Schulverweis Teil 2

    • (1) 10.12.19 - 11:42
      Schulverweis

      Leider wurde mein Beitrag in das Forum Schule verschoben, so dass ich nicht mehr anonym antworten kann.
      Also hier an der Stelle nochmal lieben Dank für die Antworten.
      Ich hatte gestern das Gespräch mit dem Klassenlehrer, der seinen Unmut über die Aktion geäußert hat, aber mehr nicht tun konnte. Aber er sagte, dass die Lehrerin sich in einem bestimmten Raum aufhält und wir sollen mal zu ihr gehen. Wir suchten dann das Gespräch mit der Lehrerin, die mir die Version von meinem Sohn auch bestätigte. Nur den Kreidewurf will sie nicht gesehen haben. Aber das ändert den Sachverhalt ja nicht großartig.
      Auf jeden Fall sagte sie uns, dass ihre Maßnahmen nicht auf dem SchulG beruhen, sondern willkürliche "pädagogische Maßnahmen" seien und daher an keine Form gebunden. Wir hätten außerdem kein Recht auf Widerspruch. Auch das Hausverbot dürfe sie erteilen, weil sie ja im Brief gesagt hätte, dass mein Sohn das Schulgelände nicht betreten darf für diese Zeit.
      Ich habe ihr dann gesagt, dass ich das klären werde und habe mich heute morgen bei der Rechtsabteilung des Schulamts erkundigt. Der Herr hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, vor allem wegen dem Hausverbot. Aber auch den Unterrichtsausschluss darf sie nicht im Alleingang entscheiden, das seien auch keine pädagogischen Maßnahmen mehr (das sind z.b. Schüler vor die Tür setzen, Strafarbeiten aufgeben oder Nachsitzen)
      Nun, die Sache wird jetzt intern zwischen Schule und Schulamt geklärt und ich werde mich erstmal an die Anweisung halten und meinen Sohn nicht zu dem Unterricht schicken. Ich habe ihm auch deutlich klar gemacht, dass Schweigen manchmal Gold sein kann #schein
      Hier nochmal der Link zum 1. Posting https://www.urbia.de/forum/6-kids-schule/5343275-schulverweis/37672954
      Da die Frage nach einer Vorgeschichte aufkam--ich habe das ganze Schuljahr nichts von der Schule gehört, keine Beschwerden über sein Verhalten, nichts. Normalerweise ruft mich sein Klassenlehrer direkt an, wenn irgendwas nicht rund läuft.
      Er hatte auch beim gestrigen Gespräch keine Kenntnisse über ein vorheriges Fehlverhalten meines Sohnes.

      • (2) 10.12.19 - 14:07

        Na da bin ich mal gespannt wie sich das noch weiter entwickelt. Ich hoffe du hältst uns auf dem Laufenden.

        LG

        (3) 10.12.19 - 15:58

        *Auf jeden Fall sagte sie uns, dass ihre Maßnahmen nicht auf dem SchulG beruhen, sondern willkürliche "pädagogische Maßnahmen" seien und daher an keine Form gebunden. Wir hätten außerdem kein Recht auf Widerspruch. Auch das Hausverbot dürfe sie erteilen, weil sie ja im Brief gesagt hätte, dass mein Sohn das Schulgelände nicht betreten darf für diese Zeit.*
        Holla die Waldfee. Da fällt mir ja beim lesen die Kinnlade runter.

        *Nun, die Sache wird jetzt intern zwischen Schule und Schulamt geklärt*
        Gut!

        • (4) 11.12.19 - 19:40

          Die Schulaufsicht einzuschalten wegen des "Rauswurfs" für eine Stunde scheint mir ja schon reichlich übertrieben. Was willst du damit bezwecken?

          Ob die "pädagogische Maßnahme" in der Form zulässig war oder nicht, könnte letztlich nur ein Gericht verbindlich entscheiden.

          Ohne dein Einschreiten wäre das ganze eine Sache zwischen der Lehrerin und deinem Sohn geblieben, da wäre nichts aktenkundig geworden und dein Sohn hätte folglich keinen Nachteil dadurch gehabt.

          Was jetzt passiert, wird dagegen nicht unbedingt in eurem Interesse sein.

          • (5) 11.12.19 - 21:29

            Du hast aber schon den ganzen Bericht gelesen oder??

            • (6) 12.12.19 - 04:54

              Habe ich, und sicherlich hat die Lehrerin hier Dinge getan, dich ich mich so nicht trauen würde.

              Es mag schon sein, dass die TE hier formal recht bekommt.

              Aber was nutzt das Ihrem Sohn?

