Bitte sagt mir das es nicht nur mit so geht....

Hallo!

Bitte sagt mir das ich nicht die einzige bin der es so geht.

Die Kinder gestalten ein Plakat/Lapbook zur Buchvorstellung. (2 Klasse) .Stolz zog meine 9 jährige ein A3 Plakat akripisch klein zusammengefaltet aus dem Ranzen.
Ich sah nur Knicke,Falten,etwas eingerissenes Papier (Sie klebt etwas darüber) .
Dann hatten sie Klappfenster eingeklebt,wie die aussehen muss ich nicht beschreiben. Krumm,schief geschnitten und durch das falten sehen sie dementsprechend aus.

Im Mütterchat ging es hoch her . Einige lassen alles neu machen.

Ich hatte kurz überlegt.Aber dann sehe ich mein Kind. Sie sitzt da und beisst sich voller Konzentration auf die Zunge und schneidet. Es wird wellig nicht gerade. Kurzes Fluchen von ihr ,weil sie nicht auf Kante geklebt hat.

Es juckt mich in den Fingern Sie zu korrigieren. Dann denke ich mir. Es ist ihr Werk.

Ich verlasse den Raum und mache den Abwasch mich abzulenken und zu entspannen. Es fällt mir schwer.

Wieder fluchen von ihr ,ein Rechtschreibfehler.Sie hat es selbst gemerkt.

Im Mütter Chat geht es hoch her,wegen den Plakat. Fotos werden getauscht und Tipps und Tricks.
Zwischendrin eine Mail von der Lehrerin,das die Kinder länger Zeit haben aber das Plakat/ Lapbook in der Schule fertig machen. Da nichts in der Schule bleibt,tragen Sie das Ding jetzt jeden Tag hin und her.

Ich freue mich innerlich. Ich bin raus aus der Nummer.

Nur eins werde ich tun. Eine Mappe /Rolle kaufen,wo das Ding rein kann,damit es nicht wieder auf Minimalgrösse gefaltet wird.

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Was bin ich froh, dass die Grundschullehrerinnen solche Plakate nur in der Schule haben anfertigen lassen. Ich hab die immer erst gesehen als sie fertig waren.

(Und bei Zweitklässlern ist es für mich auch noch Job der Lehrerin, den Kindern zu sagen, dass Plakate falten nicht so optimal ist.)

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Ich würde es machen wie du: lass sie selber machen! Sie ist erst in der zweiten Klasse. Da muss es nicht perfekt sein.

Meine Tochter (1.Klasse) hat auch so ein Ding letzte Woche nach Hause gebracht. Sie haben es in der Schule gemacht. Es wurde im Schulranzen transportiert. Auch geknickt und aufgeklebte Bilder hängen raus.
Aber egal. Meine Tochter war stolz drauf : )

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Achja. Zum Glück bin ich in keinem Schulchat!
Hier werden lediglich wichtige Dinge per Email von den Elternvertretern verschickt, mehr nicht.

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Ich war auch jahrelang in keinem Schulchat meiner Kinder. Ja, die wichtigen Sachen kamen per Mail, aber wer entscheidet was wichtig ist?

Nachdem meine Kinder drei inoffizielle Klassentreffen verpasst haben, bin ich nun in einen solchen Chat eingezogen.

Ich habe ihn lautlos gestellt. Was da für eine Schei... geschrieben wird ist ja nicht zu glauben.

Ein Orden für dich, dass du dich raus hälst.

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Tja, da werden manche Muttis wieder zum Kind und meinen das müsste perfekt sein. Sie verwechseln es dass der Sinn dahinter nicht ist dass die Eltern das perfekte Plakat basteln, sondern dass die Kinder kreativ und nach ihren eigenen Vorstellungen basteln, schreiben usw.
Schade dass diesen Müttern und Vätern nicht bewusst ist wie sehr sie damit auch den Kindern schaden die wirklich selbst gearbeitet haben ohne Hilfe.

An unserer Grundschule wurden damals die Werke ,bei denen klar war dass es eigentlich die Werke der Eltern waren, wieder zurück gegeben mit der Bitte die Kinder doch selbst arbeiten zu lassen.

Da gab es mal das Projekt "Bau aus Zahnstochern und Eisstielen dein Traumhaus". Tja, manche Eltern haben die Lehrer für blöd gehalten glaub ich und es wurden zwei oder drei Werke abgegeben die mal so gar nicht nach Kind aussahen. Eher nach Architektenarbeit.

Du machst es richtig! Die Idee mit der Mappe ist toll!

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Vor Corona sind viele Schulen dazu übergegangen das komplett in der Schule machen zu lassen.

