Umzug während der Corona-Zeit...

Hi,
nachdem wir fast zwei Jahre eine neue Wohnung gesucht haben, ziehen wir nun ausgerechnet nächsten Monat um. Das wissen wir seit Februar.

Meine Tochter geht in die vierte Klasse und eigentlich war geplant, dass ich sie bis zum Sommer zur jetzigen Grundschule fahre, Unterricht täglich von 7.30 Uhr bis 13.10 Uhr.(nach den Ferien weiterführende Schule im neuen Wohnort) Wir haben auch in der Grundschule des neuen Ortes angerufen, kein Problem, Ausnahmeantrag gestellt- soweit so gut.
Jetzt die neue Schulsituation:
Nur zweimal wöchentlich Präsenz-Unterricht von 9.00-12.00 Uhr. Ansonsten täglich Videochat mit der Klassenlehrerin und Wochenplan für zu Hause.
Ich habe keine Ahnung, wie ich die Schulzeiten jetzt noch mit meiner Arbeit vereinbaren soll.
Ich habe überlegt, sie vor der Schule zu einer Klassenkameradin zu bringen und mittags dort abzuholen... aber Kontakt wäre ja dann da und für sechs Wochen bis Schuljahrende eine Zumutung für die Leute?
Die Lehrerin hat gesagt, sie könne dann ja in die Schul-Notbetreuung kommen an den zwei Tagen , aber meine Tochter möchte am Liebsten nur von zu Hause lernen und gar nicht hin- sie hat jetzt schon einige Ängste entwickelt die ich ihr schwer nehmen kann.
Sie ist hier nur am Heulen.
Was meint ihr, wie würdet ihr das machen?
Lg, smarti

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Das Problem sind die Präsenztage? Weil an den anderen Tagen hast du ja auch ein betreuungsproblem. Wenn sie an diesen Tagen in die notbetreuung kann und darf dann wäre das meine 1. Wahl. Allerdings wäre es hier wichtig zu wissen was dein Kind für Ängste hat? Hast du ihr ruhig und ohne Emotionen die Situation erklärt.

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Hi,
nein ein Betreuungsproblem habe ich nur an den Schultagen, da ich sie morgens vor meiner Arbeit um 7.30 Uhr bringen muss und erst um 13.30 Uhr nach meiner Arbeit abholen kann.
Von der Grundschule fährt kein Bus zu unserer neuen Wohnung, da ist auch nichts in der Nähe um die Schule herum.
An den anderen Tagen zu Hause ist alleine bleiben kein Problem für sie.
Sie ist regelrecht aufgeblüht in den letzten Wochen zu Hause mit ihrem Lernstoff, hat viel gearbeitet, ganz in Ruhe und alleine.
Sie steht später auf, arbeitet nach dem Frühstück völlig selbständig einige Stunden an ihrem Wochenplan. Sie kann mich zwischendurch anrufen und mittags bin ich zu Hause.

Sie möchte einfach möglichst nicht mehr in diese Schule, lange Vorgeschichte mit Mobbing etc.. Aktuelle Angst ist, dass sie sich ansteckt und mich ansteckt- ich bin durch chronische Krankheit Risiko-Gruppe und da sie sehr an mir hängt....
Ich gehe damit lockerer um als sie, aber sie ist sehr empfindlich und hat vor ein paar Jahren sehr gelitten, als ich von heute auf morgen auf der Intensivstation lag und sie von notbetreut werden musste.

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Naja da du arbeiten gehst kannst du ja vermutlich nicht ihre Kontakte minimieren um dadurch das Risiko für dich klein zu halten. Sonst wäre das vielleicht eine Möglichkeit die Schulpflicht zu umgehen und sie bis zum Ende des Schuljahrs zu Hause zu lassen. Wäre aber sicher eine Einzelfall Entscheidung und müsste irgendwer zustimmen. Aber vielleicht wäre das eine Möglichkeit? So dass sie vielleicht nur noch einzelne Tage hin muss um nochmals irgendwelche Lernzielkontrollen zu machen und die du dann weniger arbeiten kannst oder frei bekommst? Wann sind bei euch Ferien? Also wie viele Wochen sind es noch?

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Hallo 👋🏻

Wie weit ist denn die andere/neue Schule von eurer Wohnung? Wie wird da der Unterricht aussehen?
Koennte sie dort hin? Wenn sie an der alten Schule so leidet/gelitten hat?

Alles Gute

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Wenn das Kind wegen Mobbing nicht mehr in die Schule will, warum doch nicht wechseln? Das übertrittszeignis ist ja schon hinter euch... was würde dagegen sprechen, für de Rest des Schuljahres sie in dem neuen Wohnort einzuschulen?

Es scheint ja für sie eine Qual zu sein, zurück in die alte Schule zu gehen und für dich zusätzlich organisatorisch kaum machbar.

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Danke für Eure Antworten!
Sie mag ihre Lehrerin sehr, außerdem dachte ich dass der gemeinsame Abschluss der Grundschule mit ihrer Klasse schon etwas Besonderes ist. In den letzten Wochen werden sonst immer schöne Sachen gemacht wie Ausflug ans Meer, Theater, Fahrradprüfung, Projektwoche. Da hätte es sich nicht gelohnt, dass in einer völlig fremden Klasse mit Fremden mitzumachen. Der Schulwechsel nach den Sommerferien ist ja sowieso aufregend etc..
Jetzt fallen ja die schönen Sachen alle aus und ich habe heute Morgen die Vereinbarung mit der Lehrerin getroffen, sie nur einmal wöchentlich zur Schule zu fahren, um sich ihre Wochenaufgaben abzuholen. Ansonsten täglich die Konferenz online um 10.15 Uhr und dann hoffentlich Mitte Juli noch ein Abschiedsfest auf dem Schulhof, wenn bis dahin möglich.
LG

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Hallo,

verstehe ich es richtig, dass Deine Tochter jetzt noch für ein paar Wochen in die alte Grundschule gehen soll, wo sie sich aufgrund von Mobbing-Vorfällen sehr unwohl fühlt und nicht mehr hin will?

In diesem Fall würde ich die Lehrerin ansprechen, ob sie nicht die zwei Präsenztage auch von zu Hause machen darf, eben aufgrund ihrer psychischen Verfassung und weil Ihr es organisatorisch nicht stemmen könnt, sie hinzubringen.
Vermutlich muss die Direktorin das genehmigen. Falls die das so nicht darf oder will, würde ich den Kinderarzt oder den Therapeuten Eurer Tochter, falls Ihr einen habt, bitten, eine Begründung zu schreiben, warum das medizinisch notwendig ist.

Wenn ich von unseren Kindern ausgehen, kam in den letzten Wochen des 4. Schuljahrs eh kaum noch Stoff. Da ging es vor allem um Abschiedsveranstaltungen.

LG

Heike

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Aufgrund der Ansteckungsgefahr gilt ab erneutem Schulbeginn nur eine bedingte Schulpflicht. Kinder, die Risikopatienten sind oder mit Risikopatienten in einer Wohngemeinschaft leben, müssen für den Unterricht nicht zur Schule kommen und werden in dieser Zeit zu Hause von ihren Lehrern beschult. Kommuniziert das so der Schule und lass sie zu Hause.

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Du gehst zu deinem Facharzt und lässt Dir bescheinigen, dass du zur Risikogruppe gehörst und dein Kind aus diesem Grund nicht am Präsenzunterricht teilnehmen kann.