Schulmaterialien bleiben in der Schule

Mein Sohn hat eine neue Lehrerin (4. Klasse).
Sie ist dazu übergegangen, immer nur das mitzugeben, was die Kinder benötigen - einerseits ganz gut, aaaber
vor Arbeiten / Tests werden die Bücher/Arbeitshefte auch nicht konsequent mitgegeben zum Üben.
Die Lehrerin reagiert dazu so, dass das Kind es von alleine einpacken soll, was er aber immer wieder vergisst. Und hinschicken bringt auch nichts, denn die Putzfrauen lassen die Kinder nicht mehr rein.
Ich bin nun dazu übergegangen, von den Büchern gebrauchte Exemplare bei ebay zu besorgen.
Aber das kann doch nicht sein...

Wie macht ihr das?

Hallo,

Ich finde die Lehrerin hat Recht. So lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen und an ihre Sachen zu denken, vorauszuplanen ect.

Trau das Deinem Sohn ruhig zu.

LG
Sunny

In der vierten Klasse sollte ein Kind schon selbstständig seine Sachen einpacken können.

In der weiterführenden Schule achtet auch niemand mehr drauf.

Bei uns erinnern die Lehrer die Kinder in der zweiten Klasse nochmal. Ab der dritten müssen sie selbständig für alles Sorgen.

Hier ist Mittags auch alles abgeschlossen und man findet niemanden der einen nochmal den Klassenraum aufschließt.

Müsste ich meinen Kind einen zweiten Satz Bücher kaufen egal ob neu oder gebraucht, nur weil es schusselig ist würde ich das vom Taschengeld abziehen. So lernt das Kind sonst nichts.

Und beim TaschEngel hört zumindest bei uns die Freundschaft auf 😂😎😄😅😉😉

Bei uns ist das auch so. Allerdings schon immer. Also bereits seit der ersten Klasse. Am Anfang hat sie häufiger mal vergessen Heft xy zum wiederholen der Themen einzupacken. Inzwischen klappt das sehr gut.

Wenn’s wirklich drängt und nicht vergessen werden darf schreibt sie sich ins Hausaufgaben Heft was sie noch einzupacken hat.
Vielleicht ist das für euch auch eine Lösung.

Ich finde die Lehrerin macht es richtig!
Dein Kind muss groß werden. Das gehört hier auch in die Empfehlung für die weiterführende Schule.

Meine Kinder mussten in der 4. Klasse nach Plan packen. Die Bücher waren in der Regel zu Hause.

Heute in weiterführenden Schule haben beide ihre Fächer in der Schule. Beim Großen klappt es zu 95% das er seine Sachen dabei hat.

Den Kleinen erinnere ich vor Wochenenden/ Ferien die wichtigen Bücher mitzubringen. Das klappt zu 90%

Heute ist ihm aufgefallen, das die Berichtigung der Französisch nach den Ferien gemacht sein muss und die Arbeit liegt in der Schule. Das ist dann sein Problem.

Bücher würde ich niemals doppelt kaufen.

Bücher doppelt kaufen? Würde ich nicht tun. Setzt die falschen Signale. Er soll lernen mitzudenken und sich um seine Sachen selbstständig zu kümmern. Das ist eine Grundvoraussetzung für die weiterführende Schule.

Wir haben dasselbe übrigens seit der 1. Klasse. Viele Kinder haben Probleme damit gehabt am Anfang, aber eben dazu gelernt.

Leider kann man es nicht allen Eltern Recht machen. Die meisten bevorzugen es, wenn die Sachen in der Schule bleiben. So ist weniger zu schleppen und es kann weniger vergessen werden (bezogen auf den Unterricht). Bei uns wird es deshalb auch so gehandhabt, dass die Sachen in der Schule bleiben.
Vor Arbeiten etc. müssen die Kinder selbst an ihr Material denken. D.h. ich erinnere zwar daran, kontrolliere aber nicht, wer was einpackt. So viel Selbstständigkeit setze ich spätestens in der 3. Klasse voraus (Ausnahme sind Kinder mit "Beeinträchtigungen") bzw. arbeitet man in der 1./2. Klasse darauf hin.