Zu Hause nur, wenn es nicht mit Note bewertet wurde.
a) damit sie keine Elternarbeit benoten müssen
b) damit die Eltern, die ihre Kinder machen lassen, keine Vorwürfe bekommen, die Kinder keine blden Kommentare bekommen
c) damit die Eltern, die vernüftig helfen (Material besorgen, zeigen wo man Gestaltungstipps findet, die Arbeit das Kind machen lassen, selbst aber mit Fragen zur Verfügung stehen), nicht noch mehr Arbeit haben. Mehr Arbeit als b) weniger Ergebnis als a)

Das Hin und Herschleppen ist natürlich Corona bedingt.
Da würde ich evtl. die Lehrerin fragen, wie das gehandhabt wird.
- Geht es nur darum, dass die Kinder das machen und inhaltlich einiges Lernen beim Tun, das (ansehnliche?) Ergebnis aber keine Rolle spielt, dann würde ich sie machen lassen

- ist der Lehrerin das ansehnliche Ergebnis wichtig, auch ohne Note, dann würde ich etwas mehr Aufwand investieren und nach einer wirklich guten Transportlösung für mein Kind überlegen. Einfach damit sie keinen Frust hat: viel angestrengt, kein Ergebnis und dann noch Anpfiff der Lehrerin, weil es nicht gut ist.

Meine war frustriert, wenn auf dem Transportweg etwas kaputt ging, wofür sie sich Mühe gab. Mir selbst war es als Kind nicht Unrecht (dann hat man nicht gesehen, dass ich mir schon beim Machen keine Mühe gab).

- auch ohne das Gespräch zu suchen: bessere Transportmöglichkeit würde ich auf Grund der aktuellen Situation schon überlegen.

Eigentlich würde ich nur das Gespräch suchen, wenn es Tendenzen gibt, wenn erwartet wird, dass es trotzdem sehr gut wird.
Nimmt die Lehrerin Transportschäden in Kauf und sagt nichts (sofern du da mit deiner Tochter eine Lösung findest), wäre das ok.

Was die anderen Mütter machen, wäre mir relativ egal. So lange die Lehrerin die Messlatte nicht an der Eltern(mit)arbeit fest macht, sondern an dem, was die Kinder selbst können. Damit meine ich weniger die Noten, sondern mehr das Zwischenmenschliche "das Plakat von xy sieht soooo toll aus, du hättest dir wirklich mehr Mühe geben können" wenn Elternarbeit mit eigenem Tun verglichen wird, in einem Ton, der unangenehm unter die Haut geht.


Unabhängig von Schule: hat deine Tochter Interesse daran zu basteln?
Wenn ja, gerne mal was in die Hand geben, was sie ausschneiden darf.

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Vollkommen richtig (uns sehr cool geschrieben ;-) )

Es ist nur ein Plakat!!

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Du machst das richtig!

So wurde es hier auch gehandhabt. Klar ärgerten sich meine Kinder teilweise, wenn Mitschüler mit ganz tollen Arbeiten in die Schule kamen, die sie aber eindeutig nicht selber gemacht hatten, aber ich habe ihnen immer damit getröstet, dass die Lehrer nicht blöd sind und sie sehr wohl merken, welche Arbeiten ehrlich von den Kindern erledigt wurden.

Ich finde es am Besten, wenn solche Arbeiten ausschließlich in der Schule gemacht werden.

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Es scheint, Mütter von heute haben ihre eigene Kindheit vergessen. Auch sie waren mal Kinder. Auch sie mussten schneiden und kleben lernen - und zu ihrem Glück, waren ihre eigenen Eltern nicht der Meinung, sie können alles besser und haben die Arbeiten gleich selbst gemacht.

Du kannst deinem Kind helfen bei der Aufgabe, indem du ihm beim üben hilfst. Lass dein Kind zu Hause kleben und schneiden. Warum nicht schon das nächste Geburtstagsgeschenk basteln?

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Oder auch nicht;-).
Meine Mutter fand immer, dass sie besser Aufsätze schreiben kann als ich und hat sie mir diktiert. Ich hab mich nicht gewehrt, weil es eh nichts bringt, mit ihr rumzustreiten und weil ich außerdem auch etwas faul war.
Aber weil ich mich dran erinnere, lass ich die Kinder das lieber selbst machen.

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Oh ja, da erinnere ich mich auch gern zurück.
Handarbeitshausazfgaben hat meine Mutter für mich erledigt. War nicht mein Ding.

