Kind will nicht eingeschult werden!

Hallo! Bin ganz neu hier, war bis jetzt immer nur stille Leserin aber jetzt bin ich in einer Situation, wo mich Meinungen und Erfahrungen von anderen Müttern, zu diesem Thema, sehr interessieren würde!

Also zum Thema..

Meine Tochter wird am 12.Juni, 6 Jahre alt und wird im September eingeschult. Nur hat sie so gar keine Lust darauf. Schon als ich ihr letztes Jahr sagte das Sie nach den Sommerferien ein Wackelzahn sein wird, fand sie das gar nicht toll. Sie ist in einer Altersgemischten KiGa Gruppe ab 2 Jahren. Sie hat 2 beste Freundinnen in der Gruppe, die 3 sind unzertrennlich und wir haben auch sehr oft die Freizeit zusammen verbracht (vor Corona). Nur ist es so, das die beiden Mädels nach dem Stichtag Geburtstag haben und meine Tochter die einzigste von Ihrer KiGa Gruppe ist die eingeschult wird. Das macht sie total fertig! Sie sagt auch immer wieder, aus dem nichts, "ich bin nicht bereit für die Schule"
und sehr oft endet das Thema Schule in Tränen und Wutausbruch, auch diese Übungsblätter die es jetzz für zu Hause gibt, werden nur unter Druck gemacht..Sie kann sich absolut nicht lange auf eine Sache konzentrieren, 10 Minuten dann ist fertig.. umd das sagt auch die Erzieherin aber sie meint das ist übungssache..

Ich dachte immer das ist eine Phase, das kriegen wir schon hin aber eigentlich wird es immer schlimmer.. In letzter Zeit stellt Sie sich so unselbstständig an, Mama muss immer helfen (Anziehen, Toilette gehen, ect..) Obwohl Sie das alles schon lange selbst kann.
Als ich Sie darauf ansprach, brach Sie in Tränen aus und sagte "weisst du ich dachte wenn ich das alles noch nicht kann, muss ich auch nicht in die Schule"...
Das fand ich dann schon heftig und hab es bei der U9 dem KiA erzählt und er war der Meinung ich soll versuchen Sie zurückstellen zu lassen.

Die Erzieherin sieht Sie nicht nochmal ein Jahr im KiGa.. Die Kooperationslehrerin war sehr nett und sagte mir am Telefon das wir noch Zeit haben und das Sie die Erfahrung gemacht hat das 12 weitere Monate im KiGa eine sehr lange Zeit sein kann und das unterforderte Kinder es in der Schule dann schwirieger haben.. sie hätte es schon öfter erlebt das Eltern eine zurückstellung bereut haben.. das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, hat da jemand Erfahrung damit?

Es ist auch so, dass meine Tochter immernoch nicht alleine einschlafen kann, Sie kommt auch jede Nacht ins Elternbett und Sie nässt sich Nachts immernoch ein, wenn ich Sie nicht 1 mal aufwecke und auf Toilette schicke.. Sie ist sehr emotional und hängt wahnsinnig an Ihren Freunden und muss noch dazu sagen das eine der beiden viel weiter entwickelt ist als meine Tochter und trotzdem noch ein weiters Kahr im KiGa bleiben darf..

Sie darf jetzt seid letzter Woche aus diesen Gründen die Notbetreuung besuchen aber ich habe wenig Hoffnung das sich was ändern wird..

Was denkt ihr?
Soll ich Sie einschulen oder lieber auf mein Bauchgefühl hören und es mit einer Zurückstellung versuchen?
Bin so Ratlos...

Vielen Dank schonmal an alle die das alles gelesen haben und freue mich auf Antworten!

