"Mama hilft" -- wie seht ihr das?

ich mache mir schon länger darüber Gedanken, in wie weit noch irgendwelche Maße normal sind oder einfach vom heutigen Schulsystem gefordert werden und was Mama einfach zu viel meint, machen zu müssen?
Wie sehr ihr das so? Mich interessieren besonders Kinder Ende Grundschule oder Anfang nächster Schule:

vom einen Extrem: - ich mache nix, kontrolliere keine Hausaufgaben, das Kind ist selbst komplett verantwortlich ...

bis hin zum anderen Extrem, wo mama viel hilft, Hausaufgaben kontrolliert, Übungsaufgaben auf ARbeiten im Netz sucht und ausdruckt, - mitdenkt, auch an Klassenarbeitstermine, ans lernen erinnert und sogar hier sehr viel Zeit investiert...

was meint ihr:
welches Maß ist mit dem heutigen Schulsystem einfach als Mamajob gewollt und von Lehrern gefordert?
und welches Maß ist zu viel?

Ich persönlich habe trotz pfiffiger Kinder das Gefühl, ich muss sooooo viel mitdenken, mitüben, Hilfestellungen übernehmen usw.... und wenn ich das nicht mache, würden die Kinder teils wirklich große Nachteile erfahren... wie sehr ihr das?

Das sind solche Dinge, wie Kinder sollen über die Ferien bestimmte Dinge lernen -- oder es wird in der Schule gar nicht richtig gezeigt "wie man lernt" .... das muss ich übernehmen... --- also diese SElbstorganisation war damals zu meiner Schulzeit vor 30 Jahren wirklich einfacher --- und auch möglich, von den Kindern selbst und selbständig zu erfüllen ... aber heute? -- ich habe das Gefühlt, wenn man da nicht mitmacht, mithilft, zusätzlich Energie investiert, dann fallen die kids hinten runter...

das geht ja soweit, dass Eltern hier gerügt werden mit einem Zettel, man solle dafür sorgen, dass das Sportzeug nicht wiederholt vergessen wrid...... , wenn das x-te mal das Sportzeug fehlt. --- hey???????????? ---- es ist am Platz neben der Garderobe .... und wenn ein Kind es mehrfach vergisst, dann ist es sein Fehler und nicht meiner ... -- okay.... inzwischen erinnere ich Mittwochs und Donnerstags wieder im rausgehen an die Sporttasche, -- aber das war doch echt der Knaller.... --- und ich erspare ihm eine schlechtere Sportnote ... --- okay: davon geht jetzt die Welt nicht unter, ... aber es trifft den Kern der Sache...

Elternabend: sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind liest, --- dass sie regelmässigt 1x1 abfragen dass sie dies und dass sie das .... ---- die Eltern werden in die Pflicht genommen. -- nicht das Kind .... ---- das ärgert mich: denn so lernt das Kind doch auch von der Lehrerseite her "Mama macht" .....


was meint ihr?

ich finde halt: wenn ich meinem 3.Klässler Zeit gebe ohne üben und zum lesen ermuntern usw.... ihn einfach mit der Schule sich selbst überlasse.... --- dann braucht das monate, -- sogar Jahre, bis es einen Effekt hat ... -- und dann? -- dann fehlen wichtige Grundlagen nur weil ich mich dem heutigen Lehrkonzept nicht untergeordnet habe ... und das Kind hat den Nachteil --- (schlechterer Schulabschluß z.B.) ....

wenn man sich so umschaut: - wie viiiieeeeeele Lernbücher es zu kaufen gibt... --- das benötigte man früher alles gar nicht, ... da war der Lehrer in der Lage, alles umfassend beizubringen ohne, dass zusätzlich schon Grundschüler zuhause üben müssen und zu Nachhilfelehrern getragen werden .....

ihr wisst auf was ich rauswill? -- wie seht ihr das?
Ist es das System, ---- oder macht man als Mama einfach zu viel für die Kinder, weil ich man sie vor dem System schützen und fördern möchte und einen guten Start ermöglichen möchte?

Ich sehe das tatsächlich anders.

Meine Älteste ist 10, frisch in der 5. Klasse. Mein Mittlerer 8 und in der 3. Klasse.

Ich habe nie mitgelernt, nie irgendwas rausgesucht,... Referate werden und wurden in der Schule gemacht. Damit Mamis sich nicht selber verwirklichen! Es ist von den Lehrern doch gar nicht gewollt, das die Müttis da übermotoviert mitmachen.

Ich finde, gerade weil Eltern heute oft meinen mitwirken zu müssen, können viele Kinder nicht mehr lernen. Sie bekommen ja immer vorgemacht und vorgemacht.

Bei uns wird ab der ersten Klasse angehalten, das die Kinder selbstverantwortlich sind. Das klappte und klappt prima.

Mehr Bücher und mehr Wissensvermittlung gibt es auch nicht als damals (bin Baujahr 1982). Meine Eltern haben meine Grundschulbücher aufbewahrt, ich konnte also prima vergleichen. Eigentlich wurde mehr gemacht, zB in Deutsch. Da war Rechtschreibung ab Klasse 1 auf der Agenda.
Und die Bücher auf der weiterführenden meiner Tochter sind (bis auf Reli, Musik und Erdkunde) 1 zu 1 die gleichen wie meine damals, nur die neuere Auflage.

Ich frage Vokabeln ab, wenn ich nach gefragt werde. Ich beantworte Fragen, wenn mir welche gestellt werden. Aber beide meiner Schulkinder kriegen alles prima alleine hin!

Es wird hier sowohl in der Grundschule, als auch auf dem Gymnasium gepredigt, dass die Kinder in die Schule gehen, nicht die Eltern. Das man den Kindern mal was zutrauen muss und sich nicht in irgendwelchen Referaten Selbstverwirklichen soll.

Groß eine Chance haben die Eltern hier gar nicht. Weil eben gerade so große Dinge wie Referate und Buchbesprechungen leider nicht zu Hause gemacht werden.

Sehr gut geschrieben und alles dabei.

Hallo,

ich glaube es hängt auch sehr stark davon ab, wie die Schule bzw. jeder einzelne Lehrer das macht.

An unserer Grundschule wurden die Kinder zu viel Selbstständigkeit erzogen, d.h. SIE waren für ihren Kram verantwortlich. Für fehlende Dinge (Sportsachen, Material) gab es Striche, bei 10 Strichen bekam ich lediglich die Info das mein Sohn an Tag X nacharbeiten muss. Das habe ich unterschrieben und gut.
Kam exakt einmal vor.
Es gab wöchentlich einen "Lehrplan" für die Kinder. Z.B. so etwas wie, 3 x lesen, 3 x das 1x1 lernen. Das mussten die Kinder abhaken und konnten so selbst kontrollieren ob sie alles fertig hatten. Wir Eltern sollten da gar nicht eingreifen.
Zu den Sprechtagen war gewünscht das die Kinder mitkommen, eben um ihnen zu sagen wie sie Dinge ändern können. Natürlich zum Teil mit Unterstützung der Eltern.
Dort kamen auch die wöchtenlichen Pläne zur Sprache, a la: hättest du dich daran gehalten, könntest du das 1x1 jetzt schon besser. Direkt ans Kind gerichtet und nicht an die Eltern.

