2 Klasse wie Rechtschreibung üben?

Guten Abend!

Die Schule arbeitet mit Silbenmethode,Silbenschwingen,Seifenblasenheft,Deutsch Stars und Indianerheft. Und ein Haufen Kopien..Kopien und nochmal Kopien.

Auf die Rechtschreibung wird nicht eingegangen. Das höchste der Gefühle ist das sie einen Text abschreiben. Beinah in jedem Wort hat sie Fehler.

Diese vielen Hefte machen meine Tochter ganz verrückt.

Sie prägt es sich nicht ein.
Ich selbst habe eine isolierte Rechtschreibschwäche. Kann gut lesen aber beim schreiben ist der Duden mein bester Freund.Grammatik erwähne ich lieber nicht. Ich versuche das beste daraus zu machen.

Ob es bei ihr auch so ist,möchte man abwarten bis zur dritten Klasse,nach dem ersten Halbjahr mit dem Zeugniss . Meiner Meinung nach ist es dann zu spät. Sie verliert immer mehr die Motivation.
Sie ist jetzt schon ganz frustriert.

Wie könnte ich noch mit ihr Lernen? Buchstabieren aus Spaß klappt nicht. Diverse Gesellschaftsspiele wirft sie vor Frust durchs Zimmer .
Apps wie Anton oder Conny auf dem Handy klappt für den Moment aber sie kann es dann nicht umsetzten und es langweilt.

Wir lernten bis vor kurzen täglich 15 Minuten.Sie ist auch unglaublich langsam.

Um Druck raus zu nehmen, lies ich jetzt das lernen für einige Zeit und hab immer nur so beim kochen sie Bsp.Zwei Zutaten buchstabieren lassen. Quasi im Aöltag eingebaut. Funktioniert auch nicht,das macht es noch schlimmer. Selbst Wörter die sie konnte sind plötzlich falsch ohne Lernen.

Die Lehrerinnen sind keine große Hilfe, derzeit wechseln Sie wöchentlich wegen Erkrankung der Klassenlehrerin.

Ohren sind in Ordnung. Augen auch. Alles super.Ärztlich bestätigt und abgeklärt von Pädautiologie und Augenarzt. Einzige was mir einfällt. Sie hat als Kind viel lautiert. Dann hatte sie zwei schwere Ops. Nach der zweiten Öl erkannte ich mein Kind nicht wieder. Die schrie oder war stumm wie ein Fisch. Kein brabbeln ...einfach nichts. Da war sie 1 Jahr alt. Mit 3 ging es dann schon zur Logopädischen Behandlung. Mit 3,5 kam endlich das erste Mama. Ohren sind tiptop. Jetzt mit 8 spricht sie gut und Altersentsprechend.

Mir wird gesagt das sei normal und legt sich. Ich kann mir das nicht vorstellen das sich das einfach so legt. Ich möchte sie in der dritten Klasse nicht in das offene Messer laufen lassen.

Habt ihr Tipps...oder so? Buch oder Duden empfehlungen?

Danke für das ausweinen. Ich hab nur Angst das es ihr die Schule so schwer macht wie mir.

Hallo,

Das mit dem Verstummen nach der OP ist ja heftig. Aber zum Glück hat sie ja scheinbar ihre Sprache altersgerecht aufgeholt.


Die Klassenlehrerin meines Sohnes (auch 2. Klasse) sagt manchen fliegt die Rechtschreibung zu, für andere ist es harte Arbeit.

Mein Sohn macht auch noch viele Fehler. Wörter die er häufig schreibt merkt er sich inzwischen. Ein paar Wörter haben sie als Merkwörter mit Karteikarten gelernt,die sitzen auch.

Aber wenn er frei schreibt kommen manchmal interessante Kreationen dabei rum. Ich denke das ist auch noch ok, nichtsdestotrotz bin ich der Meinung dass er sich falsches nicht einprägen soll.

Daher bespreche ich Rechtschreibregeln mit ihm. Dazu erinnere ich ihn vor dem Schreiben sich auf die Regeln zu besinnen.
Inzwischen wendet er diese auch mehr und mehr an.
Von fehlerfrei ist er weit entfernt, aber ich denke das muss auch noch nicht sein .