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Hallo,

so hart wie es sich anhört, es gibt eine Schulpflicht und diese fragt nicht danach ob man will oder nicht will. Ein schultaugliches Kind gehört in die Schule und ich bin der Meinung, dass ihr das Drama darum noch fördert, in dem ihr selbst zweifelt. Und diese Zweifel drehen sich nicht um die tatsächliche Tauglichkeit, sondern um die Befindlichkeiten eurer Tochter. Ihr wollt nicht, dass sie traurig ist und ihr möchtet ihr die Unannehmlichkeit ersparen, dass sie ohne ihre besten Freundinnen in die Schule muss. Deshalb sucht ihr krampfhaft nach Gründen um ihre Untauglichkeit zu bestätigen.
Meiner Meinung nach tut ihr eurer Tochter damit keinen Gefallen. Im Gegenteil, ihr lernt ihr, dass viel Drama um etwas die Eltern dazu bringt zu springen. Das Problem ist aber, dass das nicht immer funktionieren wird. Und tritt das ein, wird das Drama noch größer. Ihr könnt eurer Tochter nicht alles abnehmen und alle Unannehmlichkeiten ersparen. Gerade Kindergartenfreundschaften mischen sich in der Grundschule oft neu. Es ist gar nicht gesagt, dass das Dreiergespann weiterhin so gut befreundet bleibt.
Ich würde definitiv nur zurückstellen lassen, wenn es dafür triftige Gründe gibt. Dazu gehört definitiv keine Unlust oder Angst vor der Schule. Wenn ihr eurer Tochter gegenüber eure Bedenken zeigt, braucht ihr euch nicht wundern, dass sie so reagiert. Macht ihr die Schule schmackhaft, zeigt ihr, wie groß sie ist. Stellt in den Vordergrund, dass sie viele neue Freunde kennenlernt und nicht, dass sie die alten im Kindergarten lassen muss.

LG
Lotta

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Ja, das stimmt, zwei meiner Söhne haben inzwischen andere Freundschaften als im Kindergarten.

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Dein 1. Anschnitt liest sich zu Corona Zeiten lustig. Ein Schulkind gehört in die Schule. Sehe ich prinzipiell genauso. Nur haben meine Schulkinder Schulbetretungsverbot. meine Tochter wollte unbedingt nach Schulpflicht mit 5 zur Schule. Unter den strengen Bayerischen Hygieneauflagen bin ich froh dass meine Tochter unbedingt wollte. Das ganze, wenn ein Kind nicht möchte, mag ich mir nicht vorstellen.

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Hallo,

das ist eine schwierige Situation...

In welchem Bundesland lebt ihr denn - Zurückstellung ist nicht überall gleihc "leicht".

Du meinst, die Erzieherinnen schätzen sie schon als schulreif ein? Wie siehst du / sehr ihr als Eltern es? Ist sie allgemein kognitiv und sprachlich fit, kann sie Vorschulaufgaben (wenn sie will) gut meistern?
Übrigens, ich kenne als GS-Lehrerin schon Familien, die die Rückstellung wirklich bereut haben...

Ist sie allgemein eher vorsichtig bzw. ängstlich Neuem gegenüber? Dann ist es natürlich nochmal schwieriger, wenn sie "allein" in die Schule soll.
Oder hat ihr jemand (ungewollt) Angst gemacht? Oft erzählen gerade ältere Leute den Kindern, dass in der Schule "der Ernst des Lebens" beginnt und man dann nicht mehr spielen darf usw. Das ist in der Regel zwar nicht böse gemeint, aber für Kinder abschreckend, gerade wenn es sensible Kinder sind.

Es klingt schon so, dass sie auf keinen Fall in die Schule möchte. Ich finde es alarmierend, dass sie wohl schon bewusst auf "Baby" macht, um nicht eingeschult zu werden.
Die Aussage "ich bin nicht bereit für die Schule" finde ich andererseits vom Wortlaut her eher ungewöhnlich für ein Vorschulkind. Hat ihr das jemand vielelicht so gesagt? Sonst sagen Kinder eher "ich möchte nicht in die Schule" oder so ähnlich.

Du schreibst, du hattest schon Kontakt mit der Lehrerin. Hat sie deine Tochter auch persönlich sehen können?

Insgesamt ist es schon so, dass man bei der Einschulung nicht nur die allgemeine kognitive Entwicklung, sondern auch das Soziale berücksichtigen muss. Aber aus der Ferne ist es sehr schwer zu beurteilen.

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Ach noch was... Dass sie nachts nicht sauber ist, hat mit der Schulreife nichts zu tun. Wir haben immer wieder auch Kinder in höheren Grundschulklassen, die nachts damit noch Schwierigkeiten haben - ohne dass das irgendwie krankhaft wäre. Sowas kommt im Grundschulalter öfter vor als man denkt, weil die meisten nicht darüber redne...

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Vielen Dank für Ihre Zeit!

Wir sind aus BW, die Lehrerin meinte das es hier (Dorf) nicht schwer sein wird und das ich das letzte Wort hätte.

Ja die Erzieherin sieht Sie als Schulreif. Wir Eltern eher nicht. Aber nur auf emotionaler Ebene denn Sie kann Vorschulaufgaben meistern. Desshalb bin ich sehr daran interessiert wesshalb man bereun kann das Kind zurückgestellt zu haben? Weil Ihnen im KiGa langweilig wird?

