Mit bisherigen Mitschülern in eine Klasse oder mit anderen Kindern aus Wohnort?

Hallo!

Brauche euren Rat.
Meine Tochter kommt im Sommer in die weiterführende Schule.
Im Moment geht sie zur Grundschule in diesem Ort, nicht an unserem Wohnort, ca. 15min mit dem Bus weg (aufgrund einem Umzug ist es so gekommen).
Es ist eine kleine Schule und es wird nur 2 Klassen geben in Zukunft.

Klasse a) Kinder aus ihrer jetzigen Klasse, alle aus dem Ort der Schule
Klasse b) Buskinder aus den umliegenden Orten, u.a. aus unserem

Mein Wunsch war es nun, dass sie in Zukunft mit den Buskindern in eine Klasse kommt, um auch evtl Freunde hier vor Ort oder zumindest näher dran zu finden, nicht immer das einzige Buskind zu sein, Fahrgemeinschaften bei Ausflügen usw.

Dieser Wunsch wird nun in Frage gestellt von beiden Rektoren (Grundschule und Realschule), meine Tochter wurde dazu von ihrer Lehrerin befragt (!) ("willst du lieber in die A- oder B-Klasse?") und sie sagte sie will mit ihren jetzigen Freundinnen zusammenbleiben.
Davon geht aber ohnehin nur eine auf diese Schule und gerade diese tut ihr nicht so gut...
Wenn ich mit meiner Tochter zu Hause spreche sieht sie meine Argumente auch ein.

Gerade rief mich der Grundschulrektor (!) an und stellte meinen Wunsch nochmals in Frage.
Habe ihm dann meine Argumente aufgeführt und er zeigte Verständnis.

So, wie würdet ihr nun entscheiden?

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Hallo!

Wenn ohnehin nur ein Kind aus ihrer Grundschulklasse in die gleiche Schule gehen wird, was nicht nicht einmal die optimale Freundin ist, würde ich das Kind auch lieber in die andere Klasse schicken. Ich verstehe nicht, warum sich die Grundschule hier einmischt und was die das angeht... Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass das andere Kind aus der Klasse bzw. dessen Eltern den Wunsch geäußert haben und die Schulen deswegen versuchen Euch zu beeinflussen.
Wie steht denn Deine Tochter zu diesem Mädchen? Wenn dieses Mädchen eher eine Klassenkameradin ist, die hingenommen wird, würde ich sie auf keinen Fall in die "Ortsklasse" schicken. Alles in Allem denke ich allerdings auch, dass ein Neuanfang nach der 4. Klasse für die Kinder gar nicht mal so schlecht ist. Meine Große hat sich nach der 4. Klasse bewusst für eine Schule entschieden, auf die kein anderes Kind aus ihrer Klasse geht. Wir konnten außerdem bei der Schulanmeldung noch ankreuzen, ob die Klassenzusammensetzung mit oder ohne Rücksicht auf die ehemalige Grundschulklasse eingeteilt werden sollte - auch da haben wir ohne Berücksichtigung der Grundschulklasse angegeben. Sie kam dann mit 23 vollkommen fremden Kindern in eine Klasse und ist in dieser Klasse total glücklich. Neue Freunde waren ganz schnell gefunden.

LG

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Danke für deine Antwort.
Ich sehe es auch so, dass ein Neustart nicht schadet.
Auch das mit dem Wunsch der anderen Eltern ist denkbar. 🤷‍♀️
Die beiden sind schon gut befreundet, aber ich sehe es kritisch. Habe das Mädchen ein paar Mal bei uns erlebt und empfinde diese Freundschaft nicht als ausgewogen.
Klar, die Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen machen und man sollte da nicht zu sehr eingreifen, aber in diesem Fall wäre es ja natürliche Selektion. 😇 Zumal die beiden ja befreundet bleiben könnten, trotz anderer Klasse.

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bei beiden Kindern blieb eigentlich keine Freundschaft aus der 4. Klasse.
Aufgrund Freundschaften sollte man keine Schule auswählen, sondern wegen der Schule, der Stilrichtung, der Art der Schule.
Vergesst die Freunde bei der Schulwahl.

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Ehrlich gesagt war es von Anfang kein Kriterium zu schauen was Freundinnen, Klassenkameraden oder sonstwer macht.

Wir haben Schulen angeschaut,die dem Profil und Interessen meines Kindes entsprechen. Geschaut wie die Verkehrsanbindungen sind. Nochmal hier erkundigt im Forum wie das andere machen und festgestellt,das letztendlich das Kind mitentscheiden sollte und ein etwas längerer Fahrweg nicht ungewöhnlich ist in der Weiterführenden Schule,da man ja nach Profil des Kindes entscheidet.

Ich kenne einige Kinder die öfter die Schule gewechselt haben,weil es doch nicht fie richtige war und das nur,weil Bruder,Freund usw.dort hin sind oder sie in der Nähe war.

Schaut euch verschiedene Schulen an,schaut was euer Kind interessiert usw.

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Ich finde diese Entscheidung nach diesem Kriterium ziemlich unwichtig, weil sich die Freundschaften so oder so neu bilden werden und es da auch nicht zwingend nach Wohnort gehen wird. Ich hätte die Schule zurückgefragt, was es für Gründe gibt, dich da extra anzurufen, ob sie Probleme haben die Klasse zu bilden, wenn das Kind in die andere Klasse kommt oder so? Ich denke sie kann in beiden glücklich werden, gerade wenn die so nah beieinander liegen. In den höheren Klassen sind doch Mitschüler mit Fahrtweg was ganz normales.

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Also ich würde die Klasse mit den Buskindern wählen, um Kontakte im Ort zu knüpfen!

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Hallo

ehrlich? Unsere Tochter ist nicht ihren Freundinnen gefolgt... Mit ihrer damaligen besten Freundin hatte es sich in der Grundschule ausgespielt, aber 2 aus der Grundschule die auf eine andere Weiterführenden dazu gewonnen.

Ich würde die Busvariante nehmen, so das wie du schreibst, Kinder im Ort als Freunde bekommt.

Ich arbeite als I Hilfe und begleite ein Kind in der 5ten Klasse. Und hab schon einiges gesehen. Die meisten Freundschaften sind schon in der Grundschule zerbrochen, da wo es heraus kam in welche Schule man geht und wenn es die selbe Schule ist, eine andere Klasse. Es war ein Toller 5er Gespann und keiner hat mehr Privat so engen Kontakt. Es entwickeln sich ganz neue Freundschaften.


Auch die Eisklauffreundin meiner Tochter... hatte eine beste Kindergartenfreundin, gefolgt in der Grundschule... Die beiden waren wie Uhu.... zum Ende der Grundschule... Zack vorbei,

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Ich würde die Buskinder - Klasse nehmen. Schon allein aus dem Grund, dass es im Jahr immer mal wieder Situationen geben wird, die dazu führt, dass der Großteil der Buskinder zu spät kommt. Das wird immer sofort akzeptiert und entschuldigt. Als Kind der Einwohner - Klasse darf sie dafür echt kämpfen.