Übergriffige(?) Sozialpädagogin

Bin gerade verwirrt.

Die Schulsozialpädagogin lud mich zum Gespräch und berichtete mir, dass sie bei meiner Tochter aufgrund ihrer Vorgeschichte ein Trauma vermutet. Sie hatten sich vier Mal für jeweils 15 bis 30 Minuten unterhalten.

Zu den Terminen kam es auf Empfehlung einer Lehrerin, da meine Tochter manchmal im Unterricht in Tränen ausbricht und auf einer Klassenfahrt zwei Weinanfälle hatte.

Die Sozialpädagogin legte mir nahe, einen Termin in der Psychiatrie zu machen und empfahl sogar einen stationären Aufenthalt, weil sie von ihrer Umgebung getriggert wird. Sie hatte meiner Tochter auch bereits einen Flyer der Klinik in die Hand gedrückt und versucht, ihr den stationären Aufenthalt schmackhaft zu machen.

Ich sagte, ich werde darüber nachdenken und sprach erstmal mit meinen Eltern (die wichtige Bezugspersonen sind) und einem Betreuer, der sie lange kennt. Sie sehen keine Auffälligkeiten. Ich übrigens zu Hause auch nicht.

Viel wichtiger war aber das Gespräch mit meiner Tochter, denn sie will ausdrücklich keine Therapie. Auch eine Selbsthilfegruppe lehnt sie ab.

Trotzdem machte ich einen Termin. Nicht in der Klinik (weil das ziemlich weit weg ist und ohne Kind wenig Sinn macht), sondern bei der Erziehungsberatung in unserer Stadt, wo ich zunächst mal alleine ein Gespräch führen wollte.

Dazu sollte ich zwei Formulare ausfüllen und möglichst einen Bericht der Schule mitbringen.

In den Formularen wird eine Reihe persönlicher Daten abgefragt, außerdem eine Liste von ca. 200 Verhaltensauffälligkeiten. Ich musste mir grose Mühe geben überhaupt irgendwo "Ja" anzukreuzen bzw. Wenigstens "Kommt manchmal vor". Es wäre ja schon irgendwie unnatürlich, wemn ein Kind komplett "rund läuft", aber im Grunde....haben wir wirklich keine Probleme.

Dann bat ich die Sozialpädagogin und den Klassenlehrer um einen Bericht und schrieb auch, dass meine Tochter erstmal nicht mehr zu den Gesprächen kommen möchte. Das war ihr Wunsch.

Der Klassenlehrer sprach sie am nächsten Tag darauf an und wollte sich vergewissern, ob es auch wirklich ihr Wunsch sei und nicht meiner. Sie erklärte ihm, dass ihr die Gespräche nichts gebracht hättenund dass sie auch nicht in diese Klinik will.

Daraufhin antwortete mir die Sozialpädagogin, dass sie mir keinen Bericht schicken könne, weil sie schweigepflichtig sei. Meiner Tochter schrieb sie, dass sie sie am nächsten Tag sprechen wolle.

Meine Tochter ging auch hin umd verklickerte ihr persönlich, was sie zuvor schon dem Lehrer gesagt hatte.

Ich finde das alles merkwürdig, irgendwie übergriffig (ihr den Flyer zu geben ohne vorher mit mir zu sprechen) und übertrieben, denn meine Tochter sagt, sie habe so vier, fünf Mal im Unterricht geweint. In einem Jahr. Und warum darf man eigentlich nicht mehr weinen?

Ich habe den Termin jetzt erstmal abgesagt, denn ich kann ja nicht von etwas berichten, was ich gar nicht genau weiß. Und die, die es betrifft, nämlich meine Tochter, hat keine Lust bzw. sieht keine Notwendigkeit.

Ich muss übrigens noch dazu sagen, dass meine Tochter 13 ist und gerade das erste Mal ihre Tage bekommen hat. Zum Zeitpunkt der Klassenfahrt hatte sie vermutlich ihren ersten Eisprung, "Bad-Hair-Days" halt.

Bitte sagt mir Eure Meinung dazu. Ich komme nicht weiter und die Frau Sozialpädagogin hat mir schon angekündigt, dass sie nicht so schnell Ruhe geben wird.

Hallo,

ich bin in meiner Meinung zwiegespalten. Die Sozialpödagogin überschreitet massiv Grenzr und in eurer Stelle würde ich mit ihr nichts zu tun haben wollen.

Jet kommt ein aber. Du schreibst, dass sie manchmal im Unterricht in Tränen ausbricht. Da frage ich mich direkt. Wie ist so der ,,gesunde“ Durchschnitt ? Ich bin in diesem Alter nicht ein einziges Mal im Unterricht in Tränen ausgebrochen. An andere kann ich mich nicht erinnern. Was heißt es ,,mal“?

Ich würde an Deiner Stelle schon mit der Erziehungsberatungstelle zusammenarbeiten, weil die ja vom JA bezahlt werden. Und ich würde nur das snkreuzen, was auch tatsächlich stimmt.

Deiner 13 kannst du schon ausrichten, wenn ihr nicht kooperiert und man sich tolle Dorgen macht, steht irgendwann JA an der Tür.

#winke

Das ist ja das: Ich weiß nicht was "mal" bedeutet. Mein Kind sagt, so vier, fünf Mal im Jahr und konnte mir auch die Gründe nennen, die ich durchaus normal fand. Aber die Schule hält sich da halt bedeckt und einen Bericht kriege ich nicht.

