Keine Nikolausgeschenke??

Hallo ihr lieben, ich bin in einer verzwickten Situation. Gestern kam es in der Schule zu einem gefährlichen Vorfall. Mein Sohn (6) hat bei einem anderem Jungen den Schal zugezogen, der Junge lag auf den Boden und wenn die Lehrerin das nicht gesehen hätte wüsste keiner wie es ausgegangen wäre. Eine Woche vorher hatte er bei sich selbst den Schal sehr fest zugezogen und ich erklärte ihm wie gefährlich das ist. Er wusste also das man das auf keinen Fall darf. Nun sagt man ja immer gerade kurz vor Nikolaus oder Weihnachten das wenn man nicht lieb ist, es keine Geschenke gibt. Er nimmt uns ja so schon teilweise nicht recht ernst und wenn er doch welche bekommt schon gar nicht mehr. Es wird ja auch immer gesagt man muss konsequent sein. Ich bin wirklich hin und her gerissen was wir tun sollen
Lg Jacky

Ich finde, dieses "wenn du nicht lieb bist, dann gibt es keine Geschenke" ganz, ganz furchtbar... da kräuselt sich bei mir alles.

Also: ja, natürlich gibt es Geschenke.

Die Situation ist nicht schön, ob er aber sich der Gefährlichkeit tatsächlich bewusst war, möchte ich bezweifeln, auch wenn du vor einer Woche sowas gesagt hast.

Ich würde die Sachen auch nicht miteinander verknüpfen. Geschenk ja, aber eben noch mal drastisch klar machen, wie gefährlich das ist (vielleicht findest du Illustrationen bei Google, die da anschaulich sind)

Hallo!

"Nun sagt man ja immer gerade kurz vor Nikolaus oder Weihnachten das wenn man nicht lieb ist, es keine Geschenke gibt."

Vielleicht solltest Du das in Zukunft vermeiden. Denn tatsächlich macht man sich unglaubwürdig, wenn das Kind dann trotzdem Geschenke bekommt. Kommt denn der Nikolaus bei Euch nach Hause oder legt er einfach nur ein Geschenk vor die Tür. Vielleicht kann der Nikolaus ein paar Worte zu dem Vorfall sagen, oder er schreibt einen Brief für das Kind ;-). Ein Geschenk sollte er aber trotzdem bringen.

LG

Ja ein bekannter spielt den Nikolaus. Ich hab ja nie daran geglaubt das man darüber nachdenken muss das der Nikolaus nichts bringt. Jetzt haben wir den Salat.

na das ist ja dann eine Steilvorlage, dass der NIkolaus ihm eine Strafpredigt hält.

Ich bin die Letzte, die ein Kind mit Entzug von Geburtstags- Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenken straft, habe ich nie gemacht.
Aber das war schlicht lebensgefährlich und der Knabe wusste aktuell, dass man das nicht darf. Dazu nimmt er euch nicht ernst, deswegen wäre ich in diesem einen Fall konsequent = nichts gibt's.
Er hat in dem Alter bereits schon soviel Verstand, dass er sehr wohl wusste, dass er was anstellt, was er nicht darf.
Ich würde ihm sehr deutlich klarmachen, dass noch mehr Konsequenzen auf ihn zukommen, wenn er sowas nochmal macht. Lass aber bitte Weihnachten aus dem Spiel.
Bis dahin ist ja noch Zeit.
LG Moni

Ja es geht jetzt nur um Nikolaus. Weihnachten bringen wir da nicht mit ein.

Die Androhung von Nikolaus und keine Geschenke finde ich furchtbar.

Wenn sie aber schon ausgesprochen ist, würde ich bei der Heftigkeit der Aktion das auch durchziehen. Eben weil er euch sonst gar nicht mehr ernst nimmt.

Parallel dazu würde ich mir externe Hilfe suchen.
Schulsozialarbeit und/oder Erziehungsberatung.

