bewusst, und die meinen das gar nicht böse. Es kommt aber so an.

Das sind Sachen, die ich mein Kind fragen würde, und wo ich mir dann auch die Sicht der Lehrerin schildern lassen würde.

LG

Heike

Was haben die alle hier?
Ich finde es sehr gut, dass du die Lehrerin nach ihrer Sicht der Dinge fragst, das hilft dir (und ihr), einen Gesamteindruck zu erhalten. Vielleicht hat sie auch Tipps auf Lager, sie arbeitet ja tagtäglich mit Schülern. Ich würde neutral einen Gesprächstermin ausmachen und dann beim Sehen erst auf das Thema eingehen. Alles Gute!

Hallo

Brief würde ich jetzt keinen schreiben, sondern nur einen Termin ausmachen. Weiß jetzt ja nicht wie das bei euch läuft, bei uns kann man übers Hausaufgabenheft um einen Termin bitten.

Fragen kannst du sie ja auf jeden Fall, eigentlich sollte das ja keine unangenehme Frage sein, weder für dich noch für seine Lehrerin. Sie weiß womöglich ja gar nicht, dass er am Nachmittag so demotiviert ist.
Denkst du denn, dass ihm der Stoff zu schwer ist oder der Schultag zu lang, wann kommt er denn heim? Habt ihr denn feste Hausaufgabenzeiten oder macht er die dann irgendwann und du musst ihn immer wieder drauf hinweisen?


LG

Zum Elternabend wurde gesagt im Hausaufgabenheft haben die Eltern nichts einzutragen. Extra Zettel, daher Brief. Wie auch immer man das nennen mag. Ich finde schon das sie sich damit angegriffen fühlen könnte. Da es ja ggf. Ihre Arbeit in Frage stellen könnte.
Es kann schon sein, dass der Stoff zu schwer ist und der Schulaltag zu lang. Aber was kann ich daran ändern?
Hausaufgaben macht er im Hort. Wenn er diese dort nicht schafft, müssen wir dies abends zusammen/allein erledigen.
Ich habe jetzt eine ganze Zeit versucht und ihn beobachtet und ihn einfach mal machen lassen. Vorher habe ich ihn mit Druck versucht zu animieren Hausaufgaben oder Berichtigungen zu machen, da sie bis zum Tag X abzugeben waren und ich ihm beibringen wollte das er es sofort machen soll damit er es hinter sich hat und sich nicht noch mehr anstaut. Dies erzeugte bei uns so großen Druck, welchen ich nun erstmal entfernt habe und ihn entscheiden lasse, wann er was macht. Damit lernt er Verantwortung zu übernehmen und ich konnte in dem Zusammenhag beobachten, dass er alles was mit Schule zu tun hat eben soweit rausschiebt bis er keine Wahl mehr hat. Ich hätte gern, dass er es nicht mehr als Belastung sieht. Wir haben es mit festen Lernzeiten probiert. Seine Uhr hat ihn "geweckt" wenn es soweit war. Das war allerdings mein Vorschlag, nicht seiner und artete dann auch im Zwang aus. Er hat dazu irgendwie keine konkreten Pläne wenn ich ihn frage, keine Lernstruktur. Er weiß zwar das er lernen muss, aber es ist für ihn unangenehm weil er wie gesagt glaubt er ist "dumm." #zitter Wie auch bei Trotzkindern vielleicht selbstgemachtes Elend. Wenn ich es wüsste wäre ich nicht hier...

"Hausaufgaben macht er im Hort. Wenn er diese dort nicht schafft, müssen wir dies abends zusammen/allein erledigen."
Ist es denn wirklich demotiviert oder sieht er es nur als eine unnötige, lästigee Sache an?