Dein Kind kocht aber auch ihr eigenes Süppchen!

Gehe zur Erziehungsberatungsstelle und sage offen, was dein Problem ist und biete an, dass deine Tochter mitkommt. Signalisiere uneingeschränkte Bereitschaft.Bitte Sie um Hilfe.

Sie werden keinen beraten, wenn es nicht notwendig ist.

Zur Schule würde ich sehr klare Haltung einnehmen.

#winke

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Bricht sie grundlos in Tränen aus oder reagiert sie sehr empfindlich auf harsche Worte? Kritik? Vermutet in einem Lachen ein Auslachen? Gab es auf der Klassenfahrt einen Grund?

An sich finde ich das Verhalten der Sozialpädagogin auch übergriff und bin erstaunt dass Dein Kind da hingeht und so selbstbewusst auftritt. Irgendwie passen die Tränen da für mich nicht ins Bild ...

Und auch das Thema Eisprung. Also eigentlich ist da ja eher ein Stimmungshoch und das Tief kommt kurz vor den Tagen oder an den Tagen. Zumindest geht es mir so ...

Ich bin auch etwas zwiegespalten. Das mit dem Flyer finde ich nicht ok und auch Therapiemöglichkeiten sollten nicht schon vor einer "Diagnose" besprochen werden - schon gar nicht mit dem Kind.
Aber ansonsten ist es natürlich die Aufgabe der Sozialpädagogin "dranzubleiben". Im Unterricht einfach losweinen finde ich tatsächlich alarmierend und es ist die Aufgabe der Sozialpädagogin dem nachzugehen. Wenn bei euch zu Hause alles ok scheint, dann gibt es vielleicht etwas anderes, was deine Tochter betrifft und das gilt es herauszufinden. Das sollte ja auch im deinem Interesse sein.

Was mich stört ist, dass dir ein bericht vorenthalten wird, der dir definitiv zusteht. Es ist DEIN Kind. Die Sozialpädagogin und auch sonst irgendjemand, darf dir NICHTS vorenthalten, was die psychische und physische Gesundheit betrifft! Wozu hat sie den kram denn geschrieben, wenn sie ihn dir vorenthält? Was soll denn daraus werden? Will sie ihn feierlich im Schulgarten begraben, oder will sie sozialpädagogisch arbeiten?

Und das Wort Trauma nehme ich nur in den Mund, wenn ich einen stichhaltigen Hinweis darauf habe. Das lerne ich als ALLERERSTES(!!!), dass ich Kindern keine Traumata einquatschen darf!
Woher nimmt sie denn ihr wissen??
Ein traumatherapeut kann sie nicht sein, sonst würde sie nicht mit solchen begriffen um sich schmeißen.

Wegen des Berichtes solltest du hartnäckig sein. Da schreibt jemand sonstwas über dein kind und gibt das vielleicht wegen angeblicher "gefahr in verzug" ans jugendamt. Wenn sie deiner tochter und dir helfen will, dann soll sie dad konkret und wunschgemäß machen und nicht von oben herab und hinten herum.

Dokumentiere ebenfalls gespräche mit ihr. Was behauptet wurde und was du gesagt hadt. Momentan ist sie dir dikumentationstechnisch voraus. Das solltest du ändern.

schulische vertrauenspersonen der kinder müssen nicht alles an eltern weitergeben, auch wenn diese das wünschen. kinder haben persönlichkeitsrechte und sind kein eigentum von wem auch immer.

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Meine Enkelin ist auch 13 und ich kenne nicht nur sie sondern auch ihre zwei besten Freundinnen sehr gut. Nicht nur, dass alle drei äußerst wechselhafte Phasen haben#schwitz, sie erzählten auch schon von Klassenkameradinnen, die "wegen jedem Scheiß heulen", aus Freude und Rührung genauso wie aufgrund der Tatsache, dass die Mutter "voll blöd" ist oder die Eltern nicht bereit sind, mit ihrer kleinen Dame zu einem Billie Eilish Konzert zu fahren, welches ein paar Hundert Euro verschlänge. Alles dabei.
Hallo? Es grüsst die Pubertät!
Bisher hat sich hier weder eine Sozialpädagogin eingeschaltet noch wurde die Psychiatrie empfohlen, darüber hätten die Mädels ja geredet. Meist trösten sich die Mädels untereinander oder auch die Lehrerin und fertig.

Dass ihr zur Erziehungsberatung geht, ist absolut in Ordnung, würde ich auch machen. Aber dass diese Sozialpädagogin gleich mit dem Prospekt einer Psychiatrie wedelt, ist unter aller Kanone und da überschreitet sie ihre Kompetenzen ganz sicher.
Vorgeschichte/Trauma ??? Welche Ungeheuerlichkeiten sie vermutet, sagt sie natürlich nicht?!
Immerhin ist es immer noch die Sache der Eltern, für welche Therapieform sie sich entscheiden, falls es angeraten erscheint. Ich hoffe, die Erziehungsberatung kann euch weiterhelfen. Allerdings würde ich auch mal ein Vieraugengespräch mit der Tochter führen, ohne Vorwürfe, nur um ihr mal aufzuzeigen, was gerade los ist und sie sich vielleicht äußert, warum sie weinte. Ist sie vielleicht unglücklich verliebt gewesen oder ähnliches? Meine Enkelin war tagelang äußerst geknickt, weil.....wir ihr kein ipad mit Stift kaufen - mal eben so zum Geburtstag....ist aber auch schon wieder vorbei, sie spart nun eben selber#cool
Ich würde die Lehrerin darüber informieren, was unternommen wird und dass die Sozialpädagogin sich nun zurückzuhalten hat. Wer weiß, auf welche Ideen die Dame noch kommt.
LG Moni