              Der Fall wird sich im Kollegium rumsprechen. Niemand wird in Zukunft mehr "pädagogische Maßnahmen" gegen ihn ergreifen. Stattdessen wird man jedes Fehlverhalten dokumentieren und den offiziellen Weg gehen. Ob das so wünschenswert ist?

              • (7) 12.12.19 - 10:17

                Nun ja, eine "pädagogische Maßnahme" hat hier ja nicht stattgefunden. Ich denke, es ist ein Unding, wenn eine Lehrerin sich in ein Streitthema zwischen einem Schüler und einem Kollegen einmischt, welches beide offenbar für sich zufriedenstellend geklärt haben. Die Art und Weise so derart überzureagieren sollte demnach auch kritisiert werden dürfen. Wenn sie sich den Schuh nicht anziehen möchte und auch im Gespräch auf ihre Meinung beharrt, dann sollte eben - auch um andere vor dieser Willkür zu schützen - eine Nachfrage/ Beschwerde... bei höherer Stelle möglich sein.

                Die TE macht kein Fass auf wegen "einer Stunde" Unterricht, sondern weil Kompetenzen klar überschritten werden. Nicht umsonst gibt es Regelungen, an die sich alle zu halten haben. Unverhältnismäßigkeit bei Bestrafung des Schülers bringt ihm nicht bei, seinen Disput mit der anderen Lehrkraft zu überdenken, sondern zeigt ganz klar "egal was ich mache, ich muss einstecken und darf mich nicht wehren. Außerdem hat entschuldigen/klären ja keinen Sinn, weil immer von irgendwo eine Klatsche kommt". Auch in der 9. Klasse, wo die Pubertät den Jugendlichen gern zusetzt, finde ich es verkehrt Machtspielchen zu beginnen.

                Ich nehme an, dass andere Lehrkräfte an dieser Schule sich dessen bewusst sind und würde stark vermuten, dass diese zwischenmenschliche Kompetenzen haben, die wegweisend sind und das richtige Maß finden, sollte der Junge sich wieder einmal im Unterricht mit einem Klassenkameraden unterhalten. Wer will findet immer eine Nadel im Heuhaufen, aber dennoch ist und bleibt er auch mit 14 ein Kind und lernt vom Verhalten Anderer.

                (8) 12.12.19 - 13:05

                Was genau soll sich im Kollegium rum sprechen? Ich würde diese Lehrerin nur auslachen. Das war eine erledigte Sache zwischen dem Lehrer und dem Schüler. Es war abgehakt! Und dann kommt die Alte und meint sie muss sich einmischen? Wie peinlich und lächerlich. Der Junge wird sich wohl rechtfertigen und "diskutieren" dürfen. Immerhin ging die Lehrerin das alles genau gar nichts an! Und du meinst, die Sache hätte einfach ignoriert werden sollen? Das Kind hat Betretungsverbot, und wie soll es dann am Unterricht teilnehmen??? Mal abgesehen davon, dass die Lehrerin gar nicht zu solchen Äußerungen befugt ist!! Also der würde ich was erzählen! Die TE handelt vollkommen richtig!

          (9) 12.12.19 - 03:20

          Du wolltest glaube ich jemand anders antworten.

          (10) 12.12.19 - 12:24

          Wie kommst du auf 1 Stunde? Ich gehe mal nicht davon aus, dass das Kind innerhalb von 2 Wochen nur 1 Stunde Unterricht in dem Fach hat.

    (11) 10.12.19 - 15:59

    Da hast du gut gehandelt.
    Ich finde es unfassbar, dass sie dir das als pädagogische Maßnahme verkaufen wollte.

    (12) 10.12.19 - 21:46

    Bundesland NRW? Dann ist das Schulamt sowieso nicht zuständig sondern die Bezirksregierung. Schulämter nur für Förderschulen, Hauptschulen und Grundschulen.

    festgelegt ist das ganz klar im SchulG:

    Erzieherische Einwirkungen darf der Lehrer vornehmen, Ordnungsmaßnahmen nur die Schulleitung. Hausverbot ist noch mal eine ganz andere Nummer.
    Ich würde deinen Sohn einfach weiter zur Schule schicken.

    Wahnsinn was die Lehrerin sich einbildet. Ich drücke euch die Daumen!

    (14) 12.12.19 - 21:22

    Was sagt denn eigentlich der Lehrer dazu, mit dem ein Sohn den Disput überhaupt hatte und das ganze ja eigentlich nach der Entschuldigung geklärt war?!?
    Versteh gar nicht, wie sie da überhaupt irgendwelche Maßnahmen treffen kann, wo sie doch an der eigentlichen Situation gar nicht beteiligt war. #gruebel
    Echt heftig...

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