Geburtstag der Lehrerin und ein Haufen desinteressierter Eltern

ihr lieben,
wir brauchen erfahrene schulkind-mama-meinungen :-)


wir haben in unserer 1. klasse eine ganz liebe klassenlehrerin.
diese feiert jeden einzelnen kindergeburtstag in der klasse auf eine wirklich schöne art und weise.

nun hat sie in 9 tagen geburtstag. die elternsprecherin hat die eltern per rundmail vor einer woche angeschrieben, ob die kinder nicht eine winzige kleinigkeit zusammen für die lehrerin vorbereiten könnten (es war die idee der kinder, die auf dem geburtstagskalender sahen dass ihre lehrerin geburtstag hat und sie ihr gerne eine freude machen möchten).

die rundmail war die erste bislang...es gibt auch keine whatsap gruppe (haben wir uns beim elternabend einstimmig dagegen entschieden), es gab also bislang keinen kontakt und es werden auch keine nervigen, ellenlange diskussionen geführt.

die resonanz war zum heulen - von 23 eltern antworteten 5.

was nun?
bringt jedes einzelne kind, das was mitbringen will, einfach was mit?

oder die eltern nochmal einzeln anschreiben?

ist das bei euch auch so, dass die kommunikation so zäh ist?

die 5, die geantwortet haben, waren uebrigens wir 4, die wir uns schon lange vom kiga kennen, und ein einziger anderer elternteil.

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Ich hasse offene Fragen seitens der Elternvertreter. Antworte ich auch selten drauf.

Klare "Arbeitsaufträge" erfülle ich gerne: Liebe Eltern, Xy hacDienstag Geburtstag. Bitte gebt euren Kindern eine Schnittblume mit, damit ein bunter Strauß entsteht."

Alternativ sammelt halt 2 Euro ein: die Kids geben das Geld dem Kind des Elternvertreters in einem mit Namen beschrifteten Umschlag.

Basisdemokratie auf digitalem Weg lehne ich strikt ab, frisst Zeit und Energie.

Also: Keep it simple. Nicht jeder hat den Nerv, sich Gedanken über eine liebevolle Gestaltung des Geburtstages der Klassenlehrerin zu machen und den aktiv mitzugestalten. Das hat wenig mit Desinteresse zu tun, ist einfach oft zeitlich nicht drin.

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Gute Idee. Wenn irgendjemand dagegen ist oder eine bessere Idee hat wird er sich dann schon melden aber in der Regel sind die Leute froh wenn ein anderer das Denken und Organisieren übernimmt und sie nicht viel machen müssen.
Übrigens kenne ich es aus meiner Schulzeit gar nicht, dass den Lehrern etwas geschenkt wurde, die meisten haben ihren Geburtstag auch für sich behalten. Vielleicht haben da viele ähnliche Erfahrungen gemacht und sind jetzt einfach etwas verwirrt.

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danke ,das ist ein interesanter aspekt, den wir, die das voranteriben wollten, nciht bedacht haben.

wir sind alle schulneulinge :-D

aber wer entscheidet dann? die elternvertreter?
oder die untereinander, von denen man weiss, dass sie sich gene kümmern?

bleibt aber nach wie vor ein restfünkchen unverständnis meinerseits.

in mail 2 wurde eine sehr schöne idee vorgeschlagen, einfach und stressfrei umsetzbar. da wäre ein "finde ich klasse, wir sind dabei" nicht allzu viel aufwand pro elternteil gewesen

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Das ist wirklich sehr wenig Resonanz, echt traurig. Ich würde alle interessierten Kinder zu Hause etwas gestalten lassen. Einen schönen Brief mit guten Wünschen etc. Die Briefe bringen die Kinder dann mit und überreichen sie der Lehrerin. Wäre es die Mehrheit der Eltern, die sich gemeldet hätte, hätte ich mir die Mühe gemacht und den Rest einzeln angesprochen, aber bei so wenig Resonanz wäre mir das zu doof... Eventuell könntet ihr 5 Eltern auch zusammenlegen und einen kleinen Blumenstrauß besorgen. Auf die Karte schreibt ihr dann eben nur die Namen eurer Kinder.