Achso unser jüngster, auch 3. Klasse, kommt mittag schon heim und macht da Hausaufgaben. Er findet jetzt auch alles andere wichtiger und interessanter als unnötige/lästige (seiner Meinung nach) Hausaufgaben. Aber die gehören halt mal mit dazu, auch wenn es nicht immer Spass macht oder man dazu Lust hat, da muss er einfach durch. Meistens macht er sie auch ohne Meckerei, er weiß aber auch, dass er bei mir mit rumdiskutieren eh nicht weiter kommt, es höchstens seine (Spiel)Zeit kostet. Ich kontrollier sie, helf ihm gern auch weiter, wenn notwendig, aber macht er sie schlampig, nur die Hälfte, verbessert er keine Fehler o. ä. ist das am nächsten Tag sein Problem, nicht meines.
(Ok hilft dir ja nicht weiter, du kannst ja im Hort nicht dabei sein.)

Kommt denn dann viel zusammen, wenn ihr die Hausaufgaben abends nicht mehr macht? .
Wäre das mal eine Möglichkeit, dass du ihn da auflaufen lassen kannst oder habt ihr das schon probiert? Ich mein, DANN müsste er sich halt mal bei der Lehrerin rechtfertigen und die Folgen/Konsequenzen an nicht gemachten Hausaufgaben tragen, vielleicht lernt er draus. Muss er denn viel lernen, oder warum glaubt er dass er dumm wäre? Ansonsten verhaut er ohne Lernen halt mal eine Schulaufgabe, jetzt wäre es ja noch nicht so schlimm. Erst dann sieht er selbst, was passiert, wenn man dieses oder jenes nicht macht.
Ich kann dir nur schreiben, was bei unseren/m helfen würde, vielleicht hat aber die Lehrerin wirklich bessere Ideen, die euch weiter helfen können.

LG
Kinderüberraschung

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Motivation gibt es nicht!
Das ist ein Zustand, der sich bei geliebten Tätigkeiten einstellt.

Was Du suchst, ist DISZIPLIN !

das wird sehr gerne verwechselt. Denk mal drüber nach. - Auch bei den Erwachsenen-Dingen, die immer "hängen" ....

Damit könntest du recht haben und ich werde darüber intensiv nachdenken. Zumindest habe ich diesen Ansatz noch nicht gesehen. Wie kannst du mir da in Bezug auf die Sache weiterhelfen?

naja ---- das ist ein schlauer Spruch aus irgend so einem Orga-Seminar (oder Buch) - weiss nicht mehr.

Bei meinen Kindern macht es die "Regel" -- gleiche Zeiten, feste Regeln, feste Abläufe. - Ist mal ein Anfang hin zur Disziplin...
Ich selbst in meiner Arbeit merke es auch (ich muss mich auch durch irgendwelche Zwänge zu manchen Dingen zwingen). Das hat nix mit Motivation zu tun ... ich gehe große Arbeitsberge einfach nicht gerne an .... aber mit Listen, Whiteboard oder anderen Hilfsmitteln schreibe ich mir mit Zeiten, Eieruhr oder Timer einfach Dinge vor. -- Ein Hilfsmittel, wenn man sonst zu schwach ist, Selbstdisziplin durchzuziehen...

auf Kids übertragen muss man es halt bisschen ummodeln... -- aber Fakt ist: auch bei uns hier gibt es null Belohnung, kein Zocken oder sonstwas, wenn die HA nicht fertig sind. -- Manchmal häng ich noch das Aufräumen dran ...


Kurz: Disziplin ist manchmal einfach nur "machen" -- auch wenn es keinen Spaß macht und halt sein muss.... das gilt auch für Kinder .... -- ich finde, durch diese ganzen Pädagogischen Ansätze hat "Spaß" einen viel zu großen Stellenwert bekommen...
In der Klasse meiner Tochter werden Zusatz-übeaufgaben aufgegeben "wenn man will, dann noch die d) und e) und f)" ... tja: --- die schwachen Schüler wollen nicht -> Folge: sie werden noch schlechter .... -- ich seh den Sinn darin nicht .....