Dafür hab ich meiner Tochter in der 1.Klasse manchmal beim Malen geholfen. Fast zu jeder Hü gab's oft mehrere Ausmalbilder.
Sie konnte gut und schön selbst malen, allerdings ist sie in diesem Bereich eine Perfektionistin und hat ewig gebraucht.
Hätte ich nicht mitgemalt wären wir wohl ein Schuljahr lang nachmittags nicht mehr raus gekommen.
Hätte sie Defizite beim Malen gehabt, hätte ich natürlich nicht geholfen, aber so wars mir egal. Hat auch keiner gemerkt. Bin wohl gut im Fälschen😂

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Hallo,

ja, das kenne ich auch von unserem Sohn (10, 5. Klasse). ;-)

Unsere Tochter hat so etwas immer noch ansehnlich hinbekommen, aber der Kleine hat eine sehr krakelige Schrift und wenig Verständnis, warum man Dinge nicht krumm und schief oder alles in eine Ecke kleben kleben oder ein kleines Bildchen mitten auf ein großes Plakat malen sollte.

Ich frage dann schonmal, ob er das nicht lieber so und so anders machen will. Meistens will er nicht und dann ist es sein Problem.

Die unentspannten Mütter kenne ich ebenfalls. Ich wette, an der Grundschule sind bei solchen Aufgaben ca. die Hälfte der Plakate von den Müttern, die die Arbeiten ihrer Kinder nicht ertragen können.
Ich bin und war in keinem Klassenchat, unter anderem, weil mir der Perfektionismus solcher Mütter auf die Nerven geht.

Die Kinder lernen doch nichts, wenn die Eltern ihnen alles abnehmen.

LG

Heike

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Hallo,
ich würde sie auch machen lassen, auch wenn ich die Krise dabei bekommen würde.Unser Sohn musste jetzt auch für Kunst ein Plakat erstellen und für Textil etwas häkeln.
Das Plakat habe ich besorgt, als ich sowieso in der Stadt war. Den Rest hat er selber gemacht, wo er sich unsicher war z.B. wegen der Aufteilung, hat er gefragt, meine Meinung dazu bekommen und entweder seine oder meine Idee umgesetzt (alleine!). Da ich aber auch Bastellegastheniker bin, würde es wohl kaum auffallen, ob unser Sohn oder ich das gemacht haben #rofl.
Dann mussten sie noch häkeln, kann ich selbst nicht, GsD wohnt meine Mutter eine Etage tiefer und hat unserem Sohn gezeigt, wie es geht. Er hat manchen Nachmittag unten verbracht, erst mit viel Fluchen und Schimpfen und Häkelsachen in die Ecke schmeißen, aber dennoch eifrig dabei. Wenn er nicht weiterkam, und nur dann, hat Oma geholfen. Irgendwannsagte meine Mutter zu mir: Jetzt kann er es...häkeln und quatschen klappt jetzt gleichzeitg!
Wie gesagt, er hat ganze Nachmittage dafür bei ihr verbracht und dann liest man in der Elterngruppe, dass die Schwestern, Omas oder Tanten beauftragt wurden, für das Kind zu häkeln. Da bekommt man echt innerlich die Wut. Dann lieber alleine machen lassen und es sieht halt aus, wie es aussieht.
Ich finde das nie ideal, wenn solche Sachen zu hause gemacht werden sollen. Da wird es immer Ungerechtigkeiten geben.
LG
Elsa01

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Natürlich kann man Hilfestellung geben.

Im Chat liest sich das :

"Ich habe nochmal alles neu gekauft und ausgeschnitten" Mit ICH meint die Mutter sich.

"ICH habe meinen Sohn alles am Computer zusammengefasst" Bei der Zusammenfassung helfen,klar aber für das Kind schreiben? In der zweiten Klasse?

"Ich habe nochmal alles nur geklebt,mein Kind kann das nicht" Ja,wie auch? Man könnte ja sagen..."Klebe bitte nach,sonst fällt es ab" ...

" Ich müsste die Bilder nochmal malen. Der Hund sah aus wie ein Luftballon mit Beinen"

Und so zieht sich das wie ein roter Faden.

Klar meine Tochter kommt auch und fragt ob das so und so geht. Oder ob anders besser. Ich kann ihr einen Rat geben aber machen muss sie selbst. Zum Beispiel ist sie mit dem Blaupapier verrutscht beim abzeichnen. Nun hat ihr Baum eine Falte und die Blätter vom Baum sehen aus wie angeknabberte Salatblätter.

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Das ist echt gruselig.

Kein Wunder, dass die Lehrer durchdrehen, wenn die Eltern die Aufgaben der Kinder machen.

Also das habe ich auch nie gemacht. Und diese Chats habe ich mir nie angesehen.
Hilfestellung, okay, wenn das Kind fragt oder ein Problem hat, dann kann man Tipps geben.

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