Du kennst das Mädel nicht, der Lehrer und die Sozialpädagogin schon. Ersterer sogar sehr gut. Pädagogen sind durchaus in der Lage zu differenzieren, ob es pubertäres Gehabe ist oder ob mehr dahinter steckt. Du kannst auch nicht von deiner Enkelin auf andere schließen. Als Lehrerin kann ich dir sagen, wir verbringen so viel Zeit damit, uns neben dem Unterricht um andere Dinge zu kümmern (Termine mit Jugendamt, Kinderärzten, Psychiater, Eltern, Hilfeplangesprächen etc.) Kein Pädagoge macht Probleme draus, wo keine sind bzw. Wo man nicht ernsthaft den Verdacht hat, da stecke was ernstes dahinter.

Die Pädagogin agiert vielleicht etwas vorschnell und übt viel Druck aus, aber sie unternimmt was. Sonst wird hier ja auch gerne gejammert, Schule gucke nur zu, Lehrer machen nix. Sobald es unangenehm fürs Elternhaus wird, übertreiben die Lehrer natürlich maßlos. Immer das selbe Spiel

Es besteht allerdings ein Unterschied, ob Mädchen voreinander/ vor Vertrauenspersonen weinen oder im Unterricht.
Das passiert in der Altersstufe wirklich äußerst selten, gerade auch, weil man sich in der Pubertät vor den Jungs nicht die Blöße geben will.

Es wäre sinnvoll, wenn die TE schreiben könnte, warum ihre Tochter geweint hat.

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Ich würde deiner Tochter erklären, dass sie ohne dieses Gespräch mit dieser Dame, auch nicht die Schulsozialpädagogin los wird. Dieser besagten Stelle würde ich schildern was da passiert. Und ja, sie überschreitet ihre Grenzen (wobei, es wichtig wäre eine Zweitmeinung, von einer Fachperson zu bekommen).

Ich bin ja eine Jungsmutter mit Jungsfamilien im Freundeskreis. Deswegen kann ich nicht wirklich beurteilen was "normal" ist. Aber die klassenkameradinnen meines Sohnes haben in der 7. und 8. Klasse ständig geflennt... die Jungs waren genervt und es war ständig Unruhe da natürlich das 😭Mädchen mit 1-2 Trösteinnen raus ging.
Evtl ist also dieses Verhalten deiner Tochter normal?

Der Sozialpädagogin würde ich ordentlich klar machen welche Kompetenzen sie hat! Dazu gehören weder Diagnosestellungen noch Therapieempfehlungen!!! Erst recht nicht dem Kind gegenüber!
Vermutlich würde ich dieses Verhalten auch dem Vorgesetzten melden, je nach Reaktion der Dame.

Die Beratungsstelle solltest du einfach mal alleine aufsuchen und dein Problem schildern. So zeigst du Wille und bekommst einen externen Rat. Ob deine Tochter dann auch hin geht solltet ihr gemeinsam erarbeiten.

Hier schrieb jemand Pädagogen wären geschult umd wüßten was sie tun. Das ist die Theorie und viele können es auch. Leider gibt es aber noch genug Vollpfosten die keine Ahnung haben und eher Schaden anrichten.

Also in der Klasse meiner Tochter heulen auch die Jungs. Es gibt da so ein oder zwei Tyrannen, die alle fertig machen. Die sind seltsamerweise nicht in Therapie, obwohl sie da hin gehören würden. Es gab auch schon Krankenhausaufenthalte und sexuelle Belästigung im Schwimmunterricht (Grabschen an Po und Brust, Eindringen in die Umkleide). Davon war meine Tochter allerdings nicht betroffen.

Dann solltet ihr euch als Eltern unbedingt zusammentun und das Problem, wenn nötig, mit der Schulleitung besprechen.

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Ich finde es auch ungewöhnlich, dass sie mitten im Unterricht weint und habt das in meiner schullaufbahn nie erlebt, auch nie aus anderen Klassen gehört. Ich habe lange mit Jugendlichen in wohneinrichtungen gearbeitet und viele davon weinen gesehen, aber niemand hat während dem Unterricht geweint. Daher kann ich Lehrer und sozpäd grundsätzlich gut verstehen. Die Art und Weise ist nicht okay. Dass deine Tochter sagt, sie möchte keine Therapie wäre für mich kein Indiz dafür, dass sie psychisch stabil ist. Sich einzugestehen, dass man derartige Hilfe braucht fällt auch vielen Erwachsenen schwer, jugendlichen erst recht. Du wirst dein Kind aber hoffentlich einschätzen können...

"Du wirst dein Kind aber hoffentlich einschätzen können.."

Das hoffe ich doch. Ich kann mich natürlich irren, aber zumindest habe ich lang und breit mit ihr geredet und mich ja auch mit anderen Bezugspersonen ausgetauscht.

Nichtsdestotrotz kann ich sie ja aber auch nicht zu einer Therapie zwingen....