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Das ist natürlich blöd.

Bei uns wird bewusst nicht bekannt gegeben, wann eine Lehrerin Geburtstag hat. Es soll sich niemand verpflichtet fühlen von den Eltern oder Kindern oder gar Geld eingesammelt werden,damit niemand benachteiligt wird.

Zum Schuljahresanfang sammelt der Elternsprecher 2 Euro von jeden Elternteil ein,da wird nur zum Schuljahresende eine Kleinigkeit gekauft,da bei uns Lehrer nur etwas im geringen Wert annehmen dürfen. Wenn ein Kind etwas basteln möchte,darf es das im privaten Rahmen aber muss nicht.


Was waren den eure Vorstellungen, was die Kinder /Eltern machen möchten? Gab es schon Vorschläge von eurer Seite? Habt ihr einmal direkt die Eltern angesprochen? Vielleicht gehen sie davon aus ,das der Elternsprecher sich kümmert. Habt ihr explizit um Rückmeldung gebeten?

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Sowas funktioniert nur wenn jemand sagt was gemacht wird. Also jedes Kind bastelt eine Schneeflocke, bringt eine Schnittblume mit ... dann sind es zwar auch nicht alle die was mitbringen aber immerhin viele.

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Oh , das kenne ich

Mir war das Gelaber auch immer zu doof.

Ich habe dann Blumen gekauft, bin zur Schule gegangen und habe jedem Kind aus der Klasse eine für die Lehrerin in die Hand gedrückt.

Das war auch gut so, wer wollte konnte mir Geld geben. Ich habe nie was bekommen. Aber das war mir egal. Ich finde, man kann so zufrieden sein, wenn das Kind eine gute Lehrerin hat, dann darf es auch mal 20 Euro wert sein. Einfach als persönliche Wertschätzung.

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Also sicherlich müsste man einer Lehrerin nicht immer was schenken, hier finde ich es aber auch ne super liebe Idee. Gerade wenn sich die Lehrerin hier auch immer soviel Mühe gibt. Da finde ich es ne tolle Geste. Leider spricht die Reaktion eurer Eltern wieder dafür das man gerne nimmt aber wenig zurückgeben will.

Ela

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Kenne ich auch.
Die Eltern, die nie geantwortet haben, waren immer diejenigen die fein raus waren mit ihrer Ignoranz.
Motto: Melde ich mich nicht, muss ich mich auch nicht kümmern. Hauptsache andere tun das.

Zum Kotzen diese Mentalität.
Aber meistens sind das die Eltern, mit denen ich auch privat nix anzufangen wusste.
Manche Menschen sind halt so. Da machst nix. ABHAKEN!

Tipp: klare Anweisung "Bitte bis dann und dann dies und jenes basteln und hier oder dort abgeben".
und bloß nichts mit Geld einsammeln anfangen. Denn genau von diesen besagten Eltern wirst Du weder Geld noch Dankbarkeit bekommen.

LG

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Da kann ich nur beipflichten. Während der "Ss" oder in der Babyzeit sich Gedanken um jeden Fu... machen, aber mal eine IDEE für eine kleine Anerkennung an gute Pädagogen, die das Kind in den wichtigsten Jahren täglich begleiten. Nö.

TE: Dieselbe Erfahrung gemacht. Die Leute wollen Lösungen auf dem Silbertablett und keine offenen Fragen. Das ist bereits too much. Stattdessen Richtung angeben, Direktive verteilen, auf nette Weise (wichtig!) und so richtig undemokratisch. Du bist der Hirte und der Rest die Schafherde 😄.

