Sportverein wechseln weil man unzufrieden ist? (turnen)

Huhu,

ich bräuchte mal ein paar Anregungen ob ich einfach nur kleinlich bin, oder ob meine Kritik gerechtfertigt wäre.

Nur zur Vorab Info: Nein, meiner Tochter ist der viele Sport nicht zu viel, sonst könnte sie problemlos etwas sein lassen (sie ist mittags ab 13 Uhr daheim, hat also ausreichend Zeit für ihre Freundin, spielen und ausruhen) und nein, ich gehe nicht davon aus das sie mir mehr Training irgendwann Weltmeisterin wird ;-)

Im Kindergarten ist sie zum tanzen und mit dem großen Bruder zur Leichtathletik gegangen (hier hat sie mitgemacht weil rumsitzen und zu gucken auf Dauer langweilig war). Sie ist unheimlich zurückhaltend, der Sport bzw. vermehrter Kontakt zu nicht bekannten Menschen tut ihr durchaus gut :-D Als der Bruder dann aufgehört hat, hatte sie auch keine Lust mehr. Eine Bekannte hat mir dann vom turnen erzählt und meinte das ihr das Spaß machen könnten da es nur kleine Gruppen sind. Ich hab mich dann gemeldet, eine Mail bekommen mit dem Hinweis das es sich um eine Leistungsgruppe handelt und nur geeignete Kinder genommen werden. Mit Tochterkind hin, kein Problem, keine Probezeit, wir durften sofort anmelden. Ihr macht das ganze super viel Spaß. Training sollte 2 mal pro Woche sein, ab dem nächsten Jahr (2019) dann 3 mal pro Woche. Im Januar hab ich dann nachgefragt ob sie jetzt 3 mal kommen soll, nein, sie sagt Bescheid sobald es soweit ist. Das war auch gar kein Problem.

Das tanzen wollte sie dann im Februar durch etwas anderes ersetzten, ich habe sie darauf hingewiesen, das sie bald 3 mal Training hat und ob das nicht zu viel wird. Nein, sie wollte unbedingt. Wir haben verschiedene Sachen angeschaut, vieles war aber auch am Samstag (dort sollte aber das dritte Training statt finden). Wir sind dann beim Cheerleading hängengeblieben, der Verein ist ganz toll, die Trainer super motiviert aber es ist halt schon ein ganzes Stück zu fahren. Die Vereine näher dran hatten alle Samstags Training :-p Ich hatte extra noch einmal angefragt wie es mit dem Samstag aussieht (war dann mittlerweile März) und das sollte dann ab dem neuen Schuljahr statt finden.

So, im neuen Schuljahr kam aber bisher leider auch nichts. Mittlerweile haben auch 2,3 andere Mütter nachgefragt und für die "mittlere" Gruppe wir es nicht angeboten. Der Jahrgang 2011 hat auch Samstag Training. Soll jetzt sogar 4 Stunden trainieren. Einmal die Woche kommt auch noch ein zusätzlicher Trainer, auch der trainiert meistens mit der Gruppe ab 2011 (da ist die Leitung der Abteilung eben auch die Haupttrainerin). Die Kinder sind nicht nach Talent unterteilt (dann könnte ich das ja verstehen) sondern strikt nach Jahrgang.

Wenn man ab und an die letzte halbe Stunde zuschaut und sich umhört, hat man einfach das Gefühl das die Leitung der gesamten Abteilung ihr Hauptaugenmerk auf ihre eigene Gruppe legt. Man könnte ja durchaus Samstag 2 Stunden für die eine Gruppe und 2 Stunden für die andere Gruppe anbieten, oder jede Gruppe jeden zweiten Samstag kommen lassen. Meinetwegen auch alle super talentierten Kinder nur Samstags.