Achso und dass die sozpäd so übers Ziel hinausschießt könnte bedeuten, dass sie sich große Sorgen um deine Tochter macht, das würde ich zumindest ganz stark annehmen. Kann es sein, dass deine Tochter ihr etwas anvertraut hat, was du nicht weißt? Von Trauma spricht eine Fachkraft üblicherweise nicht so schnell (sollte sie natürlich ohne Diagnose nicht)

Doch doch, es gibt sozialpädagogen, die hinter allem ein trauma vermuten. Ich hatte auch zwei solche kollegen. Die konnten sich irre reinsteigern und haben eine riesen-unruhe verbreitet und zum teil das lehrpersonsl in die pfanne gehauen, weil sie ihnen sachen unterstellt haben.
Es gibt sozialpädagogen, die wissenschaftlich arbeiten und sich vernünftig fortbilden und es gibt leider sehr viele sozialpädagogen, die diesen beruf aus einem helfersyndrom heraus ergreifen und eine wissenschaftliche quelle nicht von populärwissenschaftlichen kram unterscheiden können. Hatte ich erst letztens in der uni-bibo. Wenn ich mir anschaue, wie die richtlinien für abschlussarbeiten für sozialpädagogen aussehen, komme ich manchmal schon ins grübeln. In meinem fach durfte man keine behauptung ohne Beleg da stehen haben und die streuen ab und an mal ne quelle ein. Ich hab mal für ne weiterqualifizierung mit ner sozialpädagogin ne Abschlussarbeit geschrieben. Die war schon sehr genau, aber ich habe trotzdem auf die wissenschaftlichkeit geguckt, weil uns das im studium so eingebleut wurde.
Traumata sind kein Thema des Sozialpädagogikstudiums. Man darf zwar als Sozialpädagoge Traumatherapeut werden, hat aber auch hier gewissenhaft zu arbeiten. Und da bin ich mir auch sicher, dass traumatherapeuten das tun. Die ausbildung ist sehr anspruchsvoll.
Ein großes augenmerk wird auch auf das thema "wechselbeziehungen zwischen klienten und therapeut" gelegt, sowie wahrnehmungsfehler.
Und das sehe ich bei der beschreibung der sozialpädagogin nicht. Sie hat die diagnose nach dem ersten eindruck gestellt und sucht nun nach hinweisen, die ihre these bestätigen, ohne sich selbst in Frage zu stellen. Das ist absolut unprofessionell.
Und ja: auch unter fachkräften gibts die, die kapiert haben um was es in ihrem job geht und die, die ihren abschluss durch auswendiglernen erlangt haben.

Ich berichtige kurz: es gibt nicht sehr viele sozialpädagogen, die aus einem helfersyndrom heraus den beruf ergriffen haben. Es sind sicherlich - wie in allen berufen - ein paar schwarze schafe, die aber mit ihren hausdrauf-methoden einen ganzen berufszweig in Verruf bringen können.

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Habe Ich dass jetzt richtig verstanden, dass die Sozialarbeiterin deine Tochter zum Psychologen schicken will, weil sie MAL geweint hat??

Ich habe aktuell auch riesen Theater mit unserer Schulsozialarbeiterin.
Mein 7 Jähriger Sohn spielt gerne Kämpfen und Ninja mit seinen Mitschülern & nun wird er als aggressiver Schläger und Gefährdung für die anderen Kinder hin gestellt.

Ich soll auch zum Psychologen gehen oder die Schule wird mir das Jugendamt nach Hause schicken.

Ich verstehe es nicht, wie teilweise gehandelt wird! Wie geht denn deine Tochter damit um? Wenn ihr gesagt wird, sie soll zum Psychologen?

Meine Tochter hat den Flyer weg geschmissen. Sie hatte Angst, dass ich sie weg schicke.

Wieso hat sie Angst, dass du sie weg schickst? Das finde ich heftig!

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Ich habe ganz bewusst nicht den Grund für die Tränen genannt, weil ich mir objektive Meinungen erhofft habe, die ich z.T. auch bekommen habe. Ich werde im Laufe der Tage auf jede Einzelne eingehen und Fragen, wenn nötig über PN beantworten. Danke Euch. Ich bin jetzt klarer...…..

<<<Ich sagte, ich werde darüber nachdenken und sprach erstmal mit meinen Eltern (die wichtige Bezugspersonen sind) und einem Betreuer, der sie lange kennt. >>>

Was ist das für ein Betreuer, wofür ist er da? Das stösst mir sauer auf. Da muss ja schon was sein. Und auch, dass deine Tochter sich verschließt und nicht redet bzw. sie es nicht möchte.

Der Betreuer von ihrer Pfadfindergruppe. Er kennt sie seit 7 Jahren und war mit ihr öfter auch auf Fahrten unterwegs. Er sagt, dass die Mädels in dem Alter alle mal heulen, immer abwechselnd und dass meine sogar diejenige ist, die sich am Schnellsten von alleine beruhigt.

Und nein, sie verschließt sich nicht. Sie redet mit mir und mit meiner Mutter und mit den Freundinnen. Nur mit Fremden hat sie keine Lust.

Achso ok, dass hab ich nicht erlesen können. Aber wenn sie mit euch redet, dann kann sie doch bestimmt auch sagen, warum ihr manchmal zum Heulen ist. Ich habe drei Mädchen durch die Pubertät begleitet, aber keine von denen ist in Weinattacken ausgebrochen. Weder in der Schule noch zuhause. Ist sie denn so sensibel.