Ich habe es tatsächlich schon oft erlebt, dass Eltern das Material doppelt kaufen, um auf Nummer sicher zu gehen. Wenn man nicht erst einen Tag vorher dran denkt, müsste sich aber meistens auch eine andere Lösung finden. Vielleicht könnt ihr ja mal mit den Reinigubgskräften sprechen und nach einer Lösung suchen...

War bei uns auch so - ab Klasse 1. Jedes Kind hatte ein Fach und nahm nur raus, was benötigt wurde.
In Klasse 1 und 2 wurden die Kids daran erinnert, ab Klasse 3 mussten sie dann selber daran denken. Hat eigentllich immer funktioniert.
Jetzt ist meine Tochter in der Nachbarstadt auf dem Gymnasium und hat dort ein Schließfach, da die Masse an Büchern und Ordnern fast nicht in den Schulrucksack passt - je nach Konstellation der Fächer.
Wenn sie für ihre Hausaufgaben dort etwas vergisst - was schon vorkam, können wir da auch nicht einfach hinfahren - ich bin berufstätig.
Meist hilft dann ein Anruf oder WhatsApp mit einem Mitschüler und es gibt einen Screenshot von der entsprechenden Seite.

Ihr solltet dem Kind ganz schnell Selbstständigkeit beibringen,es ist seine Aufgabe alles mitzubringen was gebracht wird.

Diese dämliche Regel haben wir nie mitgemacht!
Ich habe immer drauf bestanden dass die Schulsachen daheim sind denn ich möchte dass meine Kinder nicht nur dann reinzuschauen wenn Proben anstehen sondern sich auch so damit beschäftigen können.
Einerseits wird erwartet dass die Kids selbstständig lernen sollen, andererseits nur dann wenn Arbeiten anstehen? Welcher Sinn steckt dahinter?

Meine Kids nehmen das Schulmaterial mit was an dem entsprechenden Tag gebraucht wird.

Zum Glück sieht das Gymnasium meiner Kleinen das auch so, dort gibt es einen Klassensatz Bücher in der Schule damit eben alles sonst daheim ist zum lernen.

Mona

Kenne ich weder aus der Grundschule noch vom Gymnasium. Hier befinden sich die Sachen zu Hause - außer Kunst.

Zusatz: Wir haben die Bücher nie ausgeliehen, sondern immer gekauft und das haben und tun einige hier. Evtl ging es das deshalb hier nicht?

Bei uns läuft es gleich ab wie bei euch und ich finde das vollkommen richtig.
Erstens lernt das Kind Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und zweitens fällt die Schlepperei weg.
Wenn du deinem Sohn die Materialien für zu Hause kaufst, dann lernt er nur, dass er nicht mitdenken muss, denn das macht Mama schon.
Willst du das?
Ich würde ihn auflaufen lassen. Aus einer schlechten Note sollte er eigentlich lernen, dass er seine Bücher mitzunehmen hat.

Wenn er es jetzt nicht lernt, wie soll es dann in einer weiterführenden Schule ablaufen?

Ich mache das auch so, wie du. Es unterwandert natürlich das pädagogische Konzept der Lehrerin , aber dafür können wir ohne Stress zu Hause lernen.

Hallo,
ich würde diese fragwürdige pädagogische Maßnahme nicht mitmachen.

Unsere Tochter (12, Gymnasium, super Noten, sehr organisiert) will kein Schließfach in der Schule, aus Angst, dass sie vergisst, die benötigten Bücher mit nach Hause zu nehmen.

Bei unserem Sohn (5. Klasse) würde das noch viel weniger funktionieren. Der ist eh ein Meister darin, Dinge irgendwo liegen zu lassen.