Von den Übungen her verstehe ich jetzt, nachdem meine Tochter den ersten Wettkampf hatte, sowieso den Sinn der Gruppenaufteilung nicht. Sie hat exakt die gleichen Übungen wie die 2011er Mädels turnen müssen. Da wäre es doch auch sinnvoll gemeinsam zu trainieren #augen

Wir zahlen den gleichen Beitrag wie die mittlere Gruppe, nur der Jahrgang 2014/15 zahlt deutlich weniger, die Gruppe trainiert nur einmal wöchentlich.

Mal zusammengefasst, was mir missfällt:
- Ich zahle den gleichen Beitrag für weniger Training (ich hab übrigens bei anderen Sportvereinen im Umkreis nachgeschaut, die haben alle 3 mal Training und einen deutlich günstigeren Beitrag)

- Bei der Suche nach einem zweiten Sport haben wir extra darauf geachtet das Samstags kein Training ist, somit hätte ich sie jetzt auch beim Trampolin turnen oder bei den Cheerleadern um die Ecke anmelden können :-( (nein, das kann ich jetzt nicht, wer ein begeistertes Cheerleaderkind daheim hat weiß, das meine niemals einfach so die Mannschaft wechseln würde;-))

-Dieses "Gefühl", das dass Hauptaugenmerk ganz klar auf der mittleren Gruppe liegt. Das stört mich tatsächlich am meisten.

Der Vorteil ist ganz klar, keine Fahrerei (hier fährt nur mein Mann Auto, bei einem anderen Verein wären wir also auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen).

Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Ich habe meinen Kindern die Vereinswahl überlassen.

Sie müssen sich wohl fühlen und mit den Trainern zurechtkommen.

Gegen Ihren Willen würden wir das auch gar nicht machen. Nur kennt sie ja gar nicht einen anderen Turnverein. Von daher können wir das aktuell nicht beurteilen. Für den zweiten Sport haben wir uns ja einiges vorab angeguckt und sie fand vom Sport her alles toll. Bei einer Sportart aber die Trainerin nicht so nett (da waren mein Mann und ich super froh drüber, die Kinder wurden sehr gedrillt und durften nur nach Aufforderung sprechen). Hätte sie aber unbedingt gewollt, hätte sie es probieren dürfen.

Hej, ich weiß nicht genau, ob ich es überlesen habe... Ich nehme an, deine Tochter ist nach 2011 geboren?

Wir sind auch eine Turnerfamilie, allerdings eher im männlichen Bereich unterwegs und Kinder sind schon etwas älter...

Ob ihr den Verein wechseln sollte oder nicht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Würde ich ggf davon abhängig machen, wie viele Vereine es bei euch so gibt und wo die Reise leistungsmäßig für euch hingehen soll. Vielleicht kennt ihr ja auch schon andere Vereine von Wettkämpfen und liebäugelt schon mit einem Verein, der ggf besser zu euch und euren Ansprüchen passt - das ist jetzt aber eine allgemeine Aussage.

Was das spezielle betrifft: zumindest auch bei uns ist es Usus, dass Training 3* die Woche erst ab Jahrgang 2011 stattfindet. Auch, dass erfahreneren Trainer die großen trainieren. Man steigt halt irgendwann auf. Das gleiche gilt für Sondertraining, das ab und an in der Wettkampfvorbereitung stattfindet. Du darfst ja auch nicht vergessen, dass so ein Training ja auch nicht nur eine Stunde dauert und eine Belastung für die kleinen Körper darstellt, ist also auch ein gewisser Schutz der Kinder.

Trampolinspringen wäre übrigens ein super Sport zusätzlich, wenn es auch leistungsmäßig betrieben wird. Sie erlernt dort ja Figuren, die die für Boden, Sprung und Schwebebalken gebrauchen kann. Wenn deine Tochter dazu Lust hat, dann lass sie das doch einfach erstmal samstags machen. Entweder sie hört dann auf, wenn sie in die Samstagsgruppe rutscht oder ihr sprecht mit den Trainern ab, dass sie nur zweimal zum Training kommt und weiter auf dem Trampolin trainiert.
Alles Gute für euch!