Aber ich finde das auch von der Schule nicht so richtig, wie das so gehandhabt wird. Wenn da Probleme sein sollten, dann sollten die Eltern intensiv mit ins Gespräch gezogen werden und nicht über das Kind. Das hört sich so an, als ob alles erstmal mit deiner Tochter besprochen wurde und jetzt werdet ihr ins Boot geholt. Das finde ich übergriffig, denn ihr habt die Sorgepflicht und solltet mit involviert sein.

ich möchte auf Deinen Beitrag antworten, auch wenn (oder gerade weil) ich mir kein Urteil erlauben will und kann (wie eigentlich keiner in diesem Forum).
Einige Dinge fallen mir auf, die ich zusammenfassen möchte:

Die Sozialpädagogin hatte einige kurze Termine mit deiner Tochter. Du findest Die Zeit zu kurz für ein Urteil, im Gegenzug möchtest Du nun auf Urteile von wildfremden Menschen aus dem Internet haben, die weder Dich, Dein Kind noch die Sozialpädagogin kennen.

Dein Kind hat nach Deinen Aussagen eine Vorgeschichte und einen Betreuer. Also kann man es schlecht mit einem 0815 Kind vergleichen.

Du bekommst den Bericht für den Arzt von der Schule bzw. der Sozialarbeiterin nicht? Normalerweise gibt man dem Arzt ein Formular, worauf Du für ihn unterschreibt, dass Du die Schule, die Sozialpädagogin,... von ihrer Schweigepflicht entbindest. mit diesem wisch fordert der Arzt das Gutachten an.

Dein Text ist ob bewusst oder unterbewusst sehr negativ bzgl. der Schule/der Sozialpädagogin verfasst. Keiner kann ein objektives Urteil fällen, da niemand dabei war.

Dies möchte ich Dir mitgeben, um zu reflektieren wie die Antworten einzuordnen sind. Was du für deine Tochter daraus machst, liegt allein in Deiner Hand.

Nee, sie hat keinen Betreuer.... das war missverständlich..Es ging um ihren Pfadfinderbetreuer.

Und ja, ich bin absolut der Meinung, dass die Zeit zu kurz war, sich ein Urteil zu bilden.

Und nicht ich wollte den Bericht, sondern der Mensch von der Erziehungsberatung. Keine Ahnung, wie die gängige Praxis ist, aber wenn der sowas haben will, wird er ja wissen, wieso bzw. das schon öfter angefordert haben.

und du liest ungründlich.

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Ich glaube, dass wir nicht alles über deine Geschichte, bzw die deiner Tochter wissen.

Ich hab auch eine Tochter in dem Alter.
Natürlich weine Mädchen in dem Alter mal, weil sie schlechte Noten schreiben, Stress mit der Freundin haben oder daheim was nicht rund läuft.
Lehrer wissen das normalerweise aber auch, bei diener Tochter scheint es ein anderes Weinen zu sein. Ihrer Lehrerin und auch der Sozialpädagogin erscheint es auffällig, da ist es doch eher unwahrscheinlich, dass beide spinnen, oder?

Ich finde auch, die Sozpäd verhältsich ziemlich ungeschickt und, ja, auch übergriffig. Trotzdem will sie deiner Tochter nur helfen und macht sich Sorgen. Und sie kennt wohl die ganze Geschichte.

Ich würde mir das ganze zumindest sehr zu Herzen nehmen und dran bleiben.
Wische es nicht einfach nur unter den Tisch, weil du dich über die blöde Lehrerin und ihre Kollegin ärgerst.

Ich denke auch, dass es hier zu viele Leerstellen gibt, um eine sinnvolle Hilfestellung zu geben.

natürlich darf man weinen. - aber wenn man einen Grund angibt, weshalb man weint oder während des weinens bestimmte Dinge sagt, wäre die Richtung der Soz.Päd. sicher richtig. --

allerdings ist die Art + Weise tatsächlich übergriffig, denn für sowas ist sie nicht geschult und unter 18 Jahren sollte sie solche Dinge, wie "Klinik" + "Flyer" und "Einschätzungen und Ergebnisse" Ihrer Gespräche mit Dir oder euch zusammen besprechen und nicht mit dem Kind alleine.

Eine Soz-Päd. kann nichts diagnostizieren. --- aber einen Rat geben. Das würde ich ihr direkt sagen.
Klar: wenn du dem zustimmst, dass vielleicht mehr sein könnte, was mit Hormonen zu tun hat, dann kannst Du handeln, -- aber solch einen übergriffigen aktiven Part der SozPäd. würde ich nicht dulden.... sie ist kein psychiatrisches Fachpersonal.

Hallo,
Du redest von Vorgeschichte.
Was bedeutet das konkret?
Liebe Grüße

Warum hat sie denn geweint? Ist der Grund irgendwie nachvollziehbar für dich?

Was mir sauer aufstößt, sind die Meinungen, dass es nicht normal zu sein hat, wenn eine 13-Jährige weint.
Menschen sind verschieden, zum Glück!

Insgesamt schockt mich in diesem Thread das Bild, das manche von Mädchen haben.
Sicher gibt es vereinzelt Mädchen, die nah am Wasser gebaut sind. Sie sind vielleicht insgesamt auch emotionaler als Jungs.
Aber es als normal anzusehen, dass Mädchen in der Pubertät generell Heulsusen sind oder sich z.B. selbst verletzten deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Das ist für mich tatsächlich pathologisch.
Hier werden uralte Rollencliches bedient.

