Leistungsdruck erstklässler

Halo ihr lieben, meine Tochter ist im Sommer in die Schule gekommen, sie ist eine sehr gute Schülerin, kommt super gut mit, hat keine Probleme, die trödelt allerdings ganz gerne (aber nicht nur in der Schule, allgemein 🙈)
So jetzt zum „Problem“ sie setzt sich selber so sehr unter Druck, das sie kaum noch abschalten kann, sie kommt von der Schule und verbringt ihre Zeit fast ausschließlich nur mit lesen, schreiben, rechnen...sie sagt immer das sie es nicht kann und sie üben muss und sie die beste sein will...
Ihre Tests waren alles super, Note 1-2
Ich bin super stolz auf sie und versuche das Thema Schule zuhause weitestgehend zu vermeiden, d.h. ich fordere sie nicht auf zum üben sondern versuche sie mit anderen Sachen abzulenken, dann wird sie allerdings böse und es kommt oft zum Streit deswegen
Möchte es ihr nicht verbieten aber sie muss einfach mal abschalten, sie ist abends so fertig und müde, selbst an den Wochenenden ist Schule das Thema Nummer 1
Habt ihr ähnliche Erfahrungen oder Tipps wie ich ihr den Druck heraus nehmen kann?
Sie kaut auch vermehrt ihre Fingernägel bis aufs Fleisch runter...
Lg

Hey
Mein Sohn ist auch im Sommer in die Schule gekommen und hier gibt es noch überhaupt keine Tests oder Noten.
Woher könnte ihr Stress denn kommen? Sind die Freundinnen auch so?
Meinem Sohn macht Schule auch Spaß, Hausaufgaben macht er auch gerne und versucht sich manchmal noch so im Lesen und Schreiben, aber bei euch klingt das schon heftig.
Hat deine Tochter denn Hobbies,das sie wenigstens da abschalten kann?

Danke für deine antwort, ich weiß wo es her kommt...sie geht auch gerne in die Schule und hat Spaß aber sie muss auch mal eine Pause machen können
Sie geht noch tanzen und turnen und selbst da setzt sie sich unter Druck, dir ist stolz das sie einen neuen Tanzschritt kann und sieht dann das ein anderes Kind „besser“ ist und dann ist wieder Ende bei ihr...
mich belastest es sehr ihr nicht helfen zu können
Also Noten bekommen sie noch keine. Aber von der Leistung her ist es, ihr fehlen 2-5 Punkte 🤷‍♀️

"ich weiß wo es her kommt.."

Prima, teilst Du dieses Wissen dann auch mit uns?

Welches Bundesland seid ihr denn? Bei uns (Bayern) gibts in der ersten Klasse noch keine Noten. Erst im 2. Halbjahr der 2. Klasse gehts mit Noten und Zeugnisnoten los.

Solange das Kind noch spielt, Freunde trifft, Sport macht ist doch alles in Ordnung.
Hört sich jetzt so an, als wäre das nicht mehr der Fall. Dann würde ich mal ein paar Verabredungen für sie ausmachen mit Klassenkameraden..Sportangebote wahrnehmen..Ist natürlich schön, dass sie die Schule so toll findet! Meist lässt dieser "Hype" von ganz alleine nach ..nach einiger Zeit. Also freu dich doch. Hoffe ihre Lernfreude bleibt noch lange bewahrt.

Sie geht noch tanzen und turnen, es macht ihr auch Spaß sind bin auch froh das sie so ehrgeizig ist aber finde es halt schon heftig für die erste klasse
Wird wahrscheinlich auch irgendwann abschwächen, nur hilft mir bzw ihr das jetzt im Moment nicht....

Hallo,

ehrgeiziges Kind, das kenne ich. Apfel fällt aber nicht weit vom Baum, wie ist es bei euch ?