Liebe Grüße

Bei uns wird nach der Fresch Methode gelehrt, dazu Rechtschreibregeln.
Zu Anfang der 2. Klasse sind das oft noch lautgetreue Wörter wie Salat. Da kannst du ansetzen. Das Kind muss jeden Laut hören, dazu die Silben schwingen. Dann aufschreiben, zu Anfang in die Silbenbögen.

Ich weiß, was du meinst mit einem Wust an nicht hilfreichen Übungsunterlagen. Ich bin auch sehr frustriert und habe zu lange zugeguckt, aber ohne relevante Vordiagnosen.

Anton ist tatsächlich gut, wenn man genau auswählt, das ist jedoch manchmal nicht einfach.

Ansonsten bin ich für systematisches Vorgehen: viele Wörter, die der selben Rechtschreibregel folgen, sammeln, damit "Muster" erkennbar werden sowie Unterschiede zwischen den teilweise widersprüchlichen Regeln. Ausnahmen zeitnah zur Regel herausstellen.

Zudem in selbst geschriebenen Texten selber Fehler suchen und auch diktieren mit übertrieben korrekter Aussprache! Das prägt sich ein!

So hat es früher meine damals altgediente Lehrerin gemacht und ich konnte es aufsaugen wie ein Schwamm.

Was heute passiert... Gute Nacht...

Guten Morgen,

ich würde tatsächlich auch sagen, dass sich das gibt.

Unser Sohn, jetzt 10te Klasse Gym, da dachte ich in der Grundschule auch, er wird es nie lernen... Bei unserer Tochter war es die reine Katastrophe. Sie ist jetzt auch 5te Klasse und langsam wird es deutlich besser.

Die Indianerhefte sind aber wirklich nicht schlecht zum Üben.

Was immer hilft ist viel lesen. Auch kannst Du ihr anbieten, dass sie am Sonntag einen kleinen Aufsatz über das Wochenende schreibt oder eben über das, was sie toll findet. Routine reinbringen.

Habt Ihr Lernwörter?! Die würde ich schon täglich schreiben lassen. Auch wenn es neue gibt, die alten immer mit einbauen.

Wenn sie gerne am PC arbeitet, schau mal zu Schlaukopf rein. Das macht unsere Tochter sehr gerne.

Ansonsten abwarten. Wie gesagt, unsere Tochter durfte in der 3ten Klasse von der Lehrkraft aus zu LRS, Rechenschwäche und zum allgemeinen IQ Test antreten. Zum Entsetzen der Lehrkraft hat sie alles ohne Auffälligkeiten und mit einem hohen IQ geschafft. Wir haben daraufhin die Schule gewechselt...

Wird schon!
Schönen Sonntag.
Caro

Hi,
ihr macht ja wirklich schon viel - evtl zu viel?
Ich finde für Rechtschreibung ist lesen das wichtigste. Liest sie gerne?

Guten Morgen,

da du selbst betroffen bist, würde ich an deiner Stelle schon jetzt auf eine Testung bestehen.
Wenn die Lehrer nicht spielen, dann wende dich an den schulpsychologischen Dienst, dort wird auch die Hamburger Schreibprobe durchgeführt.

Sollte eine isolierte Rechtschreibschwäche herauskommen, kann man diesbezüglich eine Art Lerntherapie machen und einen Nachteilsausgleich beantragen. Das nimmt den Druck raus, geübt werden muss aber trotzdem. Am besten erstmal lesen.

Warum ich das sage? Mein großes Kind (15,5) hat such eine isolierte Rechtschreibschwäche, die erst am Ende des 4. Schuljahres diagnostiziert wurde, da sie sonst mit Leichtigkeit durch die Schule lieg, blieb es solange unerkannt. Erster Aufsatz klasse 5 hatte sie 96!!!! Fehler!

Da sie kurz hinter der „normalen“ Grenze liegt, hat sie mit viel Übung die Rechtschreibung verbessern können.

Daher mein Rat, wartet nicht zu lang. Lasst den Frust nicht überhand nehmen.

VG

Unser Kleiner, 6 Jahre jünger, besucht dieselbe Grundschule wie die Große damals, aber er lernt rechtschreiben nach der Fresch Methode, bei ihm klappt das wesentlich besser. Rechtschreibung ist hervorragend.
Die Große hat mit der Silbenmethode gelernt.

generell liegt heutzutage bei den meisten Schulen bzw. deren Philosophien die Rechtschreibung in den ersten 2-3 Jahren nicht im Fokus.