Ehrlich gesagt schockt mich das Bild, was wir vom Menschen im Allgemeinen haben. Damit meine ich auch und vor allem die Jungs. Die tun mir noch mehr leid als die Mädchen, denen man das Weinen ja wenigstens noch ansatzweise zugesteht.

Ich finde, wir alle dürfen weinen, wütend sein und auch mal rumschreien. Das sind keine Schwächen und Emotionen und wer weiß? Wenn wir das alle mal selbstverständlicher nehmen würden, bräuchten wir vielleicht (zumindest deswegen) gar keine Therapeuten.... nur so eine ganz gewagte These.

Dass Weinen schlimm ist, habe ich zumindest nie behauptet. Es ist für mich selbstverständlich, dass Jungs und Mädchen weinen dürfen. Häufiges Weinen im Unterricht ist aber nunmal eher ein Einzelfall.
Mit der Akzeptanz des Weinens ist das Problem dahinter noch lange nicht behoben.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, was du hier erwartest. Aufgrund deiner lückenhaften Darstellung kann dir keiner einen sinnvollen Rat geben, dich auch nicht wirklich unterstützen oder aufbauen.
Dann nutze Die Zeit doch lieber, um einen Spezialisten zu suchen, der dir zusagt und euch auch hoffentlich helfen kann.

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Dein Verhalten wirkt uneinsichtig. Es wirkt so als wolltest du das alles in Ordnung ist. Ja sie ist 13, ja Pubertät, ja Menstruation....
ganz ehrlich, wie die ganze Klasse halt! Wenn ein Lehrer ernsthaft Behandlungsbedarf sieht plus eine ausgebildete Sozialpädagogin würde ich das ernst nehmen! Und welcher Teenie würde mit jemanden reden wenn er sofort zu Mama rennt und alles weiter erzählt?! Wie gut kennst du dein Kind, ihre Freunde, ihren Umgang? Eltern werden sehr oft belogen und betrogen... welches Kind mit 13 sieht da selbst Behandlungsbedarf? Meine Schwester hatte Magersucht in dem Alter.. Einsicht? Haha gleich null! Sie war kurz vorm verhungern und meinte es ginge ihr gut. Das ist sehr oft bei psychischen Problemen so, da mangelt es an Einsicht.
Der Lehrer plus Pädagoge werden das nicht gemacht haben um dich zu ärgern. Oder weil Ihnen langweilig war... ich find es sehr gut zu hören, dass es noch Lehrer gibt die aufmerksam sind und sich kümmern. Bleib dran!

Unabhängig davon, ob das übergriffen war oder nicht - es ist passiert. Man kann es nicht ändern. Es steht in der Akte. Also musst du handeln! Beschweren kannst du dich, wenn du Zeit dafür hast.

Den Termin hätte ich wahrgenommen und dort exakt das ausgesagt. Dass du von nichts weißt, die Sozialpädagogin deiner Tochter aber über deinen Kopf hinweg einen Klinikaufenthalt wegen eines Traumas empfohlen hat. Du hast mit allen Hauptbezugspersonen gesprochen und niemanden sei etwas aufgefallen. Deine Tochter hat Dir auf Ansprache hin auch nichts geäußert. Du bittest um Hilfe. Damit wärst du erstmal deiner Pflicht als Sorgeberechtigter nachgekommen und hättest das, was die Sozialpädagogin Dir gesagt hat ernst genommen. Denn ja, wenn sie das, wie angekündigt, weiterverfolgt, kann das sehr unangenehme Folgen für dich haben. Hinweise von offizieller Seite, die die Gesundheit deines Kindes betreffen, MUSST du nachweisbar ernst nehmen. Entweder du kontaktierst einen Facharzt, der Dir einen Gutachten erstellt oder aber du gehst über das Jugendamt.

Ich weiß nicht.... keine Ahnung, was bei euch ind er Familie so los ist. Aber ich empfinde es auch nicht als "Normal", wenn man im Unterricht grundlos (?) in Tränen ausbricht. In meiner Schullaufbahn ist was auch schon mal passiert. Bei mir selbst, bei anderen. Wenn man eine Scheeiß Note bekommen hat. Wenn man abgehört wurde und keinen Plan hatte, wenn man irgendwie Stress hatte, oder wenn man in einer AusnahmeSituation war, wie z.B. in Trauer oder Wut. Aber einfach so, grundlos?

Ich hatte zu meinen Eltern auch kein Vertrauen. Ich hätte mit denen nie über meine Probleme gesprochen. Ich wäre zwar froh gewesen, wenn ich zu einer Therapie hätte gehen können, aber ich hätte das nie im Leben offen zugegeben in dem Alter. Da mußte ich erst 30 werden, um den Mut zur Therapie zu haben.

Ich würde mich fragen, was mit meinem Kind los ist, dass Lehrer und Bezugspersonen eine psyschische Problematik vermuten. Das denken die sich ja sicher nicht aus. Da wird schon öfter mal was vorgefallen sein, was man nicht mit "Badhairday" erklären kann.

Du sprichst hier viel Wichtiges an.
Das Kind befindet sich zwischen Baum und Borke. Hat vielleicht sogar ein Problem und weiß nicht, ob die Pädagogin überreagiert oder die Mutter. Hat evtl. Angst vor der Bewertung der Mutter oder durch die Klasse.