Meine Tochter ist Jahrgang 2012, sie wird im März 8 Jahre alt. Wo es leistungsmäßig hingehen soll, darüber machen wir uns gar keine Gedanken, in erster Linie sollte sie durch den Sport einfach etwas mehr aus sich raus kommen und das hat gut funktioniert.

Vielleicht ist das bei Jungs generell anders, aber in den meisten Vereinen der Umgebung wäre das Training für ihren Jahrgang ebenfalls 3 mal. Mich stört wie gesagt generell die Handhabung. Schon beim Probetraining wurde mir ja mitgeteilt das sie im nächsten Jahr (2018) dann 3 mal trainiert. Auf Nachfrage im Januar (nicht um zu drängeln, sondern weil immer wieder betont wird das dass Training nach Gesundheit und Schule Priorität haben sollte) wurde mir mitgeteilt kommt noch. Als dann der Wunsch nach einem weiteren Sport aufkam und die Sachen, die meine Tochter sich rausgesucht hatte und zum Probetraining war überwiegend auf den Samstag vielen habe ich extra noch einmal nachgefragt. Die Aussage war dann, ja, kommt nach den Sommerferien. Und das ist nicht passiert.

Eine andere Mutter hatte ja kürzlich auch noch mal nachgefragt, das dritte Training kommt jetzt nicht zustande weil unsere Trainer Samstags zeitlich nicht können.

Mich ärgert es einfach das wir jetzt einen Cheerleading Verein in Köln gewählt haben, anstatt den hier im Ort. Dort wäre sie ebenfalls genommen worden und wir haben dann abgesagt als es hieß das Training eben auch Samstag ist.

Das Trampolin springen hat sich ja jetzt erledigt, dafür geht sie zum Cheerleading. Aber auch das haben wir nach dem Probetraining abgesagt, weil uns mitgeteilt wurde, das sie dann bald auch Samstags kommen müsste. Ich bin von einmal die Woche ausgegangen.

Hey du, ich muss zugeben, dass ich bei den Mädchen nicht so drinstecke. Hier sind nur zwei Generationen männliche Turner im Haus, ich komme aus ner ganz anderen Richtung.
Also, ich glaube, bei uns zahlen auch alle gleich, allerdings sind unsere Kinder inzwischen deutlich älter, deshalb kann ich es dir nicht hundertprozentig sagen.
So wie du die Situation beschreibst, würde ich das ganz entspannt angehen und nach Bauchgefühl handeln, falls deine Tochter einem Wechsel offen gegenübersteht. Wenn du dem Verein und den Praktiken skeptisch gegenüber stehst, schau dir doch andere Vereine mal an. Ein Vereinswechsel ist weder dramatisch noch ungewöhnlich, vor allem nicht mit euren Ambitionen in Kombination mit dem Alter deiner Tochter.
Wir haben mit dem Jüngsten einmal gewechselt (allerdings nicht aus Gründen der Unzufriedenheit ). Wechsel zu den Sommerferien, im Frühjahr nahtlos bei den Wettkämpfen an seine Erfolge angeschlossen. Heute, viele Jahre später, ist er immernoch in diesem Verein.
Ich finde es allerdings, wie gesagt, auch nicht dramatisch, wenn sie erstmal zweimal trainiert und einen Zweitsport hat, ggf auch samstags. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du aber das Gefühl, dass die Trainingssituation nicht bewusst so geschaffen wurde, sondern ein Trainermangel vorliegt und das Training der kleineren darunter leidet, ohne dass dies offen mit den Eltern kommuniziert wurde?

Ich würde das Vorgehen zwar verstehen, die schlechte Kommunikation würde mich an deiner Stelle aber auch storen.

Es ist völlig normal das Gruppen nach Jahrgang unterteilt werden und das man den selben Vereinsbeitrag zahlt.