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"und bloß nichts mit Geld einsammeln anfangen. Denn genau von diesen besagten Eltern wirst Du weder Geld noch Dankbarkeit bekommen. "

Ich hätte jetzt gesagt "bloß nicht basteln".
Einen Euro mitgeben geht ja noch und tut keinem weh (wobei man bedenken muss, dass viele Eltern mehrere Kinder haben und da nicht nur die Klassenlehrer sondern auch der Flötenlehrer, Fußballtrainer, Babysitter usw eine Kleineigkeit bekommen. Also wirklich bloß ein Euro).
Basteln ist da schon wieder mit viel Aufwand verbunden und macht auch nicht jedem Kind, jedem Elternteil Spaß.

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Klingt für mich völlig normal.

Nur zur Ergänzung zu dem was schon gesagt wurde: Ich würde nicht jedes Kind über die Eltern bitten, etwas vorzubereiten.

Die Kinder, deren Eltern es nicht interessiert, oder deren Eltern keine Zeit haben, keine Möglichkeit haben - wie auch immer - stehen dann blöd daneben, wenn die anderen etwas überreichen, obwohl sie der Lehrerin vielleicht auch gerne etwas gegeben hätten. Sie wussten es aber nicht, ihnen hat niemand geholfen oder ähnliches.

Die Idee mit der Blume für jedes Kind, die oben genannte wurde oder ein gemeinsam übergebenen Blumenstrauß, vielleicht mit einem gesungenen Lied, das alle Kinder kennen, fände ich da weitaus besser.

VG Isa

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Das mit der Blume klingt toll !

Viel einzelnes, ergibt ein Ganzes :-)
Eine tolle Geste
und es ist nicht das vielste Kunstwerk, bei dem man dann nicht weiß wohin.

Dennoch blüht es auf und zeigt sehr viel :-)

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Kamen alle E-Mails an?
Wie oft wird reingesehen?
Viele nutzen gern zweit und dritt-E-Mails, Spampostfächer oder ähnliches.

Für das Corona-Honeschooling wurde noch mal geprüft, dass wirklich alle Eltern EMails erhalten. Es wurde darum gebeten, dass die Klassenlehrerin eine täglich besuchte Mailadresse bekommt.

Außer zum Corona-Homeschooling (Resonanz gut), lief es über Mail ähnlich wie bei euch.

Besser funktioniert haben bei uns in der Grundschule Zettel, mit Rückgabe bis.
Dann wussten auch die Kinder bescheid, konnten Eltern erinnern.
Und dann auch keine allgemeinen Fragen, sondern konkret zum ankreuzen oder eintragen.


Wie wäre es, wenn die Kinder ein Lied lernen oder Happy Birthday singen?
So Bastelaktionen müssen ja meist von den Eltern doch auch begleitet werden.
Zum Schuljahresende hin, sind viele darauf eingestellt. Mitten im Schuljahr schwieriger.
Wer größere Schulkinder hat, stöhnt bei uns zwischen Mitte November und einen Tag vor Weihnachtsferien über Dauerklassenarbeiten, tägliches abfragen und Hausaufgabenüberwachung neben Klassenarbeitsfrust.


Daher würde ich es etwas einfacher, aber weniger liebevoll gestalten.
Gibt es ein Geburtstagslied oder Lied aus dem Schulunterricht, das die Kinder kennen?
Das könnten sie dann gemeinsam der Lehrerin vorsingen.

Es ist persönlich , weniger Elternarbeit. Sofern es ein bekanntes Lied ist, das (fast) alle kennen.

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hier herrscht ingverbot wegen cornonA:-[


abgesehen davon ,auch für so einen "plan" müsste man sich irgendwie zusammentun und kommunizieren. wenn 18 eltern sich nciht melden, ist also auch das nicht machbar.

:-(

die elternsprecherin hat nun kapituliert und wir sind nun gelandet bei "jedes kind bringt mit, was es will" #zitter

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singverbot wegen corona soll das heissen #winke

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