Ängstlich.. In vertrauter Umgebung ist Sie mutig aber sonst verkriecht Sie sich bei Mama. Sie ist allgemein sehr Mama bezogen also nicht mal Papa darf Sie ins Bett bringen. Gestern meinte Sie sogar das ich mit in KiGa soll! Sie ging immer gerne in den KiGa aber seit dem Lockdown und seid Sie in die Notbetreuung darf ist es jeden morgen ein Kampf.. Soe denkt sich alles mögliche aus das Sie zu Hause bleiben kann..(Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, vermisse Mama zu sehr) das war vorher NIE der Fall.. Was sicher aicj damit zu tun hat das eben Ihre Freundinnen nicht in der Notbetreuung sind..

Das Ihr jemand ungewollt angst gemacht hat, habe ich nicht mitbekommen aber ausschliessen würde ich es auch nicht.

Die Lehrerin war leider nur 2 mal im Kiga bevor der 2. Lockdown kam..
Wir haben uns jetzt erstmal geeinigt das wir Sie bis ende des Monats beobchten und die Erzieherin und Lehrerin auch in engem Kontakt bleiben.

Sie fleht mich einfach immer mal wieder an das ich bitte alles tun soll das Sie nicht in die Schule muss! Ich möchte einfach das richtige tun für Sie!!

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Es ist schade dass es zur Zeit keine Schulbesuchstage gibt. Da würde sie sehen das schule gar nichts schlimmes ist und dass sie dort viele neue freunde kennenlernen kann. Und sie wenn ihre freunde in die Schule kommen sie ihnen alles zeigen kann.
Ich denke es ist die Angst vor dem neuen was sie ohne ihre Freunde entdecken wird.
Das Thema war bei uns auch. Er geht gerne zur Schule redet aber täglich von seinen Freunden die nächstes Jahr zur Schule kommen werden denen er dann alles zeigen kann.

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Ich finde das sehr schwierig.

Wir hatten fast 1zu 1 das selbe (auch das mit dem Nachts trocken sein. Das hat erst nach dem 7 Geb geklappt. An der Schulreife ändert das nichts) eine Rückstellung ist bei uns nicht möglich. Vom Kopf her wurde es auch Zeit. Nur von der Reife her wäre etwas mehr Zeit gut gewesen aber ich glaube nicht das sie ein Jahr später dann lieber zur Schule gegangen wäre. In der dritten Klasse hasst sie die Schule immer noch und trauert dem Kindergarten hinterher. Ich denke so wie das bei ihr ablief wäre es mit einem Jahr mehr sogar schlimmer geworden.

10 Minuten Konzentration und dann auch noch unter Druck ist doch gut, 15 Minuten sind auch in der ersten Klassen noch Schnitt. Das sie auf die Bläter keine Lust hat dürfte auch recht normal sein. Ich weiß von den Nachbarn das ihre die "Hausaufgaben" nur sehr widerwillig gemacht haben und die haben sich alle auf die Schule gefreut.

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Ok... Auch eine Art der Argumentation:

"Bei uns wars das gleiche, wir haben die Ängste und Wünsche des Kindes ignoriert, nach 3 Jahren hasst sie die Schule noch immer und trauert dem Kiga hinterher.

Gottseidann haben wir sie nicht zurückgestellt, sonst wärs noch schlimmer".

Ähhm ja...

Kann man so sehen. Man kanns aber auch so sehen:
Man hätte Druck rausnehmen können, das Kind 1 Jahr im Kiga lassen, damit es dann selbst feststellen kann, es wird langsam langweilig. Hätt ich bei meinem Sohn der genauso war wie die Tochter der TE, aber im Mai und mit weit über 6,5 Jahren kam ihm die Erkenntnis, dass Kiga schön war, aber er jetzt zu groß ist. Und dann ließ er sich auf das Thema Schule ein. Und geht jetzt jeden einzelnen Tag (wenn es mal möglich ist) gern zur Schule. Das Thema Kiga ist wunderbar abgeschlossen. Und ich bin sooo froh, dass ich nicht auf diese "da muss er durch, das eine Jahr ändert nix"-Fraktion gehört hab😉

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Zum einen ist wie erwähnt eine Rückstellung bei uns praktisch nicht möglich. Die Kinder müssen starke Gesundheitliche Probleme haben. Denn wie ebenfals erwähnt von der Reife her wäre ein Jahr mehr gut gewesen. Die spielt aber keine Rolle.