Jetzt in der weiterführenden Schule ist es ähnlich. Briefe a la: sorgen Sie dafür das X und Y nächstes Mal im Unterricht vorliegen, gibt es nicht.

Mein Sohn ist kein Überflieger und hat länger als Andere gebraucht sein System zu finden. Auch da haben wir unterstützt und Vorschläge gemacht, aber nur damit er versteht wie dieses und jenes System umgesetzt werden müsste

Jetzt in der 8. Klasse läuft das Meiste von allein. Sei es seinem Kram parat zu haben, Infos weiterzugeben die nicht auf Zetteln stehen, sich auf Arbeiten vorzubereiten. Beim Abfragen helfen wir weiter gerne.
Er hat ein Whiteboard in seinem Zimmer, wo er seine Lernzeit organisiert. Also wann ist welche Arbeit dran, was kommt dran, was weiß ich davon schon (grüner Haken) und was muss ich noch vertiefen (rotes Kreuz)

Ich finde Lehrer die die Eltern so extrem in die Pflicht nehmen, machen es sich schlicht zu einfach. Klar möchte man nur das Beste für sein Kind, also macht man diese Dinge.

LG
Tanja

Ich habe 3 Schulkinder (11., 9. und 4. Klasse) Bei den Großen war ich wenig eingebunden, der Mittlere hat ADS und ich musste neben ihm sitzen bei den Hausaufgaben, aber das lag ja an seinem ADS. Lernwörter habe ich abgefragt und war halt da, wenn sie Fragen hatten.
Der Kleine ist eigentlich der pfiffigste, aber hat auch die anspruchsvollste Lehrerin, die ich kenne ;-) Da bin ich nur dran, kontrolliere, habe ihm eine Lern App runtergeladen, übe mit ihm einen Tag vor den Arbeiten (sonst wäre das nicht zu schaffen) usw. Da habe ich schon den Eindruck, dass Eltern, die sich eher wenig kümmern, die Kinder damit ins Aus schießen. Da sind auch schon einige Kinder aus der Klasse zurück gesetzt worden.

Hallo

Ich fang mal bei mir als Kind an: meine Eltern waren immer da. Hausaufgaben wurden begleitet, ich hab mit den Eltern gelernt sofern es nötig war, es gab einen Kalender mit den Klassenarbeiten, meine Eltern hätten mich immer an Sportzeug erinnert oder was mitzubringen etc.

Mit dieser Vorstellung bekamen wir Kinder. Dass man eben immer dabei sein muss. Ich hatte schon vor der Schule größere Diskussionen mit anderen Eltern, weil die dachten es geht völlig ohne Eltern …
Parallel hatte ich dann jedoch 2 Kids, die in Klasse 1 und 2 immer zur Klassenspitze zählen, die die Hausis in kürzester „runtergerotzt“ haben und immer sehr gute Noten hatten. Darum hab ich mir von den Leuten zunehmend reinreden lassen, dass es auch ohne Eltern gut ginge.

Nun Klasse 3 und das Leben ist komplett anders. Die müssen wirklich ranklotzen. Freie Spielzeit ist nimmer in dem Maße ok. Das hab ich allerdings erst vor wenigen Tagen bemerkt! Die haben für die Herbstferien ein „Vorbereitung für die erste Mathe Klassenarbeit-Heft“ bekommen, das für schnelle und gute Rechner sicher 1h am Tag Mathe machen bedeutet. Langsame entsprechend länger. Wir waren im Urlaub und haben dort zwar täglich nen Aufsatz schreiben lassen, aber kein Mathe gemacht. Darum war unser Wochenende seeeeeehr Mathebestimmt.
Und da sieht man dann – sie haben den Anschluss vor wenigen Wochen einfach verpasst. Wir waren unaufmerksam, weil es ja immer so gut lief und jetzt wird’s echt übel. Bin gepannt wie die die Arbeit am Donnerstag überleben!

Zurück zu den Eltern, mit denen wir vor etwa 3 Jahren diskutiert hatten: und all diese Kinder (alle Akademikerkinder, falls das wichtig sein sollte) haben spätestens nach Schulwechsel in Klasse 5/6 versagt. Es fehlte die Einstellung, dass man was lernen muss, es fehlte Struktur, dieser Ansatz des selbstorganisierten Lernens klappt nun mal bei allenfalls 10% der Kinder (mein Blick darauf) .. also ich erlebe im Bekanntenkreis einige eigentlich kluge Kinder, die aufgrund der Ganztageskultur und überanstrengten oder uninteressierten Eltern es nicht packen. Wo Grundlagen verpasst worden sind und man es kaum aufholen kann.

Bezüglich Arbeitsmaterialen, Sportzeug usw mithaben bin ich mehr als entspannt. Das ist deren Bier und dürfen ruhig den Ärger dafür bekommen … aber nachdem alle mal zurücklaufen mussten was holen usw hat sich das schnell erledigt gehabt. Also das klappt recht gut.


Ergo: Es ist genau wie bei mir früher: Die Eltern müssen immer da sein, sonst fliegen die Kinde auf die Nase.

Wann ist bei Dir "früher"? ;-)
Mein Sohn, der bald 47 Jahre alt wird, hätte keinen Realschulabschluss, wenn ich NICHT mit ihm gelernt und Hausaufgaben überwacht hätte usw usw. - trotz Hausaufgabenbetreuung. Er war 13 Jahre lang überzeugt, dass Schule verschwendete Zeit ist und das hatte sicher nichts mit einem Übereifer von mir zu tun. Ja, die Lehrer haben es schon damals von mir erwartet, täglich hinterher zu sein; Klasse, wenn man Vollzeit arbeitet. Bei ihm machte es erst in der Ausbildung "klick" und er lernte alleine.
Meine Tochter machte alles alleine, Schule, Ausbildung. Sie fragte, wenn sie mal was nicht wusste und das war alles.
Was ich sagen will, es kommt immer auf das Kind an, was es braucht. Hängenlassen geht genauso wenig wie übermotiviert beaufsichtigen.
Sieht bei meiner Enkelin genauso aus, 7. Klasse Realschule. Sie kommt einmal die Woche zu mir zu Hausaufgaben wie Englisch oder Fächer, in denen Oma etwas fitter ist als die Eltern ;-) Wir teilen uns das gerecht. Manchmal braucht sie Hilfe, meistens nur Bestätigung oder ich höre sie ab.
Sie hat allerdings noch nie Zettel nach Hause gebracht mit Lehrerwünschen, da hätte meine Tochter wohl auch gefragt, was das soll. Das war weder in der Grundschule üblich und in der Realschule sowieso nicht.
LG Moni

Hallo!

