Frage an die Lehrer oder die sich auskennen....

Hi!

Einige Mütter haben dich aufgeregt,weil die Kinder in der dritten Klasse noch keine Maßeinheiten hatten. Also:"Kilometer,Liter,Kilogramm usw." und wie man das rechnet . Selbiges mit Geometrie.
Einige Kinder können noch keine Körperformen zbsp. Unterschied:"Viereck ,Dreieck,Quatrat usw." Es stimmt durch Corona sind sie arg hinterher mit den Stoff.

Ehrlich gesagt habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht. Bei uns fließen solche Sachen irgendwie im Alltag mit ein,beim backen,beim planen von Ausflügen,beim Spielen....keine Ahnung....das ergibt sich so immer mal wieder so von alleine. Selbiges mit Uhrzeit,Kalender und Jahreszeiten. Es wurde angeblich nicht genug vertieft.
Meine Tochter ist auch kein Überflieger. Sie bewegt sich zwischen 2+ und 3- ,je nach Fach.

Also,ich vertraue da einfach mal den Lehrern, denke mir es ergibt sich vieles aus dem Alltag.

Ist es tatsächlich so,das man sich da auf Lehrer alleine verlässt? Wie seht ihr Lehrer das?

Wie ist das den bei euch zu Hause? Überlasst ihr das den Lehrern oder ergibt sich das bei euch.

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Wir machen viel Zuhause. Ich sehe den Bildungsauftrag in erster Linie bei mir und nicht bei dritten. Schule ist für uns Zusatz aber es sind meine Kinder die ich auf da Leben vorbereiten möchte. Wir haben dadurch überhaupt keine Probleme mit dem Stoff, im Gegenteil. Mein Sohn geht in die 2. Klasse und kann problemlos mit der 4. Klasse mithalten.

Andere sehen das aber anders. Es gibt viele Familien, bei denen ist schule für das Lernen da. Dann ist das eben so. Wozu vergleichen. Ich find es gut wie wir leben und andere finden es gut wie sie leben. Ich denk mir halt, bevor ich mich aufrege, dass mein Kind nicht weis was ein Quadrat ist, kann ich es ihm selbst sagen aber das ist meine Meinung und der Rest ist nicht mein "Problem".

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Ich gehöre auch eher zu der Fraktion wie die Nutzerin über mir. Klingt zwar hart, aber das Bildungssystem war noch nie ausgeglichen, chancengleich und fair. Es gab darüber hinaus auch immer schon Lehrer, die besser was anderes hätten werden sollen. Irgendwann erwischt jedes Kind so einen.

Ich denke zwar schon, dass der Staat über die Schule möglichst gut seinem Bildungsauftrag nachkommen muss und sich Eltern eigentlich drauf verlassen können sollten, dass ihre Kinder einigermaßen befähigt da wieder raus gehen, halte es aber gleichzeitig auch für naiv, dass alles an die Schule und das Kind abzugeben. Letzten Endes muss ich dafür mit Sorge tragen, dass mein Kind sich auch kognitiv gut entwickelt und in dieser Gesellschaft zurecht kommt und wenn es dazu auf ungünstige Bedingungen trifft oder Defizite hat, dann ist es auch meine Aufgabe es zu unterstützen und gewisse Dinge mit ihm zu üben oder üben zu lassen.

Wenn sich aber nun herausstellt, dass 2/3 der Klasse dasselbe Problem haben, obwohl es laut Lehrplan eigentlich gekonnt werden sollte, dann finde ich, sollte es auch angesprochen werden, damit in diese Richtung mehr passiert. Es ist nun einmal so, dass nicht alle Eltern in der Lage sind, solche Dinge gut selber in die Hand zu nehmen, obwohl man meint, dass das so sein müsste.

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"... Klingt zwar hart, aber das Bildungssystem war noch nie ausgeglichen, chancengleich und fair. Es gab darüber hinaus auch immer schon Lehrer, die besser was anderes hätten werden sollen. Irgendwann erwischt jedes Kind so einen."

Klingt keinesfalls hart, sondern ist die blanke Realität. Danke, das Du den Mut hast, es so offen auszudrücken.

Viele Zukunftsvisionen/Chancen eines Kindes hängen an der Motivation von "so einem" und mit Beschwerden läuft man gegen Wände, denn am Ende nimmt "Er oder Sie" einen Krankenschein, dann geht gar nichts mehr ...

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Naja, es gibt unterschiedliche Ansichten.
Aber meine Tochter ist 4,5 .

Sie jegliche geometrische Formen, sie kann die Uhr und die Jahreszeiten, sie kann auch mit Litern/ml und kg/g rechnen. Km/h in m/s kann sie noch nicht umrechnen. Als Physik- und Mathematiklehrerin kann ich dir aber sagen, dass dies einige in der Oberstufe noch nicht können.

Kinder sind sehr unterschiedlich. Ich sehe den Bildungsauftrag vor allem bei den Eltern, schon allein,weil ich nicht die Zeit habe, jedem Kind in seinem Tempo die Uhr beizubringen. Man muss da einen Mittelweg gehen.

