schlechte Mathenoten

Guten Morgen zusammen, vielleicht hat jemand von euch Tipps für uns. Unsere Tochter geht in die 7. Klasse Gymnasium und ist eine gute bis durchschnittliche Schülerin. Wenn es in einer Arbeit mal nicht so gelaufen ist, weiß sie auch warum. Außer in Mathe. Sie lernt und versteht die Aufgaben zu Hause. Sie erklärt ihren Freunden die Übungen und hat überhaupt keine Probleme. Dann kommt die Arbeit und sie scheint alles zu vergessen. Wir meckern nicht und setzten sie auch nicht unter Druck, aber es wird nicht besser. Wir wissen nicht so richtig, was wir machen sollen. Habt ihr eine Idee, wie man ihr helfen kann?
LG Sandra

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Wenn sie das alles kann und es nur in Klaasenarbeiten schief geht, könnte es vielleicht eine Art Prüfungsangst sein?

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VERSTEHT sie die Aufgaben oder lernt sie eher auswendig? Wenn das der Fall ist, kommt sie mit Transferaufgaben nicht klar. Ab 7. Klasse fängt es langsam an....mein Sohn war immer ein guter Matheschüler und wir haben gedacht, er würde alles verstehen und dann schrieb er im letzten Halbjahr eine 4. Es ging nicht um die 4 aber die Lücken in Geometrie wurden nun sichtbar. Wir sind an die Anfänge zurück und schon wurde die nächste Arbeit eine 2. Mathe baut nun einmal aufeinander auf und manchmal sind es Kleinigkeiten. Ich fand das A und O meines Sohnes lustig. Die Sprüche wie: man, bin ich blöd oder klar, dass das nicht funktioniert. Ich würde also nicht unbedingt auf Prüfungsangst schauen, sondern schauen, ob die Grundlagen tatsächlich sitzen sonst kann es in den höheren Klassen schwierig werden.

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Nein Sihn ist 9. Klasse Gym....

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Mein Sohn natürlich

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Mir ging es als Schülerin genauso.
Ich hatte so viel Spaß an Mathe, hab die Aufgaben im Unterricht und zu Hause super gelöst, hatte gute Mitarbeitsnoten.

Dann kam die Klassenarbeit und ich empfand es immer als echt gut. Aber trotzdem habe ich es immer nur zwischen Note 3 und 4 geschafft.
Im Zeugnis stand immer eine 3.
Das war extrem deprimierend. Weil ja zu Hause und im Unterricht immer alles klappte und ich auch echt Spaß hatte. Und weil ich auch während der Klassenarbeit nicht gemerkt habe, dass da was schief gelaufen ist.

Den Spaß daran hab ich dann irgendwann verloren und meine Noten blieben trotzdem Stabil.

Wie sind denn die Noten deiner Tochter? Sind sie noch akzeptabel oder rutscht sie dadurch extrem ab?

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Sie hatte bisher eine 3 auf dem Zeugnis. Aber das liegt eher an ihrer guten mündlichen Mitarbeit.

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Also wenn sie auf Endnote 3 ist, würde ich die Kirche im Dorf lassen. Das ist völlig okay fürs Gymnasium mit anspruchsvollem Matheunterricht. Einfach weiter schauen, dass sie es versteht, die Grundlagen da sind weiter üben, weiter motivieren, aber von den Erwartungen vielleicht erstmal eher bei "die 3 festigen" bleiben. Dann ist Mathe eben halt kein Fach, wo sie später in den LK gehen sollte.... Am Gym muss man wirklich nicht überall 2 und 1 stehen, um es zu einem vernünftigen Abitur zu bringen. Nur sich verrückt machen, sich einreden dass man schlecht sei oder sich mit zu hohen Erwartungen selbst auszubremsen, das bricht den Leuten meist das Genick.

Bei uns war der Matheunterricht ziemlich hart und Klausuren würden sehr taff bewertet. Wenn Schüler von anderen Gymnasien kamen, sind die grundsätzlich erstmal eingebrochen. In einem Jahr stand ich mit viel üben und lernen trotzdem nur auf 4. Was soll ich dir sagen.....dran geblieben.....durch gebissen. Abitur mit 1,8.....und ich hab konsequent alles so gewählt, dass meine Stärken dort rein geflossen sind und nur wo es nötig war meine schwächeren Fächer.

Ich würde mich und sie da nicht verrückt machen und schauen, dass sie nicht ihr Selbstbewusstsein verliert und weiter dran bleibt.

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Hallo,
ich kenne das von mir selbst auch:
eigentlich ist Mathe sogar ein Fach, das mir ganz gut liegt.
Als Schülerin habe ich aber in der Mittelstufe regelmäßig 4en geschrieben. Allerdings schön abwechselnd mit 2en, so dass auf dem Zeugnis immer eine 3 stand. Das hat mich extrem frustriert. Noch mehr frustriert hat mich aber die Tatsache, dass meine Mutter (Mathelehrerin!) jede Arbeit, v.a. aber die 4en, en Detail nachgerechnet hat, um herauszufinden, woran es lag.

Heute interessiert mich selbst, woran es lag, damals wollte ich eine schlechte Arbeit nur schnell vergessen - ich hatte schon in der Schule lange gut gerechnet, mich bei der Rückgabe geärgert, das reichte...