Der Absatz mit den Sportsachen hätte von mir kommen können: Gerade heute hatte ich einen Anruf von der Sportlehrerin, mein Sohn hätte schon das 3. Mal keine Sportsachen dabei gehabt. Und auch bei meinem Sohn hängt der Sportbeutel eigentlich in der Schule. Letzte Woche war nur das Problem, dass mein Junior nach dem Sportunterricht seine Sporthose unter der Jeans angelassen hatte, somit war die Hose zuhause gelandet, was ich aber nicht mitbekommen hatte, weil mein Sohn sie mittags ausgezogen und in irgend eine Ecke geschmissen hatte. Ich hab die Hose erst 4 Tage später zufällig gefunden. Ich hab meinem Sohn dann reichlich Dampf gemacht, dass er seine Sportsachen mit nach Hause bringen soll, damit ich den Sportbeutel neu beschicken kann, und das hat er am Freitag auch gemacht.
Was er mir am Freitag allerdings nicht erzählt hatte: Die Kinder haben einen neuen Stundenplan bekommen, der ab heute gültig war. Und seit dieser Woche haben die Kinder montags Sport. Und natürlich war der Tenor der Sportlehrerin heute, das ICH als Mutter dafür zu sorgen hätte, dass das Kind alle Sachen dabei hat. Wäre ich die Sportlehrein gewesen, hätte ich nach dem 2. Mal dem Kind die Ansage gemacht: Wenn beim nächsten Mal die Sportsachen nicht vollständig sind, turnst Du in Unterwäsche! Ein schlaues Kind hätte die Drohung ernst genommen und seine Sachen beisammen gehabt... Ich bin mir aber ganz sicher, dass der Sportunterricht in Unterwäsche für die ganze Klasse sehr lehrreich gewesen wäre ;-).
Ach ja, und auf meinen Einwand, dass ich von dem neuen Stundenplan nichts gewusst hatte, weil ich die Postmappe zwar gelegentlich kontrolliere, aber eben nicht täglich, kam auch wieder ganz vorwurfsvoll, ich MÜSSE doch täglich die Postmappe kontrollieren... Die Kinder haben im Schnitt nicht einmal 1*/Wo einen Zettel in der Postmappe. Die Kinder wissen i.d.R., wenn sie einen Zettel bekommen haben. Da ist es doch eigentlich die Aufgabe des Kindes, diesen Zettel auch abzugeben. Die Klassenlehrerin meiner Tochter hat in der 2. Klasse den Kids eine Checkliste gegeben, was täglich erledigt werden muss - dazu gehörte auch die Elternpost abzugeben.

Nun ja, aber hier sprechen wir von einem Grundschüler, dessen Hausaufgaben ich i.d.R. nicht mehr kontrolliere. Ich frage lediglich, ob er alle Aufgaben erledigt hat, wenn er das nicht hat, weiß er, was er zu tun hat, ansonsten bin ich zufrieden.
Meine Tochter geht mittlerweile in die 5. Klasse aufs Gymnasium. Selbst hier wurde auf dem Elternabend davon gesprochen, dass wir Eltern täglich kontrollieren sollten, ob denn auch alle Hausaufgaben vorlägen - Ähhm -NEIN! Ich kontrolliere die Hausaufgaben meiner Tochter nicht. Ein Kind, dass in der 5. Klasse noch nicht gelernt hat, selbstständig seine Hausaufgaben zu erledigen, gehört m.E. nicht aufs Gymnasium. Auch hier muss eine kurze Erinnerung reichen! Und ehrlich gesagt frage ich mich dann, wie lange ich die Hausaufgaben noch kontrollieren muss. Wie sollen die Kinder denn selbstständig werden, wenn sie bis zum Abitur von Mama oder Papa kontrolliert werden???

LG

da hast du recht -- aber wir zuhause schwanken echt zwischen "muss er selber können" und eben "ihn erinnern" --- in herzitieren zum abfragen (weil er dann lernt).

Fall von heute, -- mal wieder: -- zum x-ten Mal den Zettel für den Lehrer vergessen, der die Übernachtung Freitag auf Samstag organisiert. -- JA! --- und dieses Mal habe ich heute EINMAL erinnert, mir den Zettel zur Unterschrift vorzulegen ... tja .... er ist ein schussel und war mit den Gedanken wieder überall ... hat schnellschnell die HA weggeräumt ... und was liegt nicht hier????? Der Zettel!!!! .... --- ich werde ihn nicht zwanzig mal auffordern, mir den Unterschritszettel vorzulegen, wenn er in der Schule übernachten will ... --- diesmal nicht .... -- wenn er es vergisst, dann geht er halt nicht ....

das ist jetzt mal ein Fall wo ich guten Gewissens sagen kann: das wäre ein Fall für "Denkzettel" und er lernt, besser an Dinge zu denken....

aber wenn ich von der Nachbarin höre, dass eine Arbeit ansteht, von der er nix "mitbekommen hat" weil er es vergessen hat oder schusselig nicht aufgeschrieben hat, da kann ich halt echt nicht übers Mamaherz und lasse ihn in solchen Fällen eben nicht auflaufen... --- da bin ich doch zu gutherzig ... -- genauso, wie ich ihn öfter ans lernen "erinnere", weil ich eben auf den Kalender gekuckt habe, -- er nicht .... --- ich scheue mich echt, bei Notenrelevanten Dingen ihn auflaufen zu lassen....

„ Wäre ich die Sportlehrein gewesen, hätte ich nach dem 2. Mal dem Kind die Ansage gemacht: Wenn beim nächsten Mal die Sportsachen nicht vollständig sind, turnst Du in Unterwäsche!“

Ich bin Lehrerin und allein bei der Androhung fallen mir sofort einige Eltern ein, die ich dann auf der Matte stehen hätte und die sich beschweren würden, wie erniedrigend das wäre und wie ich sowas androhen kann. Von der Durchführung solcher Maßnahmen ganz zu schweigen. Da könnte ich mich gleich auf Elterngespräche gefasst machen, in denen darum gebeten wird, dass die Schulleitung mit dabei ist. 😅

weitere 3 Kommentare laden

Ende der Grundschulzeit und mit Übertritt in die weiterführende Schule, sollte ein Kind natürlich ein gewisses Maß an Selbstständigkeit erreicht haben - sowohl was Organisatorisches betrifft, als auch das Lernen. Ganz ohne Hilfe von Mama schaffen es aber nur Kinder, die dies gelernt haben. Das heißt, vor allem in den Klassen 1 und 2 ist viel Hilfe und Anleitung von Lehrern UND Eltern notwendig. Denn als Lehrer habe ich nunmal keinen "Zugriff" auf den Nachmittag. Ranzen packen, sonstiges Material wie auch Sportsachen mitbringen / vorbereiten und notwendiges Üben, sind mMn (aus Sicht des Lehrers) Aufgaben der Eltern bzw. ist es deren Pflicht, dem eigenen Kind dies beizubringen. Wie soll denn der Lehrer das in der Schule machen?
Natürlich kannst du dein Kind auch auflaufen lassen aber wie soll denn der Lehrer (noch dazu Sportlehrer, der in der Pause kommt und meist kaum Zeit hat für solche Sachen) das anders machen, als die Eltern zu informieren?