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Hallo.

"Einige Mütter haben dich aufgeregt..."

Da musste ich schmunzeln..... Erinnert mich gruselig an das Grundschulalter meiner Kinder.#zitter

DIESE ART VON MUTTIS gibt es immer und überall. Sie wissen immer besser als der Lehrer, was derzeitig gelernt werden müsste und haben immer was zu kritisieren.

Selbst durch Corona gehen keine wichtigen Schulthemen unter. Mann muss sie den Kindern halt ggf. derzeitig selber beibringen. Wobei - selbst ohne Corona - in der Schule so und so nur alles angeschnitten und einmal (manchmal öfter) erklärt wird. VERTIEFEN müssen die Kinder (wenn nötig MIT ELTERN) zuhause. Das ist der Plan! ;-)

Ist es so schwierig für die aufgeregten Muttis, den Kindern zu zeigen, was ein Kreis und was ein Quadrat ist? Oder wissen sie es vielleicht selber nicht?! #schwitz

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Selbst durch Corona gehen keine wichtigen Schulthemen unter. Mann muss sie den Kindern halt ggf. derzeitig selber beibringen. Wobei - selbst ohne Corona - in der Schule so und so nur alles angeschnitten und einmal (manchmal öfter) erklärt wird. VERTIEFEN müssen die Kinder (wenn nötig MIT ELTERN) zuhause. Das ist der Plan!

100%

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Hi

kann ich so unterschreiben. Da wird sich in der gruppe ausgetauscht was die Kindern denn noch lernen sollten und und. Auch ganz übereifrige die für die Ferien noch Lernstoff wollen (3 Klasse). Mein Kind darf in den Ferien überwiegend frei haben, d.h Dinge wie tägliches lesen machen wir weiterhin.
Dinge wie Quadrat, Kreis etc hatte mein Kind im letzten Kindergartenjahr angeschnitten und wurde dann immer mal wieder aufgegriffen. Um überhaupt die Dinge unterscheiden zu können gibt es schon für ganz kleine diese Würfel wo man die unterschiedlichen Formen stecken kann. Daher war das nie Thema.

LG Hexe12-17

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Ich bin Lehrerin. Wurde es nie behandelt oder (nach Meinung der Mütter) nicht ausreichend behandelt?
Die beschriebenen Inhalte gehören zu den Bereichen "Größen" und "Geometrie" und ja, in der 3. Klasse sollten die Inhalte (nicht alle, aber einiges davon) bereits behandelt worden sein. Steht in jedem Bildungsplan für Mathematik Grundschule.

Ich muss sagen, dass ich das bei der entsprechenden Lehrkraft ansprechen würde. Leider gibt es in jedem Beruf schwarze Schafe und es sollte natürlich selbstverständlich sein, dass die Kinder Unterricht gemäß des Bildungsplans erhalten!

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Wenn das aber im 3. Schuljahr gemacht werden soll, dann hat man doch noch ca. ein Halbjahr lang Zeit! Also kann das doch noch kommen.

Jeder Lehrer macht das anders, kann das doch auch selber bestimmen, wann er was macht. Die Lehrerin meiner Tochter hat den Stoff auch in einer ziemlich anderen Reihefolge gelehrt als der Lehrer meines Sohnes. Aber am Ende des Schuljahres waren beide auf dem gleichen Stand; also verschiedene Wege, Gleiches Ziel.

@ TE:
Oft sind die Eltern, die am Meisten vor anderen Eltern und Lehrer schreien, die zuhause dem Kind manche einfachen Dinge nicht erklären können.

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Das sind ganz klar verbindliche Inhalte aus den Jahrgangsstufen 1 und 2. Und nein, das darf der Lehrer in diesem Ausmaß nicht selbst bestimmen! Die Reihenfolge innerhalb der Jahrgangsstufe ja, aber nicht, dass 2 Jahr lang verbindliche Inhalte einfach nicht vermittelt werden!

Die Lehrkraft hat einfach von Anfang an den Bildungsplan ignoriert, so dass die Klasse in den Bereichen "Größen" und "Geometrie" jetzt 2,5 Jahre zurückhängt. Die Stoffmenge lässt sich keinesfalls mehr in die verbleibenden 1,5 Jahre Grundschule quetschen (außer, man vernachlässigt dafür andere Inhalte).

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Schau doch einfach mal in den Lehrplan. Ich würde sagen, dass sich das auf die 1. bis 3. Klasse verteilt. Umrechnung km/h aufgrund des Umrechnungsfaktors 3,6 auch auf die 4.

Wenn aber in späteren Jahrgängen nochmal Einheiten dazu vorgesehen sind, kann es durchaus sein, dass die Lehrkräfte das aktuell streichen und sich in Mathe erstmal aufs Festigen des Rechnens konzentrieren - da lässt sich das Üben eben auch gut zu Hause umsetzen.
Die Formen kann auch meine 3jährige. Was sie aber nicht kann, ist die mathematische Betrachtungsweise hinsichtlich Regelmäßigkeiten (Winkel, parallele Seiten, Seitenlängen). Die sollte mit Konzept im Unterricht vermittelt werden, damit diese Grundlagen tatsächlich sitzen. Sonst wird das Ganze spätestens dann zur Katastrophe, wenn es von der Fläche in den Raum geht.
Ob das so geplant ist, kann aber nur die Lehrkraft beantworten.

