den Kindern Sprachen beibringen....Efahrungsbericht

Hallo,

ich habe mich entschieden unseren Weg hier zu veröffentlichen, weil ich mit vielen Meinungen zum Thema ,,Spracherwerb´´ schlichtweg nicht einverstanden bin.

Meine Tochter kam heute nach Hause. Am Abend weinte sie noch, weil sie etwas unter Schock steht. Sie hat den Landesentscheid von The Big Challenge gewonnen und auf der Bundesebene war sie die Zweite. Ich schreibe es, weil hinter dem Spracherwerb nicht die olle Schule steht aber schlichtweg mein Mut, ihr Talent und harte Arbeit.
Mein Kind lernt seit klein auf mit Playway. Playway ist wirklich ein tolles Buch aber es reichte mir nicht.
In der dritten Klasse fiel mir ihre Begabung auf. Sie saugte alles auf, was ich so nebenan mit ihr gemacht habe. Und so suchte ich nach etwas Vernünftigem. Wir haben Apps ausprobiert und festgestellt, dass stupides Vokabellernen nicht auf Dauer helfen wird.
Ich habe mal Rosetta Stone gemacht aber ein Kind ? Es war verrückt aber wir haben es probiert. Jeden Tag ein bisschen. Bald fiel mir auf, dass das ein Kind in der DRITTEN Klasse sehr wohl machen kann. Und es hat Spaß gemacht.#zitter
Dazu suchte ich nach Videos und Filmen. Wir stießen auf Folgen von Peppa Wutz auf Englisch. Wir schauten sie alle und lachten gemeinsam jedes Mal. Später kamen dann Videos auf YouTube zu Krimis für Menschen die Englisch lernen. Mit Bildern und Texten dadrunter. Ihr glaubt nicht, wie viel es gibt .
Puh. Ich erahnte, dass Bücher her müssen. Winnie Puh war zu schwer. Aber eher per Zufall kaufte ich die Reihe von einem Schriftsteller, bei dem es um die Thematik eines Kindes im zweiten Weltkrieg ging. Eine Empfehlung auf lesecouch.de. Und das Kind verschlang es. Dann weiteren und weiteren Teile. Teilweise waren die Bücher auf Kindle in Englisch einfacher als in der deutschen Fassung.
Was ich zu Rosetta Stone sagen will. Ich habe es sie nie blind machen lassen. Ich war immer dabei und kontrollierte anschließend, dass sie es echt verstand. Teste sie manchmal. Ich dachte mir Phantasiesätze aus...
Nein. Ich bin keine Englischlehrerin. Ein Normalo. Ich traue mir es zu. Ich kann Leuten etwas beibringen. Ich denke aber nicht. Ich bin da alleine.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass das Beibringen nicht perfekt sein muss. Kinder müssen keine perfekte Aussprache haben. Auch wenn sie mal Fehler machen, ist es nicht schlimm...
Ich möchte Mut machen. Es wird nicht jeder unseren Weg gehen können. Man sollte aber auch keine Angst haben, weil man dazu Lust hätte aber andere sagen - bloß nicht. Beide Kids spüren ihre Stärke.

Bei meinem Sohn, der definitiv nicht die gleiche Begabung wie meine Tochter hat, dachte ich mir nur - probieren wir es. Auch mit ihm fing ich Anfang vierter Klasse an. Jetzt, nach ? 10 Monaten sind wir bei Lektion 12. Gerade hätte wir ,,passiv´´ machen müssen, was ich meinem Kind momentan nicht zumuten will. Das Kind ist der Schule Jahre voraus. Er liebt die Sprache. In der Schule kriegt er natürlich viel Lob aber er sieht halt im Alltag, wie sehr die Sprache nützlich ist. Die Aussprache iist in seinem Falle sehr beeindruckend.
Wir sind eine normale Familie. Was ich nur gemacht habe, mir etwas zuzutrauen. Und es hat sich verdammt gelohnt.Vielleicht ist da jemand, der sich genauso fragt, ob man Sprache früh beibringen kann. Und für den habe ich es geschrieben.
Da es dieses Jahr anscheinend keine Preise für die Hauptgewinner gibt, nahm sich meine Tochter vor nächstes Jahr den Bundesentscheid zu gewinnen, damit sie nach New York kann. Ich finde das eine tolle Motivation - egal ob sie es am Ende auch schafft.
Gute Nach!