Klar erwarten manche Lehrer zu viel von zu Hause. Typisches Beispiel: Wir fertigen Plakate immer im Unterricht an, da es meine Aufgabe ist, den Kindern beizubringen wie man das macht. Viele Kollegen sehen das anders. Andererseits habe ich nunmal im Unterricht leider! keine Zeit, für individuelle Leseübungen, Vokabeln abfragen und Grundaufgaben üben mit jedem einzelnen Kind. So muss dies auch zu Hause getan werden...

Da stimm ich dir durchaus zu - das organisieren, Ranzen packen etc. müssen die Kinder zuhause mit den Eltern lernen.
Aber wenn mein Sohn sich nach dem Sportunterricht nicht umzieht, sollte das die Sportlehrerin doch auch mitbekommen. Gut, letzte Woche war die Sporthose unter der Jeans, aber im Sommer hatten wir es nahezu nach jeder Sportstunde, dass das Kind in Sportsachen von der Schule kam und die Jeans im Turnbeutel gelandet ist. Und hier bin ich der Meinung, dass die Sportlehrerin darauf achten muss, dass die Kinder sich nach dem Sportunterricht umziehen. Der Turnbeutel (der im Übrigen in der Schule verblieb) ging im Sommer teilweise kaum noch zu vor lauter Jeans und T-Shirts - und mein Sohn hatte keine Hosen mehr im Schrank...

LG

Wieso sollte die Lehrerin kontrollieren, ob sich das Kind umzieht?#gruebel

Bei uns gehen die Kinder auch oftmals mit den Sportklamotten heim (wenn sie die letzten beiden Stunden Sport haben).
Das liegt zum einen daran, dass sie möglichst schnell zum Bus wollen und zum anderen, weil die Klamotten regelmäßig gewaschen werden.

Wenn ein Kind keine Hosen mehr im Schrank hat, dann ist es nicht Sache der Lehrerin, dies zu verhindern.#zitter

weitere 11 Kommentare laden

Interessantes Thema. Ich war erst vor kurzem extrem baff, als ihm Elternchat der Klasse meiner Mittleren (4. Klasse Grundschule) viele geschrieben haben, dass sie täglich mit ihren Kindern an den Hausaufgaben sitzen würden. Das wär mir ernsthaft noch nicht eingefallen. Bei der Großen wurde uns von den Lehrern auch ganz klar gesagt, dass es erwünscht ist, dass die Kinder die Aufgaben selbst erledigen, um dann beim Korrigieren als Lehrer in der Schule sehen zu können, wo Probleme bestehen. Das mach auch völlig Sinn, finde ich.

hi,

ich gehöre zu den müttern, die die kinder unterstützt, auch mal ein übungsblatt aus dem netz ausdruckt. :-)

ich denke, es kommt auch immer auf einen selbst an. meine eltern haben sich nie um die schule/lernen gekümmert. keine hilfestellung gegeben, nichts unterstützt. wir waren einfach immer auf uns selbst angewiesen. unser ergebnis: wir sind drei kinder gewesen, 2 hauptschulabschluß ich selbst FOS. dies habe ich aber nur über die abendschule im erwachsenenalter erreicht. meine eltern fanden es wichtig, eine lehre zu machen. höhere schulen waren für sie nur zeitverschwendung.

jetzt als erwachsender wäre ich froh gewesen, wäre jemand dahinter gestanden wäre um auch auf eine höhere schule gehen zu können. ich wäre gerne lehrerin geworden und hätte es sicher mit etwas unterstützung auch geschafft...

mein mann und ich geben darauf acht, dass das mit der schule gut läuft. ich lerne mit meinem sohn, kontrolliere die hausaufgaben, fliege mal schnell drüber. wenn er mal eine übung mit mehreren fehlern hat, erkläre ich es auch nochmal. manchmal verstehen die kids auch etwas nicht richtig und eignen es sich dann falsch an, weil es nur 1x im unterricht besprochen wird. unser sohn ist ein 2er schüler, tendenz ehr etwas besser. ich denke, man muss in der grundschule von anfang an den grundstein legen, damit die kids sich das lernen, regelmäßiges ordentliches arbeiten etc. aneignen. ich glaube nicht, dass dies von alleine kommt. jedenfalls bei der mehrzahl der kinder nicht.

unsere schule verpflichtet eltern nicht. für turnbeutel, vollständiges material etc. werden die kids selbstverständlich selbst zur verantwortung gezogen, wenn das nicht klappt.
mithilfe zum lernen ist allerdings schon erwünscht - also kids abfragen, mal vokabeln lernen, mal deutschwörter trennen lassen, am wochenende mal das 1x1 wiederholen etc.

ich selbst sehe es als pflicht an, meine kinder so gut es geht zu unterstützen um ihnen für ihre möglichkeiten die besten voraussetzungen zu schaffen.

lg

Bei meinem Großen musste ich im Fach Deutsch die ersten 5 Schuljahre dabeisitzen, weil er Legasthenie hatte sowie Schulstoff + Vokabeln abfragen vor einer Klassenarbeit, wenn er mich darauf ansprach. Ansonsten erledigte er alles soweit alleine. Und wenn er in der Schule seine Aufgaben für die Woche (Grundschule) vergessen hatte, Pech gehabt. Anders lernen die das nicht.

In der weiterführenden Schule (Realschule) gab es dann endlich Legasthenietherapie bzw. bis zum Schulende Legasthenietraining beim Nachhilfe-Institut. Mein Großer kam dann irgendwie selber klar. Sicher stand bei uns Wissenstandsabfrage vor den Klassenarbeiten noch an, aber das war eher zeitlich eine Kleinigkeit. Hausaufgaben erledigte er alleine. Für Fragen standen wir als Eltern natürlich bereit, wenn Tante Google das nicht hatte oder schlecht erklären konnte.

Ich sag immer, helfe den Kindern so, dass sie sich später selber helfen können.