Meist raten die Lehrer sogar, nicht zu verbessern, da dies der SChreibmotivation hemmlich wäre....

ich teile diese Philosophie nicht, -- aber achte trotzdem bei den Heften, den Hausaufgaben etc... auf richtige Schreibweise...

ich würde das zusätzliche Üben erst einmal hinten anstellen und einfach täglich bei den Heften bzw. den Hausaufgaben die Rechtschreibfehler korrigieren lassen. (z.B. wegradieren oder wenn das bei euch nicht erlaubt ist, anstreichen und korrekt drüberschreiben lassen. -- und wenn kein Platz ist, - unten an den Heftrand.

das ist "zusätzliches" Üben für einen Zweitklässler genug... --- andere Übe-Blätter oder Bücher bringen ja NEUES Vokabular ... das kommt ja zusätzlichem Mehr-Lernen gleich ... -- deshalb würde ich mich einfach an dem orientieren, was in der Schule grad dran ist und das dann korrigieren, statt Zusatzaufgaben zu suchen....

"generell liegt heutzutage bei den meisten Schulen bzw. deren Philosophien die Rechtschreibung in den ersten 2-3 Jahren nicht im Fokus."

Aber das ist doch einfach nicht wahr.

Silbenschwingen - das wird schon in der ersten Klasse gemacht, ist ein erster Schritt, Rechtschreibstrategien zu entwickeln. Viele Lehrwerke arbeiten auf der Basis von der Fresch-Strategie.
Nach dem Silbenschwingen geht es weiter mit dem Weiterschwingen, den Wortarten und der Groß- und Kleinschreibung, Ableiten, etc.
Rechtschreibung zu verinnerlichen braucht seine Zeit. Und sie ist im übrigen nicht mit Ende der 4. Klasse abgeschlossen.

Hallo

Bei meiner Tochter oder bei meinem I Kind gab es Übungswörter,,, täglich abschreiben lassen und nach einer Woche ohne ablesen bzw nur durch vorlesen aufschreiben lassen. Ggf die Wörter nehmen sie sie Falsch schreibt nehmen.

oder kleine Schleichdiktate... schreibst an Platz a) evtl einen Satz hin... und Platz b sitzt sie,,, dann muss sie am Anfang Wort für Wort den Satz aufschreiben.. so muss sie hin und her laufen und sich das Wort oder Wörter merken

sonst lesen lesen lesen

LG

Hallo,

ich finde die Lupenhefte gut, um Rechtschreibung zu üben:
https://www.amazon.de/Rechtschreiben-1-Selbstlernheft-Peter-Wachendorf/dp/3939965367/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=lupenheft&qid=1574009225&sr=8-4

Lernwörter finde ich übrigens ganz furchtbar.
Anstatt Regeln zu lernen, sollen die Kinder sich jedes Wort einzeln merken.
Bei unserem Sohn hielt das immer so 2 bis 3 Wochen lang. Danach schrieb er das Wort wieder falsch.
Als wir das als Eltern in die Hand genommen und ihm Regeln beigebracht haben, klappte es viel besser mit der Rechtschreibung.

Wenn Du eine Rechtschreibschwäche hast, würde ich das bei Deiner Tochter jetzt testen lassen. Je früher man das weiß, umso besser kann man darauf eingehen, bevor sie völlig frustriert ist und Ihr auch.

LG

Heike

Dein Kind benötigt wohl etwas mehr Unterstützung, um die Hilfen, die das RS-Heft von Jandorf oder das Indianerheft zu nutzen. Gerade im Indianerheft sieht man vorne und hinten im Heft, worum es bei den Übungen geht: Die Fresch-Systematik. Wenn dein Kind etwas schreibt, dann unterstütze es mit Hilfe dieser Regeln. Rufe ihm immer diese Symbole in Erinnerung, damit sie in eine Automatisierung übergehen.
Frage "Wo kommte das Wort her? Welche verwandten Wörter kennst du?" und lass die Wörter verlängern, um den Auslaut zu verdeutlichen. Habt ihr ein Wörterbuch zu Hause? Übt das Nachschlagen.

