Wann offiziell Ersatz für kranke Lehrerin

Unsere Klassenlehrerin ist seit letzten Sommer krank. Man hat erwartet, das sie relativ zügig zurück kommt daher wurde ein Vertretungsplan erstellt. Aber weder nach den Herbst, nach den Winter noch bis zu den Osterferien ist sie wieder im Einsatz. Ein Ende nicht in Sicht. Nach unseren Beschwerden hat die Schulleitung kommissarisch die Klassenleitung übernommen und ist jetzt wieder und zum wiederholten Mal krank, zum Teil auch mehrere Wochen am Stück. Wir hangeln uns von Vertretung zu Vertretung und haben im Vergleich zu den Paralellklassen definitiv einen Rückstand. An Projektwochen, Ausflüge und die ganzen netten Dinge ist gar nicht zu denken.

Ab wann haben wir (Hessen) offiziell Anspruch auf langfristigen Ersatz?

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Joa, ist bei uns Gang und Gäbe und die Lehrer, die noch gesund sind, werden über das volle Stundendeputat hinaus eingesetzt, zu so lustigen Dingen wie "Mitbetreuung" genötigt (Aufsicht in zwei Klassen gleichzeitig) und in Coronahotspot-Klassen gestellt, wo sie keinen Unterricht machen, sondern gebetsmühlenartig "Bitte setzt die Maske richtig auf" sagen.
Unsere Schulleitung ist seit Anfang des Jahres mit Burnout weg. Über unseren Schulhof laufen am hellichten Tag Ratten, Klobrillen gibt's auch im Lehrerklo nicht und wir suchen manchmal 20 Minuten nach einem funktionierenden Overheadprojektor.
Momentan haben wir seit Wochen kein Papier und keinen Toner wegen Lieferengpässen, leider aber auch kein stabiles W-Lan, um unsere Ipads zu nutzen.

Aber, hey, wir haben ständig Ferien. Macht mal Werbung im Bekanntenkreis. Schulen nehmen mittlerweile fast jeden Quereinsteiger. :-)

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Mal off-topic, tatsächlich hatte ich ja mal drüber nachgedacht, sowas als Quereinstieg zu machen. Aber in Bayern keine Chance. Realschulen nehmen gar keinen, Grundschulen nehmen ausnahmsweise auch Gymnasial- und Realschullehrer.

Von dem her wüßte ich gerne, wie sowas funktionieren soll.

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Hier im Norden darf fast jeder ran.
Informieren kann man sich auf den Seiten der entsprechenden Behörden.

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Ich würde sagen realistisch ist zum nächsten Schuljahr. Dann könnte es passieren, dass ein neuer Lehrer zugeordnet wird. Es könnte aber auch gut sein, dass die Schulleiterin das einfach fest übernimmt... beispielsweise weil sie weiß, dass demnächst eine andere Lehrerin aus der Elternzeit kommt.

Bei uns war es so:
Klassenlehrerin wurde nach ein paar Wochen in der 1. Klasse krank, bzw. man diagnostizierte Krebs im Endstadium. Das gesamte Schuljahr übernahmen 2 Lehrer kommissarisch. Es war nicht optimal, aber die Kinder mussten auf nichts verzichten. Die eigentliche Klassenlehrerin kam kurz vor Ende des Schuljahres nochmal in die Klasse und verabschiedete sich. Sie starb noch während des Schuljahres. In der 2. Klasse gab es eine neue Lehrerin.

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Hi,

ich weiß nicht, wie die Lage in Hessen genau ist, aber wir hier in BW haben dasselbe Problem. Dieses heißt: Lehrermangel. Klar, wäre eine Ersatzlehrkraft super, aber wenn es eben keine gibt, dann gibt es keine. Ich glaube nicht, dass die Schulleitung da irgendetwas machen kann. Auch wir haben seit Monaten einen Ausfall und kein Ersatz in Sicht. Es wird auch keiner kommen. Vielleicht versucht ihr nochmal das Gespräch zu suchen und rauszubekommen, was wirklich Sache ist. Immer nur beschweren schadet in der momentanen Situation evtl. mehr.

LG

Isabel

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Mir ist klar, das die Schule alles versucht was möglich ist. Man hat mir aus der Elternschaft aber gesagt, das es bei langfristigen Ausfällen beim Klassenlehrer aber Fristen gibt und man das nicht über Dauervertretung (wechselnd) abdecken kann. Wir wollen uns nicht beschweren aber nun doch gerne eine andere Lösung anstreben. Dafür wäre es spannend zu wissen, ob es da irgendwelche Vorgaben gibt.