LG Hinzwife

Ich finde, das kann man nicht pauschal beantworten.
Kommt halt ganz auf das einzelne Kind an.
Es gibt Kinder, die denken selber mit und brauchen nirgendwo Unterstützung - andere wiederum sind schusslig und brauchen (zumindest die ersten Jahre) Hilfe.;-)

>> ihr wisst auf was ich rauswill? <<

Tatsächlich nicht so ganz.

Sportbeutel: Klar erinnere ich meine Kinder dran. Genauso wie meinen Mann an seine Haustürschlüssel. Kostet mich keine 10 Sekunden. Und dafür werde ich an Sachen erinnert, die ganz oben auf meiner 'Vergess ich immer' Liste stehen.

Lesen, 1x1 Üben: Fand ich jetzt auch nicht so aufwendig. Das sind halt Sachen, die man am Besten 1:1 trainieren kann. Und die Kapazitäten gibt es innerhalb der Schule nunmal nicht.

Ich kann mich auch nicht erinnern, daß meine Eltern das anders gehandhabt hätten. Meine Mutter hat in der Grundschule auch unsere Hausaufgaben kontrolliert, musste sich von den Lehrern Standpauken anhören, wenn wir zu spät kamen, Sachen vergessen hatten, etc. Da hiess es auch: 'Sie müssen darauf achten!'

Ich denke eher das Problem ist, daß viele Eltern heutzutage eine fast schon panische Angst davor haben, ihr Kind könnte irgendwie 'abgehängt' werden. Und diese Angst bedient den Markt der Übungsbücher, Lernratgeber, Schulcoaches. Es würde nichts davon geben, würde es nicht gekauft. Und ich habe noch nie erlebt, daß Lehrer von sich aus mit umfassenden Listen für Zusatz-Übungsmaterial wedeln. Es sind die Eltern, die immer mehr und mehr einfordern.
Warum? Keine Ahnung.

Grüsse
BiDi

genau, das "warum" finde ich so interessant... und treibt mich aktuell um ....

ich bin heute ein Mensch, der gut organisieren kann -- ich musste immer selbst kucken, wo ich war: von selbständigen Aufstehen bis hin zum alleinigen HA-machen und lernen. meine eltern waren hier nie existent.
Ob ich heute so wäre, wie ich bin, wenn meine Eltern mir alles hinterhergetragen hätten?

ich scheue mich aber wirklich, meine Kinder bewusst irgendwo auflaufen zu lassen, nur "weil sie da fürs Leben lernen" .... ---
die kleine bruacht etwas Mathe-Hilfe, weil das absolut nicht ihr Ding ist (Extra üben).
Der große ist sehr inteligent aber ein Schussel vor dem Herrn und mega vergesslich ...

wenn er sich mal vorher was (kurz) ankuckt, schreibt er auf dem Gym nur 1 und 2er. aber in sooooo vielen Fällen passieren so Dinge, wie HA nicht aufgeschrieben, (nicht gehört angeblich) -- KA-Datum nicht aufgeschrieben und ich höre beim Sport eben die Mamas, wie sie über das lernen berichten und erfahre so indirekt von Arbeiten, auf die er nie lernen würde, wenn ich es nicht zufällig gehört hätte...
ich weiß, dass der Relilehrer eine Arbeit angekündigt hat -- -ich erinnere ihn nun schon den vierten Tag daran, sich von Mitschülern das Datum zu besorgen .... er verschusselt es immer ... ---- das ist so ein Ding, das mich in den Zwist bringt.... --- das "mitdenken" --- weil er eben so kopflos und ein schussel ist ... ---

ich denke derzeit mehr darüber nach, weil es mich einfach belastet, da ich selbst beruflich gerade nahe am Burnout bin und eben noch für 3 weitere denken (Mann + Kinder) laugt mich aktuell sehr aus kopfmässig ... und ich frage mich, warum ich das weiter mache ... -- aber ich kann einfach nicht über meinen Schatten springen -- und natürlich rufe ich dem vergessenen Vesper oder dem Mitagessensgeld oder Lernterminen nach .... ---- so eine Situation bringt einem dazu, mal über alles im ganzen nachzudenken...

aber wie so oft: man kann nichts über einen einzigen Kamm scheren .... es sind wie so oft viele aspekte, - aber viele Antworten hier helfen beim sortieren und nachdenken....

Wobei das Lernmaterial meinem Kind durchaus geholfen hat. Es gab Lehrer, die können nicht erklären. Ist in den letzten 9 Jahren immer mal wieder vorgekommen.
Ich bin kein Kontrollfreak würde ich aber nicht das ein- oder andere Mal hinterfragen, sehe das Zeugnis wohl anders aus.
Ich denke, wer ein Kind hat, was so durchläuft, hat großes Glück und damit meine ich, nicht erinnern, Diskussionen warum Lateinvokabeln sitzen müssen und das man sein Material dabei hat etc.
Denn auch auf dem Gymnasium wird von den Eltern indirekt erwartet, dass es läuft und gerade da gibt es Lehrer, die alles erwarten und wenig erklären.
Ich selber hatte keine Mutter, die helfen könnte. Sie hat Vollzeit gearbeit und dann noch einen Nebenjob als Alleinerziehende ausgeübt.Wie oft hab ich verschlafen, hatte nicht das richtige Material und hab nur Bahnhof verstanden. Meine Einschulung 1976. Wie oft hab ich andere beneidet, deren Väter Mathe oder Physik erklärt haben.
War bei uns nicht und die Kinder, die unterstützt wurden, hatten es leichter.
Mein Weg war schwierig. Letztlich habe ich es dann auch geschafft aber ob das heute so gelingen würde, ich glaube nicht.
Ich merke jedenfalls, dass mein Sohn viele Dinge positiver erleben durfte und das, weil Ich unterstützt habe.

Als mein großer Sohn in die erste Klasse ging, war hier tatsächlich viel Unterstützung seitens der Klassenlehrerin gefordert. Das hat mich damals erschlagen. Auch der schwere Ranzen.
Viel zu viel Material und stundenlanges Hausaufgaben machen nach 17:00, da mein Mann und ich vollzeit arbeiten. Und dann noch hier extra material, dort klassenkasse, da extrabeitrag für den Trinkbrunnen...
Da er damals die schule komplett verweigerte, haben wir recht zügig die schule gewechselt. Wurde uns auch von der Heimatschule ans Herz gelegt #aerger
Wir haben unseren Sohn damals in ne teilstationäre Einrichtung gegeben, eben wegen der Komplettverweigerung.