Hallo,

ich kenne es weder aus meiner Schulzeit, noch von der 7. Klasse unserer Tochter, dass da Mädchen in der Klasse vor allen anderen öfter mal in Tränen ausbrechen. #kratz
Die einzige Situation, von der ich das kenne, ist wenn Klassenarbeiten mit schlechten Noten zurück kommen.

Ich selbst war in dem Alter nicht gerade ausgeglichen, aber selbst ich habe es noch bis zur Pause geschafft, die ich dann heulend auf dem Klo verbracht habe. Das war allerdings nur ca. zwei- oder dreimal in meiner Schulzeit. Ansonsten habe ich mich bis zu Hause zusammen gerissen.

Was ich an Deiner Stelle machen würde, wäre ein Termin bei einem Psychologen und/oder Psychiater. Am besten lasst Ihr Euch jemanden empfehlen.
So, wie Du schreibst, habe ich nicht den Eindruck, dass Eure Erziehung das Problem darstellt. ;-)
Der/die soll Euch dann etwas schreiben, wie er/sie die Sache sieht, und dass er/sie das jetzt übernimmt.
Damit werdet Ihr diese Sozialpädagogin los.
Wenn die das Jugendamt einschaltet, legt Ihr das Schriftstück dort ebenfalls vor. Dann geben die Ruhe.
Mehr Eindruck macht übrigens ein Psychiater. ;-)
Termine bekommt man schneller, wenn man privat zahlt.

Das, was Ihr da erlebt, ist der Grund, warum ich niemals mit diesen Schulsozialapädagogen etc. zu tun haben will. Da weiß man nie, an welchen Flachpfeife oder übermotivierte Person mit Helfersyndrom man gerät.
Wir haben uns auch ganz schnell privat jemanden gesucht, als unser Sohn in der Schule auffällig wurde, und damit der Schule den Wind aus den Segeln genommen.

LG

Heike

"Das, was Ihr da erlebt, ist der Grund, warum ich niemals mit diesen Schulsozialapädagogen etc. zu tun haben will. Da weiß man nie, an welchen Flachpfeife oder übermotivierte Person mit Helfersyndrom man gerät."

Das weiß man bei Ärzten aber auch nicht.

Die Schulsozialpädagogin meines Kindes war hervorragend!
Grenzen wahrend, super, beratend, information. Zusammenarbeit! Nicht über unsere Köpfe hinweg.

Ein Psychiater, bei dem ich war, wollte mich sofort auf stärkste Medikamente setzen, ohne Gespräch Persönlichkeitsstörung eintragen (nach 5 Minuten), sagte er mag keine Patienten und weil ich diese Diagnose nicht akzeptieren würde, wäre das der Beweis, dass ich eine solche Störung hätte.
Und ADHS würde es nicht geben, das sei nur Blendwerk und von Möchtegernkollegen

Nun, ADHS wurde bei mir zwei mal bestätigt und Persönlichkeitsstörungen im Rahmen der sehr ausführlichen Diagnostik ausgeschlossen.

Die Schulsozialarbeiterin nahm meine Diagnose ernst und als gegeben, fand es gut davon zu wissen, weil sie mich dann auch besser einschätzen konnte (und nicht für verschroben hielt).
Da es bei mir bekannt ist, riet sie mir direkt für Adressen bezüglich meines Kindes ab. Diese seien auf ADHS nicht gut zu sprechen und würden dem Kind auf Grund meiner Diagnose schon nicht wohl gesonnen sein.
Empfehlen würde sie diese Adressen bei anderen vorliegenden Problemen, in unserem Fall jedoch nicht.


Also was man bekommt, ist schleierhaft.

Eine Ärztin, Fachärztin, meinte kürzlich, dass sie mich nicht untersuchen bräuchte, weil ich ledig sei :-[

Ich hab mir dann einen anderen Arzt mit gleicher Fachrichtung gesucht und da passt es menschlich so gut, dass ich inhaltlich/fachlich voll vertraue.

Mit der Schulsozialarbeiterin hatte ich ein Kennlerngespräch und daraufhin wurde entschieden, dass es passt und wir gemeinsam meinem Kind helfen können.
Hätte es nicht gepasst, hätte ich auch andere Stellen gesucht. So war sie das beste, ws uns passieren konnte.
Das heißt aber nicht, dass alle anderen automtisch gut oder schlecht sind.
Ich gucke mir einfach an, was ich bekomme und entscheide dann über die weitere Zusammenarbeit.

Wenn Du hier ein sinnvolle Antwort haben möchtest, musst du auch den vollständigen Sachverhalt mitteilen. Sonst macht dies hier keinen Sinn.
Also bitte konkret und vollständig zur Vorgeschichte!
Bitte die Reaktionen im Unterricht bzgl. Quantität und Qualität beschreiben, insbesondere auch die Gründe für das Weinen offen legen.

Ohne diese Kenntnisse ist es ein Stochern im Nebel.

Schwierige Situation in der deine Tochter dazwischen steckt.

Weinen darf man, finde ich gut und wichtig.
Allerdings würde ich schon aufhorchen, wenn mein Kind während des Unterrichts oder auf Klassenfahrt anfängt zu weinen.

Von Trauma würde ich nicht sofort ausgehen.
Zunächst erst mal klären, was los war. Gab es einen aktuellen Anlass.
Schlechte Note, wurde geärgert, Vorfall auf dem Pausenhof, beste Freundin streitet mit ihr...

