Onlinespiele wie Roblox... ja oder nein?

Moin! Meine Tochter ist 10 Jahre und spricht jetzt öfter das Thema "Spiele" an. Wie ist das bei euch? Was haltet ihr von Roblox und anderen Onlinespielen? Oder vielleicht Konsole? Wo liegen Unterschiede? Welche Spiele spielen Eure Kinder in dem Alter und was habt ihr für Erfahrungen gemacht? LG

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Hallo

mein Sohn ist 9,5 Jahre alt und spielt auch Roblox. Allerdings haben wir ihm erklärt das er da nix kaufen darf. Es gab da nämlich eine böse Überraschung als mein Mann was abgebucht bekam. Zum Glück haben wir es gleich gesehen und erkannt woher das kam. Bei dem Spiel treffen sich einige Klassenkameraden um da auch zu spielen. Gerade in der Zeit findet mein Sohn das natürlich gut. Ansonsten haben wir uns gemeinsam eine Nintendo Switch angeschafft. Da spielen wir alle z.B Minigolf, er Mario Kart mit einem Freund wenn er da ist (im Moment aber alleine). Wir spielen aber auch noch andere Gesellschaftspiele am Tisch. Wenn alles an Aufgaben im Haushalt erledigt ist und auch für die Schule sehe ich darin kein Problem solange die Kinder auch noch andere Interessen haben.

LG Hexe12-17

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ich versuche diese ganzen Online-Spiele weg zu Diskutieren, bis heute (der große ist 13), -ganz einfach, weil diese Spiele psychologisch nur auf kaufen-kaufen-kaufen ausgelegt sind... -- unsere Kindersicherung verhindert dass, - aber ab einem gewissen punkt kommt man einfach nicht weiter und es ist auch so konzpiert, dass man ohne kaufen nicht erfolgreicher wird oder das nächste Level nicht schafft...... und außerdem haben ja alle anderen mitspielen an Weihanchten auch alle die Weihnachtsmütze für 2,50 Euro auf... sind ja nur 2,50 Euro ... usw usf...... -- vermutlich wäre das nächste dann die Mega Überraschung im Osterei, die man sonst niiiiiiiirgends wo kriegt und die man uuuuuuuuuuuuunbedingt braucht ... usw....

-- und diesen Dauerstress mit ihm, weil ich das Kaufen abgelehnt habe und nur noch am Diskutieren war, ging mir sowas auf die Nerven, dass wir das inzwischen so gut wie wir können, zu vermeiden versuchen.

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Hallo

unsere Tochter 10 spielt Roblox. Sie wollte auch mal etwas gekauft haben.. Spielte aber bisher ohne. Hatte zum Nicolaus mal eine Robloxkarte bekommen wobei sie die aber noch nicht wirklich verbraucht hat. Das Spiel hat bei Kindern Suchtfaktor. Sie ist zwar viel draußen aber wenn sie mal keinen hat muß ich sie schon bremsen.

sonst haben wir eine Switch die sich aber fast Tot steht

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Wir haben die Switch. Wir spielen da hauptsächlich mit den Kindern (8 und 10) zusammen. Wir spielen aber auch selbst gerne. Bis jetzt spielen wir Mario Kart, Mario Party und Zelda. Ansonsten interessieren sie sich noch für die Super Mario Spiele etc. Anfangs waren wir skeptisch. Aber sie machen ohne wenn und aber aus, es gibt kein Streit, keine Probleme und sie gehen gerne viel raus. So lange das noch so gut funktioniert haben sie freie Hand.

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Meine Tochter ist noch jünger (8), aber sie hat im Frühjahr ein Smartphone bekommen und hat sich eine Weile durch unterschiedlichste (kostenlose) Spiele getestet.

Vorher durfte sie auf unseren spielen, mit uns zusammen. Und es gab so ab 6 Jahre ein Ritual, wir haben gekuschelt und ich gedaddelt dabei, sie durfte aktiv mitmachen (Township) und hat nebenbei ganz viel über die Daddelei und ihre Tücken (in-App-Käufe) gelernt. Ich habe nie kategorisch Käufe ausgeschlossen, aber ihr vorgelebt und gezeigt, das da nicht alles so brauchbar ist, wie es klingt. Und auch wie das Spielen in einer Gruppe läuft "Oh, der hat mir immer geholfen, dem helfe ich auch." oder "Boh, der will immer nur Hilfe und hilft selber nie." Und das man meistens nur Geduld braucht, um weiterzukommen. Sie weiß genau, das sie nach einer gewissen Zeit einfach eine Auszeit braucht, weil ihr "Gehirn matschig" geworden ist. Das sagt sie auch ganz offen. Bevor ich jetzt einen Roman schreibe, ich denke du weißt wo ich drauf hinaus wollte.

Sie wollte zuerst eine Switch, hat sich das Geld selber dafür zusammengespart. Dann hat sie festgestellt, das ja jedes Spiel dafür so teuer ist und fand das total blöd. Sie hat jetzt mit dem Smartphone schon oft gesagt, das sie froh ist ein Spiel kostenlos testen zu können und nicht gleich das Geld dafür ausgegeben musste, nämlich dann wenn sie es doch doof fand.
Aktuell spielt sie MInecraft und wollte jetzt das erste Mal eine Erweiterung haben. Der ältere Bruder ihrer Freundin hat sie darauf gebracht. Da sie uns plausibel erklären konnte, was es mit der Erweiterung auf sich hat, hat der "Nikolaus" ihr diese gebracht.
Sie selber kann keine Käufe tätigen und spielt auch noch nicht online in einer Gruppe. Das wird aber kommen und wir werden es nicht verbieten, aber dann natürlich wieder mehr darauf schauen, ob es funktioniert.