Ein Unterschied ist bei uns, bei meinem Kind geht tatsächlich um etwas - um den Übertritt. Bei uns gesellte sich noch eine wichtige Sache, die ich hier nicht thematisieren will -Ergebnis kann dann eine Art Burnout sein. Das Kind wird krank und nicht richtig gesund! Den Spass wünsche ich Dir nicht. Ein Kind, das dann in der Schule aufgrund von Krankheit fehlt, muss mit mehr Aufwand nachholen.
Ich lerne daraus. Es unterscheidet uns insoweit, als dass für mein Kind in weniger als 72 Stunden der Hauptstress vorbei ist. Und bei uns trug zu diesem Zustand eine Sache bei, die ich eben hier nicht thematisiere.
Ich weiss und wusste, dass man um die Schule herum ein ,,anderes“ bauen muss. Ein Ausgleich. Daran muss man echt arbeiten. Ehrgeiz kann auch anders befriedigt werden, nicht nur mit Noten.
Bei uns will ich, dass das Kind danach zu einem Couch geht. Schwierig stelle ich mir den weiterführenden Weg, wenn bereits jetzt Finger bis aufs Fleisch gekaut werden.

Wir sehen das Ende. In der ersten Klasse bist Du die Mutter. Die doch Grenzen setzt und dem Kind hilft, auch etwas anderes zu sehen. Bei meinem Kind ist die Gestaltung eher bei dem Kind selbst und ich lenke nur.

Ich ünsche Dir, dass Du das Zepter übernimmst. Es tut echt weh dem Zusehen, was ich momentan zuhause habe.

#winke

Hallo,
mein Sohn ist auch seit Sommer in der 1. Klasse. Noten gibt es noch keine, aber Stempel in verschiedenen Wertigkeiten.

Mein Sohn ist auch so ehrgeizig, er möchte immer das beste Ergebnis und ist von sich selber enttäuscht. Letzte Woche hat er ein Diktat geschrieben, es sollten 10 Wörter geschrieben werden. Er hat ein einzigen Buchstaben falsch und er hat darüber geweint. Er möchte gern alles richtig machen.
Er schreibt, liest und rechnet auch Zuhause und sitzt ständig an seinem Schreibtisch.

Er bekommt in der Schule viel Lob für seine Leistung, wegen seinem Verhalten bekommt er jedoch häufiger Ärger. Ich glaube er möchte durch seine guten Leistung sein schlechtes Verhalten wett zumachen.

Seid ein paar Wochen geht er zweimal die Woche zum Fussball. Das tut ihm gut, da kann er mal den Kopf ausschalten und sein Verhalten in der Gruppe hat sich stark gebessert.
Ehrgeizig ist er aber von Natur aus. Alles muss immer gleich klappen, vieles fliegt ihm auch einfach zu. Deswegen trifft es ihn um so mehr, wenn mal ein kleiner Fehler passiert.

Vielleicht ist für euch auch ein Instrument interessant. Etwas anderes als Schule aber man braucht auch Ehrgeiz.

Liebe Grüße und alles Gute.

Danke für deine Antwort, sie geht als „Ausgleich“ noch turnen und tanzen aber selbst da ist das Thema Schule noch präsent 🙈 zeige ihr ja schon die Grenzen das sie Pause machen soll, weil es so nicht geht, aber endet dann meistens in Streitereien und redet sich dann ein das sie üben muss weil sie nicht gut genug ist, Teufelskreis...

Hi,
meine Zwillinge sind auch im September in die Schule gekommen. Sie gehen gerne und kommen super mit. Sie sind sehr motivert. Wenn sie nach Hause kommen, machen sie sofort die Hausaufgaben. Mehr üben wollen sie aber nicht. Wir spielen dann gerne Brettspiele oder ich lesen ihnen was vor, backen Kekse etc. Noten sind bei uns aber noch kein Thema, sie haben auch noch keine Tests oder ähnliches, finde ich auch sehr gut.
Ich würde als Mutter das Gespräch mit meinem Kind suchen und ihr erklären, dass jeder auch eine Pause braucht, genauso wie du auch eine Pause brauchst als arbeitender Mensch und es nicht gesund ist so viel zu üben, weil auch Zeit für andere Dinge sein sollte, die ihr sonst noch Spaß machen. Vielleicht könnt ihr euch gemeinsam auf Zeiten einigen z.B. nach der HÜ ist mal 20-60 minuten Pause dann darf sie wieder üben aber nur 30 min dann wieder Pause... Mit Streit und Verboten kommst du da meiner Meinung nirgends hin. Ich würde auch ausdrpücken wie toll es ist, dass sie so motivert ist aber eben Pause wichtig sind.
Ich hoffe das hilft dir ein wenig
Alles Liebe