Waren es dann aber Erinnerungen oder etwas, das in keinem Zusammenhang zum Unterricht/Mitschülern stand, würde ich schon klären, was dahinter steckt.
Krankheit, Tod eines Angehörigen, Sorgen um die Oma die ins Krankenhaus musste, psychiche Gewalt in der Vergangenheit oder anderes.


Das mit der Psychiatrie finde ich schon sehr heftig von der Sozialpädagogin.
Hatte deine Tochter suizidale Gedanken, Selbstverletzung oder ähnliches, kann ich es schon verstehen, wenn sie gleich mehrere Scchritte weiter geht.

Ist es noch nicht ganz so heftig, würde ich den Vorschlag zur Kenntnis nehmen, ernst nehmen, aber auch ambulante Möglichkeiten erfragen.
Geht die Sozialpädagogin darauf ein und kann mir auch andere Adressen geben (Psychologen, Kinderarzt ansprechen, Selbsthilfegruppen usw.) würde ich sie ernster nehmen.
Beharrt sie nur auf Psychiatrie ohne akuten Anlass, würde ich deutliche Grenzen ziehen,
ABER selbst aktiv werden und beim Kinderarzt, Beratungsstellen, etc. um Überweisung und Adressen bitten.

Selbsthilfegruppe: für was?

Liegt ein Trauma oder ein Ereignis oder längere Erfahrung vor, die belasten, die das plötzliche Weinen ohne erkennbaren Zusammenhang zur Situation erklären, kann eine Selbsthilfegruppe sinnvoll sein.
Dann kann aber auch Therapie oder anderes sinnvoll sein, da ja etwas zu Grunde liegt.

Wenn nie etwas war und es wirklich nur vom Zyklus oder einer kurzen Laune heraus war, bringt auch keine Selbsthilfegruppe etwas!
Dann gibt es ja auch kein Thema oder keine Grundlage zu besprechen.


Warum wehrt sich deine Tochter gegen Selbsthilfegruppe und alles?
Wenn nichts war und es kein Ereignis, Erfahrung gibt, worüber man mit anderen reden könnte, ist es logisch. Dann würde ich als Mutter auch gar nicht auf die Idee kommen, eine vorzuschlagen!

Wenn aber wirklich etwas war: warum möchte sie nicht?
Warum wehrt sie sich gegen Therapie?
Möchte sie jemanden schützen, decken, euch nicht zur Last fallen, ist jemand aus der Familie gegen Hilfe dieser Art?

In dem Fall würde ich mein Kind klar unterstützen: Therapie, Selbsthilfegruppe sind etwas Gutes (wenn entsprechend etwas vorliegt). Dass ich mein Kind mit und ohne Therapie liebe, mir wünsche, dass es meinem Kind gut geht und entsprechende Unterstützung mittrage (Organisation, Fahrtwege, akzeptiere wenn ihr diese Form der Hilfe gut tut)
gleichzeitig aber auch Grenzen respektiere und ihr Zeit gebe, sie nicht dränge oder über ihren Kopf hinweg entscheide, so lange ich die Verantwortung trage.
Bei aufkommen bestimmter Situationen würde ich über ihren Kopf hinweg entscheiden, dann auch akut handeln. Aber NICHT gegen sie! Sondern im Rahmen meiner Verantwortung, weswegen ich mich vorher selbst auch informiere.

Häufigeres weinen würde ich daher dringend ernst nehmen.
Noch nicht sofort überstürzt handeln, aber ernst nehmen, dass sie u.U. Hilfe braucht und diese nicht übergehen.

Einerseits wirkt das Verhalten der Sozialpädagogin übergriffig,
andererseits wirkt deine Beschreibung auch sehr .... beschwichtigend ..... nicht ernst nehmend .... darf man nicht mehr weinen? Sind halt die Tage ....?

Ja, weinen darf man, Zyklus und co können viel auslösen.
Aber wenn es das wäre und deine Tochter das glaubhaft rüber bringen könnte, käme ich nie auf die Idee, eine Selbsthilfegruppe in Erwägung zu ziehen.

Warum lehnt deine Tochter alles ab?
Wenn sie es nicht braucht, würde ich mich auf die Hinterbeine stellen und sie unterstützen. Wenn doch etwas dahinter steckt, würde ich es nicht (nur) auf den Zyklus schieben und so ..... lapidar beschreiben .... als wenn eigentlich nichts wäre.

Da käme ich mir an Stelle deiner Tochter sehr zwischen den Stühlen vor!
Warum schlägt die Sozialpädagogin so Alarm?
Warum scheint es für dich noch harmlos zu sein?

Emotional versetzt das die 13 jährige zwischen Fronten.
Traut sie sich nicht Hilfe anzunehmen (Therapie, Selbsthilfegruppe), weil es Mama nicht so ernst nimmt und dann heraus käme, dass da doch was ist?

Wenn nichts ist, warum weint sie dann so häufig im Unterricht?
Weinen finde ich gut und wichtig und ja, darf auch mal in der Öffentlichkeit sein. Meist mit konkretem Bezug. Überwältigen die Gefühle so sehr im Unterricht, war entweder etwas (direkt im Unterricht, frische schlechte Nachricht, Sorge um den Großvater im Krankenhaus) oder etwas älteres. Man muss nicht alle Tränen verstecken und darf auch dazu stehen. Nur ist es doch etwas auffallend und kann aufhorchen lassen.