Zum anderen
"Gottseidann haben wir sie nicht zurückgestellt, sonst wärs noch schlimmer".

Bitte wo steht das nochmal? Und ja es ist dafon auszugehen das so wie es bei IHR ablief ein Jahr später noch schlimmer gewesen wäre... unter anderem auch weil sie sich so schon Gelangweilt hat, den wie erwähnt vom Kopf her wurde es Zeit. WENN eine Rückstellung möglich gewesen wäre hätte man das Jahr nutzen müssen damit sich das nicht noch weiter Hochschaukelt.
Wenn meiner Tochter eins nie zu Langweilig wird dann ist das Spiel und Spass, die möchte nichts lernen und das komplette Konstrukt Schule ist ihr verhasst. Die wuste schon mit 5 wo der Hase langläuft und ganz genau warum sie da nicht hin möchte.

Wie ich auch geschrieben habe finde ich das ganze Thema schwierig. Was für den einen gut ist ist für den anderen schlecht. Bei der Te scheint man ja nicht mal zu wissen warum genau das Kind nicht in die Schule möchte.

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Hallo,

so wie du es hier beschreibst, sehe ich nicht, dass deine Tochter nicht schulreif sein sollte. Die Erzieherin sieht sie ja eher als schulreif an, wenn ich es richtig verstanden habe. Und dieses babyhafte Verhalten scheint ja echt gewollt gewesen zu sein und nicht als unbewusste, nicht steuerbare Angstreaktion - weißt du, wie ich das meine?

Dass sie sich "nur" 10 Minuten konzentrieren kann, empfinde ich eher als "Wow, so lange kann sie das schon!" Geht es da nur um "Aufgaben", oder auch um Sachen, die sie interessieren?
Mein Sohn ist mit 6 Jahren und 9 Monaten in die Schule gekommen. Schulaufgaben waren am Anfang sehr schwer, auch heute, in der zweiten Klasse geht oft noch die Konzentration flöten. Wenn es dagegen um Lego bauen geht, kann er drei Stunden am Stück "im Tunnel" sein und fast alles andere ist egal. Hat deine Tochter Hobbys, bei denen sie es etwas länger aushält? Dann wäre es meiner Meinung nach in der Tat Übungs- bzw. Gewöhnungssache.

Aber wenn dein Bauchgefühl dir zu einer Rückstellung rät, solltest du darüber vielleicht echt nochmal mit den Erzieherinnen reden. Sie kennen deine Tochter schließlich auch sehr gut und haben ja vielleicht schon Erfahrung mit dem Thema.

LG Jolly

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Vielen Dank für Deine Antwort!

Ja ich weiss wie du das meinst und du hast recht, so habe ich das noch nicht betrachtet!

Das mit der Konzentration bezieht sich aif alles und kann manchmal echt anszrengend sein.. Sie liebt es zu basteln, icj bereite alles vor hole alles raus und 10 Min. später will Sie nicht mehr, so dass der ganze Aufwand und anschliessendes aufräumen doppelt so lang dauert.. also es ist bei allem so! Sie kann auch mitten in einem Gesellschaftsspiel sagen, jetzt hören wir auf und egal was ich sage, sie will dann eifach nicht mehr!

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Ok, das ist natürlich nicht so super. Wie ist das, wenn es ums Vorbereiten und ums Aufräumen geht, machst du das alleine oder hilft sie dir dabei? Wenn nicht, solltet ihr das schnell ändern, sie muss mithelfen.

Und wenn sie etwas basteln oder malen will, dann soll sie das auch zu Ende bringen, nicht das Bild halb fertig in die Ecke werfen oder das Gebastelte vor Vollendung wieder beiseite legen (sofern es sich um einen überschaubaren Aufwand handelt, sonst halt am nächsten Tag weitermachen).

Und bei Gesellschaftsspielen finde ich, muss sie auch bis zum Ende spielen. Man kann ja sehen, ob man halbwegs kurze Spiele nimmt, die die Geduld nicht zu lange fordern. Unsere Dreijährige z.B. spielt inzwischen auch Lotti-Karotti mit. Da geht ihr gegen Ende manchmal zwar auch die Geduld ein wenig aus, aber mit etwas Zureden schafft sie es dann noch, durchzuhalten. Der Achtjährige tut sich je nach Tagesform mit Monopoly ziemlich schwer, aber das kann halt auch echt lange dauern.