Mein Sohn geht auch in die 2. Klasse und hier wird noch bei weitem keine 1a Rechtschreibung verlangt. Momentan lernen die Kinder die Schreibschrift und außerdem die Artikel der die das. Eine Hausübung sieht z.b. so aus, dass die Kinder 20 Hauptwörter aus dem Buch abschreiben müssen, den Artikel müssen sie dazu selbst finden.
In der Schule gibt es hin und wieder Diktate. Die Kinder sollen nach Gehör schreiben. Das klappt von mal zu mal besser.
Zuhause macht mein Sohn beides - manchmal schreibt er ab, manchmal versucht er es selbst.
Manchmal schreibt er das Wort komplett falsch und aus Zimmer wird "Ziemer". Dann erkläre ich ihm wieso es ein Doppel-m sein muss, ich spreche das Wort dann übertrieben aus. Irgendwann wird er es sich schon merken.
Die beste Art um Deutsch zu üben ist und bleibt das Vorlesen und selber-lesen. Das praktizieren wir fast jeden Abend.

Bei uns gabs von Anfang an in der Schulr am Anfang jeder Woche 10 Wörter in "Erwachsenenschrift", die am Ende der Woche abgefragt worden sind. Zuerst nur die Wörter. Später ab Klasse 3 in Sätzen.

Die Wörter waren sinnvoll strukturiert. Z.B. Wörter mit sp oder chs oder kurver Vokal vor Doppelkonsonant ....oder langer Vokal vor ẞ. Und dann gab's zu jedem Thema Wörter.

Für Zuhause gilt jetzt, dass die Rechtschreibung in jedem Fach in jedem Test angestrichen wird und dann sollen wir halt diese Wörter üben. Da suche ich mir jede Woche 10 raus und lasse die schreiben. Abfotografieren mit dem Kopf ist gut, aber mit der Hand schreiben und mit Motorik verknüpfen ist auch wichtig. Übung macht den Meister.

Hallo,

ich glaube, du solltest dich entspannen. Richtiges Schreiben braucht seine Zeit, die Entwicklung ist mit der Grundschule tatsächlich nicht abgeschlossen.

Woher weißt du denn, dass auf die Rechtschreibung nicht eingegangen wird? Das kann ich mir so gar nicht vorstellen. Das "Seifenblasenheft" z.B. ist doch ein Rechtschreibheft, wenn du das "Rechtschreiben" von jandorf meinst.

Silben schwingen - also deutliches sprechen und aufschreiben - ist doch der erste Schritt zum richtigen Schreiben. Dann wird auf die Endungen (-el, -er,...) geachtet, weil das Kindern manchmal Schwierigkeiten bereitet, dann werden Wörter weitergeschwungen, um herauszufinden, ob sie auf d oder t enden usw. Groß- und Kleinschreibung ist ein wichtiges Thema. Die Herangehensweise wird besprochen. Das war früher schon so, auch wenn es da nicht "FRESCH" hieß.

Findet das alles bei euch nicht statt? Das wäre wirklich äußerst merkwürdig.

Wenn deine Tochter noch in jedem Wort Fehler hat, woran liegt das? Wo liegen ihre Fehler? Genau da müssen Schule und du ansetzen. Spricht sie deutlich? Kann sie die Laute klar einem Buchstaben zuordnen?

Ich würde sie übrigens erstmal nicht außerhalb der Schule mit Rechtschreibung quälen, wenn sie das so demotiviert.

LG

In unserer Grundschule wurde immer propagiert, man dürfe die Kinder in den 1. beiden Klassen bei der Rechtschreibung nicht verbessern, weil sie das verwirre. Mit dem Effekt, dass meine Tochter Anfang der 3. Klasse gleich einen Vierer heimgebracht hat.
Ich bin dann dazu übergegangen, jeden Tag ein Diktat mit ihr zu machen. Nicht viel, 2-3 Sätze, fehlerhafte Wörter 3x schreiben und am nächsten Tag wiederholen. Gut dafür sind diese kleinen Heftchen von Hauschka. Das habe ich das ganze Schuljahr durchgezogen, und sie hat seitdem keine Probleme mehr mit der Rechtschreibung.

Viele Grüße
Steffi