NRW Schulwechsel in Klasse 8 - wie hat ihr es geschafft?

Meiner Tochter ging es schon vor Corona schlecht in der Klasse und es wird immer schlimmer. Gespräche mit der Klassenlehrerin, Schulleitung, Schulsozialarbeiterin und Schulberatungsstelle helfen nicht. Sie ist eine gute Schülerin, aber mag sich in der Klasse nicht mehr melden.

Ich versuche seid Mitte letzten Jahres ihr ein Schulwechsel zu ermöglichen, ohne Chance, alle Schulen melden : Wir sind bis oben hin voll.

Wem ging es auch so ? Wie habt ihr es geschafft?

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Bei mir klingeln gerade alle Alarmglocken. Themenrichtung Mobbing? Da gibt es zumeist unabhängige Beratungsstellen.
8 Klasse? Ggf. Mitschüler ü 14 sind strafmündig. Hole Polizei und Anwalt mit ins Boot. Nicht diejenige, die gemobbt wird geht sondern Mobber gehen.

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Typisches Mobbing ist seltenst strafbar. Psychische Gewalt ist meist nichts, was das Strafgesetzbuch kennt. Alle ratschen, du kommst dazu, alles wird still. Du meldest dich, alle kichern oder rollen mit den Augen, zwei stöhnen hörbar, einer sagt "Och nee, die schon wieder." Für 13jährige eine komplette Katastrophe und wenn das länger geht, freilich auch Mobbing, aber strafbar - ganz sicher nicht.

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Naja, die Frage ist im Einzelfall natürlich, wie weit es geht. Beleidigung, Nötigung, Körperverletzung etc. etc. (Sowas ist bei Mobbing auch an der Tagesordnung) In der heutigen Zeit gibt es auch Rechte bzw. Strafen hinsichtlich Handlungen im Sozialen Netz. Selbst wenn es nicht in strafbaren Bereich kommt, muss die Schule handeln ggf. vorgesetzte Behörde mit einschalten (Schulbehörde). Lehrer und Schulleitung müssen handeln, wenn der Schulfriede gestört wird durch Handlungen gegen eine Schülerin. Wenn es den Schulen zu viel Arbeit ist (ist es meistens) dann gibt es eine Dienstaufsichtsbeschwerde und die Presse. Natürlich ist es alles Rennerei und kostet
Nerven.

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In Bayern würde ich raten, die Schulleitung ins Boot zu holen - sie soll helfen, eine neue Schule zu finden. Anruf von SL zu SL bringt i.A. viel mehr als anfragende Eltern. Notfalls würde hier das Ministerium auch einen neuen Schulplatz zuweisen, aber dann hat man halt keine Auswahlmöglichkeit. Rechnen muss man damit, in sehr volle Klassen zu kommen.

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Das wird daran liegen, dass deine Tochter keinen Schulwechsel braucht, also versetzt wird. Die paar Möglichkeiten, die die Schulleiter haben, Schüler an ihren Schulen unterzubringen, werden die wahrscheinlich für jene zur Verfügung stellen, die ihre Schule verlassen müssen. Nur weil sich ein Kind nicht mehr meldet, ist das ja offiziell kein Grund, weshalb eine Schule gewechselt werden muss. Ich sehe da wenig Chancen, wenn bereits Gespräche mit der Schulleitung gelaufen sind.
Ich würde auch eher der Sache auf den Grund gehen wollen, weshalb sich das Kind nicht mehr im Stande fühlt, sich am Unterricht zu beteiligen.
Wenn da wirklich mobbing ein großes Thema ist, abhängig von der Dauer und Schwere, dann würde ich als Elternteil wahrscheinlich als letzte Maßnahme einen Umzug in Erwägung ziehen.
Aber es kann ja auch einfach nur ne Pubertätsphase oÄ sein. Dass Kinder in dem Alter mündlich mal einbrechen ist nicht automatisch ungewöhnlich oder besorgniserregend..