Mein Kind hat durchaus Mist gebaut, aber so, dass ich es noch hinbekommen habe bzw. mit Hilfe von selbst gesuchter Beratung.

Da ihr schon mit ihm gesprochen hattet, wie gefährlich das ist
und weil mir keine wirklich logischen Konsequenzen einfallen, sondern erst mal selbst geschockt wäre, würde ich mir externe Hilfe suchen.

Klar denken können, sinnvolles Reagieren, herausfinden was dahinter steckt etc.
dazu wäre ich nach solch einer Aktion zu emotional und kopflos. Daher würde ich Hilfe suchen, um durch fehlgeleitete Re-Aktionen nicht mehr zu schaden. Gar nichts tun fände ich aber auch falsch.

Ja ich werde auf jeden Fall die Erziehungsberatungsstelle aufsuchen. Leider geht dort gestern und heute keiner dran. Ich versuche es nächste Woche nochmal. Gerade weil er wusste wie gefährlich sowas ist kann ich einfach nicht verstehen wieso er das gemacht hat.

Ich hab auch gut überlegt, was ich schreibe - aber das war einfach ZU gefährlich und rechtfertigt eine drastische Maßnahme, auch im Hinblick auf das Nicht-ernst-nehmen der Eltern.
Er muss lernen, was geht und was eben absolut nicht. Man darf sich garnicht ausmalen, was da hätte passieren können. Der andere Junge könnte auf Intensiv liegen - und ich bin absolut niemand Übervorsichtiges.
LG

weiteren Kommentar laden

Ist ja eh schon zu spät, der Niokolaus wäre ja heute morgen da gewesen und die Stiefel gefüllt, also wenn da heute morgen nichts drin war bzw Du nichts reingetan hast, dann gab es halt nichts.

Aber unabhängig davon muss ein 6 Jähriger nicht alle Folgen seines Handelns reflektieren können und es sich auch merken.

Nein der Nikolaus kommt heute Abend. Ich finde schon das er sich das merken muss. Wie ich schon schrieb hat er sich vor ein paar Tagen bei sich selbst einen Schal so fest zugezogen und ihm erklärt was dabei alles passieren kann und sein Vater hat es ihm später auch noch einmal gesagt.

Kann ein 6 Jähriger kongnitiv nicht , er wird nicht verstehen, was strangulieren ist, was jemand töten heißt. Du kannst einem Kind auch 100 x sagen, dass es nicht auf die Strasse rennen soll und es passiert trotzdem.

Wenn Dein Sohn nicht in der Lage ist mit einem Schal umzugehen, dann muss er halt eine andere Wärmemöglichkeit bekommen.

Und wenn Du die brutale Variante bevorzugst, dann keinen Nikolaus mit der Ansage, Du wolltest ein Kind töten und das wird nicht belohnt. Ob das dann allerdings pädagogisch wertvoll ist, ist die andere Fragen.

weiteren Kommentar laden

Na ja - ob er wirklich eine Ahnung hat wie gefährlich dies ist, bezweifle ich mal. Konsquent ist für mich keinen Schal mehr. wenn ihm kalt ist - sein Problem.
Ansonsten würde ich mal weniger mit Drohungen arbeiten, sondern mit echten Grenzen.

ICh habe nirgends gelesen das es diesemal der Schal vom Sohn war

Hallo

warum soll eine Nikolaus oder Co dafür zuständig sein das Kind zu bestrafen.

Mein erster Weg wäre gewesen das Kind möglichst schnell einem KJP vorzustellen um zuschauen warum er es macht und welche Diagnose das Kind hat.