Vielleicht habe ich mich etwas unklar ausgedrückt, ich rede schon mit ihr darüber wie wichtig es ist und sie ist auch teilweise einsichtig da sie selber sagt, Mama dann tut mir der Kopf weh...
Ich lasse sie ja auch machen aber irgendwann muss ich sie einfach ausbremsen und dann bockt sie und ist böse auf mich da sie ja nicht gut genug ist 😥

"Ich lasse sie ja auch machen ..." Und da liegt der Fehler. Dieser Leistungsdruck ist ja schon fast krankhaft. Deine Tochter muss unbedingt Pausen einlegen. Das würde ich konsequent durchziehen. Jeden Tag, nach der Hausübung werden die Hefte für 2 Stunden weggelegt. Spät nachmittags darf noch eine halbe Stunde geübt werden und gut ist's.
Ich würde mit der Lehrerin sprechen und notfalls auch einen Schulpsychologen hinzu ziehen, falls es dieses Angebot an eurer Schule gibt.

Ich weiß, dass ich mir selber solchen Druck in der Schule gemacht habe.
Ich dachte, wenn ich 1x schlechter bin oder etwas nicht sofort kapiere, dass ich es nie wieder aufholen kann! Und dann wäre die Zukunft gelaufen, ich schaffe die Schule nicht etc.

Als ich dann das kleine 1x1 nicht auf Anhieb auswendig konnte, war ich total durch den Wind und habe geweint.

Ich glaube, mir hätte geholfen, wenn mir jemand klar gemacht hätte, dass es kein Weltuntergang ist, wenn man etwas nicht sofort versteht. Und dass einem dann geholfen wird und eventuell zusammen gelernt wird.

Hallo,

in welchem Bundesland/welcher Schule gibt es denn so früh in der ersten Klasse schon Noten? #gruebel

Ehrgeiz ist nichts Schlechtes. Übertriebener Ehrgeiz macht krank.
Meistens gibt es Ursachen für solche Verhaltensweisen. Hat sie Geschwister? Wie seid ihr Eltern beruflich unterwegs? Wie lang ist ihr Schultag, wann kommt sie heim? Macht sie HA zu Hause?
Wie ehrgeizig sind denn ihre Freunde ?

Wenn es so stressig ist, dass sie sich selbst völlig fertig macht, musst Du eingreifen. Völlig egal, ob sie dann böse auf Dich ist. Du bist der Erwachsene und vernünftig. Dann meckert sie eben. Da musst Du durch.

Wie versuchst Du denn, sie abzulenken? Macht Ihr etwas gemeinsam? Trifft sie Freunde?

Ist ihr bewusst, dass sie geliebt wird, auch wenn sie nicht die Beste in allem ist?

Notfalls würde ich mit dem KiA reden. Sie ist erst erste Klasse - da kommt noch viel in ihrem Leben auf sie zu; sie muss lernen, damit umzugehen.

LG

Natürlich greife ich durch, egal ob sie meckert oder nicht, es bringt ja nix
Ja sie hat Hobbys, Verabredungen und versuche alleine mit ihr was zu machen (alleinerziehend und kleiner Bruder)
Finde es ja auch gut das sie so ehrgeizig ist, ist ja nichts schlimmes aber das ist halt schon sehr extrem

Wenn es so extrem ist, würde ich psychologische Hilfe beanspruchen.
Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber für mich klingt es stark nach einer Zwangsstörung.
Meine 9jährige ist zwar auch Ehrgeizig in der Schule, aber nicht in diesem Ausmaß.

