Nachtschreck mit 8?

Der Sohn war ein extremes Nachtschreck-Kleinkind, dann hatte sich das irgendwann mit der Einschulung gegeben.

Jetzt ist er mir in der letzten Woche zweimal mit nachtschreck-ähnlichen Symptomen hochgeschreckt: er sitzt aufrecht mit weit aufgerissenen Augen im Bett und ruft Mama. Wenn ich da bin, klammert er sich an mich, zittert wie Espenlaub und klappert mit den Zähnen, ruft weiter nach mir und schreit ununterbrochen: aber ich hab dich doch so lieb.
Ansprechbar ist er nicht. Wecken kann ich ihn nur, wenn ich ihn ins Bad trage und dort Licht anmache.

Tue ich nix und nehme ihn nur in den Arm, sackt er nach 5Minuten schlafend zusammen und pennt friedlich weiter.

Kennt das jemand von so alten Kindern? Oder ist das bloß ein Albtraum? Aber zweimal identisch?

Heute kam er mit Kopfweh und Übelkeit aus der Schule und meint, er würde in der Ferne verschwommen sehen. Ist aber jetzt Zuhause angeblich wieder weg...

Meint ihr, ich gehe mal zum Kinderarzt?

Kennt jemand Nachtschreck im fortgeschrittenen Schulalter?

Ich mach mir immer schnell Sorgen.

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Beim Kinderarzt würde ich zumindest mal anrufen.

Diese können dir dann Tipps geben: ob du vorbei kommen sollst, abwarten kannst, was du beachten solltest.
Einmal habe ich angerufen, obwohl ich dachte harmlos. Wir sollten schnell kommen und das war auch gut so.

Ein anderes Mal dachte, gefährlich. Praxis konnte mich beruhigen, sagte mir, was ich tun kann. Termin gab es zeitnah (gleiche Woche). Gut, dass abgeklärt wurde, aber harmlos.



Wegen Albtraum würde ich nicht sofort zum Arzt.

Übelkeit und verschwommen sehen, würde ich aber mal abchecken lassen.
Harmloser Infekt
bis hin zu, dass er schlecht sieht, Augenprobleme hat und ihm deswegen schlecht wird
oder auch erste Anzeichen von Migräne.

Vielleicht doch noch was mit dem Nachtschreck.

Im Zweifel bei der Praxis anrufen, Situation schildern und dann erfährst du mehr.
Von: alles ok soweit, bitte melden, falls....
oder: folgende Untersuchungen werden vorsichtshalber gemacht. Manchmal auch nur um sicher zu gehen.


Ferne und zu Hause:

zu Hause sind die Entfernungen oft auch andere als außerhalb.
Im Straßenverkehr braucht man zudem Konzentration, man ist darauf angewiesen auch weitere Strecken gut zu sehen.

Zu Hause erholen sich meine Augen oft.
Kürzere Distanzen.
Räume schaffe ich auch im Dunkeln.
Vertraute Umgebung.
Ich stoße mit niemandem zusammen und Autos fahren in meiner Wohnung auch nicht ;-)

Augen schalten da oft auf Durchzug. Nur wenn ich dann etwas lese oder gezielt suche, strengen sie sich mehr an. Der Rest ist eher im Standy by modus.

Was mein Gehirn auch braucht. Auch mit Brille ist oft anstrengend und das Gehirn braucht mehr Ressourcen.

Falls es häufiger vorkommt, würde ich ggf. auch zum Augenarzt.
Aber wie gesagt, bei einmal kann es auch von einem Infekt kommen oder so.

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Hi,
Ja, kenne ich auch von meinem Sohn.

Zum Sehen kann ich nichts sagen.

Zum Nachtschreck: war bei meinem Sohn auch sehr ausgeprägt, aber nicht als Kleinkind, eher so zwischen vier und acht. Er schreit auch jetzt noch manchmal im Schlaf (ist 10), aber das ist nur ganz kurz, nicht dieses 10Minuten Schreien-am-Spieß. Ich selbst hab einen sehr schlechten Schlaf, dadurch hab ich ich ihn oft schon vorher gehört, weil er da unruhig war. Ich hab ihn dann schon gestreichelt und ihm gut zugeredet: das hat die Schreianfälle deutlich abgemildert- diese Schlafphase der Unruhe hat aber so etwa eine halbe Stunde gedauert.

Viele Grüße