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Hallo,

ich denke, du sprichst den Betrag unter dir an, wo Eltern versuchen wollten, ihrem Kind Englisch beizubringen.
Sicher kann man einem Kind eine Sprache beibringen. Aber dazu reicht nicht nur Mut, sondern man muss auch die Fähigkeit besitzen.
Du schreibst, dass es auf eine perfekte Aussprache etc. nicht ankommt. Das sehe ich anders. Ich wurde in 3 Sprachen von Muttersprachlern intensiv unterrichtet und habe ein Jahr im Ausland verbracht. Mir stellen sich die Nackenhaare, wenn jemand im Englischen das th oder im Spanischen ll falsch ausspricht. Ich bezeichne mich als sehr sprachbegabt. Ich lerne Sprachen durch simples hören ziemlich schnell und musste bisher kaum Vokabeln lernen. Meine Tochter scheint diese Begabung geerbt zu haben. Sie schaut englische Serien und ich unterhalte mich oft mit ihr auf Englisch. Ich bin mir aber bei dieser Sprache zu 100% sicher, sie in allen Belangen korrekt zu vermitteln. Nun möchte sie gern Französisch lernen. Es hat nichts mit mangelndem Mut zu tun, dass ich ihr die Sprache nicht lerne, sondern mit meinem Anspruch, den ich an das Erlernen einer Sprache habe. Der Wettbewerb "The big challenge" ist für Schüler der Klassen 5 - 9. In dem Alter haben Kinder schon Englischunterricht in der Schule und der Test ist spezifisch auf das Wissen der jeweiligen Klassenstufe ausgelegt. Ebenso bekommen Gymnasiasten andere Tests als Real- oder Hauptschüler. Außerdem ist es ein reiner Multiple Choice Test, der zwar die Kenntnisse wiederspiegelt, aber nicht viel Aufschluss darüber gibt, wie sicher eine Sprache tatsächlich beherrscht wird. Diesen Test können auch sprachbegabte Kinder gewinnen, die einfach nur in der Schule aufpassen, ohne, dass Mutti mit dem Lehrbuch dahinter steht.
Ich gehe bei deiner Meinung mit, dass Sprachtalent unbedingt gefördert werden muss. Denn je jünger ein Kind ist, umso besser lernt es eine Fremdsprache. Allerdings vertrete ich die Meinung, dass man es Fachleuten überlassen sollte, dies zu unterrichten. Da gibt es neben dem Schulunterricht zahlreiche Möglichkeiten. Da deine Tochter in dem Alter ist, wo sie schon Englischunterricht hat, frag den Englischlehrer, ob es Möglichkeiten gibt, sie weiter zu fördern. Auf der anderen Seite sehe ich es so, dass ich sie in einer Sprache, die in der Schule sowieso unterrichtet wird, nicht noch zusätzlich voran treiben würden. Für was auch? Sie wird in der Schule unterrichtet und je nach Schulform am Ende der Schulzeit das nötige Know-how besitzen. Ein Kind anzutreiben, nur damit es den anderen vorraus ist, bringt doch nichts. Ich sehe den Sinn dahinter nicht. Wenn es eine Sprache wäre, die in der Schule nicht unterrichtet wird und das Kind Interesse hat, diese zu erlernen, ok. Da würde ich voll dahinter stehen. Oder um das Handling in Englisch zu verbessern eventuell Sprachreisen, Feriencamps etc. um die Anwendung zu trainieren. Das ist ebenfalls sehr sinnvoll. Aber in der Grammatik etc. vorarbeiten ist falscher Ehrgeiz und völlig unnötig. Sie lernt es doch sowieso irgendwann.

LG
Lotta

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Hallo,

natürlich muss man auch die Fähigkeit besitzen. Aber ich denke, man muss nicht selbst unbedingt Muttersprachler/-in sein. Das sind ja auch sehr viele Lehrer und Lehrerinnen in den Schulen nicht. Die TE schreibt doch auch, dass sie Filme/Youtube im (englischen) Original schauen. Rosetta Stone kenne ich persönlich nicht, nehme aber an, dass die Vertonung auch von Muttersprachlern aufgenommen wurde. Das finde ich sehr wichtig und kann meiner Meinung nach ausgleichen, so dass die Kinder eine gute bis sehr gute Aussprache entwickeln können - wenn auch nicht "perfekt".

Viele Grüße
H.