Eine zu große Gruppe kann nicht Ziel orientiert trainieren zum anderen muss auch vernünftig aufgebaut werden.

Ab gewissen Alter gehen Wettkämpfe auf höheren Ebene los, wie Liga usw, jüngere Kinder können gar nicht daran teilnehmen daher haben sie auch weniger Training.

Leistungsturnen ist Breitensport und kein Spitzensport, selbst bei Spitzensport richten sich die Trainingseinheiten nach Alter.

Vereinswechsel würde zu einer 6 Monatlichen Speere in Wettkämpfen führen, daher würde ich dir das jetzt nicht empfehlen , da im Frühjahr wichtige Wettkämpfe losgehen.

Das macht man am besten im Herbst wenn die letzten wichtigen Wettkämpfe vorbei sind, da ist meist 6 Monate Luft.

Ob sich das überhaupt lohnt ist die Frage, wie erfolgreich ist den eurer Verein bei Wettkämpfen im Vergleich zu anderen, daran sieht man schon ob ein Trainingskonzept aufgeht oder nicht und ob ein wechsel Sinnvoll ist.

Und generell sollte das Kind zufrieden sein, wenn ihm das Training spaß macht gibt es keinen Grund zu wechsel...ich weiß ja nicht wie alt deine Tochter ist, aber bei älter als 6 ist der Zug zum Spitzensport generell abgefahren und für guten Spitzensport ist das Konzept in euren Verein Sinnvoll und gut.
Daher warte einfach bis dein Kind alt genug ist für Zusatztraining.

Zum zweiten Sport da muss man immer bedenken das es oft Wettkämpfe am Samstag gibt, auch wenn kein Training wäre, daher ist generell davon abzuraten einen anderen Sport zu machen der ständig am Samstag stattfindet.

Die Abteilung des Vereins gibt es erst seit Herbst 2017, von daher kann man schlecht vergleichen, logischerweise gibt es noch keine wirklich älteren Turnerinnen. Es gibt eine Gruppe die einmal pro Woche trainiert Jahrgang 2014, 2 Trainerinnen ca. 6 Kinder (sofern die neuen bleiben, bisher waren es drei Kinder). Unsere Gruppe, 2 Trainerinnen und 12 Kinder mit Jahrgang 2012/13 und die älteren 2011/1010/2009 und ein Mädchen 2008, sind glaube ich 11 Kinder. Dann gibt es aktuell eine Gruppe die Trainerlos ist, mit Kindern Jahrgang 2008/2009, die kommen ebenfalls 2 mal. Aktuell trainieren sie in der Gruppe der älteren mit und in unserer Gruppe. Bzw. trainiert manchmal auch eine unserer Trainerinnen diese Gruppe, so das wir eine Trainerin haben. Es gibt noch einen Trainer der nur einmal die Woche kommt und nur Boden trainiert, das macht er zu 80% mit Gruppe die 3 mal kommt, bzw. sind es dann 3 Trainer durch die die Kinder geteilt werden.
Es gibt also kein Höherwandern. Eine unserer Trainierinnen hat vorher die älteren mittrainiert, die zweite Trainerin dort, hat die "aussortierten" älteren trainiert. Laut der Trainer bleiben die Gruppen genau so bestehen wie sie sind und die Trainer inklusive der Trainer.
Das es so etwas wie eine Wettkampfsperre gibt, war mir gar nicht bewusst, danke für den Hinweis. Ich dachte so etwas gibt es nur im Hochleistungssport.
Von Liga und co. habe ich bisher leider noch nie etwas gehört. Meine Tochter war ja auch jetzt das erste mal bei einem Wettkampf, dort wurden sehr einfache P Übungen geturnt.
Vorgeschlagen ist sie jetzt für einen anderen Wettkampf, dort soll auch eine P Übung geturnt werden, aber eine höhere #kratz Ich kenne mich da aber leider gar nicht aus. Ich weiß nur das sie keine AK Übungen turnen, also so richtig Leistungssport ist es nicht. 3 der älteren machen jetzt erstmalig bei einem Wettkampf mit wo irgendwas modifiziertes geturnt wird, aber wie gesagt, ich hab da null Ahnung.