In der 5. Klasse fiel die weg und erst mal bin ich es so angegangen, wie alle hier. Übungsblätter drucken, abfragen, etc. Alles nach 17:00
Mein Sohn hat mich komplett auflaufen lassen. Er hat nur das gelernt, was ich verlangt habe. Da er nicht mitschrieb hatte ich keinen Einblick in die Schulfächer. Was für eine aufreibende Zeit!
Dann haben wir einen Vertrag geschlossen und er führt Lerntagebuch. Hilft.
Das kontrolliere ich.
Und für den Fall, dass er dich wieder gehen lassen sollte haben wir schriftlich festgehalten, dass minecraft vom handy gelöscht wird, sollte sich auf dem zeugnis ne 5 oder 6 befinden.
Hilft.

In der Grundschule war ich schon immer hinterher, aber jetzt in der 5. Klasse kontrolliere ich keine Hausaufgaben mehr. Ich helfe mit beim Abfragen, wenn ER das einfordert. Ich mache die Brotzeitbox und ich denke beim Turnzeug mit. Sonst ist Schule sein Bier. Ich gehe auf Elternabende oder in die Sprechstunde bei Problemen. Und den schwarzen Peter lass ich mir garantiert nicht unterschieben. Sportzeug echt vergessen? Tja Pech gehabt, ich hab’s auch vergessen und es ist deine Aufgabe, nicht meine.

Hallo,

ich finde, dass zu meiner Schulzeit (1982 eingeschult) viel mehr von der Schule kam, als heute.

Da wurde Lesen aufgegeben und im Unterricht wurde laut vorgelesen. Da merkte der Lehrer, wer es nicht konnte.
Genauso wurde das 1x1 vorwärts und rückwärts immer wieder im Unterricht abgefragt, und wer da dauernd daneben lag, blamierte sich. Also hat man das als Kind freiwillig zu Hause geübt.
Die Hausaufgaben wurden in der Klasse durchgegangen. Da wusste man dann, ob man es richtig gemacht hatte, oder nicht, und der Lehrer wusste auch, wer wo Probleme hatte.
Dann gab es Förderstunden, in denen der Lehrer mit Kleingruppen von Kindern, die in Mathe oder Deutsch Probleme hatten, geübt hat. Die anderen bekamen Lernspiele.

Meine Eltern haben in der Grundschule mit mir Diktate geübt. Das war es.
Dinge, die in der Grundschule nicht besprochen worden waren, fanden nicht statt. Referate gab es damals erst auf der weiterführenden Schule.

Heute wird alles auf die Eltern abgewälzt. Die sollen mit den Kindern Lesen und 1x1 üben. Die Schule setzt dann voraus, dass sie es können. Die Eltern müssen die Hausaufgaben kontrollieren, weil das sonst häufig gar nicht passiert. Wenn ein Kind Lücken hat, fällt das in den Klassenarbeiten auf, und wie die Kinder die Lücken wieder aufholen, ist das Problem der Eltern.
Wie man Referate erstellt wird nicht durchgesprochen. Das sollen mal schön die Eltern machen, und die Note ist dann je nachdem, wie intensiv die Eltern sich eingebracht haben.
Kein Wunder, dass der schulische Erfolg heute extrem davon abhängt, wie sehr die Eltern mitziehen.
Kinder, wo die Eltern das nicht können oder wollen, haben verloren und zwar schon in der Grundschule. Einige wenige schaffen es dann später noch durchzustarten, aber das ist eine absolute Minderheit.

Wir haben in der Grundschule mit beiden Kindern viel gemacht. In der 5. Klasse hat unsere Tochter sich dann auf eigene Füße gestellt und managed seitdem fast alles alleine. Damit war sie aber in der 5. und 6. Klasse eine absolute Ausnahme.
Unser Sohn (5. Klasse) ist furchtbar schusselig. Da läuft das so nicht. Wir versuchen zwar, ihn zur Eigenständigkeit zu erziehen, aber momentan klappt das noch nicht so gut.

LG

Heike

"Heute wird alles auf die Eltern abgewälzt. Die sollen mit den Kindern Lesen und 1x1 üben. "

Fühlst du dich mit der Aufgabe mit deinem Kind zu lesen und ihn Malreihen abzufragen wirklich überfordert?
Vielleicht sind - im Gegensatz zu früher - ja auch die vielen außerschulischen Aktivitiäten "Schuld" dass dafür die Zeit fehlt, den Kindern wie den Eltern....

nein. wir lesen täglich gemeinsam und dann noch eine geschichte vor, obwohl die Kids 9+11 sind.
ich frage regelmässig beide 1x1 ab. -- den großen in vokabeln und tests, -- aber da ist "nebenbei" einfach noch soooo viel... z.b. werden Themen in der schule nur kurz angesprochen und dann das nächste .... wer da zuhause mit den kindern nichts macht: dessen kind kassiert eine schlechte note.
allerdings habe ich inzwischen gelesen, dass es vielerorts anders läuft und es hier vielleicht einfach regional in der schule so ist ... ---

zusätzlich alle anderen aufgaben (experimente zuhause machen, weil in der schule dfafür keine zeit ist), - eine powerpoint präsentation für die buchvorstellung machen, obwohl hier niemand powerpoint kann und das nur in der schule 1 std mal gezeigt wurde. --- das kostet energie: wir haben nun zuhause stundenlang an diesem programm rumgepuzzelt bis die funktionen einermaßen bekannt waren, und DANN erst konnte Junior anfangen, sein Inhalt reinzukopfen ... -- das meine ich: ich bin hier in vielen Dingen Privatlehrer.
Okay: die Uhr lesen lernt ein Kind zuhause einigermaßen und beherrscht es im alltag. auch so, dass man mit den Zeiten umgehen kann. -- aber von 24 auf 12std rumtransponieren und im 60er-bereich "rechnen" benötigt Übgung im Unterricht und nicht vor den Herbstferien die Ansage der Lehrerin: "über die Herbstferien bringen sie ihmem Kind sicher die Uhr und das Rechnen mit der Zeit bei (Aufgabenblätter anbei)" -- in der Woche danach ist das Bestandteil der KLassenarbeit.
oder selbst solche kleinigkeiten, wie in der 5. klasse: vertretungslehrer macht in EINER Schulstunde die römischen Zahlen ... danach macht der KL mit dem normalen Stoff weiter und die römischen Zahlen kommen in der arbeit dran: wer erklärt es den kindern zuhause richtig, weil das in einer stund einfach zu wenig war? : die Eltern!

lauter so zeug .... das ist bei uns enorm ... und zwar täglich und wöchentlich. und mit zwei kindern und Job und Haushalt schimpfe ich eben gerade sehr, weil es einfach an meine Grenzen geht, was hier verlangt wird.... -- und natürlich mache ich es mit meinen Kindern ... aber in diesem Ausmaß finde ich, dass es einfach zu übergriffig und belastend ist, wie das System "Schule" hier funktioniert....

