Einschulen??

Hallo, stehen gerade vor der Entscheidung unsere Tochter einzuschulen im September.
Sie ist ein August Kind und wir könnten sie ein Jahr zurückstellen lassen.

Eigentlich wäre sie soweit, doch haben wir bedenken mit der derzeitigen Corona Situation. Ob es wohl nächstes Jahr wieder so sein wird.

Wie würdet ihr entscheiden habt ihr Erfahrungen wie es mit Erstklässlern im Homescooling klappt?

Ich weiß die Entscheidung müssen wir am Ende treffen, doch würde ich mich sehr über eine Empfehlung von euch freuen

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Unsere Sohn wurde letztes Jahr eingeschult. Das was wir ihm erklären oder die Lernvideos versteht er und kann er auch umsetzen. Wie lange er für die Aufgaben braucht ist unterschiedlich manchmal ca 1 Std, manchmal 6 Std🙈 der hat dann einfach eine Lust, alles andere ist interessanter.

Die Frage ist, wird ihr ein Jahr länger in der Kita/zu Hause gut tun? Unser Sohn hat sich das letzte Jahr total gelangweilt in der Kita. Wir haben es betreut, das wir ihn nicht früher eingeschult haben.

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Wow, eure Grundschule bietet Lernvideos an?
Echt gut. Wir kriegen nur Aufgabenblätter und Vorschläge für die Anton App.

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Wir bekommen links für YouTube und die Lehrerin nimmt Videos auf, die wir per WhatsApp bekommen

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Ich würde es einzig und alleine von der Schulreife abhängig machen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass im September immernoch Homeschooling bei den Grundschülern gemacht wird.

Habe ein 2.Klässler Kind, das jetzt gefühlt mehr zu Hause als in der Schule war. Es ist nicht einfach, wenn man nebenher noch arbeitet und Lehrer spielen muss.
Aber es geht schon irgendwie.

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Hallo,

ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es im nächsten Winter noch mal Homeschooling geben wird - und ich lag mit meiner Prognose für diesen Winter bisher ziemlich richtig.

Ich finde eine Einschulung mit 7 spät, wenn das Kind mit fast 6 schon schulreif ist.
Aber ich würde es evtl vom Kindergarten abhängig machen.

Unsere Tochter ist jetzt im 1.Schuljahr. Sie ist kognitiv sehr fit, kann schon einigermaßen lesen und rechnet mit ihrer großen Schwester um die Wette.
Sie ist aber auch noch sehr verspielt - und das ist im Homeschooling eine Katastrophe.
Wir kriegen es jetzt nach 2 Wochen ganz gut hin - aber ich habe in der Zeit auch fast nix gearbeitet. So nebenher, auch mal 45 selbstständig arbeiten, das ginge noch nicht.

Dazu kommt: sie hatte eine tolle Kindergartengruppe. Die vermisst sie total und leider konnte sie die auch gar nicht mal besuchen, wie es für andere Jahrgänge üblich war. Und je weniger sie in der Schule ist, desto mehr ist sie in Gedanken im Kindergarten.

Andererseits: wäre sie nicht eingeschult worden, könnte sie wohl noch nicht lesen. Und das ist ihr so leicht gefallen, das war definitiv dran...

Wir hatten keine Wahl und das war sicher gut so. Mir tut meine Tochter manchmal leid, weil der Schulstart wirklich schwierig ist. Aber ein weiteres Jahr Kindergarten wäre für uns (!) keine Lösung gewesen.

Übrigens würde ich mit Bedenken, ob sie mit Freunden zusammen eingeschult würde. Wenn du weitere Lockdowns befürchtest ist es ein ziemlicher Unterschied, ob das Kind einen besten Freund hat, mit dem es sich treffen will und darf oder ob lauter neue Kontakte entstanden sind.
Aber wie gesagt: im nächsten Winter noch Mal - das glaube ich eigentlich nicht. Aber ich kann mich irren...

LG!

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Wieso könnte sie nicht lesen, wenn sie nicht eingeschult worden wäre?