Hallo,

das Problem hatte meine Tochter auch. Sie war es gewohnt, überall die Beste zu sein, war im Kindergarten den anderen weit voraus, konnte beinahe fließend lesen und ziemlich gut rechnen als sie in die Schule kam. Somit war sie es gewohnt, unter ihren Altersgenossen immer vorne dran zu stehen und die Beste zu sein. In der Schule dann holten die anderen schnell auf und konnten das, was sie konnte, plötzlich auch. Manche sogar noch besser. Sie war dann nicht mehr die Beste und wurde überholt. Das war für sie erst einmal wie ein Schlag ins Gesicht und der Ehrgeiz, wieder die Beste sein zu wollen begann. Das Ganze ging bis Mitte 2. Halbjahr in der 1. Klasse. Dann hatte sie kapiert, dass sie nicht die Tollste ist, die über allen anderen steht. Sie ist jetzt immer noch eine sehr gute Schülerin, aber nicht die Beste der Klasse. Ich fand diese Erfahrung für sie sehr gut und für ihre Entwicklung unheimlich positiv. Ich habe damals auch viel geredet, habe versucht ihr den Druck zu nehmen. Aber letztendlich hilft das nichts. Das Kind macht sich den Druck selbst und muss die Erfahrung machen, was daraus entsteht. Rede mit ihr, warum sie die Beste sein will und frage sie, was so schlimm daran ist, dass andere besser sind als sie. Erkläre ihr, dass man nicht immer und überall die Beste sein kann. Das ist ein Lernprozess, wo Kinder durch müssen und das können wir ihnen nicht abnehmen. Sie wird in ihrem Leben noch oft solche Situationen erleben. Ansonsten hilft nur warten, bis der Übereifer der 1. Klasse vorbei ist. Danach kommt die Phase, alles langweilig und kein Bock mehr als nötig zu machen.

LG
Lotta

Danke für deine liebe Antwort
Mir ist ja auch bewusste das dieser Druck irgendwann weniger wird und sie wahrscheinlich eine null Bock Phase bekommen wird, wie bei jedem 😂
Aber es ist schwer für sie zu verstehen das man nicht alles perfekt können muss und beim ersten Mal verstehen muss, habe ihr schon erklärt das selbst ich auf der arbeit in Situationen gerate die ich nicht sofort verstehe

Vielleicht reicht es ja dann schon, wenn sie solche Situationen mal mitbekommt?

Wenn sie mal erlebt, wie du über einer Anleitung (Schrank aufbauen, Auflauf kochen) grübelst?

Wenn sie sieht, dass du dir etwas vorgenommen hast (Geschenk auf ganz besonders aufwändige Art verpacken) was nicht gleich klappt?

Viel Erfolg!

Hallo,

als akute Massnahme würde ich sie erstmal einfach von Büchern/vom Schreibtisch wegholen.
Mach was mit ihr. Wenn sie dann sagt "ich muss aber noch lesen üben / ich will aber rechnen" etc. kann man ruhig argumentieren:

-Wir gehen jetzt raus und spielen Ball, da übst du auch für den Sportunterricht
("da machen wir andere Sachen" "keine Sorge, Ballsportarten kommen noch")
-Ich lese dir jetzt ein Buch vor, da übst du aufmerksames Zuhören. Ist ganz wichtig für die Schule. ("Daaaas kann ich schon" "prima, zeig mir das Mal")
-Wir spielen jetzt dieses Spiel (Kniffel, Mensch ärgere dich nicht...). Rechnen kannst du ja dabei gleichzeitig üben.

Dann finde ich natürlich deine Reaktion, wenn mal etwas nicht so toll klappt, ganz wichtig!! Und zwar auch im Privaten: Glas umgekippt? Kann passieren. Strumpfhose falsch herum an? Macht nix, das lassen wir jetzt mal so.

Du schreibst, du ahnst, woher sie den übertriebenen Ehrgeiz hat? Dann würde ich, wenn möglich, da ansetzen. Ab dem Schulalter kann man, finde ich, auch manches erreichen, wenn man den Kindern ehrlich sagt, was man denkt. Schwer, hier zu raten, wenn man nicht weiß, woher es kommt. Aber evtl nützt es deiner Tochter, wenn sie selbst die Ursache kennt??

LG!

Setzt sie sich auch in anderen Bereichen so sehr unter Druck?
Wie reagiert sie, wenn ihr jemand etwas sagt?

Eine Freundin bezog im Grundschulalter alles auf sich als Person:
deine Arbeitsweise ist heute etwas langsam. Bei ihr kam an: "ich bin dumm"
Es hat einige Jahre gedauert, mit viel Zuspruch, bis sie differenzierte zwischen ihrem Verhalten und sie als Person UND lernte, sich selbst Fehler zuzugestehen.

Bei meiner kommt es darauf an.
Als sie sich zu dick ansah (Grundschule), kam schnell heraus, dass andere das zu ihr gesagt hatten. Als sie das erzählte (gleiche Woche) nahm sie von anderen Gegenmeinungen an.

Als ihre Lehrerin mehrere Kinder als dumm bezeichnet hatte (nicht das Verhalten, sondern dann sind sie eben dumm), war es etwas schwieriger. Hier half der Klassenverband und dass es die halbe Klasse betraf, auch die mit den besten Noten.