Getoppt wird das alles mit heimischen Zusatzaufgaben, weil durch Lehrermangel statt 5, eben 4 Stunden Englisch pro Woche stattfinden und deshalb mehr Zusatzaufgaben zuhause zu machen sind. -- dazu gehört auch Stoff, der eben von den Eltern besser oder Nacherklärt werden muss, weil sie es einfach noch nicht selbst schaffen, sich das komplett selbst zu erarbeiten... -- also macht man das auch noch ....

und ja: bei so viel extra-lernen bleiben manche ausserschulischen Aktivitäten eher auf der Strecke, als dass diese Schuld sind, das die Schüler schlecht sind, finde ich ... ---

ich schimpfe gerade glaub ich eher gegen das System, .... denn ich versuche, damit einfach im Alltag besser umzugehen, weil ich meine Kids damit eben nicht alleine lassen möchte und es mir in der Stunden-Aufwandsmasse einfach ziehmlich an die Substanz geht, das mit zwei Kids zusätzlich zum Rest zu rocken.....

weiteren Kommentar laden

Dir werden jetzt ganz viele Mütter schreiben wie toll ihre Kinder alleine lernen....
Ja es gibt Kinder wo es alleine läuft aber bei vielen eben nicht und auch wir haben alles bei unseren 4 Kindern,zwei lernen recht gut alleine und zwei müssen begleitet werden,einer davon sogar sehe intensiv.
So ist es eben und für als Eltern kein Problem.
Sicher hätten wir es lassen können,aber er hat sich dadurch toll entwickelt und ist jetzt in der 11 Klasse und wird am G8 ein tolles Abi hinblättern....es hat sich gelohnt

Ich bin selbst Grundschullehrerin und halte es so, dass ich Voträge/Plakate/Präsentationen/... in der Schule anfertigen lasse. Genau aus dem Grund, weil es sonst nämlich die Eltern zu Hause machen und ich nicht einschätzen kann, was das Kind tatsächlich von allein gemacht hat. Wie soll man das denn bewerten?
Daran, ihre Materialien beisammen zu haben, sollten Kinder in jedem Schuljahr mehr und mehr selbst denken. Bei der Sache mit dem Sportzeug würde ich lediglich Infos ins Hausaufgabenheft schreiben und ggf. zum Elternsprechtag noch einmal darauf hinweisen, dass das Kind ständig kein Sportzeug dabei hat. Ja, ab einem gewissen Alter ist es die Pflicht des Kindes, ans Sportzeug zu denken, aber dennoch finde ich, dass die Eltern informiert werden sollten.

Ich bin Lehrerin einer 3. Klasse und was soll ich sagen. Ich denke mir: Die Eltern müssen nichts machen und ich erwarte das auch nicht unbedingt, aber ich merke schon recht deutlich, bei welchen Schülern die Eltern hinterher sind.
Ich habe in der 2. Klasse für alle meine Schüler 100 Einmaleins-Karten geschnitten aus Tonkarton. Die Schüler haben die beschrieben (vorne Aufgabe, hinten Ergebnis), ich habe bei jedem Schüler alle Karten kontrolliert. Ich habe den Schülern erklärt wie sie damit üben und erinnere sie regelmäßig (auch heute noch) daran. Zu Hause üben tun am Ende aber nur die, bei denen die Eltern zusätzlich auch mitdenken und daran erinnern. Ich habe Schüler bei denen habe ich den Eindruck die wissen gar nicht von welchen Karten ich rede. Bei einem anderen Schüler wurden die Karten über die Sommerferien weggeschmissen.

Auf den Elternabenden wurde uns deutlich gesagt, was die jeweiligen Lehrer erwarten:

überwiegend bisher:
Kinder machen die Hausaufgaben alleine und selbstständig.

Job der Eltern:
- Zeiten schaffen
- Ort schaffen
- für Fragen da sein, emotional begleiten
- Selbständigkeit unterstützen (damit das Kind den Übergang schafft von: hilfe wie sieht ein Schulranzen innen aus - zu - ich packe meinen Schulranzen selbst)
- Eltern achten auf gute Rahmenbedigungen: Vorbild sein, Pünktlichkeit, Respekt

- nicht zwischen den Extremen switschen, sondern von einem zum anderen begleiten.

Anfangs mehr Hilfestellung bei der (Selbstorganisation) und sich langsam zurückziehen, wenn Teilschritte verinnerlicht wurden.

- Kindern auch etwas zu trauen, ohne sie mit dem Ziel zu überfordern
- Kind unterstützen, ohne alles alleine machen und Kind schaut (nicht mal) zu.


Erwünscht:
Kontakt mit den Lehrern und Gespräche, wie man gemeinsam dem Kind helfen kann.
Gute Begleitung: Eltern und Lehrer ergänzen sich.

Nicht erwünscht: dagegen arbeiten; Eltern machen alles / Eltern machen nichts; regen sich dann aber auf.

Ich denke es ist sehr Kind abhängig. Manche Kinder brauchen viel Unterstützung, manche weniger. Auch die Schule spielt eine Rolle. Wenn dein Kind eine exklusive Privatschule besucht, musst du vermutlich nichts mehr machen.

Ich persönlich leite meine Kinder an. Ich hole sie ca. 14 Uhr von der Schule ab. Dann wird Mittag gegessen und davor oder danach machen die Kinder (in der Küche) Hausaufgaben. Wenn sie Hilfe brauchen, helfe ich. Fast jeden Tag gibt es auch von mir eine Aufgabe extra. Und wir üben, wenn ich merke, dass ein Kind bei einem Thema Schwierigkeiten hat.
.
Wichtig ist, dass die Kinder merken, nach der Schule muss man zu Hause weiter an den Aufgaben arbeiten. Ich kenne einige sehr begabte Kinder, die Ganztagschulen besucht haben und dann auf Gymnasium schlechte Noten haben, weil sie nie Arbeitsethik zu Hause gelernt haben.

Halbe/halbe.

Es ist System. Nicht umsonst kritisiert OECD, dass Bildung in Deutschland vornehmlich vom Elternhaus abhängt. Gerade seit diesem S huljahr sehe ich deutlich, wie sehr wir als Eltern im Rattenschwanz sind, damit Kind bestmöglich mitkommt. Und bei vielen Sachen wird zwar offiziell gesagt: nein, soll bloß Kind machen und dann kommt so eine Menge von Sachen auf einmal, dass ich helfen muss, damit man es schafft😬 Wir werden ja erfolgreich eingebunden.:-[

Der zweite Teil der Wahrheit ist aber, dass uns beiden die Bildung unserer Kinder so wichtig ist, dass wir wirklich bis zum allerletzten gehen, dabei unsere Grenzen überschreiten. Immer wieder. Bei mir ist es dann Erschöpfung. Manchmal Wut. Dann setze ich mir selbst Grenzen und verfehle trotzdem immer wieder mein Vorhaben.