Moin 🙋🏻‍♀️
Naja, der Fall ist klar: Wenn du damit gedroht hast, dass es nichts gibt, dann gibt's jetzt auch nichts.
Sonst machst du dich ja komplett zum Deppen.
Deswegen immer vorher überlegen was man sagt ;-) (ist mir auch schon passiert).LG

„Wenn du damit gedroht hast, dass es nichts gibt, dann gibt's jetzt auch nichts.
Sonst machst du dich ja komplett zum Deppen. “
Ich empfinde genau das Gegenteil. Auch Eltern sind nicht perfekt und sagen mal etwas, das sie vielleicht nicht wollten. Auch seinem Kind gegenüber kann man Größe zeigen und Fehler zugeben. Da sehe ich jetzt eine größere Wirkung bei.

Komplett zum Deppen macht man sich, wenn man unüberlegte Konsequenzen durchzieht.

Hallo,

ich halte absolut nichts davon Geschenke zum Nikolaus oder zu Weihnachten mit lieb sein zu verknüpfen. Man schenkt aus Nächstenliebe und nicht wenn die Person lieb war, die was bekommen soll.
Da ihr aber schon angekündigt habt, dass es nichts gibt, wenn er nicht lieb ist, würde ich dies nun auch durchziehen. Gerade, weil er euch nicht ernst nimmt.
Eine andere Variante wäre, dem Kind zu erklären, dass der Nikolaus aus Nächstenliebe schenkt und er verdammtes Glück hat, dass der Nikolaus so ein guter Mann ist.

Unabhängig vom Nikolaus besteht Handlungsbedarf bei deinem Sohn. Warum hat er das gemacht? Er hat fast ein Kind stranguliert und erst von ihm abgelassen, als die Lehrerin dazwischen ist. Das sieht für mich nicht nach unbedachter Rangelei aus. Rede mit deinem Sohn in Ruhe, was in dem Moment in ihm vor ging. Ist er Zuhause auch auffällig? Ist er generell aggressiv? Sollte dies ein einmaliger Vorfall gewesen sein, würde ich auch nachhaken, was der andere Junge gemacht. Wir hatten neulich in der Schule den Fall, dass ein Junge mit der Schere auf einen Mitschüler los ist. Es wurde sich nur ums Opfer gekümmert, der Täter musste abgeholt werden. 3 Tage später kam heraus, dass der Täter massiv provoziert und geärgert wurde, dass ihm die Sicherungen durchgebrannt sind. Sollte es bei eurem Sohn häufiger vorkommen, dass er auffällig ist, rate ich zur Erziehungsberatung.

LG
Lotta

Hi,
naja, wenn man Figuren wir Nikolaus oder Osterhase als Erziehungshelfer nutzt, bleibt einem wohl nichts andres übrig, als das dann durchzuziehen. Aber grausam ist das schon.
Ein ordentliches Gespräch und eine Entschuldigung an das gewürgte Kind würde es doch auch tun.
Wie wäre es, wenn er etwas von seinen Nikolausgeschenken ans Opfer abtritt?

vlg tina

Also das werden wir in Zukunft auch nicht mehr machen das wir sagen wenn du nicht lieb bist dann bekommst du nichts. Jetzt haben wir ja das Dilemma. Allerdings fürchte ich das wir das heute durchziehen da er uns sonst wirklich nicht mehr ernst nimmt.

Hallo ich habe etwas mitgelesen. Ich bin Erzieherin und Heilpädagogin.
Ich bin auvh der Meinung, dass der Nikolaus nicht als Werkzeug fundieren sollte und man Konsequenzen aussprechen sollte die man definitiv durchziehen kann und auch vor sich selbst vertritt. Konsequenzen die aber in kurzer Zeit umgesetzt werden. Also nichtverwas 14 Tage TV-Verbot. Nur als Beispiel.
Ich finde es aber echt gut, fass du es jetzt durchziehst. Dein Sohn könnte sich mitveiner netten Geste bei dem Jungen entschuldigen. Am besten wenn ihr und die Eltern des Jungen dabei sind.
Und ja, sucht euch Hilfe bevor euch Hilfe geschickt wird... Klingt schlimm, ich weiß. Aber ich habe 8 Jahre in einer Kinder - und Jugendwohngruppe gearbeitet...