Wir passen mitunter die Spielregeln auch an. Z.B. spielen wir Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zum Teil nur mit 1 oder 2 Figuren, einfach, damit es schneller um ist.

Ich finde es sehr wichtig - unabhängig von der Schule -, dass Kinder die Einhaltung von Regeln lernen. Und dafür sind Gesellschaftsspiele echt ideal geeignet. Da ist ein verbindliches Regelwerk, und mit Glück gewinnt man, kann aber genau so gut auch mal verlieren. Da haben wir dann gute Tage, dass das entsprechende Kind dann sagt "macht nichts", wir haben aber auch schlechte Tage, an denen es (bei beiden möglich) regelrechte Heul-Attacken gibt. Schult halt auch die Frustrations-Toleranz... (und die Geduld der Eltern :-p)

Ich weiß, das sind Dinge, die nicht unbedingt leicht umzusetzen sind, vor allem nicht, wenn ihr das meist nur zu zweit macht. Kann dein Mann da evtl. am Wochenende unterstützen, dass ihr dann immer mal so 2-3 Spiele zu dritt spielt? In 2:1-Situationen ist es doch leichter, sich durchzusetzen, evtl. geht's ja sogar ein bisschen über die Schiene "gute Cop - böser Cop": Papa und Tochter verbünden sich ein bisschen gegen Mama, sowas motiviert meine Kinder immer. Mir persönlich hilft dabei, dass es mir zum Glück überhaupt nicht wichtig ist, zu gewinnen, sonst wäre ich nachher noch eingeschnappt ;-)

Bis September sind noch über 6 Monate, da kann sich echt noch viel tun, vor allem, wenn ihr versucht, ihre Baustellen jetzt konkret anzugehen.

LG

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Hallo ☺️
Ich möchte dir von meiner Erfahrung berichten!

Meine Tochter war im Kindergarten auch sehr ängstlich, zurückhaltend, eher unselbstständig, hat vor allem mich sehr viel gebraucht. Nicht, weil sie es nicht konnte, sondern weil sie diese Sicherheit brauchte.

Neue Situationen waren das absolut schlimmste für sie. Mit fremden Personen hat sie kein Wort gesprochen.

Sie wollte auch lange nicht in die Schule. Weil sie fast zwei Jahre gebraucht hat, um sich im Kindergarten wohl zu fühlen und Angst vor dem Neuen hatte.
Das hat mich als Mama natürlich sehr verunsichert und sie hat mir wirklich leid getan. Vor allem hat sie eine ganz neue Lehrerin bekommen, die keiner von uns jemals vorher gesehen hat.

Ich habe aber gewusst, dass sie den Großteil der Kinder, die mit ihr in die Schule kommen, aus dem Kindergarten kennen wird.

Aber, sie war und ist kognitiv ihren Alterskollegen immer weit voraus. Lesen und schreiben hat sie sich mit 4 selbst beigebracht.
Ich wusste, dass sie den Stoff der ersten Klasse kann, bevor sie in die Schule kam.
Zurück stellen wäre bei uns schwierig gewesen und für uns auch keine Option.

Trotzdem hatte ich wirklich Bauchweh am ersten Schultag. Ich war mir nicht sicher, wie sie das meistert.

Sie war emotional und sozial einfach noch nicht so weit. Und sie wollte bis zuletzt nicht in die Schule.

Aber- seit sie in der Schule ist, blüht sie auf. Sie hatte riesengroßes Glück mit einer total einfühlsamen Lehrerin, die ihre Stärken sofort erkannt hat und ihr jede Unsicherheit genommen hat.
Da sie weder Lesen noch Schreiben noch lernen musste, hat sie sich das ganze erste Schuljahr mit dem Umstieg in die Schule beschäftigen können. Das war gut.
Hätte sie kognitiv noch Schwierigkeiten gehabt, wäre ihr der Umstieg sicher schwerer gefallen.

Jetzt ist sie schon 9 und geht sehr gerne in die Schule. Sie ist beliebt, fröhlich und ihre Unsicherheiten werden immer weniger.

Die Entscheidung müsst ihr selber treffen! Aber vielleicht hilft dir meine Erzählung!

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Hallo.

Erstmal vor weg weiß deine Tochter das man es eventuell möglich machen könnte das sie im Kindergarten bleibt?