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Schwierig ist es nur, wenn es - vielleicht trotz Vorgaben - einfach keine Lehrkräfte gibt.
Ich weiß, ich ist wirklich schlimm für die Kinder...

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Sowas kommt von solchem...

Wenn eine Schulleitung, die andere Aufgaben hat - zum Beispiel mit dem Schulamt gemeinsam Lösungen für akute Probleme wie Personalmangel zu finden - von Eltern gezwungen wird, eine Klassenleitervertretung zu übernehmen, dann ist das Überforderung.

Überforderung macht krank. Und nun macht sie beide Aufgaben nicht. C'est la vie.

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Anspruch? Gar nicht. Es ist Lehrermangel. Realistisch nächstes Schuljahr. Sowieso, weil Eure Lehrerin ja wohl noch nicht ganz weg zu sein scheint, wie z.B. Schwangere, sondern immer wieder mal ne Zeitlang wiederkommt.
Bei uns wurde eine Lehrerin nach den Weihnchtsferien schwanger,. Es ist jetzt schon klar, dass damit das Schuljahr gelaufen ist, leider für die Kids. Nur Vertretung und Stundenausfall. Natürlich sind Ersatzlehrer beauftragt, -- aber die werden dann mehr in Richtung Abschlussklassen eingesetzt, falls es nicht genug sind, als in der 6.

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Wir haben auch eine schwangere Lehrerin. Die unterrichtet jetzt aus dem home office. Alle Kinder in der 5. Klasse bekommen ein tablet in die Hand, und auf geht's. Nicht optimal. Aber gehen tut sowas schon.

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Bei uns das gleiche, nur schon in der 4. Klasse.

Aber besser als nicht, oder?😀

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Hallo,
abgesehen davon, dass tatsächlich Lehrermangel herrscht, vor allem an den GS, kann es sein, dass die Krankmeldung einfach nicht lange genug am Stück ausgestellt wird. Wird man immer nur für zB 2 Wochen krank geschrieben und wird diese Krankschreibung dann regelmäßig verlängert, kann die Schule sich gar nicht um eine Vertretungskraft bemühen. Hier in RLP ist das nur möglich, wenn eine Krankschreibung für 6 Wochen oder länger ausgestellt wird...

Viele Grüße

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Das ist in Hessen tatsächlich auch so. Ab 6 Wochen gibt es erst die Möglichkeit, Vertretung anzufordern.

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Bin zwar aus RLP, aber wünsche euch viel Erfolg.

Es herrscht Lehrermangel, zumindest mal an Grundschulen, vor allem im ländlichen Bereich. Die Bedarfe werden zwar brav an das zuständige Amt weitergeleitet, aber dann werden die Außenbereiche des Einzuggebietes einfach vergessen. Es gibt eine Feuerwehrkraft, die kurzfristige Erkrankungen vertreten soll, aber die ist idR Vetretung einer dauerkranken Lehrkraft und für mehrere Schulen zuständig. Also auch schwer zu bekommen. Dieses Jahr gab es bei uns auch das Problem, allerdings zum Schuljahreswechsel. Auf einmal war die 1. Klasse zweizügig (sonst nur eine Klasse pro Jahrgang), die Lehrerin der 2. Klasse angekündigt krank, leider mittlerweile verstorben, die 3. Klasse braucht eine neue Lehrerin, da es mit der vorherigen (erst 2 Jahre davor gekommen) nicht gepasst hat. Unsere Schulleiterin hat sich komplett selbst kümmern müssen und über viele Umwege und persönliche Kontakte neue Kräfte bekommen. Eine Lehrkraft ist sogar noch nicht ganz fertig mit dem Studium, aber da unterstützt sie als Klassenleitung.

Was ich damit sagen will: Was ihr euch wünscht, fordert, evtl auch zusteht ist eine Sache, was aktuell realisierbar ist eine ganz andere.... Zaubern können sie leider noch nicht.

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Offiziell ist schön und gut, Fakt ist dass hier in Bayern schon ab Klasse 3 und 4 teilweise Distanzunterricht ist bei Ausfällen weil nicht einmal mehr die Betreuung gewährleistet werden kann geschweige denn Unterricht. Also realistisch gesehen wird das dieses Schuljahr nix.

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dazu muss eine Vertretungskraft vorhanden sei, Verteiler dafür ist das Schulamt. Oft gibt es aber nach Weihnachten schon gar keinen Ersatz mehr.
Die Schulleitung kann dartan nichts ändern, wenn sie keine ZUweisung bekommt. Ihr würde den Elternbeirat ins Boot holen und in der übergeordneten Stelle anfragen