Bei anderen Kindern kommt es darauf an. Manchmal wehrt sie sich und nagt zu Hause dann doch dran herum. Manchmal nagt es nur an ihr und es dauert seine Zeit, bis herauskommt, was der Auslöser war.

Bei perfektionistischem Verhalten werde ich bei meiner hellhörig. Da steckt dann etwas von außen dahinter.

Bei anderen Kindern, ist es eher so, dass sie schon immer sehr hohe Ansprüche an sich selbst hatten, in allen Bereichen.
Da kann dann zwar ein Auslöser von außen alles noch mal verstärken,
die Herangehensweise dem Kind zu helfen, wäre aber eine andere Richtung.

Reden mit den Kindern in beiden Fällen. Lösungen, Ansätze, Motivation etc. dann doch etwas anders.


Kann sie sagen, was sie so antreibt?
Wovor hat sie Angst?
Identifiziert sie sich mit ihren Noten?
Sind es gar nicht die Noten selbst, sondern die Angst den Anschluss zu verlieren?
Angst, dass sie bei schlechteren Noten (für Eltern anderer Kinder schon eine 2-3) die Klasse wiederholen muss und dann ihre Freunde verliert?

Kinder denken manchmal nicht so differenziert oder können manche Nuancen noch nicht so ganz unterscheiden, besonders wenn dann noch emotional eine Besorgnis dahinter steckt. Dann kommen Ängste heraus, die es dann gibt, aber auf die man analytisch von außen betrachtet, so gar nicht kommen würde.

Oder: meine denkt dann zwar differenziert, baut aber die "Teile" falsch zusammen und dadurch entsteht dann Angst.


Wenn ich durch Zufall oder durch ihre Aussagen herausfinde, wo des Pudels Kern liegt, kann ich sie bestärken und ihr helfen.
Wenn nicht, versuche ich erst mal von außen eine Bahn zu begleiten, um Stabiliät zu geben und Prioritäten zu zeigen, an denen sie sich orientieren kann.

die Frage ist doch, ob Du denkst, dass sie sich unter Druck setzt oder ob sie einfach gerne lernt und ehrgeizig ist? - Das ist doch eine tolle Eigenschaft und so lange sie es nicht als belastend empfindet ist alles okay.
Und müde bin ich auch um 19h, wenn der Tag voll war, selbst mit Hobbies oder Ausflügen..

ich würde gar nichts machen, so lange sie sich wohl fühlt ... es gibt einfach ehrgeizige Kinder. - Da kannst Du höchstens in richtigen Momenten den Kopf "geraderücken", wenn sie im eigenen Anpruch mal wieder übertreibt. (z.B. Tanzschritte) --- aber viel Energie reinstecken, ihr diesen Lernwillen abzugewöhnen würde ich nicht, wenn es ihr gut damit geht und sie das freiwillig macht ...

Hallo,

wenn die Lehrerin einen verständnisvollen Eindruck macht, würde ich ihr von dem Problem erzählen.
Dann soll sie mal mit Deiner Tochter über dieses Thema sprechen.

Meistens haben die Lehrer bei Erstklässlern ein sehr hohes Ansehen, und die Kinder möchten in deren Augen alles richtig machen.
Deswegen bewerten die Kinder Dinge, die die Lehrer sagen, höher, als das, was die Eltern sagen. ;-)

LG

Heike

Ich kenne keine Noten in der 1. Klasse und das Zeugnis zum Halbjahr ist auch ein liebgemeintes Schreiben Da wird noch nichts über die Leistung geschrieben.
Ich kenne eine lachende Sonne und solche Dinge, damit die Kinder weiter am Ball bleiben. Wenn dein Kind gerade eingeschult wurde, dann liest sie schon so, dass du nicht dabei bist ? Mit Anlauttabelle sind die Kinder noch gar nicht in der Lage, richtig zu lesen bzw. können kleine Sätze lesen. Kinder, die dann weiter sind, haben schon weiter geübt. Ist ja nicht schlecht, wenn man sich mit den Kindern hinsetzt. Unser konnte auch Weihnachten lesen. Allerdings habe ich dieseses auch vorangetrieben und es war kein Streß, sondern Sohnemann wollte Geschichten selber lesen können. Also ich eine Zeile und er eine Zeile und dann immer mehr.
Schreiben - klingt dramatisch....also Schwungübungen ? Mathe addieren ?
Alles in alem kann ich das nicht nachvollziehen. Wir hatten eine strenge Grundschule und hier wurde sehr zügig gearbeitet und Sohnemann war auch von Anfang an sehr gut in der Schule aber stundenlang und Leistungsstreß ?
Da kommt noch soviel auf die Kids zu und wenn das bereits so in der 1. Klasse ist und die Kids gehen ja bis zu 13 Jahren in die Schule.....also da muss der Auslöser nicht die Schule gewesen sein....