Dennoch ist sber mir gewisse Grenze erreicht. Bei einem Fünftklässler kontrolliere ich nicht mehr die Aufgaben. Wenn das Kind dann eine Hausaufgabe vergisst, ist ee nicht mehr mein Problem. #schock

Ein Lichtblick habe ich bei Mathe. Ich sagte ganz klar, ab der fünften Klasse bin ich raus. Noch ein Dreivierteljahr und dann ist vorbei. Wo ist die Grenze, dass wir, die Helikoptereltern, den Kids hinter rennen.

#winke

Hi, ich hatte zwei Kinder auf der gleichen Grundschule mit sehr unterschiedlichen Lehrern. Bei der einen hab ich fast gar nichts mitbekommen, die Mehrheit hat aber einiges von den Eltern abverlangt. Zitat: es sei zu viel verlangt, dass die Lehrerin bei über 20 Kindern kontrolliert, ob die Hausaufgaben richtig seien. Es sei Aufgabe der Eltern, die Hausaufgaben durchzusehen, Fehler zu korrigieren und mit den Kindern den Stoff nochmal durchzugehen.

Teilweise ging es soweit, dass Dinge zu Hause unterrichtet werden sollten, die in der Schule nicht geschafft wurden.

Es gibt ein schönes Buch zu dem Thema:
Geht‘s dir gut oder hast du Kinder in der Schule? von Anke Willers

Viele Grüße

Als das Schulthema begann, war ich überrascht, dass man als Mutter so eingebunden wurde und ich war überrascht, wie Schule ablief. Es gab Zeiten da mutierte ich wohl zur Ersatzlehrerin. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich zur 6. Klasse Mathe erklärte und mich fragte, was passiert da eigentlich im Unterricht.....und dann gab's zur 7. Klassen einen neuen Lehrer und es lief ohne Mamas Hilfe. Nicht alle Mütter wollen Helikoptermütter sein aber wenn ich helfen kann - dann helfe ich.
Referate und Co sind heute so ausgereift, dass man staunt, dass ein Grundschulkind so etwas allein vollbringt....und das tut es natürlich....die Plakate reinste Wunderwerke...

Als Lehrerin sehe ich das wie als Mutter: Lernen muss man lernen. Eigentlich finde ich es total schön, dass ich wie schon meine Mama mit mir mit meinem Kindern geduldig lesen übe, ihnen zeige, wie man sauber unterstreicht, Diktate, Vokabeln und das Einmaleins übe. Wer soll das denn sonst mit ihr machen?

Meine Tochter kam mit ihrem fertigen Plakat und dem Referat in der Rohfassung nach Hause (hat alles in der Schule gemacht) und ich hab ihr noch ein paar Kleinigkeiten bei der Formulierung gezeigt und das richtige Präsentieren mit ihr geübt. Sie war so stolz auf ihre wohlverdiente Eins. :-)

Mittlerweile wird sie jetzt in der 3. Klasse immer selbstständiger, liest abends selber noch eine halbe Stunde im Bett und hat den Dreh mit Karteikarten nutzen und Informationen in Texten unterstreichen und richtig rausschreiben raus. Meine Hilfe braucht sie immer weniger.

Natürlich habe ich das lehrbuchbegleitende Übungsheft für Mathe da, und wenn ich merke, dass irgendwo Lücken sind (sehr selten) und vor Arbeiten (immer) übt sie daraus.

Der Lehrer gibt immer verpflichtende Zusatzmaterialien in Deutsch für alle auf. Manches damit, zum Beispiel die späteren Bände der Lies Mal Reihe oder das Sternchenheft, hat viel mit Allgemeinbildung zu tun. Ich erkläre ihr dann den Aufbau eines Briefes oder Zeitungsartikels (hatten sie noch nicht in der Schule, wird aber in diesen Heften bearbeitet) und nach dem Text über Mozart als Kind haben wir uns zusammen "Die Zauberflöte" auf YouTube angeschaut (leider ist das nächste Opernhaus 80 km weit weg, aber Opernbesuch steht definitiv demnächst an).

Als Klassenlehrerin in der 5/6 (Gymnasium) sage ich Eltern nie, dass sie dies und jenes tun müssen. Sie können, und dafür gebe ich Tipps. Ich kann mir aber vorstellen, dass ich meinen Kindern anfänglich sicher beim Üben der englischen Grammatik und auf Wunsch bei den Vokabeln helfen werde, das ist schon ein deutlicher Unterschied zur Grundschule.

Referate etc. lasse ich ebenfalls größtenteils in der Schule machen.

Ziel sollte zunehmende Selbstständigkeit sein. Ab allerspätestens Klasse 7, 8 möchte ich gern nur noch auf Anfrage meiner Kinder agieren, mal sehen wie es so klappt. ;-)

Hallo -- wie siehst Du es denn als Lehrerin?

Hier müssen Mehrarbeiten gemacht werden, weil aufgrund Lehrermangel hier und da eine Wochenstunde Mathe + Englisch in Gym. 6. Klasse gestrichen wurde.
Musik findet nur zu 40% statt.

Die Folge: ich bin halt bei dem zu straffen Tempo und der Forderung von Mehrarbeit neuer Themen zuhause halt doch Hilfslehrerin. Auch weil viele Lehrer zumindest in Elternabenden öfter sagen, wie schwer es doch mit 32 Schülern und so vielen Störern wäre, überhaupt sinnvoll unterricht zu machen: ergo: schon wieder weniger Zeit für ausführlich und umfassend erklären + üben im Unterricht: ergo: ich merke zuhause, da ist es nicht kapiert oder muss gefestigt werden und somit bin natürlich ich wieder dran (und sei es, passende Aufgaben auszudrucken oder im Buch die passenden rauszusuchen und das natürlich auch teilweise unter Protest des Kindes, weil es nicht das sieht, was ich sehe).

das meine ich mit "System" ... ich empfinde das nicht als helicoptern, sondern als Hilfe und nötige Maßnahme, um den Anschluß nicht zu verlieren... ---

Mein Unterricht ist so gestaltet (hoffentlich), dass ein Kind auch alles ganz alleine schafft. Ich habe ein Flüchtlingskind aus Afghanistan drin, das definitiv auf sich allein gestellt ist. Er hat gute Noten im 2er bis 3er Bereich.

Aber wenn die Eltern beim Üben und Festigen helfen, bin ich auch nicht böse, die Noten danken es.

Böse werde ich, wenn Kinder bei schlechten Noten fürchterlich weinen, weil ihre Eltern zu Hause so streng sind, und schlechte Noten bestrafen oder schimpfen. Ich habe auch diesbezüglich schon Elterngespräche geführt.