Wie geht's euren Kindern mental im Homeschooling?

Meine Mädels in der 4. Klasse sind heute beide weinerlich aufgestanden. Es ist wirklich die Luft raus. Sie haben bis jetzt gut durchgehalten (ich arbeite Vollzeit im Homeoffice) aber ich merke dass sie unglücklicher werden je länger es dauert. Wie geht es euren Kindern? Wir haben heute auch mal bewusst nicht alles gemacht.

1

hi,

bei uns ist es schwankend. die stimmung 1. und 4. klasse ist mal so mal so.
mein mann arbeitet vollzeit im büro, ich teilzeit im HO. wahrscheinlich kommt bei uns jetzt aber bald die kurzarbeit. ich hätte im moment nichts dagegen, denn ich merke, dass meine kids noch mehr "mama" bräuchten in der aktuellen situation und es schwer bis kaum möglich ist, dies alles unter einen hut zu bekommen ohne irgendwann total irre zu werden.

ps: ich versuche die stimmung immer mal wieder aufzubessern. uns geht es finanziell gut, selbst dann noch, wenn ich in kurzarbeit müsste. da gibts mal ne kleinigkeit fürs gute durchhalten, sammelkarten, kleines spielzeug.. mal einen leckeren von den kids gewünschten nachtisch oder auch mal essen vom großen MC. auch wird die handyzeit verlängert für gutes schulisches mitmachen oder ähnliches.
ich finde es wichtig, dass die kids einigermaßen bei laune gehalten werden.
das ganze ist für uns erwachsene schon schwer und für die kids auch, auch wenn sie das oft nicht so zugeben..

lg

2

Sohnemann (1.Klasse) findet das besser als Schule.

Er zieht die Tagesaufgaben in einem Rutsch durch, ist nach spätestens 2,5h fertig und hat dann frei.

Wenn es nach ihm ginge, könnte das noch ne Weile so weiter gehen.
Klar, hat er auch mal keine Lust und alles ist langweilig und doof, aber so wäre es ja in der Schule uU auch, nur würde er dem Ärger da keine Luft machen...

3

Hallo
Hier kommt das Modell gut an. Durfte auch immer eine Option sein, wenn es nach meinem Kind geht.

LG

4

Hallo,

die Stimmung schwankt. Mal geht es besser, mal schlechter.

Auch meine Kinder stehen mal mit 0-Bock-Stimmung auf und müssen erst mal motiviert werden. Insgesamt läuft es allerdings gut. Beide können altersgemäß selbstständig arbeiten. Sie vermissen allerdings auch die Schule und ihre Freunde.

Der Große hat vor allem beim Lernen der Vokabeln Motivationsprobleme. Eine Sprache lebt nunmal vom Sprechen und das kann ich zu Hause nicht gewährleisten.

Der Kleine muss tageweise angetrieben werden, hat aber zum Glück weniger Druck, was die Abgabe von Aufgaben betrifft.

LG

22

„ Eine Sprache lebt nunmal vom Sprechen und das kann ich zu Hause nicht gewährleisten. “
Lustig, ich sehe es genau anders rum. Um eine Sprache wirklich gut zu lernen, reicht das bisschen Unterricht in meinen Augen keinesfalls was „aktive Nutzung „ angeht.Da muss viel mehr passieren.

24

In der Schule wird die Sprache gesprochen. Im Homeschooling sitzt mein Sohn vor der Vokabelliste im Buch. Es wird also in Schule mehr gesprochen als zu Hause. Dass der Schulunterricht allein nicht ausreicht, um eine Sprache fließend zu sprechen, ist mir natürlich klar.

Mein Sohn hat das große Glück, dass ich beide Sprachen, die er lernt, aussprechen/lesen kann und wenigstens noch etwas Gefühl für die Grammatik habe. Ich spreche aber keine von beiden wirklich gut und bin daher auch kein geeigneter Gesprächspartner.

5

Überraschend gut.

Meine 9 jährige genießt es nicht in 45 Minuten durch den Unterricht hetzen zu müssen. Sie genießt die Ruhe.

Und seit die Lehrerin die Mikros stumm schaltet in Onlineunterricht, wenn die Kinder zuviel Quatschen und nur den freischaltet der dran ist,ist es richtig entspannt.

6

Unsere 16 Jährige hat leider so gut wie keinen Realen-Sozialkontakt da die meisten Eltern ihrer Freunde schon sehr Corona-Gläubig sind und die Sozialkontakte verbieten, so bleibt ihr nichts anderes übrig als Whatsapp, Discord o.ä. Lediglich 2-4 Freunde können sich alle paar Wochen mal Verabreden... Ihr geht es deswegen nicht so gut, da unsere Tochter auch sehr Kommunikativ ist fehlt ihr das extrem.
Sie wird derzeit auch mit VitaminD behandelt damit es sich nicht zu einer vollwertigen Depression auswächst....
Unser 12 Jähriger hat zum Glück einen Klassenkameraden, einen Nachbarn und seinen besten Freund mit denen er sich regelmäßig trifft... Ihm geht es deswegen eigentlich sehr gut und das Homeshooling klappt bei ihm besser als das in der Schule sitzen....

7

Die schulsachen sind kein Problem. Motivation ist mal besser mal schlechter trotzdem arbeitet er sich ganz gut durch. Aber das soziale wird so langsam schwierig und auch die emotionale Belastung. Wir müssen schauen was wir da machen können.

8

Miserabel trifft es ganz gut, ich glaube nur nicht das es bei meiner am Distanzunterricht liegt den findet sie super. Der Ausgleich zum lernen fehlt ihr aber immer mehr.Das schlafen ist mittlerweile eine Katastrophe und dementsprechend läuft es dann auch mit den Aufgaben.

9

Hi,

Heute hatten wir Zeugnis Gespräch und was soll ich sagen... seit März im Homeschooling und vom guten Real Niveau auf Kurs den Zugang zur Gymnasialen Oberstufe zu schaffen. Also mit den Zeugnis hätte sie den Sprung geschafft.

Sie vermisst ihre Freunde und Klassenkameraden sehr.

Es ist ein zweischneidiges Schwert muss man sagen. Schulisch toll und sozial Katastrophe.

Grüße Anorie