Lesen hat mein Kind an einem Nachmittag zuhause gelernt, weil es halt einfach dran war. 🤷

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Oh, toll, ein Kind, das an einem Nachmittag lesen lernt! Wie Fahrrad fahren, ist ja toll.

Bei meinen Kindern war lesen lernen immer ein Prozeß, der mit der Kenntnis der Buchstaben anfing und mit dem Lesen ganzer Sätze noch lange nicht beendet war.

Natürlich könnte es sein, dass sie auch im Kindergarten irgendwann lesen gelernt hätte. Aber ein verspieltes Kind, das lieber malt und spielt statt Wörter und Sätze zu entziffern, lernt eben schneller flüssig und sinnerfassend lesen, wenn es das auch regelmäßig tut.

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Ein schulreifes, unterfordertes Kind in der KiTa kann 12 Monate auch seeehr lang machen. Von daher würde ich ein schulreifes Kind einschulen.
Unser Sohn wurde August 2020 eingeschult, im Herbst ist ein Tag wegen Corona ausgefallen, ansonsten war bis Dezember alles Präsenzunterricht, die letzte Woche vor den Weihnachtsferien war freiwillige Präsenz und am letzten Fr ging es Quarantäne wegen eines positivn Tests in der Klasse. Erst nach den Weihnachtsferien gibt es jetzt Distanzlernen und das läuft prima, das Material ist immer am Vorabend in der Plattform und abwechslungreich gestaltet. Wir schaffen es eigentlich immer bis zur Maus fertig zu sein damit, es sei denn wir hatten Vormittags einen Termin.

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Schwierig. Ich würde es absolut vom Wesen und der Reife Deines Kindes abhängig machen und nicht von Corona etc.

Meine Tochter ist 2 Tage vor dem Stichtag in unserem Bundesland geboren, da sie keinerlei Defizite oder Förderbedarfe hatte, mussten wir sie einschulen lassen, da Eltern in unserem Bundesland leider kaum Entscheidungsfreiheit hierüber haben.
Wie Du an meiner Formulierung vielleicht schon erkennen kannst, hätte ich meine Tochter, hätte ich Entscheidungsfreiheit gehabt, noch nicht eingeschult.

Das liegt in ihrem Fall nicht an der kognitiven Reife - sie kommt in der Schule sehr gut mit, ist eine der besten - aber an ihrer sozial-emotionalen Entwicklung. Sie ist manchmal noch etwas unsicher und schüchtern und ein Jahr mehr spielen im Kindergarten bzw. nicht die jüngste und kleinste sein, sondern mit zu den Älteren gehören, wäre für sie bestimmt auch nicht schlecht gewesen, wobei im Falle unserer Tochter der Kindergarten jedoch keinerlei Bedenken bezüglich ihrer Einschulung hatte.

Wäre ich Du, würde ich mich ernsthaft mit dem Kindergartengarten unterhalten, die Erzieher können Dein Kind in der Regel gut einschätzen und darauf schauen ob Dein Kind sich eher an älteren oder jüngeren Kinder orientiert, wie es sich in Gruppen und im Umgang mit anderen Kindern verhält (ist es selbstsicher oder doch eher unsicher?), kann sie sich über einen angemessenen Zeitraum bereits konzentrieren? Wie geht sie mit Mißerfolgen / Frust um?

Der Erfolg von Home Schooling mit Erstklässlern ist davon abhängig wie die Lehrer das Home-Schooling aufsetzen und leben und was im Rahmen des normalen Unterrichts ab den Sommerferien passiert ist. Wir haben recht gute Erfahrungen bisher, wobei Home Schooling niemals ein Ersatz für Präsenzunterricht in dieser Klassenstufe ist meiner Meinung nach.

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Das kommt doch auf eure Regeln an.
Bei uns gab es die Regel, dass ein Kind maximal 1 mal zurückgestellt werden kann...während der gesamten Schullaufzeit. Ob das jetzt die Rückstellung in den Kindergarten, die Rückstellung in die Vorschule oder die Rückstellung in die niedrigere Klassenstufe ist, ist egal.