Meine Tochter war als April Kind die älteste in ihrer Mädels Gruppe alle anderen hatten nach den Sommerferien Geburtstag was bedeutete sie musste auch allein weiter.
Als April Kind kam die Frage nach einer Zurückstellung kaum auf zu mal die Eignungs Untersuchung bestanden wurde.
Sie war von sozialen Aspekt auch sehr traurig drüber aber ich sagte ihr das es nun mal sein muss es nicht anders geht und sie ja privat mit ihren Freunden spielen kann.

Das 1 Schuljahr war hart.
Hausaufgaben ein Graus aber das geht vielen so weil die Umstellung einfach groß ist.

Trotzdem hat sie sich gut in der Schule eingelebt auch ohne die Mädels.
Als es zum Übertritt an die weiterführende Schule ging hat sie selbst sich für eine Schule entschieden wo keiner ihrer Freundinnen hin ging einfach weil ihr die Schule und das Konzept gefallen hat.

Wenn sie geistig dazu in der Lage ist privat Interesse an Buchstaben usw. hat würde ich Sie wohl nicht zurückstellen.

Sozial machen die Kinder in der Schule oft Riesen Schritte meine war immer schüchtern zurückhaltend hat aber in der Schule diesbezüglich große Schritte gemacht.

Lg

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Von meinen Söhnen wollten 3 auch nicht in die Schule. Ist ja auch logisch, warum das gewohnte Umfeld verlassen? Schaut man sich die Schulkinder an, sind die alle viel größer, man hört von strengeren Regeln etc.

Was ich bei euch schwierig finde, sie weiß genau welche Knöpfe sie drücken muss um euch ins Schwanken zu bringen, obwohl es von außen gesehen überhaupt keinen Grund gibt.

Nein, ich würde nicht nachgeben. Ich würde das Thema Schule gar nicht mehr großartig thematisieren, sondern als beschlossene Sache sehen und ihr das auch so zu verstehen geben.
Ihr tut ihr keinen Gefallen, indem ihr auf dieses Verhalten eingeht, denn in diese Situation wird sie immer wieder kommen z.B. Schulwechsel etc. Da könnt ihr sie auch nicht ständig wiederholen lassen, weil sie mit XY befreundet ist.

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Ich seh das ein bisschen wie "lotta...".

Sie hat schlicht und ergreifend Angst vor der Veränderung und ihr sucht jetzt Gründe, dass ihr den einfachen Weg gehen könnt.

Kita-Best-Friends können sich verdammt schnell erledigen, darauf sollte man nichts aufbauen.
Sohnemann war auch lange nicht von der Schule begeistert. Schon weil er als einziger aus seiner Kitagruppe in dieser Schule eingeschult wurde.
Der Start in die Kita nach dem ersten Lockdown hat aber den Rest gegeben: da war Kita nämlich auf einmal öde. Dabei hätte man meinen können, dass Lockdown öde war ;-)

Was mein Kind mega genervt hat: das Gewese was um die Einschulung gemacht wurde und da würde ich euch raten, das Thema einfach mal ruhen zu lassen.

Ihr als Eltern solltet euch tief in die Augen sehen und überlegen, ob der schwierige Weg wirklich soooo schwierig wird.

Bei uns war es nicht halb so schlimm wie ich befürchtet hatte ;-)

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Danke für die vielen Antworten!

Versteht mich nicht falsch, der Grund mit Ihren Freundinnen kommt als aller letzter!! Mir ist bewusst das das wahrscheinlich so oder so nicht ewigs halten wird!
Es ist einfach das Sie sich mit allem was Sie hat dagegen wehrt..
Ich vermeide das Thema so gut es geht aber Sie fängt immer wieder damit an und natürlich mache Ihr dann Mut und spreche positiv wie toll es ist lesen und schreiben können ect..
Ihr habt recht aber ich denke auch solange ich Ihr "leid" erparen kann, möchte ich das auch tun.. Und wenn ein Jahr mehr, Ihr gut tut und icj sogar die Möglichkeit habe, dann sollte icj das doch machen oder? Ich bin mir so unsicher was besser für Sie ist!
und nur so nebenbei ich bin eigentlich keine "übervorsorgemama" ich werf Sie auch mal ins kalte wasser.. nur Schule ist wirklich ein wichtiges Thema und ich weiss nicht wieso ein Jahr KiGa mehr Ihr Schaden könnte???
Ist denn jemand hier der es bereut sein Kind zurückgestellt zu haben? Wenn ja wieso?

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Nun ja, weil es sein kann, dass sie sich in der Schule total langweilt, weil sie unterfordert ist. Und unterforderte Kinder bekommen oft richtig Probleme.

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