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Das ist auch richtig. Ich habe meine Kinder ebenfalls englische Serien schauen lassen, als sie noch kein Englisch in der Schule hatten. Ebenso schauen sie jetzt englische Filme oder lesen englische Bücher. Bei Spanisch und Französisch halte ich es ebenso. Das erachte ich als sinnvoll um in jungen Jahren eine Sprache zu erlernen. Ich schrieb ja auch, dass Sprachtalent gefördert werden muss. Im Gegensatz zur TE schreibst du, dass eine gute Aussprache gefördert werden muss. Bei der TE hört es sich anders an. Sie betont verdammt oft, wie gut ihre Kinder die Sprache durch ihre harte Arbeit gelernt haben. Anfangs dachte ich Hut ab. Sie hat den Kindern eine völlig fremde Sprache gelernt. Bis ich mich genauer über den Wettbewerb informiert habe. Der ganze Text der TE liest sich in meinen Augen, als würde sie auf Gedeih und Verderb versuchen, ihre Kinder dahin gehend voran zu treiben. Sie geht mit ihnen in Apps Grammatik durch. Als meine Kinder anfingen die ersten Serien zu verstehen oder die ersten Sätze zu sprechen, war Grammatik völlig nebensächlich. Es ging ums Verständnis und um das Verständigen. Lektion für Lektion Grammatik zu bimsen halte ich tatsächlich für sinnlos, da es in der Schule erklärt wird. Ein Kind, welches durch Filme und Bücher die Sprache erlernen, nehmen die Grammatik automatisch mit auf. Das ist wie im Deutschen. Das Kind kommt in die Schule und spricht als Muttersprachler fließend Deutsch. In der Regel grammatikalisch richtig. Im Laufe seiner Schulzeit lernt es die Grammatikregeln. Deshalb finde ich es sinnbefreit den Kindern vorweg die Grammatik beizubringen. Denn das würde ich wirklich dem Fachmann überlassen.

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Hallo,
toll, Glückwunsch an Deine Tochter!

Danke für den Bericht - das macht mir Mut, dass wir es richtig machen. Denn auch ich motiviere meine Tochter, Englisch zu lernen. Rosetta Stone gucke ich mir mal an, bisher habe ich ihr Duolingo gegeben. Das ist ja eher spielerisch und rein auf Vokabeln ausgelegt aber ich habe damit selbst gerne gelernt.

Wie der Beitrag über mir schrieb, würde ich meiner Tochter auch lieber eine Sprache beibringen, die sie in der Schule nicht lernt. Aber Englisch ist nun mal die Sprache, in der ich sicher bin.
Früher habe ich auch immer mit meinem deutschen Akzent argumentiert und dass ich den nicht an meine Tochter weitergeben will. Aber hey, alle Lehrer, bei denen sie noch Englischunterricht bekommen wird, haben auch einen deutschen Akzent, Muttersprachler gibt's in unseren Schulen kaum.
Ich habe das Glück, dass mir in englischsprachigen Ländern und von englischsprachigen Freunden oft bestätigt wurde, dass mein Englisch korrekt ist. Aber mit meiner Tochter würde ich mittlerweile auch ohne diese Bestätigung Sprachen lernen. Denn sie ist wahnsinnig interessiert und lernt neue Wörter schnell.

In Schweden erlebe ich regelmäßig, wie fit dort schon relativ kleine Kinder sind. Mit einer 5jährigen konnte ich mich ganz passabel auf Englisch verständigen. Mit anderen Worten: das Kind konnte mehr Englisch, als ich Schwedisch nach einem Jahr Selbststudium!

Ich selbst habe Englisch zuerst von meiner Oma gelernt. Und dann von ihren englischen Freundinnen, die hier mit ihren Männern stationiert waren. Ich denke, dieser frühe Beginn war mitverantwortlich dafür, dass ich die englische Sprache sehr intuitiv erfasse und mich in der Schule immer leicht getan habe. Und Erfolg in der Schule motiviert ja dann auch weiter!
Dieses Zeitfenster soll auch meine Tochter gerne nutzen - und das, was da im sog. Englischunterricht in der Grundschule gerade passiert, ist ja Blödsinn. Das Kind kennt jetzt alle Farben, alle Gegenstände ihres Ranzen und alle Kleidungsstücke - aber kann nicht einen einzigen Satz bilden oder sich vorstellen.

Also - Danke, dass du mir noch mal bestätigst, dass ich nicht verrückt oder überehrgeizig bin. Es ist toll, was die Kinder erreichen können, wenn sie motiviert sind.

Es ist die Aufgabe der Schule, die Kinder alle gleichzeitig zu motivieren und dann nach Schema F zu unterrichten. Und die meisten Lehrer machen das ganz gut.
Aber es ist unsere Aufgabe als Eltern, die besonderen Interessen und Begabungen unserer Kinder zu erkennen und zu fördern - und wenn es nur der richtige Input im richtigen Moment ist.

LG!