weiteren Kommentar laden

Hallo,
ich habe als Kind, wohl auch mit 6 oder 7, tatsächlich mal fast nichts in den Nikolausstiefel bekommen. Der Stiefel meiner Schwester war normal gefüllt, in meinem lagen nur ein paar Marzipankartoffeln.
Da hatte ich am 5.12. so rumgezickt und mich so daneben benommen, dass ich wirklich "nicht lieb" war. Also gab es (fast) nichts vom Nikolaus. (Dass der Nikolaus eher aus Mama und Papa besteht, wusste ich da schon!!!) Ich habe die Konsequenz verstanden, war natürlich überrascht und auch enttäuscht, wusste aber genau, womit ich mir das eingebrockt habe. Wer sich nicht mal einen Tag zusammenreißen kann... (und sicher haben meine Eltern mehrfach daran erinnert, dass morgen Nikolaustag ist).

Diese Sache hier hat aber eine andere Dimension. Das hat nichts mit "lieb sein" zu Tun - das Gegenteil wäre dann "frech sein", "schlecht benehmen" etc.
Hier geht es um Körperverletzung, die gefährliche Folgen haben kann. Hier geht es um extreme Unbeherrschtheit. Das jetzt mit so einer kindlichen Vorstellung vom Nikolaus zu verbinden, finde ich schräg - hier muss man ja gerade das Kind in die Verantwortung nehmen, das Kind muss groß genug sein, die Folgen seines Handelns zu übersehen.

Ein Schulkind muss wissen, dass es Dinge gibt, die man niemals ausprobieren darf! Das hat mit Eigenverantwortung zu tun - und damit wachsen Kinder aus der kindlichen Vorstellung eines Nikolaus, der alles sieht und bei Bedarf süße Belohnungen verteilt, heraus.

Im übrigen wäre mir die Gefahr zu groß, dass das Kind, egal was es sagt, schon längst weiß, dass es keinen schokolade-bringenden Nikolaus gibt. Und dann ist die Konsequenz der Eltern (!) -keine Schokolade- hier viel zu banal.

LG!

Hallo Jacky. Ich wollte dich nur mal kurz bestärken. Mein Sohn, fast 6, hatte gestern nur einen Schoko Nikolaus im Schuh. Auch er benahm sich die letzten Wochen wie ein Berserker. Donnerstag Abend ging ihm dann der Arsch auf Grundeis und er hat sich riesig über die Schoki gefreut und war dankbar. Weil er befürchtet hat, dass er leer ausgeht. Das ist jetzt keine seelische Folter oder Kindswohlgefährdung oder sonst was. Ich bin als Kind sogar mal an Weihnachten leer ausgegangen. Bin deswegen jetzt nicht gezeichnet fürs Leben und tief depressiv.

Und zu der Anderen Sache rate ich euch dringendst einen Termin beim Kinder Psychologen zu machen. Es gibt nämlich auch 6 Jährige, die das Thema Tod und deren Tragweite verstehen. Meiner gehört da auch dazu. Deswegen haben wir im Januar einen Termin.

LG, Nicole

Na, da wirst du sicher für Einsicht sorgen, wenn er außerdem noch traurig und frustriert ist.
Das ist hier mal wieder urbia at its best#zitter.

Er hat das doch nicht gemacht, weil er den Jungen umbringen wollte (dann wäre keine Nikolausschokolade als Strafe ja lächerlich), sondern, weil er einfach nicht nachgedacht hat, wie gefährlich das sein kann oder weil er ein Problem mit der Impulskontrolle hat.

Da sind mehrere intensive Gespräche notwendig, was da passieren kann, bzw. eventuell auch eine kinderpsychiatrische Untersuchung, aber sicher keine unsinnigen Strafen.