Aber alles was sie macht, sei es auf dem Smartphone oder auch mit ihrer Alexa, wird von meinem Mann im Hintergrund kontrolliert. Da bekomme ich dann schon mal Nachrichten wie "Na kommt dir Lied xy schon zu den Ohren raus? Läuft ja jetzt das 12. mal." oder "Hey, schleich dich mal an, sie lässt sich von Alexa bei Mathe "helfen"." (Das gab richtig Ärger.) Was ich damit sagen will, sie ist sich der Kontrolle nicht bewußt, wir machen es aber intensiv.

Ich muß jetzt egstehen, der Nerd bei uns ist mein Mann, ohne ihn und sein Wissen wären wir hier nicht so weit. An mir persönlich geht das Thema ziemlich vorbei. Und das ist eigentlich der Rat den ich habe, bevor ich das Daddeln verteufel, weil ich da keine Ahnung von habe, suche ich mir einen Nerd (ich denke jeder kennt einen) und laß mir helfen. Sei es bei den Sicherheitseinstellungen oder bei den Spielen selber. Nichts ist unglaubwürdiger und verleitet die Kinder mehr zu heimlichen/verbotenen Aktionen als die Unwissenheit (und die daraus resultierende grundsätzliche Verteufelung der Spiele) der Eltern.

Roblox findet unsere übrigens langweilig, geht es jetzt aber um das gemeinsame Daddeln mit Freunden würde das Spiel eine ganz andere Bedeutung bekommen. Im Grunde haben wir (also eher mein Mann#schein) sie in den letzten Jahren schon auf die ganze Technik vorbereitet. Mittlerweile programmieren sie kleine Roboter, sie führt eigenständig eine Excel Tabelle über ihre Ersparnisse udn vieles mehr. Sie hat eindeutig das Nerd-Gen geerbt und ich bin froh, das mein Mann sie darin so unterstützt, anleiten und begleiten kann.
Ich denke wir haben da eine gute Basis geschaffen, für die Dinge, die da noch kommen....und sie werden kommen, das ist sicher.

Wie oft lese ich hier, das Kinder das alles nicht brauchen. Das ist doch der völlig falsche Ansatz, denn unsere Kinder werden in einer digitalen Welt aufwachsen. Als ich in ihrem Alter war, da hatte ich 20Pfennig in der Tasche um meine Mutter von einem der zig Telefonzellen erreichen zu können....meine Tochter hat eine Smartwatch, damit sie uns erreichen kann, wenn etwas ist. Sie und auch ich konnten somit unsere Eigenständigkeit und den Bewegunsgradius erweitern, jeder auf seine Art.

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Hallo!
Mein Sohn 9j darf es während des Lockdowns gerne (zeitlich begrenzt) spielen. Ich find es schön, dass er sich wenigsten so mit seinen Freunden "treffen" kann und sie etwas gemeinsam machen können. Sie tauschen sich auch aus und plaudern dabei...
lg minitouch

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https://www.spieleratgeber-nrw.de/Roblox.5561.de.1.html

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Ich würde sagen JEIN. Wenn dein Kind schlecht von Dingen Abstand nehmen kann die andere aber haben und der Umgang mit Geld und Werten bei diesem Kind ein Problem ist. Wenn es dazu neigt, die Konsole nicht selber aus der Hand zu legen, wenn man es darum bittet, weil es diesen Reiz immer weiter zu spielen nicht gut kontrollieren kann, dann würde ich eher mit anderen Spielen anfangen, die in sich geschlossen sind, einmal gekauft werden und wo man nichts im Spiel zusätzlich kaufen muss.

Roblox ist ein Free to Play Browser Spiel, d.h. ja man kann es online kostenlos spielen, aber die richtigen coolen Sachen und Erfolge bekommt man nur entweder durch Beharrlichkeit mit kleinen Erfolgen über einen laaaaaangen Zeitraum, schneller durch häufiges online gehen und Fortschritte erzocken oder Echtgeldeinsatz.

Wenn es für dein Kind okay ist und ihr darüber sprecht, dass es sich nicht mit diesen zumeist älteren Spielern messen kann, ihr darauf achtet dass keine Verbindungen zu Konten hinterlegt sind, sodass das Kind selber Käufe tätigen könnte, ihr die Zeit im Blick habt und es im Bilde darüber ist, dass die Spielemacher Geld machen wollen und deswegen bewusst immer dieser Reiz gesetzt wird, komm häufiger online, verbrate dein Geld, und es sich davon aber auch ohne Streiterei distanzieren kann, dann ist Roblox für das Alter thematisch ein nettes Game, Tiere sammeln und tauschen, Mottomodenschauen, Achterbahnen, Parcourkletterwelten und alles in Minecraft Legomännchen Optik. Bei uns ab Klasse 3 aufwärts in den Schulklassen das Trendspiel.


Ja, auch meine Kinder spielen ab und an Roblox, man muss aber dazu sagen, dass sie aus einem Technikerhaushalt kommen und schon Recht früh Vorträge am Küchentisch dazu bekommen haben, was man im Netz tun darf und was nicht, was Werbebanner sind, das man Leuten online keine sensiblen Daten gibt und sie sind halt beide ziemlich vernünftig und keine Suchtis. Wenn sie dann nachdem sie alles fertig gemacht haben für die Schule oder im Haushalt oder für ihre Hobbys, den Sport, die Tiere und die Instrumente und sie dann Mal hier und dann ne halbe Stunde oder ein Stündchen zocken, kann ich mich darauf verlassen, dass sie vernünftig dabei bleiben. Bei anderen Kindern ist diese Medienreife vielleicht noch nicht so da. Das kannst am Ende nur du wissen.