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Hallo #herzlich,

Dein Beitrag hat mir gut getan, danke!#herzlich

Bei meinem Sohn wusste ich noch nicht mal, dass er irgendwelche Begabung in Sprachen haben könnte. Er merkt sich leider nicht die Schreibweise der Vokalbel. Aber der erfasst die Sprache über die Melodie.

Erst durch das Lernen kam dieser Talent. Manchmal frage ich mich, wie viel Talente die Kinder haben und wir entdecken es nie.

Ich wünsche euch auf eurer Sprachreise viel Spaß#herzlich

#winke

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Ich bringe mir seit Jahren selber Sprachen bei. Eine hab ich an der Uni in 1 Jahr bis B2 gelernt. War das krasseste was ich jemals gemacht hat lerntechnisch. Und dann später mit C2 abgeschlossen.

Ich glaube, das wichtigste ist einfach, dass man die Sprache in seinen Alltag integriert und aktiv benutzt. Liest, schreibt, singt, denkt in der Sprache. Die Aussprache halte ich für trainierbar und keinen Grund eine Sprache nicht weiter zu geben. Die meisten Lehrer, die ich kenne haben ihrer Muttersprachen-Akzent und in Deutschland unterrichten an den Schulen meist Deutsche und selbst wenn die Muttersprache Englisch ist.....gibt es so viele Akzente im Englischen. Wer will sich da hinstellen und sagen, der ist der einzig richtige und die die falschen. Wenn ich nach Texas auswandere lohnt es sich wohl eher sich mit dem texanischen Akzent auseinander zu setzen. Wenn ich in ein Ministerium nach England arbeiten gehe, sollte ich mich mit dem britischen auseinander setzen. So ist das halt.

Klar kann man Kindern in 1:1 Situation statt 30:1 Situation effektiver Sprachen Nahe bringen. Natürlich verbessert sich ein Kind teils massiv, wenn es Zuhause unterstützt wird und diese Unterstützung annimmt. Klar ist das kein Privileg das Lehrern allein vorbehalten ist. Umsonst hören wir von den Lehrern doch nicht immer.... üben sie lesen mit ihrem Kind ...über sie Rechtschreibung....üben sie die Malfolgen. Dabei geht es um das Aufarbeiten individueller Defizite, die bei 30 Kids nicht aufgegangen werden können. Die Lehrer brauchen uns....besonders bei großen Klassen mit wenig individueller Förderung ...und wie Corona vielen gezeigt hat....wir auch die Lehrer ;).

Für mich sind das jedenfalls keine großartige neue Erkenntnisse. Umsonst stellt Pisa nicht jedes Jahr fest, dass in Deutschland viel steht und fällt mit dem Bildungshintergrund der Eltern.

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Ja, so ist es.

Ich hätte aber nie diesen Beitrag gestartet, wenn ich nicht hier dies Öfteren gelesen hätte:
Ich bin ja gebildet. Eigentlich wäre es vielleicht kein Problem aber ich bin der Meinung ein Kind muss eine Sprach perfekt lernen und auch perfekte Aussprache haben etc.

und da bin ich schlichtweg anderer Meinung.

wow, in einem Jahr bis B2. Respekt#klee

#winke

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Hallo,

ich denke auch, dass es riskant ist, den Kindern eine Sprache selbst beibringen zu wollen, die man nur halbwegs oder zu dreivierteln spricht.
Ich lese viel auf Englisch. Ich kann auch Texte verfassen, die verständlich und einigermaßen fehlerfrei sind, aber ich bin mir trotzdem öfter nicht ganz sicher, wenn die Kinder Fragen haben. Die sind in der 5. und 7. Klasse.

Ich habe auch schon Mütter mit gruseliger Aussprache ihre Kinder auf Englisch zutexten hören. Da will ich gar nicht wissen, was dabei raus kommt. #schwitz

Ich vermute, dass Deine Kinder, zumindest im Bereich Sprachen, hochbegabt sind.
Es gibt Leute, die Sprachen einfach so aufsaugen und irgendwann zig Sprachen sprechen, ohne dass sie wer weiß wieviel Mühe hinein gesteckt haben. Die hören das und wenden es an.