Mein Großer ist in der 7. und auch hier wird durch Corona viel am Stoffverteilungsplan geändert, weil sich manche Themen einfach mehr für den Fernunterricht eignen als andere. Geht aber auch nur so problemlos, weil 7./8. ohnehin als Einheit im Lehrplan vorgesehen sind und auch die Lehrkräfte gleich bleiben.

Ansonsten steht es Eltern, die mit dem Vorankommen im Stoff unzufrieden sind, ohnehin frei ihren Kindern weiterführende Inhalte zu vermitteln. Das ist ja in der Grundschule für die meisten Eltern noch problemlos umsetzbar, wenn man im Mathebuch mal zu den entsprechenden Seiten blättert. Oder nochmal in den Heften der Vorjahre blättert und wiederholt.
Ein bisschen Eigenverantwortung und -initiative gehört schon noch dazu, wenn man Kinder gut durch die Schullaufbahn begleiten möchte. Meckern, was Lehrkräfte tun sollten, ist da eher wenig zielführend, solange es keine absolute Katastrophe ist.

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Ich frage mich immer bei so Aussagen und dem Wissen das es dem Kind auch etwas schwer fällt,warum um alles in der Welt man es diesem nicht einfach beibringt.
Am Ende kannst Du die Schuld der Schule zuschieben,Deinem Kind hilft es wenig.
Ich sehe es auch als unsere Aufgabe unseren Kindern etwas beizubringen und dies geht mit 10 Minuten täglich in nur einer Woche und dies in Pandemiezeiten halte ich für selbstverständlich.

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"Ich sehe es auch als unsere Aufgabe unseren Kindern etwas beizubringen und dies geht mit 10 Minuten täglich in nur einer Woche und dies in Pandemiezeiten halte ich für selbstverständlich."

Ich finde es auch immer sehr befremdlich, dass Eltern die Erwartung haben, dass ALLES die Schule beibringen muss. Die Themen, die die TE hier angesprochen hat, sind Themen, die normalerweise im Alltag so nebenbei gelernt werden, da muss man noch nicht einmal 10 Minuten täglich "Lernzeit" einführen.
Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass mein Kind die Uhrzeit erst im Mathe oder Sachkunde Unterricht lernt, oder wie die Wochentage/Monate/Jahreszeiten heißen. Und was ein Dreieck, Quadrat, Viereck usw. ist, sollten die Kinder normalerweise schon im Kindergartenalter wissen. Die verschiedenen Größen, lernt man auch so nebenbei wenn man mal beim Backen mithelfen darf oder beim Ausmessen, wenn man einen neuen Schrank kaufen möchte. Bei solchen Dingen haben wir unseren Sohn schon im Kindergartenalter mit involviert.
Natürlich sollte das Umrechnen der Einheiten in der Schule stattfinden, aber das grobe Wissen, sollte schon vorhanden sein und ist meiner Ansicht nach, nicht Aufgabe der Schule.

#winke

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So ist es und das die Eltern leider ihren Kindern selbst den Weg verbauen und sich Schuldige suchen hilft leider dem Kind nicht weiter.
Da unterstütze ich doch lieber mein Kind.

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ich bin kein Lehrer, - aber ich würde das mal von der anderen Seite her aufzäumen.

Die Lehrer haben einen Plan, mit der Pandemie und den kommenden 1,5 Jahren umzugehen (an unserer SChule wurden Lehrpläne angepasst, Lehrertandems gebildet etc...)

Um Stoff, - und was dran ist, - und was andere machen habe ich mich nie gekümmert.

Ich habe mich aber sehr wohl um das gekümmert, was aktuell Stoff IST. -- das wurde vertieft und sichergestellt, dass das Kind nicht abhängt...--- mehr Aufgabe ist schulisch von Eltern nicht verlangt. Eltern sind keine Lehrer.

Aber sehr wohl fliesst bei uns dauernd im Alltag ganz normales Grundwissen mit rein. DIe Kinder fragen viel, wir beantworten viel und in der Grundschulzeit hat man natürlich auch mathematische Bezüge im Alltag eher mal bewusst gesucht und geübt....

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Diese Dinge kommen in BW in der 3. Klasse dran, diese ist ja aber gerade erst im Halbjahr. Meine Schüler (jetzt 4. Klasse) können das, bei uns kam letztes Jahr das Sachrechnen dafür etwas kurz.

Ich finde das wird in den Lehrwerken schon genug thematisiert. Das einzige, wo ich mir wirklich wünschen würde, dass die Eltern da zu Hause auch drauf achten, das sind die Uhrzeiten. Da reicht einmal im Jahr nicht aus.