wieso klingt schreiben dramatisch?
Sie machen keine schwungübungen mehr, sondern schreiben ganze Sätze 🤔
Sie haben seit Einschulung schon 3 Diktate geschrieben, klar am Anfang waren es nur ein paar Buchstaben, aber trotzdem

das mag ja sein, allerdings was schreibt sie denn dann ? Sätze aus Büchern ? Diktierst du ihr oder schreibt sie ihre Gedanken auf ? Das sind für mich gewaltige Unterschiede und Kinder möchten das Erlernte ja auch anwenden. Das ist normal und ich finde, man kann auch dramatisieren. Mein Sohn hat die erste Zeit Schule gespielt und das konnte dauern und Spiele mit Matheaufgaben waren hier der Renner.

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Ich könnte mir vorstellen (muss nicht sein!), dass sich deine Tochter deinetwegen so unter Druck setzt. Du hast geschrieben, dass du stolz auf sie bist. Hast du ihr das so gesagt? Habe mit meinem Mann letztens darüber geredet, ob man auf jemand anderes stolz sein kann und unser Fazit war klar nein. Man kann nur auf sich selbst stolz sein, aber man kann sich aufrichtig für jemand anderes mitfreuen. Eventell denkt deine Tochter, dass sie so sein muss, weil du nur so stolz auf sie sein kannst. Vielleicht denkt sie, dass sie dich sonst enttäuscht. Kinder wollen Eltern gefallen bis zu einem gewissen Alter. Das muss alles nicht sein, könnte aber, so war es bei mir und meinem Empfinden in der Kindheit.

Ich habe mir auch selbst letztens Gedanken gemacht, wie wir unseren Kindern sinnvolles Lernen klarmachen können. Also, dass eine Lücke auch mal kein Drama ist, jedoch eine Lücke nicht zu viel werden darf. Da kam mir das Spiel Jenga in den Kopf zur visuellen Darstellung. Fehlen wenige Steine, kein Problem. Fehlen mehr Steine unten (= Basiswissen), kann der ganze Turm (= schulische Leistung) zusammenfallen, fehlt mehr oben (= Zusatzinformationen), kann der Turm noch stehen, aber der obere Teil wird wacklig. Bei wenigen Lücken bleibt der Turm noch gut stehen, es ist also kein Problem. Vielleicht hilft so eine Darstellung deiner Tochter und du kannst ihr helfen die nicht so schlimmen Lücken zu akzeptieren und die wichtigen "Bausteine" zu markieren. Kinder können manchmal das Wichtige vom nicht so Wichtigen nicht abgrenzen, da ist elterliche Unterstützung gefragt.

Meine Jüngste ist fast 4, sie setzt sich jetzt schon manchmal unter enormen Druck vieles können zu müssen. Da bremsen wir sie und erklären, dass wir Eltern oder die große Schwester das in diesem Alter auch nicht konnten und manches wir bis heute nicht können und dies zwar auch mal doof finden, es aber akzeptieren, weil es nicht so wichtig ist, dafür können wir anderes, was andere nicht können. Jedoch gibt es auch Situationen, in denen wir Eltern neues dazulernen, eben weil wir eine Lücke füllen wollen. Unsere Kinder kennen es von uns, dass auch wir Eltern noch manches lernen, was sie z.B. schon gelernt haben.

Welches BL ?
Aus NRW kenne ich werder Noten noch Tests im ersten Schuljahr.

Ich würde die Zeit zu Hause regulieren, die sie mit "Schulsachen" verbringt. Eine gute Absprache mit ihr ist da sicher wichtig. Ansonsten vielleicht eine Aktivität bei der sie sich auch "messen" kann?