Corona wäre bei mir kein Grund, ein Kind nicht einzuschulen. Wir leben mit Corona mittlerweile 1 Jahr. Und ob das nächstes Jahr besser wird, wer weiß das schon? Sicher, vielleicht sind wir bis irgendwann nächstes Jahr mal geimpft, aber die Mutationen hat mal noch gar niemand berücksichtigt. Kann also durchaus auch schlechter statt besser werden.

Ich würde mein Kind (wenn Corona der einzige Grund ist) nicht zurückstellen. Gegebenenfalls braucht dein Kind diese eine Chance später in der 3. oder 4. Klasse.

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"Bei uns gab es die Regel, dass ein Kind maximal 1 mal zurückgestellt werden kann...während der gesamten Schullaufzeit."

Das ist doch überhaupt nicht umsetzbar🤔 Wenn ein Kind bei der Einschulung zurückgestuft wurde, oder von mir aus die 1. Klasse wiederholt hat und in der 5. Klasse dann nur 5en auf dem Zeugnis hat, kann man das doch nicht versetzen.
Ich kenne die Regeln für die Oberstufe, weil dann die allgemeine Schulpflicht beendet ist, aber solange noch eine allgemeine Schulpflicht herrscht muss ein Kind, das die Versetzung nicht geschafft hat, wiederholen können.

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Hallo,
bei uns bleibt man nicht sitzen. Man darf nur wiederholen, wenn man eben das 1 Jahr noch hat.
Sonst gibt es Förderbedarf Lernen und man geht aus sozial emotionalen Gründen mit den Mitschülern in die nächsthöhere Klasse. Das wird logischerweise auf dem Zeugnis so vermerkt.

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Ich arbeite an einer Grundschule. Derzeit 5 Tage in der Woche in der Notbetreuung, zu der auch viele Kinder aus der ersten Klasse kommen.

Jetzt, in Woche 3, merkt man, dass sich die Kinder daran gewöhnt haben. Schnell die Tagesaufgaben erfüllen und dann ins Spielzimmer. Also hier klappt es, ohne Ausnahme echt gut. Das hätte ich auch so nicht vermutet.

Die Klassenleherinnen schauen am Freitag mal rein und besprechen dann einzeln mit jedem Kind die Aufgaben, die, die gemacht wurden und die, die in der nächsten Woche zu machen sind. - Läuft.😁

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Hallo
Wir schulen unser Anfang Oktober Kind ein. Es sind sich alle einig, dass ihr ein weiteres Jahr als Kindergartenkind nicht zuzumuten ist.
Wegen Corona mache ich mir keine Sorgen. Sie wird es nicht anders kennen und wann alles wieder „normal“ läuft, weiß keiner. Dann kommt vielleicht was anderes. Das ist für mich definitiv nicht der ausschlaggebende Grund.
Wie schätzen die Erzieherinnen sie ein? Gibt es für eine Rückstellung einen tatsächlichen Grund, an den man in dem Jahr arbeiten kann?

LG

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Wird das Kind noch mit 5 eingeschult bzw. mit knapp 6 oder? Ich weiß nicht, ist sie wirklich schon reif? Klar gibt es solche Kinder. Die kleine einer Freundin wurde als Kann Kind eingeschult und hat jetzt sogar die 1. Klasse übersprungen. In der Klasse meines Kindes sind aber alle jüngsten die Problemkinder sozusagen. Sie haben die schlechtesten Noten und es ist einfach ein Kampf. Ich tendiere daher eher auf späte Einschulung, lieber mit 7 + 1 Monat als mit 6 + 1 Monat. Die ältesten Kindern in der Klasse sind meist schon spät im September oder Oktober geboren, da ist echt kaum ein Unterschied zu einen August Kind. Dann addierst du die zurückgestellten Kindern, oft mindestens 1 pro Klasse, auch mal 2, dann ist dein Kind gar nicht so selten mehr.

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Hier sind auch die Jüngsten eher die Problemkinder und hätten unabhängig von Corona nicht eingeschult werden sollen.
Die Jüngeren machen immer nur das Nötigste und suchen sich immer die leichtesten Aufgaben, weil sie das Pensum der anderen gar nicht schaffen.
Manche schaffen es nicht mal bis zur Pause. Die Lehrerin muss schon früher Pause machen.