Die anderen Überlegung ist auch einfach sie dort rauszunehmen und in der reinen Breitensportgruppe anzumelden, von mir aus auch noch in einem zweiten Verein, dann hat sie ja 2 mal Training. Das ganze kostet uns dann 250 Euro weniger im Jahr. Ich finde einfach wenn man sich Leistungsturngruppe nennt, so die Kinder sortiert und erwartet das Eltern zu jedem Event bereitstehen und bei x sportlichen Veranstaltungen backen und verkaufen, immer wieder daran erinnert das dass Training gleich hinter Gesundheit und Schule steht, dann sollte man auch auf Trainerseite eine gewisse Leistung erbringen.

Im November z.B waren die Trainerinnen unserer Gruppe häufig nicht da und dann hatten sie oft bei der Trainerin der Mini Gruppe Training. Sie ist wirklich nett, aber sicher nicht qualifiziert bzw. bei weitem nicht so qualifiziert wie die anderen Trainer. Und das kann ich als Laie sagen. Weil sie z.B am Sprung keine Hilfestellung geben kann, hat sie immer die Bodenübung für den Wettkampf trainiert. Vor dem Wettkampf hat dann die Leitung alle Kinder für Samstag bestellt, dort wurde festgestellt das sie einen Übungsteil falsch eingeübt hatten. Ich finde das nicht normal. :-( Sind ihre eigentlichen Trainer da läuft das auch anders, wobei eben oft auch nur eine Trainerin da ist und die älteren dann halt mit 3 Trainern trainieren, bei gleicher Kinderanzahl. Und wie gesagt, das ändert sich wohl auch nicht im nächsten Jahr, da die Trainer ihre Gruppen behalten sollen.

Sorry, hatte deinen langen Beitrag ganz übersehen. Auch wenn es sich Leistungsturnen nennt, ist es zunächst einmal Breitensport, egal, ob du P-Übungen turnst oder modifizierte Kür. Leistungsturnen bedeutet einfach, dass die Teilnahme am Wettkämpfen Bedingung ist/ erwünscht ist/ angestrebt wir. Dass erwartet wird, dass das Training oberste Priorität hat, ist auch im Breitensportbereich recht normal.
Das heißt nicht, dass es im Breitensportbereich nicht ehrgeizig zugeht.
Ich lese deinen Unmut deutlich heraus. Eure Sparte ist ja auch noch sehr jung und hat vielleicht noch nicht so viel Routine.
Ich an deiner Stelle würde nochmal schauen, wie deine Tochter sich mit dem Sport fühlt und ob du glaubst, dass es auch dauerhaft der richtige Sport (unabhängig vom Verein) ist. Dann schau für dich, ob es Leistungssport bleiben soll (ich glaube, das kann eine siebenjährige noch nicht beurteilen) oder z.B. Showturnen oder ähnliches. Falls ihr beim Leistungsturnen bleiben wollt, dann musst du schauen, ob du mit den Vereinspraktiken deinen Frieden schließen kannst oder nicht. Ich fände es schön sinnvoll, dafür auch mal andere Vereine anzuschauen und zu vergleichen.
Einen Vereinswechsel sehe ich (wenn man jetzt rein den Leistungsaspekt betrachtet) bei einer 8 jährigen, die noch relativ am Anfang steht, unproblematisch. Wie sehr sie schon an ihrem Verein hängt, müsstest du natürlich selbst beurteilen (wobei ich da auch eher weniger Bedenken hätte).