Bei Otto-Normal-Kind ist das nicht so. Für die ist es Arbeit, Sprachen zu lernen und meistens ist die Lust dazu schnell verflogen, sobald es anstrengend wird.
Unsere Kinder lernen z.B. nicht über Hörverständnis. Irgendwelche Filme, die sie nur halb verstehen, führen bei ihnen zu gar nichts, außer Frust.
Das spielerische Grundschulenglisch, wo die Lehrer die Kinder einfach mal zutexten, haben sie beide gehasst.
Beide können dem Fach erst etwas abgewinnen, seit es am Gymnasium klassisch systematisch unterrichtet wird.
Englisch wird übrigens weniger systematisch unterrichtet, als Französisch. Da gibt es mehr Ansätze, das freier zu vermitteln, ohne dass immer gleich die Vokabeln und die Grammatik mitgeliefert wird.
Interessanterweise mögen die meisten Kinder Französisch viel lieber als Englisch, zumindest in den ersten Jahren. (Die Schule hat bilinguale Klassen, wo in der 5 Englisch und Französisch startet.)
Das deutet für mich darauf hin, dass dieses spielerische einfach mal zutexten, den meisten Kindern nicht so sehr liegt.

Von daher denke ich, dass das Problem, dass Kinder wirklich privat eine Sprache lernen wollen und bereit sind, Zeit und Arbeit hinein zu investieren, eher selten auftritt.

Da reicht eine App, wie Duolingo, wo die Kinder ein bisschen mit der Sprache spielen können, und wenn sie keine Lust mehr haben, lassen sie es wieder bleiben.
Sollte das Kind trotzdem weiter lernen wollen, kann man irgendwo einen Kurs buchen.

Ich kenne aber kein einziges Kind, das privat eine Fremdsprache lernt oder gelernt hat, außer mehrsprachig erzogenen Kindern, wo die Eltern aus den entsprechenden Ländern kommen.

LG

Heike

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Hallo Heike,

ja, bei meiner Tochter würde ich schon sagen, dass sie außergewöhnlich begabt ist aber auch da war es ,,Arbeit´´. Wenn Kinder Leichtathletik trainieren, wird es Ihnen Spaß machen aber es wird eine harte Arbeit sein, dass sie auf eine bestimmte Zeit kommen.

Ich sehe es wichtig, wie man lernt. Mein Sohn akzeptiert Quizlet als eine Ergänzung für Rosetta Stone, weil er eben NICHT außergewöhliche Hochbegabung hat. Er kann es aber nachvollziehen, warum er es tut.

Es sind einzigartige wunderschöne Momente. Wenn wir am Tisch sitzen und ich sage meinem Mann etwas auf Englisch, damit es mein Sohn nicht versteht und er lächelt und sagt: Ah ja, so ist es oder versucht einen Witz zu machen.

Er steht noch ganz am Anfang und dennoch kann er so viel. Und er ist definitiv ein normales durchschnittliches Kind.

Ja, in einem stimmte ich Dir zu. Es muss gewisse Systhematik geben. Sonst sind die Kinder schnell überfordert. Darauf habe ich von Anfang an geachtet. Wenn bei Rosetta Stone neue Grammatik aufkam, habe ich es erklärt, wenn es notwendig war. Eins ist aber wunderschön:

Über eine Fremdsprache lernt man die eigene Sprache am besten kennen, weil man gezwungen ist zu reflektieren, wie es in der eigenen Sprache so ist.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Fähigkeit habe genau dies in den Kindern zu wecken und zu begleiten. Ich bin aber auch der Meinung, dies ist keine außergewöhnliche Begabung.
#winke

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' Kinder müssen keine perfekte Aussprache haben. Auch wenn sie mal Fehler machen, ist es nicht schlimm...'
Doch, es ist ein Problem, wenn sie es falsch lernen, ist es verdammt schwer, es wieder umzulernen.
Ward ihr denn mal in einem englisch sprechenden Land, wie sieht es mit 'echter' Anwendung aus?
Ich hab Abi gemacht in englisch, mehrere Sprachurlaube und trotzdem hab ich, als ich nach England gezogen bin, erstmal viel aufholen muessen.
Und wenn man selber eine Spache 'nur ok' spricht, ist mit dem Lehren und Fehler verbessern schwierig.
Nur mal so....

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Ich muss mich immer fragen, welche Motivation hinter meinen Bemühungen steckt!

Wenn für mich die Erfassung möglicher Welten ein Ziel ist, spielt es zunächst kaum Rolle. Umso mehr wenn ich dann eher auf das Erlernen einer Sprache verzichte und hoffe, die Schule macht es irgendwann schon. Da geht viel Zeit verloren, vollkommen unnötig. Die Kinder besitzen in diesem Alter Fähigkeiten, die danach schlichtweg verschütten gehen.
Wobei ich dazu sagen muss - Rosetta Stone achtet penibel auf Aussprache.
Dies hat zur Folge, dass die Englischlehrerin meiner Tochter lange vermutete, dass meine Tochter eine Muttersprachlerin ist.

Auch in der Schule, so wie ich es bis jetzt erlebt habe, achtet kein Schwein auf perfekte Aussprache.


#winke