Unsere Kinder hatten in der Grundschule nur Sachen, die zu Hause normalerweise nie gebraucht wurden. Alles andere wurde hin und her getragen.

LG

Heike

Klar muß ein Viertklässler alleine die Dingen einpacken können, die er für die Hausaufgaben braucht. An der nächsten Schule ab Kl. 5 trägt ihm das auch keiner mehr hinterher.

Unsere Kinder haben das schon seit dem 1. Schuljahr gemacht und in der 4. KL. war das schon Routine. Natürlich wurde grade in der 1. Klasse öfter mal was vergessen, aber dann habe ich sie nochmal in die Schule geschickt das Fehlende zu holen. Wenn die Schule dann schon abgeschlossen war, hatte das einen Lerneffekt und nächstens Mal wurde gründlicher überlegt, ob alles, was gebraucht wurde im Ranzen ist.

Indem du deinem Sohn jetzt die Bücher ständig zuhause zur Verfügung stellst (Doppelkauf), hilfst du ihm im Grunde nicht wirklich. Denn damit unterstützt du eher seine Vergesslichkeit; er braucht ja dann gar nicht mehr an die Mitnahme aus der Schule denken.

Muß dein Viertklässler denn so viel lernen vor den Arbeiten? Meine Beiden konnten die Arbeiten auch mal ohne vorher üben, schreiben. Nur Sachkunde wurde nochmal intensiver angeschaut.

Wirklich was gelernt hat keiner meiner Grundschulkinder. Es ist Grundschule....was gibt es da groß zu lernen?

Aber mal ehrlich, nächstes Jahr geht es auf die nächste Schule. Irgendwann müssen die Kinder Verantwortung lernen. Wenn Mami immer die passende Rettung zu Hause hat, klappt das niemals.
Ja, dein Kind kann lernen was es zu Hause braucht - die Lehrerin hat recht.

doch, das kann so sein, denn die vier-klässler müssen sich nun so langsam anfangen zu organisieren... das ist später sooooo wichtig.....

dazu gehört auch Mehrarbeit oder anderen Tagen mehr lernen nachholen, wenn man die Sachen in der Schule vergisst....

Hallo,

ich kann dich verstehen, aber bedenke: Nächstes Jahr kommt dein Kind an die weiterführende Schule und da erinnert es KEIN MENSCH daran, die Sachen richtig zu packen.

Ich hab hier auch so einen Schlunz. Ich hab allerdings eher das Problem, dass er ALLES in die Schultasche packt, weil er in der Schule zu faul ist, zu seinen Schubladen zu gehen und die Sachen richtig zu verstauen. #augen

Da ich selbst Rückenprobleme habe, mein Sohn sehr klein ist und NIX half, hab ich irgendwann gesagt: "Wenn mittags in der Tasche mehr ist als die Hausaufgaben, dann fällt die Fernsehzeit mittags weg (er darf nach den Hausaufgaben etwas schauen).

Ich weiß, total unlogisch, soll man nicht machen, wirkt aber zuverlässig. #gruebel Die logische Konsequenz "kaputter Rücken" finde ich jetzt noch weniger prickelnd.

Vielleicht überlegst du dir so etwas auch, wenn sonst nix hilft.

LG

"Die Lehrerin reagiert dazu so, dass das Kind es von alleine einpacken soll..."
Ja, das ist richtig so und ein 4.(!)Klässler sollte in der Lage sein, an seine Sachen zu denken. Notfalls soll er sich einen Zettel in die Federtasche legen "Mathesachen mitnehmen!".
VG

Ich kann dich voll und ganz verstehen. Meine Jungs sind zwar erst 3. Klasse, glaube aber kaum, dass in 1 Jahr alles anders ist.
Mich nervt es auch, dass sie vor einem Test ihre Sachen nicht dabei haben. Haben nur Glück, dass es 2 sind, da reicht oft 1 Buch/Heft.
Ich denke auch, dass da normalerweise Mädchen fitter sind im mitdenken.