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Hallo,

die Frage ist doch ob deine Tochter unzufrieden ist oder du? Fühlt sie sich wohl dort? Was hast du persönlich für Erwartungen?
Davon ganz abgesehen, finden doch in allen Sportarten grundsätzlich Wettkämpfe Samstag (oder seltener am Sonntag) statt.
Sie würde dann doch entweder beim Training der einen Sportart oder beim Wettkampf der anderen Sportart fehlen.

Die Frage ist also, was möchte deine Tochter? Mit 7 Jahren weiß sie sicherlich, ob sie sich in ihrer Gruppe wohlfühlt oder ob sie tatsächlich ehrgeizig ist und es ihr um den Sport geht.
Mein kleiner Sohn ist auch 7, ist der Ehrgeiz pur, geht zu seinen normalen Trainingseinheiten zusätzlich jeden Sonntagmorgen zu einem Stützpunkttraining, der nicht vom Verein ist - würde aber seine Mannschaft (die aus verschiedenen Charakteren und Talenten/Nichttalenten besteht) nicht verlassen wollen - außer Bayern München klopft an :-)
Wir übrigens auch nicht, wenngleich wir auch denken, dass es viele Verbesserungsmöglichkeiten gäbe - aber es sind Trainer, die diese Tätigkeit nebenbei ausführen, schlecht bis nicht bezahlt werden dafür, dass unsere Kinder Spaß am Sport haben …

VG
B

Aktuell bin ganz klar ich unzufrieden, nicht meine Tochter. Aber: Sie hat mich eben auch schon gefragt warum sie nicht 3 mal Training hat. Sie ist schon sehr ehrgeizig und hat am Wettkampf bzw. den Cheerleading Meisterschaften riesen Spaß, das hätte ich aufgrund ihrer extremen Schüchternheit gar nicht erwartet.

Im Cheerleading hat sie z.B eine Skill Liste die sie abarbeiten muss, zuletzt war der Bogengang vorwärts dran, den konnte sie im Herbst. Jetzt startet die ganze Mannschaft aber Aufgrund vieler neuer Kinder ein Level niedriger und dort werden Bogengänge und der Flick Flick nicht mit ins Programm genommen. Die 6 Wochen vor der Meisterschaft wird also überwiegend das aktuelle Programm geübt. Trotzdem wollte sie den unbedingt können. Wir waren dann einen Nachmittag in einer Funsporthalle mit Akrobatikboden, Trampolinen, Parcour Trainingsraum und haben zufällig eine ältere Cheerleaderin getroffen. Die hatte noch eine Stunde Zeit und hat dann mit ihr geübt. Sie fand unsere Tochter sehr fokussiert, nach einer Stunde konnte sie den Flick Flack.

Als sie noch kein Rad schlagen konnte, hat sie das ebenfalls stundenlang geübt, die Bodenübung für ihren Wettkampf hat sie mir gefühlte 100 mal auf ihrer Turnmatte vorgeturnt. Im Kindergarten war sie ja mit ihrem Bruder beim Leichtathletik, da ist sie die 800 m problemlos nur einige Sekunden langsamer gelaufen wie ihr großer Bruder, weil sie nicht langsamer sein wollte als er.

Vielleicht liegt es jetzt auch allgemein daran das die Trainer beim Cheerleading doch deutlich mehr kommunizieren. Beim turnen kommen die Infos häufig erst auf Nachfrage und sehr kurzfristig.

Wenn sie Sonntag einen Turnwettkampf hat fehlt sie beim Cheerleading, das ist klar, allerdings ist das mit Fußball (zumindest bei uns) nicht zu vergleichen. Es sind ca. 2 Wettkämpfe im Frühjahr und dann nochmal 2-3 Wettkämpfe im Herbst (wobei sie wie gesagt ja gar nicht alles mitturnt). Ca. halbe/halbe Samstag oder Sonntag. Beim Fußball steht du ja ca. jedes zweite WE auf dem Platz ;-)

Alles was ich rauslese ist...Trainung hast Du für Sie ausgesucht weil ihr es gut erachtet
Kind.....will lieber tanzen

Meine Tochter ist im Leistungsschwimmen, wollte sie unbedingt und ist sehr motiviert und freut sich auf die Trainingsstunden.
Zwei Mädchen die mir ihr angefangen haben,sind nicht weitergekommen und sind noch in der „Anfängergruppe“ weil sie schlicht zwar gerne kommen aber nicht Fortschritte und echte Leistung zeigen.
Beim Tanzen war meine auch,wäre auch weiter hingegangen aber macht es nicht mit Herzblut.....also haben wir aufgehört.