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hi,

ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, was du dir von dem gespräch erhoffst.
die aufgabe, liegt doch bei den eltern und nicht bei der lehrerin.
warum lässt du alles rauszögern? bei uns gibts ganz klare regeln. nach der schule wird gegessen, danach kommen die hausaufgaben und ggf. lernen wenn was an steht.
sollte am nachmittag noch ein termin sein, so werden auf jedenfall die hausaufgaben vorher gemacht. gelerntes abfragen manchen wir in ausnahmen dann am abend noch.

auf den lieblingssatz deines kindes würde ich nicht mehr eingehen. er macht es sich damit einfach nur leicht. ich bin dumm, check das sowieso nicht, dann kann ich es gleich lassen.

und sorry, schule gehört leider in dem alter zum leben dazu. und nicht zu knapp.

lg
eddi


ps: mein sohn ist auch in der 3. klasse.

Und wenn die Eltern nicht mehr weiter kommen? An wen wende ich mich dann. Ich habe mir bereits viele Gedanken zu dem Thema gemacht. #aha Im Stillen Kämmerlein mit ihm darüber gesprochen.

Zu dem Thema, warum ich alles rauszögern lasse kann ich dir sagen. Dies war ein Test um überhaupt zu sehen inwieweit er motiviert ist. Gleichzeitig übernimmt er damit große Verantwortung für seine Leistungen und Aufgaben und lernt für sich selbst gerade zu stehen. Ihn immer wieder erinnern zu müssen hat für mich das Gefühl, dass ich die Hausaufgaben auch gleich selbst erledigen kann... Natürlich erinnere ich ihn. Er ist ein Kind und kann das noch nicht selbst einschätzen, aber ich streite mich nicht jeden Tag darum, dass er dies und jenes zu tun hat. Das muss er allein verstehen. Das ist zumindest meine Meinung. Wenn ich ihm noch Jahre hinterherrenne das er Hausaufgaben machen soll, irgendwann kommt man nicht mehr an die Kinder ran. Dann ist es zu spät. Jetzt öffnet sich mein Kind noch. In ein paar Jahren KÖNNTE das zwecks Pubertät usw. schon wieder ganz anders aussehen. Wenn er bis dahin gelernt hat alles zu tun, ohne das Mutti ihm alles vorkauen muss, sehe ich das als ziemlichen Fortschritt an. ;-)

Die meisten Kinder, welche sagen: "ich bin dumm" , schreien um Hilfe. Hinter diesem und ähnlichen Sätzen steckt sehr oft große Verzweiflung. Ignorieren ohne Ursachenforschung geht gar nicht.

Ich bin Lehrerin.

Klar kannst du diese Frage stellen. Ich glaube ich hatte auch schon solche Gespräche. Wer soll es wissen, wenn nicht der Lehrer?

Ich verstehe die Aufregung hier nicht. Wenn mein Kind dauerhaft unmotiviert ist und sich selbst als dumm bezeichnet, dann finde ich es richtig und wichtig, daß mit der Lehrerin zu besprechen.

Solche Probleme löste man doch am besten mit allen Beteiligten gemeinsam. Was nützt es, wenn die Mutter zuhause Bücher liest und an der Lernstrategie arbeitet, wenn die Lehrerin sich vielleicht gar nicht bewusst ist, dass sie mit bestimmten Kommentaren bei dem Kind das Gefühl auslöst, dumm zu sein.

Oder vielleicht kommt dabei auch raus, dass es im Unterricht super klappt und das Kind dieses "ich bin eh dumm" nur aus Bequemlichkeit benutzt.

Reden schadet sicher nicht.

Hi,
ja natürlich ist sie die Ansprechpartnerin. Ob sie Kapazitäten hat, deinem Sohn viele Extrawürste zu braten, wird sich dann zeigen. Und ob so etwas wie Verstärkerpläne usw. überhaupt fruchten würden.
Die Aussage deines Sohnes deutet auf ein sehr geringes Selbstwertgefühl hin, ich bezweifle ja, dass eine Lehrkraft da so viel ausrichten kann, wahrscheinlich verbirgt sich da mehr dahinter, aber das weißt du als Mutter besser.

vlg tina

Für Extrawürste hat sie mit Sicherheit keine Zeit, da es fast 30 Kinder in der Klasse sind. #schmoll Zumindest bin ich schon mal diejenige die auf sich aufmerkskam macht, was sie ggf. im Hinterkopf hat. #winke