Meine Mutter kann ich gerade nicht fragen, ob sie jemals einen Grund für die schlechten Noten gefunden hat. Ich selbst erinnere mich an immer länger werdende Aufgaben: hatte man sich irgendwo zwischendrin verrechnet, war gleich das ganze Ergebnis falsch. Null Punkte gab es zumindest dann, wenn man mit logischem Denken hätte erkennen müssen, DASS es falsch war.
(Beispiel: errechne anhand einer Kurve und folgender Zahlen... nach welcher Zeit die Höhe des Bierschaums nur noch einen Zentimeter beträgt. Mein Ergebnis 0,8 Sekunden konnte nicht sein, so schnell verschwindet Bierschaum nicht. Darüber habe ich natürlich überhaupt nicht nachgedacht, ich habe gerechnet, nicht gedacht.)

Liebe Grüße von jemandem, der auch findet, dass eine 3 auf dem Zeugnis voll okay ist. Man sollte nur aufpassen, dass die Schülerin keinen falschen Eindruck von sich selbst bekommt. Man kann sich im Leben viel verbauen, wenn man selbst glaubt, man könnte kein Mathe, obwohl das gar nicht stimmt...

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Hallo,

wie geht es denn deiner Tochter damit? Weiß sie das sie es kann, fühlt sie sich sicher auch weil sie es anderen erklären kann? Und ärgert es sie, wenn die Klausuren dann eben eher "schlecht" ausfallen?

Wenn es deine Tochter ärgert und sie daran was ändern möchte, finde ich es legitim Ursachenforschung zu betreiben und einen Lösung zu suchen wie man etwas ändern kann. I

Ist es aber nur dein Ehrgeiz als Mama, dass du gerne möchtest, dass sie bessere Noten schreibt sie aber eigentlich mit der 3 im Gesamten zufrieden ist würde ich da nichts weiter machen. Behalte es stillschweigend im Auge, falls die Noten tatsächlich abrutschen um zu sehen, dass sie den Anschluss nicht verliert - den Anschluss zu verlieren sehe ich als deutlich größeres Problem wie eine 3!

Ich war auch immer eine Top-Schülerin (Realschule Ba-Wü), bei mir lief alles problemlos - außer Mathe mochte ich nie so recht. Da musste ich mich auch echt anstrengen aber dadurch hat es immer für eine 3 gereicht - das war ok für mich. Der Rest war 1en und ein paar wenige 2en!
Tja, bis zur 8. Klasse in dem Jahr hatten wir einen fürchterlichen Lehrer. Er hatte ein ganz blöde und herablassende Art an sich. Wer Mathe nicht versteht ist in seinen Augen einfach nur DUMM und FAUL! Er hatte ein Tempo drauf, da kam ich absolut nicht mehr mit und hab abgeschalten und am Ende eine 5 im Zeugnis.
In der 9./10. Klasse hatten wir dann zum Glück wieder einen anderen - den coolsten Mathelehrer der Schule! Mir hat aber so viel gefehlt, der ganze Stoff von Klasse 8... ich war extrem unmotiviert. Habe es gerade so mit ach und krach auf eine 4 geschafft. Und es hat mich wütend gemacht. Zwischen all den 1en und 2en diese doofe 4. Habe mich dann angestrengt und wollte es besser machen, ich war total verbissen, da ging gar nichts mehr und ich hab resigniert. Halbjahr 10. Klasse eine 5 im Zeugnis! Meine Eltern haben NIE Druck auf uns ausgeübt oder dergleichen aber das fanden sie dann auch nicht mehr so toll - aber mit 16 sind Eltern ja eh so ne Sache ;-).

Die 5 zum Halbjahr hat mich wieder geärgert... habe mir dann eigenständig Nachhilfe gesucht (meine Eltern haben es bezahlt) - Aushang am Gymnasium und darüber eine tollen, sympathischen, hilfsbereiten, kompetenten und geduldigen 12. Klässler, der 1A im erklären waren gefunden - dank seiner Hilfe habe ich alle Lücken aufgearbeitet und habe in meiner Abschlussprüfung eine 1,2 geschrieben!
Wir wurden gute Freunde, nach gut 3 Jahren ein Paar, inzwischen sind wir verheiratet und haben 2 Kinder #verliebt #schein ;-)

Wünsche euch alles Gute

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Noch als Ergänzung:

Steht sie bei den Klausuren unter Druck bzw. macht ihr der Zeitdruck evtl. zu schaffen? Bei den Hausaufgaben etc. hat sie ja eigentlich alle Zeit der Welt. Macht sie dann in der Schule "schnell schnell", weil sie Bedenken/Angst hat in der entsprechenden Zeit nicht fertig zu werden?

Was bei mir auch ein Problem war in Klasse 9./10., die Mathelehrer bei uns haben sich immer abgewechselt mit dem erstellen der Klausuren und alle Parallelklassen haben immer - gleichzeitig die selbe Arbeit geschrieben. Wenn ich dann wusste der besagte Lehrer von Klasse 8 hat die Klausur erstellt, war bei mir schon vorbei... da ging gar nichts mehr! Selbst wenn es eine neues Thema war, welches nicht auf Klasse 8 aufbaute und ich das eigentlich ganz gut verstanden hatte.