Kind wollte unbedingt Gitarre lernen,findet seit 2 Jahren jeden Samstag statt und Kind ist begeistert.
Nachbarskinder spielen alle Klavier, machen sie weil die Mama spielt und ein Klavier schon da ist.
Fragt man die Mutter machen sie es gerne,fragt man die Tochter würde sie lieber Geige spielen ist aber auch mit dem Klavier zufrieden.

Wo liest du denn raus das sie lieber tanzt? Aktuell macht sie beides gleich gerne. Sie "musste" lediglich einen Schwimmkurs besuchen um richtig schwimmen zu können. Darauf haben wir bestanden. Und es gibt echt wenig Sportarten wo wir klar nein sagen. Sie wäre sehr gerne reiten gegangen, das haben wir nicht mitgemacht. Kann sie gerne ab und zu machen wenn es sich ergibt, aber eben nicht als dauerhaftes Hobby. Sonst dürfen hier alle drei Kinder fast alles ausprobieren. Ok, beim Großen haben wir auch nein gesagt als er zusätzlich zum Schlagzeug noch Bass spielen lernen wollte, aber das auch ganz klar eine Kostenfrage.

Sie "musste" lediglich einen Schwimmkurs
Darauf haben wir bestanden

es gibt echt wenig Sportarten wo wir klar nein sagen
Sie wäre sehr gerne reiten gegangen, das haben wir nicht mitgemacht

Ok, beim Großen haben wir auch nein gesagt


Ein Kind welches in einer Leistungsgruppe nicht vom Trainer aus weiterkommt ist schlicht gut.
Ihr seit wissentlich in einer LEISTUNGSgruppe und dies scheint nichts für deine Tochter zu sein,kein Trainer lässt freiwillig ein Kind in der Anfängergruppe.

Sie dürfen alles,aber am Ende entscheidet eben doch ihr und nicht die Kinder.

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Ich finde, ein Verein muss zu der entsprechenden Situation passen und mir ging es auch immer darum, dass unser Kind Lust hatte, dort Sport machen zu wollen. Die Vereinsbeträge halten sich hier bei den Kindern in Grenzen. Jährlich um die 120 EUR. Wir leben in einer Kleinstadt und jedes umliegende Dorf hat einen Dorfverein. So kommt es, dass mein Mann klassisch in unserer Kleinstadt im TSV ist und unser Sohn im TSV eines Dorfes. Für uns kein Problem und auch die Vereine kennen dieses. Abwerben unter den Fußballern ist z.B. normal. Also ich sehe das sehr entspannt und ja, wenn die Trainningszeiten nicht passen aber unser Kind dort bleiben möchte, dann würden wir den Trainer ansprechen und hier wurden Trainingszeiten auch schon mal aufgrund von mehreren Wünschen verändert. Hier ist Fußballtraining 3x die Woche und andere Vereine haben Training 2 x die Woche. Jetzt in der Pubertätsphase sind die Trainer froh, wenn die Jungs wenigstens 2x zum Training kommen. Für viele geht die Schule vor und auch die Trainer haben Kinder und sehen das ein.

Danke für deine Einschätzung. Wir werden das bei den Trainern auf jeden Fall noch mal ansprechen. Es betrifft ja nicht zur meine Tochter, sondern eben alle Eltern mit Kindern die schon länger dabei sind.